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Aufhebungsvertrag vorgelegt.

Bei mir war es so, dass ich als Kaufmann in einem Pflegeheim engagiert war, in dem sehr viele Pflegefehler vorgekommen sind. Ich hatte nun das Glück, dass die mich krankschreibende Ärztin wusste was in dem Haus läuft und ich somit wegen Burnout (auf Grund der vielen Todesfälle und meines persönlichen Bossings) angeschlagen war und 6 Monate aus dem beruflichen Verkehr gezogen wurde, genauso lang wie mein Anwalt für das Endergebnis benötigte.

Fand ich nun gut dass zu den Kosten der Abfindung auch noch 6 Monate Gehalt/Krankengeld gezahlt werden mussten 🙂

Gruß von Grisu

Die Gerichtskosten halten sich in Grenzen und vermutlich würde diese Kündigung so nicht durchgehen - das aber kann nur ein Rechtsanwalt beurteilen.

Bei einer Klage gegen eine Kündigung benötigt niemand einen Rechtsanwalt, der erste Termin ist ein Gütetermin. Der erste Termin beim Arbeitsgericht ist der Gütetermin, auch Güteverhandlung genannt. Dieser Termin findet etwa 2-4 Wochen nach der Klageerhebung statt und dient dazu, eine gütliche Einigung zwischen den Parteien zu erzielen.
 
Ich würde am Montag sagen:

Da Sie mir nicht mehr Bedenkzeit gewähren wollten, muss ich zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen.
Ich möchte mich zunächst anwaltlich beraten lassen.


Mehr würde ich nicht sagen/erklären und der AG weiß sofort, dass du dir nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lässt.

Und dann würde ich in der Tat einen Anwalt aufsuchen. Ein Beratungsgespräch ist auch nicht so extrem teuer. Zwischen 80 und 150 Euro.

Online Anwälte gibt es auch. Frag einen Anwalt, z. B. Wenn du nur kurze Fragen hast, dann kannst du das dort erledigen.

Ich würde allerdings in live hingehen und idealerweise mit Aufhebungsvertragsentwurf.
 
Das verblüfft mich. Du hast dich bedankt, weil man dir den Stuhl so schnell wie möglich vor die Tür stellen will?
Falls es der Betrieb aus deinem anderen Faden ist, in dem du dich unwohl fühlst und den du eigentlich schon länger verlassen willst, dann nimm den Aufhebungsvertrag an.
Vorausgesetzt, du hast die begründete Aussicht auf einen neuen Job in nächster Zeit.
Was soll ein Anwalt tun?
Du hast die Wahl, dir wurde ja nicht gekündigt.
Gab es im Vorfeld keine Entwicklungsgespräche, in deren Verlauf dir mitgeteilt wurde, wo noch Luft nach oben ist?
Ich war erstmal so geschockt, dass ich halt automatisch wie immer mich für das Gespräch bedankt habe.
Ich habe halt keine begründete Aussicht auf einen neuen Job in der Zukunft.
Entwicklungsgespräche gab es. Sehr kurze. Aber da kam nie etwas auf, bezüglich meiner Leistungen.

Denk dran, dass du auch gekündigt werden kannst und dann klagen müsstest.
Keine Ahnung, in welchem Kreis du wohnst, aber Abfindungen sind ja kein Rechtsanspruch und werden teils sehr unterschiedlich entschieden.
Du müsstest aber bei Kündigung klagen und in der ersten Instanz zahlt jeder seinen Teil selbst.
Ok, dass ist auch ein Aspekt.
 
Fand ich nun gut dass zu den Kosten der Abfindung auch noch 6 Monate Gehalt/Krankengeld gezahlt werden mussten 🙂
Naja, Krankengeld tut dem AG ja nicht mehr weh. Das kommt von der Krankenkasse und somit von Deinen und unseren Krankenkassenbeiträgen.

@TE
Mach es knapp. Du kannst den Vorschlag ohne Prüfung und Abwägung weder annehmen noch ausschlagen. Das Wochenende war dafür nicht geeignet.

Denk daran: Sie sind -genau wie Du- vertraglich verbunden. Es gibt bereits einen Vertrag, nämlich einen gültigen Arbeitsvertrag. Es gibt darüber hinaus für Dich keinerlei Handlungsbedarf. Du musst Dich eigentlich gar nicht zu der Aufhebung positionieren.

Gab es Entwicklungsgespräche vorher? Haben sie Dir gesagt vorher, dass sie nicht zufrieden mit Deiner Arbeitsleistung sind? Ist der Betrieb klein genug, dass Kündigungsschutzgesetze nicht greifen?
 
Gab es Entwicklungsgespräche vorher? Haben sie Dir gesagt vorher, dass sie nicht zufrieden mit Deiner Arbeitsleistung sind? Ist der Betrieb klein genug, dass Kündigungsschutzgesetze nicht greifen?
Bei den Entwicklungsgesprächen kam meistens bei rum, dass es keine Entwicklung gibt 🙂 Aber gegenüber meiner Arbeitsleistung wurde nie etwas erwähnt.

Die Firma hat 50+ Angestellte.
 
Ich vermute mal @Lukram dass Du nun ziemlich erschlagen bist auf Grund dieser ganzen Situation und auch der unterschiedlichen Meinungen hier.

Du musst für Dich entscheiden womit Du Dich am wohlsten fühlst und wie Deine persönlichen Zukunftsschancen aussehen. Daran musst Du Dein Handeln orientieren.

Ich persönlich habe für mich wichtig gefunden sofort einen Rechtsanwalt zu befragen da mein Arbeitgeber nicht im Recht war und zudem noch Formfehler unternommen hat (diesen Verdacht habe ich auch in Deinem Fall).
Ich habe mich sofort beim damaligen Arbeitsamt "arbeitssuchend" gemeldet weil klar war, die wollen mich loshaben.
Ich wollte auf keinen Fall mehr dort arbeiten denn es wäre klar gewesen, dass nun weiter versucht wird mir mit Abmahnung eine Kündigung reinzudrücken. Und ich war verdammt enttäuscht: hatte den Laden über Jahre mit aufgebaut, in mit unbezahlten Überstunden, Wochenenden und und und. Somit hatte ich auch mental kein Problem mit der Krankmeldung.

Bei mir hat es etwas gedauert bis der nächste Job kam, weil es in der Wirtschaftskrise 2008 war.

Und genau hier muss dann eben der finanzielle Punkt auch eine Rolle spielen.

Vielleicht hilft Dir ein Block, auf dem Du mal Deine Gedanken "sortierst".

Gruß von Grisu
 

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