Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Arbeitskollege fühlt sich übergangen

Naja, wenn ihr auf dem Papier die Teamführung inne habt, dann ist es doch eigentlich ganz einfach, dass ihr euch durchsetzen könnt. Arbeit ist manchmal kein Wunschkonzert. Man muss ganz klar auf den Mitarbeiter eingehen, Probleme sehen, aber wenn einer spinnt auch mal ganz klar ne Ansage machen. Wenn ihr das nicht könnt, tanzt der euch ewig auf der Nase rum. Man kann nicht bei jedem beliebt sein. Schon gar nicht als Teamleiter
 
Ja, funktioniert super 😗
Ich kann leider auch nicht ganz nachvollziehen, wie du drauf kommst, dass jeder einfach macht, was er will. Wir haben schrift kommunizierte, verbindliche Arbeitspläne. Wenn irgendwo mal mehr oder weniger anfällt, sprechen wir uns ab. Er weiss jede Woche auf Papier, was er zu erledigen hat. Das ist ja genau das Problem, dass er mit den Aufgaben nicht einverstanden ist.

ich habe aber das Gefühl, dass du eher auf Bad Faith Kommunikation aus bist, als wirklich kritische Inputs zu geben.
 
Naja, wenn ihr auf dem Papier die Teamführung inne habt, dann ist es doch eigentlich ganz einfach, dass ihr euch durchsetzen könnt. Arbeit ist manchmal kein Wunschkonzert. Man muss ganz klar auf den Mitarbeiter eingehen, Probleme sehen, aber wenn einer spinnt auch mal ganz klar ne Ansage machen. Wenn ihr das nicht könnt, tanzt der euch ewig auf der Nase rum. Man kann nicht bei jedem beliebt sein. Schon gar nicht als Teamleiter
Das sehe ich absolut so. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die anderen beiden Mitarbeiterinnen keine klaren Ansagen brauchen, selbstständig sind und man sich gut mit ihnen Ansprechen kann. Die beiden brauchen keine Ansagen und würden durch solche wohl eher verunsichert. Er braucht die, aber wir können ihn auch nicht vom Team isolieren oder die andersbehandlung sehr hervorheben. Da braucht es einen guten Mittelweg.
 
Das sehe ich absolut so. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die anderen beiden Mitarbeiterinnen keine klaren Ansagen brauchen, selbstständig sind und man sich gut mit ihnen Ansprechen kann. Die beiden brauchen keine Ansagen und würden durch solche wohl eher verunsichert. Er braucht die, aber wir können ihn auch nicht vom Team isolieren oder die andersbehandlung sehr hervorheben. Da braucht es einen guten Mittelweg.
Ich kann dich da schon verstehen. Ich hab seit 10 Jahren bei uns die Teamleitung über. Ich weiß, dass es nicht leicht ist. Die meisten in meinem Team brauchen keine große Führung. Da reicht morgentlich 10 Minuten Besprechung was zu tun ist und dann laufen die allein. Aber es gibt auch immer wieder mal Ausbrecher. Und da liegt die Krux. Erstmal muss man dann schauen woran es liegt, ob der Mitarbeiter gerade recht hat oder ob man dann doch auch mal Konsequenzen ziehen muss.

Bei deinem Kollegen sehe ich aber wirklich nicht, dass er sich noch einmal in euer Team einbringen will. So wie du schreibst denke ich er will nur das Beste für sich ohne an die anderen zu denken. Und da musst du halt auch mal hart bleiben und ihn differenziert behandeln. Ansonsten wird der Rest eueres Teams irgendwann auch unzufrieden sein.

Rein nach dem Motto warum soll ich funktionieren wenn er es auch nicht muss
 
Beleidigte Leberwurst schmeißt man raus,so einfach ist das. Sollen andere sich mit ihm rumärgern. Habe in keiner Firma erlebt, daß man so viel Rücksicht nimmt.
 
Es hat sich leider nicht gut entwickelt.

Meine Kollegin, die auch Leitungsfunktion hat, fällt unfallbedingt bis Ende Jahr aus. Wir sind also die letzte Woche zu viert gewesen. Da ich ihn deswegen nicht eins zu eins betreuen kann, war ich gezwungen, ihm zeitweise Aufgaben zu geben, die er schon beherrscht. Damit war er nicht einverstanden weil er neues lernen möchte. Ich habe ihm erklärt, dass ich verstehe, dass er neues lernen möchte, dass wir aber halt einfach Deadlines vor den Festtagen haben.

Am Samstag hat er mir ständig geschrieben und mich angerufen weil irgendwas mit seinem Auto war, und dass er das der Versicherung melden muss. Da ich selber kein Auto habe und an einer Familienfeier war, habe ich ihm geschrieben, dass ich da leider nicht helfen kann. Er hat dann die verletzte Kollegin kontaktiert, welche am Sonntag zu ihm gefahren ist. Irgendwie ist das dann nicht bei dem Versicherungsding geblieben, er hat sie um Hilfe bei seinem ganzen Papierkram gebeten.

Er sollte heute und morgen arbeiten, und hat gestern mir geschrieben, dass er die Arbeitstage diese Woche evtl. wegen eines familiären Notfalls verschieben müsse. Ich habe ihn angerufen und gebeten, das abzuklären und mir bis am Abend definitiv Bescheid zu geben. Als ich um 18:00 immer noch nichts gehört hatte, habe ich ihn angerufen. Er meinte nur knapp angebunden, er habe mit der anderen (krankgeschrieben) Leiterin telefoniert und müsse mir nichts mehr erklären und hat aufgelegt. Also habe ich sie gefragt, und sie hat mir bestätigt, dass er angerufen hat, dass sie ihn aber direkt an mich verwiesen habe.

Da er definitiv heute nicht arbeiten kommen konnte, habe ich ihm noch eine Nachricht gemacht, dass ich hoffe, dass sich der familiäre Notfall gut auflöst, aber dass ich froh wäre, wenn er sich für den weiteren Verlauf der Woche gemäss Abmachung an mich wendet und nicht an die krankgeschriebene andere Leiterin.

Heute morgen wache ich zu einer Nachricht von seiner Nummer auf meiner Combox auf. Er bezichtigt mich darin, mich ständig als Chefin aufzuspielen, dass ich ihm eigentlich gar nichts zu sagen habe da er de facto länger in der Firma ist, dass ich nur Unruhe und Chaos im Team stiften würde und nicht kapieren würde, dass mich niemand ausstehen könne. Er gäbe als Tipp dass ich von meinem hohen Ross herunterkommen soll und die anderen einfach in Ruhe und Frieden arbeiten lassen soll, würde ich nicht herumstänkern mit Deadlines wären alle viel glücklicher. Am liebsten wäre ihm, wenn ich alle einfach ihr Ding durchziehen liesse und so arbeiten liesse, wie es jeden jeweils gerade richtig dünkt, dann wären alle viel zufriedener.

Da wir seit letzter Woche wieder eine klar definierte HR-Ansprechperson haben, habe ich dies dort gemeldet. Die wünscht jetzt noch ein weiteres Gespräch zu dritt mit dem Kollegen, ihr und mir.

Ich habe ihm direkt nichts zurückgemeldet zu der Combox Nachricht, das hat mir meine Therapeutin so empfohlen. Wenn die Reaktion aufgrund seiner Borderline kommt, würde eine Reaktion die Entwertungsspirale in seinem Kopf anfeuern. Für mich innerlich ist die Situation tortur, da ich aufgrund meiner eigenen Traumata sehr empfindlich auf Anfeindungen reagiere…
 
Das tut mir leid, dass er gerade so auf Dich rumtrampelt.
Es wäre wirklich gut, wenn er geht. Das ist kein tolerierbares Verhalten mehr.
Psychische Probleme hin oder her, das geht so nicht mehr!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben