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Arbeitskollege fühlt sich übergangen

Ihr habt für ihn schon sehr viel gemacht. Und es ist gut, dass ihr versucht ihn mit einzubeziehen. Ich denke aber nicht, dass ihr ihn zufrieden stellen könnt. Da fehlt ganz klar die Führungskraft, die ihn in die Schranken weißt.

Wenn ihr trotzdem nochmal das Gespräch mit ihm suchen wollt, wäre es besser ihr seit maximal zu zweit, aber nicht das ganze Team. Das würde ihn nur in die Enge treiben.
 
Ich habe Angst, dass ich bei klaren Ansagen zu cheffmässig rüberkomme. Mir ist es sehr wichtig, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Aber hilft das bei Borderline, klare Ansagen zu bekommen?
Da Borderline ein Spektrum ist, kann ich nur für mich sprechen, denke aber schon das es hier und da Überschneidungen gibt.

Mir ist z.B. ein Chef auf Augenhöhe sehr wichtig und ich wollte immer Struktur und klare Richtlinien...musste mir meine Arbeit aber selbst strukturieren mit der Zeit, das war schwer.
Ich denke das es helfen kann, wenn er weiß wie was zu laufen hat und er sich danach richten kann, das kann ihm Stabilität geben.
Wo ich hier Probleme sehe...er hat starke Stimmungsschwankungen und im Kundenkontakt muss man sich selbst zurück nehmen...das gelingt ihm ja im Umgang mit euch schon nicht...ich weiß also nicht ob er in euer Abteilung auf Dauer gut aufgehoben ist.
Man kann auch klare Ansagen machen, auf Augenhöhe.

Wichtig ist noch Ehrlichkeit und keine Versprechungen machen, die man nicht hält...also nicht sagen er kann mit zum Kunden und dann verschieben.
Ich bin sehr nachtragend, wenn Versprechen nicht gehalten werden (hat mit Vertrauensmissbrauch in der Kindheit zu tun)..aber denke jeder ist dann genervt, ich bin nur besonders nachtragend und kann die Person dann nicht mehr respektieren und werte sie ab...fürs Betriebsklima nicht so gut.

Ansonsten nicht ihm anpassen, das wird sonst nichts..etwas Rücksicht nehmen beim Arbeitstempo ja..aber eben nicht über eure/Arbeitstechnische Grenzen gehen lassen.
Zur Erklärung: Borderliner haben nie den Umgang mit den eigenen Grenzen und den Grenzen anderer gelernt...das müssen sie sich erst aneignen.
Deswegen muss man da besonders beharrlich sein..also drauf beharren, das es bei euch nicht so laufen kann wie er sich das vorstellt (evtl. ist er lockeres gewohnt aus dem Lager)...aber das man sich wegen Kundenkontakt eben an die Struktur halten muss. Evtl. hilft es ihm den Lauf der Dinge zu erklären..im Kundenkontakt muss man immer top sein, denn 1 Schlechte Nachricht verbreitet sich 10x schneller als eine Gute. Eine wichtige Regel. Heisst einmal nich abgeliefert/Fehler gemacht beim Kunden ist das schlecht fürs Unternehmen.
Er wird immer versuchen über die Grenze zu gehen, es wird dauern bis er weiß..bis hier hin und nicht weiter, das ist unterbewusst drinne...es ist ganz schlecht wahrnehmbar.

Wenn ihr keine Führungskraft habt, dann sollte es jemanden von euch geben, der Weisungsbefugt ist ihm gegenüber...sonst endet das nicht gut.
Und mehrere Köche verderben den Brei...nachher spielt er euch gegeneinander aus..Person A hat X gesagt, Person B hat Y gesagt.
Klare Struktur und Richtlinien sind wichtig und daran kann er sich dann halten.

Ich weiß nicht wie weit er in seiner Therapie ist, das ist auch sehr unterschiedlich...und zur Diagnose kann es noch weitere Nebendiagnosen geben.
Kann @atlantis86 nur zustimmen...ob er bei euch in der Abteilung zufrieden wird ist fraglich.
Ich kann z.B. Kundenkontakt, da ich stiller Borderliner bin..ich kann mich und meine Gefühle zurück nehmen und schauspielern und funktionieren...bei ihm bin ich mir nicht sicher...von den Erzählungen wirkt er impulsiver...ich weiß also nicht ob das gut für ihn/euch ist. Probieren könnt ihr es ja, ihm dann aber auch ehrlich erklären was geht und was nicht geht mit Kunden.
 
Mag hart klingen, ihr müsst mit dem Kollegen offen reden, klare Ansagen machen, auch ihm andeuten, dass er und wir alle nicht unersetzlich sind und er sich einfügen muss ins Team. Hilfe zur Selbsthilfe, Fordern und Fördern, das solltet ihr kombinieren, sonst muss er eben seine Konsequenzen ziehen, geht von selber oder wird gegangen. Was musste ich trotz meiner guten Arbeit in meinen stets befristeten Jobs alles erleben, mir auch sagen lassen, was nicht angebracht war, mich auch schikanierte. Kommt mit den Kollegen ins Gespräch, gerne VORgesetzte und möglicher Betriebsrat dabei, dann muss entschieden werden.
 
Woher kennst Du eigentlich seine Diagnosen?
Weiß der Kollege, dass das bei Euch bekannt ist?
Ich würde den Vorgesetzten einschalten.
Es sollte doch wohl möglich sein, ihm Aufgaben zu geben, bei der geringen Stundenzahl?
Jemand muss mit ihm reden, jemand der Vorgesetzter ist.
 
Überfordert und dann noch patzig ist keine gute Kombination.

Das passt für Euch Alle nicht. Für mich nur eine Frage der Zeit wann er gehen muss.
 
Wie soll er bitte wachsen, wenn ihr ihn wie ein Baby behandelt.
Das ist der Grund wieso man am besten seine Krankheiten geheim hält.
Alle müssen es neu lernen, sonst wäre keine Einarbeitung nötig.
Und ihm nur Aufgaben zu geben die ihn unterfordern ist genau so idiotisch wie ihn zu überfordern.
Würde mich auch ver... Fühlen, wenn alle gleich angefangen haben und Teilzeit arbeiten aber man selber die blöden Aufgaben nur bekommt.
Sorry, bin hier nicht der Meinung wie die anderen. Borderline ist keine Einschränkung oder Berufskrankheit. Das bedeutet nicht das es in allen Lebensbereichen reinschlägt. Also was hier manche schreiben ist wirklich das aller letzte.
 
Und ihm nur Aufgaben zu geben die ihn unterfordern ist genau so idiotisch wie ihn zu überfordern.
Würde mich auch ver... Fühlen, wenn alle gleich angefangen haben und Teilzeit arbeiten aber man selber die blöden Aufgaben nur bekommt.
Da steht doch, das er noch nicht bereit dafür ist, weil ihm Grundlagen fehlen. Er hat auch vorher nicht in dem Bereich gearbeitet, weshalb er wohl länger braucht als die anderen, bis er mit zu Kunden darf.

Sorry, bin hier nicht der Meinung wie die anderen. Borderline ist keine Einschränkung oder Berufskrankheit. Das bedeutet nicht das es in allen Lebensbereichen reinschlägt. Also was hier manche schreiben ist wirklich das aller letzte.
Ich finde es kann schon ziemlich einschränken und macht einiges schwieriger....aber ist auch individuell, das darf man nicht vergessen.
Wenn man Erwerbsminderungsrente bekommt und nur 12h/Woche arbeiten darf/kann, dann wird einen das Borderline wohl stark einschränken.
Krankheitsausfall bei 12h die Woche...ist auch ne Leistung...und sich dann beschweren das wer anders die Arbeit mit Deadline gemacht hat und für den Rest des Tages neben der Spur deswegen sein, obwohl es geklärt ist - wo ist das bitte keine Einschränkung durch das Borderline? Da bleibt man in den Stimmungen/Gefühlen für den Rest des Tages/Tage hängen - das ist Borderline.
Es ist mir unverständlich wie man das nicht als Einschränkung sehen kann, denn dadurch war er unkonzentriert und konnte nicht gut arbeiten.

Klar kann es sein das es für dich keine Einschränkung ist und für andere mit Borderline auch nicht, weil sie gutes Selbstmanagement haben...aber in diesem Fall kommt es so rüber.
1 Borderliner ist ungleich alle Borderliner...haben doch auch andere geschrieben.
 
Ich sehe das Problem darin, daß ihr scheinbar ein eingespieltes Team seid und da niemand rein lassen wollt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soll er bitte wachsen, wenn ihr ihn wie ein Baby behandelt.
Das ist der Grund wieso man am besten seine Krankheiten geheim hält.
Alle müssen es neu lernen, sonst wäre keine Einarbeitung nötig.
Und ihm nur Aufgaben zu geben die ihn unterfordern ist genau so idiotisch wie ihn zu überfordern.
Würde mich auch ver... Fühlen, wenn alle gleich angefangen haben und Teilzeit arbeiten aber man selber die blöden Aufgaben nur bekommt.
Sorry, bin hier nicht der Meinung wie die anderen. Borderline ist keine Einschränkung oder Berufskrankheit. Das bedeutet nicht das es in allen Lebensbereichen reinschlägt. Also was hier manche schreiben ist wirklich das aller letzte.

Er bekommt keine blöden Aufgaben, 12h/Woche und keine Berufserfahrung sind halt anders als 32h/Woche und Berufserfahrung (wie die anderen Teilzeitkräfte). Wir können ihn nicht gleich einsetzen. Die echt blöden Aufgaben wie Broschüren versenden etc. mache im Moment ich, er bekommt richtige, volle Aufgaben, aber halt nur eine aufs mal und erst wenn die sitzt geht es weiter zur nächsten.


Ich sehe das Problem darin, daß ihr scheinbar eingespieltes Team seid und da niemand rein lassen wollt.

Das stimmt nicht, die anderen zwei kennen wir deutlich weniger als ihn, sie haben etwas nach ihm angefangen . Wir haben uns auch bewusst für ihn entschieden, wir hätten ihn nicht ins Team nehmen müssen, wir hätten auch nein sagen können.


seine Diagnosen hat er uns übrigens selber mitgeteilt. Meine Kollegin und ich möchten Rücksicht nehmen, aber wir sind auch kein therapeutischer Arbeitsplatz. Das Gespräch am Freitag findet zu dritt statt, nicht mit dem ganzen Team.
 
Ich wollte Dir nur rückmelden, dass ich es so sehe wie Du, @Ronis . Also ich empfinde Dich als sehr wertschätzend und bemüht.

Fühlst Du Dich denn mittlerweile gut vorbereitet auf das Gespräch?

Hast Du z.B. überlegt, wie Du reagierst, wenn er dann wieder einen auf "Ihr findet mich kacke" und Beleidigung macht in dem Gespräch?
 

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