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arbeiten vs. hartzen was findet ihr besser?

Status
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laut Statistik gibt es für fast 3 Millionen Arbeitslose ein bisschen mehr als eine halbe Million gemeldete Stellenangebote. Natürlich finden junge gut ausgebildete und flexible Arbeitnehmer i.d.R schneller einen Arbeitsplatz. Unter dem Schlagwort "Generation Praktikum" wird die prekäre Situation für junge hochqualifizierte Arbeitssuchende zusammengefasst. Da am Arbeitsmarkt eben in vielen Fällen junge hochqualifizierte Mitarbeiter nicht mehr feste Arbeitsstellen, sondern häufig befristete Stellen oder Angebote als freie Mitarbeiter bekommen, ist eine gute Berufsausbildung schon lange keine Garantie mehr dafür einen existenzsichernde Arbeitsstelle zu finden.
 
Es gibt hunderttausende freie Stellen.

Gut bezahlte Jobs bekommt man durch "gute" Bildung.

Alles machbar.
DWO-WI-Arbeitslose-Aufm.jpg

Ja ja, und Akademiker sind keine Hartz IV-Empfänger.😉
 
Man kann ja leider nicht erkennen, warum das H4-Empfänger sind.
Ich kann als Akademiker einen Abschluss mit 4,0 haben. Fünf Semester länger gebraucht haben. Jegliche Sozialkompetenz vermissen lassen.
Daher meinte ich auch "gut". Also gut ist ja relativ. Das Gesamtpaket muss passen.
Passt schon für dich, denke ich. Mehr GegenOderFür-Argumente für dich wären nur vergebene Liebesmühe.🙂
 
Die Statistik sagt es doch selbst: Bestand an gemeldeten (!) Arbeitsstellen.

Also nur die, die gemeldet werden.
Gerade die "guten" Jobs (Jobs für Akademiker) werden beim Arbeitsamt regelmäßig jedoch gar nicht gemeldet. Weil Leute, die für diese Jobs qualifziert sind, sich regelmäßig nicht an das Arbeitsamt wenden.
 
Offengesagt, spiegelt der Threadverlauf m.E genau die geistigen Haltungen, die dazu führen, dass Menschen sich im Wesentlichen Arbeit, und den unweigerlich damit verbundenen Kontakt zu allen möglichen Leuten, nur aufgrund ökonomischer Zwänge antun. Da Mitmenschen auch in der Berufswelt tatsächlich in den seltensten Fällen einen positiven Beitrag zur eigenen Lebenszufriedenheit leisten, macht die Idee, die hinter dem Eingangsposting steht, für mich im Sinne einer erweiterten Selbstachtsamkeit, schon auch Sinn.
Zitat H.Arendt :
""Aufgabe und Zweck der Politik ist die Sicherung des Lebens im weitesten Sinn. Sie ermöglicht dem Einzelnen, in Ruhe und Frieden seinen Zwecken nachzugehen, das heißt, unbehelligt von Politik zu sein..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt darauf an, welche Weltsicht man vertritt und ob man mit dem System allgemein zufrieden ist.

Wer arbeitet, der zahlt Steuern und unterstützt den Staat, welcher die Steuergelder auch für unmoralische Zwecke verplämpert, wie Kriegseinsätze, zB. in Nahost (unter dem Vorwand der Friedensmission), Unweltzerstörung, Massenmord an Tieren, Verdummung über die Massenmedien, Ausbeutung Drittweltländer, verlogene Polit- und Systembonzen usw....

Man muss abwägen, was man mit dem Gewissen vereinbaren kann und was nicht. Die Entscheidung kannst nur du selbst treffen.
 
Morgen sehe ich wieder viele Menschen mit Job, wenn ich aus dem Haus gehe.
Eigentlich fast ausschließlich, denn welcher Arbeitsuchende traut sich denn noch ernsthaft in diese Gesellschaft rein bzw. aus dem Haus raus?, dürfte ziemliches Spießrutenlaufen bedeuten - sind immerhin Hassobjekte der Nation, deswegen nenne ich z. B. das auch "Rassismus", auch ohne primär ethnischen Zusammenhang, bzw. "Verfolgung von Minderheiten".

Und zudem dürfte es so aussehen, dass der TE selbst wenn er das Jobangebot selber gesucht hat, bei Ablehnung dennoch von der Leihfirma gemeldet wird bzw. sanktioniert - also hat er höchstens die Wahl zwischen Arbeiten und Hartz-IV-Sanktionen.
 
@kuddeldaddeldu

Monatsbericht Arbeits- und Ausbildungsmarkt - statistik.arbeitsagentur.de

Lese dich da mal durch, dann wirst du ziemlich schnell merken, dass diese Zahlen schöngerechnet worden sind. So steht dort u.a. auf Seite 44

Arbeitslosigkeit = Zahl der Personen, die die Arbeitslosenkriterien des § 16 Abs. 1 SGB III (Beschäftigungslosigkeit, Verfügbarkeit,
Arbeitssuche) und des § 16 Abs. 2 SGB III (keine Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme) erfüllen und deshalb als
arbeitslos zählen.
Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne (i.w.S.) = Zahl der Arbeitslosen nach § 16 SGB III plus Zahl der Personen, die die Arbeitslosenkriterien des § 16 Abs. 1 SGB III erfüllen (Beschäftigungslosigkeit, Verfügbarkeit und Arbeitssuche) und allein wegen des § 16
Abs. 2 SGB III (Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme) oder wegen des § 53a Abs. 2 SGB II (erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach Vollendung des 58. Lebensjahres, denen innerhalb eines Jahres keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte) nicht arbeitslos sind.
Unterbeschäftigung im engeren Sinne (i.e.S.) = Zahl der Arbeitslosen i.w.S. plus Zahl der Personen, die an bestimmten entlastend wirkenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig sind und deshalb die Kriterien des §
16 Abs. 1 SGB III (Beschäftigungslosigkeit, Verfügbarkeit und Arbeitssuche) nicht erfüllen. Personen in der Unterbeschäftigung im
engeren Sinne haben ihr Beschäftigungsproblem (noch) nicht gelöst; ohne diese Maßnahmen wären sie arbeitslos.
Unterbeschäftigung = Unterbeschäftigung i.e.S. plus Zahl der Personen in weiteren entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die fern vom Arbeitslosenstatus sind und ihr Beschäftigungsproblem individuell schon weitgehend gelöst haben (z.B.
Personen in geförderter Selbständigkeit und Altersteilzeit); sie stehen für Personen, die ohne diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen arbeitslos wären.
 
Zitat: Statistik Arbeitsmarkt August 2014:
[TABLE="class: stat_tabelle_hiechert"]
[TR]
[TH="class: stat_grey_first_row_first_column"]Ausgewählte Merkmale[/TH]
[TH="class: stat_grey_first_row stat_align_right"]August 2014[/TH]
[TH="class: stat_grey_first_row stat_align_right"]Juli 2014[/TH]
[TH="class: stat_grey_first_row stat_align_right"]Juni 2014[/TH]
[TH="class: stat_grey_first_row stat_align_right, colspan: 2"]Vergleich aktueller Monatswert zum Vorjahresmonat (Arbeitslosenquote Vorjahreswerte)[/TH]
[/TR]
[TR]
[TH="colspan: 4"][/TH]
[TH="class: stat_align_right"]absolut[/TH]
[TH="class: stat_align_right"]in %[/TH]
[/TR]
[TR]
[TD="class: stat_grey_row"]Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]3.760.694[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]3.755.888[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]3.746.938[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]-103.238[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]-2,7[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Unterbeschäftigungsquote (ohne Kurzarbeit)[/TD]
[TD="class: stat_num"]8,5[/TD]
[TD="class: stat_num"]8,5[/TD]
[TD="class: stat_num"]8,5[/TD]
[TD="class: stat_num"]8,8[/TD]
[TD="class: stat_num"]-[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Bestand Arbeitslose[/TD]
[TD="class: stat_num"]2.901.823[/TD]
[TD="class: stat_num"]2.871.351[/TD]
[TD="class: stat_num"]2.832.780[/TD]
[TD="class: stat_num"]-43.887[/TD]
[TD="class: stat_num"]-1,5[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Arbeitslosenquote[/TD]
[TD="class: stat_num"]6,7[/TD]
[TD="class: stat_num"]6,6[/TD]
[TD="class: stat_num"]6,5[/TD]
[TD="class: stat_num"]6,8[/TD]
[TD="class: stat_num"]-[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: stat_grey_row"]Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]30.165.100[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]30.104.800[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]30.038.000[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]549.420[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]1,9[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Geringfügig entlohnte Beschäftigte[/TD]
[TD="class: stat_num"]7.419.300[/TD]
[TD="class: stat_num"]7.387.100[/TD]
[TD="class: stat_num"]7.340.400[/TD]
[TD="class: stat_num"]20.366[/TD]
[TD="class: stat_num"]0,3[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: stat_grey_row"]Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen

[/TD]
[TD="class: stat_grey_row stat_num"]515.092

[/TD]
[/TR]
[/TABLE]

Wobei man hier auch bedenken sollte, dass man sich in den eigenen Schwanz beisst.
Gerade diejenigen die immer gerne gegen "alles" sind, also Hartz IV ungerecht finden, etc. gegen das komplette System sind, gehen die Linken, mindestens die Grünen wählen - und unterstützen dabei die miserable Arbeitsmarkt - und Auslandspolitik. Will sagen, schauen noch wohlwollend dabei zu, dass etliche Lohndrücker ins Land geholt werden die sowohl Arbeitsplätze kosten, als auch ordentliche Stundenlohnverhandlungen unmöglich machen. Des weiteren aufgrund der vielen Sozialschmarotzer für kritische Stimmen in Sozialangelegenheiten, gerade rund ums Hartz IV, sorgen! Und dann jammern das es in diesen wichtigen Aspekten nicht voran geht.


"Die Geister die ich rief"! 🙄
 
hättet ihr weiter geharzt?

Impliziert die Fragestellung an sich nicht schon den asozialen Charakter dessen, der sie sich stellt?

Ganz neutral betrachtet existiert so etwas wie Arbeitslosigkeit doch gar nicht.
Arbeitslosigkeit ist nichts weiter als die künstliche Verknappung von Erwerbsmöglichkeiten zum Zwecke der Gewinnmaximierung aus Wertschöpfungsprozessen und deren Umlenkung zur Verwendung durch die öffentliche Hand und zur Abschöpfung durch die Spitzen der Privatwirtschaft.

Würden wir uns endlich den gesamtgesellschaftlichen Tatsachen stellen und uns eingestehen, dass wir einerseits zur Versorgung unserer Bevölkerung zum Glück nicht mehr so viele Arbeitskräfte benötigen wie verfügbar sind und wir andererseits eine Vielzahl gesamtgesellschaftlicher Aufgaben nicht erfüllen können weil es uns nicht gelingt diese Aufgaben in irgendeine Form von Erwerbsarbeit umzusetzen, dann gäbe es keine Arbeitslosigkeit.

Der Preis dafür wäre allerdings eine seitens der öffentlichen Hand praktizierten intelligenten Bescheidenheit bei der Verwendung öffentlicher Mittel und seitens der Wirtschaftsspitzen eine deutliche Reduzierung ihrer Gewinne und seitens der Bevölkerung ein Zusammenrücken auf der Ebene des Gemeinwesens.

Da es sich bei unseren politisch verantwortlichen jedoch offensichtlich nicht gerade um eine Auslese der geistigen Elite unseres Landes handelt und die Gier bei den auf dem Schlachtfeld der Wirtschaftlich agierenden ein kaum zu eliminierender Charakterzug zu sein scheint und unsere Bevölkerung offensichtlich zu bequem und zu verblödet ist um sich gegen ihre Vereinzelung und die Gängelung von Politik und Wirtschaft zu erheben, wird der Karren wohl noch ein Weilchen genau so weiter rollen wie bisher, solange nicht ein Rad abfällt oder eine Achse bricht oder ein Fels im Weg liegt oder sich die Erde auftut .....

Vor dem hier grob skizzierten Szenario ergibt sich für mich persönlich nur eine einzige vernünftige Handlungsempfehlung und die lautet:

"Vom Karren abspringen solange es noch geht ohne sich dabei das Genick zu brechen"
 
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