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Arbeit im Ehrenamt, trotzdem Mobbing?

Ich glaube nicht, dass es klappt, dass jemand vom hohen Ross steigt und sich gleich vor dem anderen in den Staub fallen lässt. Ich würde das auch gar nicht für nötig halten. M. E. reicht das Aufarbeiten des Vorfalls, dass man sich eingesteht, dass das Miteinander nicht gut gelaufen ist und man es zukünftig besser machen will.
Ich würde dazu auch nicht als erstes den Hausmeister ansprechen, sondern das Gespräch mit der Leitung abwarten, denn die ist ja die eigentliche Instanz, die das Sagen hat und zwar qua Rolle, nicht unbedingt auch bzgl. ihrer Fähigkeiten. Du könntest sie bitten, als Vermittlerin aufzutreten und euch als die beiden zerstrittenen Parteien gemeinsam an den Tisch zu bitten. Dann auch bei passender Gelegenheit zugeben, dass du @havonni in der Aufregung womöglich nicht den richtigen Ton getroffen hast.. das wäre sicherlich eine schöne Geste.
Wichtig wäre allerdings, dass ein sich anschließendes Friedensabkommen und die Vereinbarung, sich zukünftig besser abzustimmen, nicht nur ein vordergründiges Lippenbekenntnis ist, sondern aufrichtig erfolgt. Hierfür fehlt mir aktuell noch ein wenig die Einsicht von dir, @havonni und eben die Akzeptanz, dass du nicht mehr die entscheidungsbefugte Bestimmerin bist. Der Hausmeister hat von seinen Gewerken genauso Ahnung; das musst du einfach anerkennen, wenn es zwischen euch besser laufen soll. Und sein Beitrag ist auch nicht unwichtiger als deiner; er ist lediglich thematisch ein anderer.
 
Ysaja: Du übertreibst völlig. Ist das deine normale Reaktionskaskade?

Findest Du? Für meine Gefühle kann ich nichts. Immerhin bin ich Bipo und gerade in der guten Phase, wo alles sehr intensiv bei mir ankommt. Ich versuche hier gerade, genau damit so sinnvoll wie möglich umzugehen, damit letztlich die Sache und die Kinder davon profitieren...
Das könnte eine Erklärung für deine Reaktionen sein. Ich habe auch eine bipolare Störung und kann mir denken, was du mit guter Phase meinst.
 
Natürlich bin ich anstrengend, wenn ich mit anderen oder neuen Ideen komme. Damit muss man sich ja dann auseinandersetzen.
Ich finde das nicht "natürlich". Wenn du dich nicht in die Menschen, die du brauchst, um deine Ideen umzusetzen, hineinversetzen kannst bzw willst, dann wirst du keinen Erfolg haben. Und wenn die anderen etwas hauptamtlich und du deine Aufgabe ehrenamtlich machst, werden die Hauptamtlichen dich overrulen und du bist dann eben raus.
 
Ich würde versuchen, es nicht zu persönlich zu nehmen.
Egal, ob du ne „schrullige Alte“ oder ein „motivierter Junger“ bist: Die Büsche wären dran gewesen, weil der HM das als seinen Tanzbereich betrachtet.

Gleichzeitig verstehe ich, dass sowas triggert.
Nimm das als Chance zu überlegen, was dir wichtig ist (Anerkennung, die positiven Reaktionen der Kinder, das Projekt).
Definiere dann, wie in dem Bereich ein Gelingen für dich aussieht. Dann kannst du nach einem Weg suchen, das zu erreichen .

Beispiel: Das Wichtigste ist das Projekt.
Ein Gelingen siehst du vielleicht darin, dass es antragsgemäß umgesetzt wird.
Vielleicht an der biologischen Vielfalt, bestimmten Arten, die sich ansiedeln, das weißt du besser.

Dann kannst du überlegen, wie du die anderen Beteiligten ins Boot holst: Toller Artikel in der Lokalpresse, Ego schmeicheln, Vorteile für Kinder rausstellen… je nachdem wer wofür empfänglich ist.
Dann Verbindlichkeiten schaffen, „Ja“ abholen.
„ Weil ich es so vorgeschlagen hab“ funktioniert in solchen Settings nicht, in denen du keine hierarchische Macht hast.
 
Jemand kann noch so fundierte Fachkenntnisse, Zertifikate und akademische Titel haben - wenn keine soziale Kompetenz vorhanden ist und loyale, langjährige Teammitglieder drohen, ihre Mitarbeit unter den Voraussetzungen nicht weiter anbieten zu können, muss die neue Person gehen.
Solche Allgemeinplätze helfen mir nicht. Natürlich kann man bei Meinungsverschiedenheiten immer denjenigen "rausschmeißen" , auf den man nicht angewiesen ist, erst recht, wenn dies ein Ehrenamtler ist.
Inzwischen haben wir uns einvernehmlich getrennt. Mit der Chefin gab und gibt e sehr kollegiale wertschätzende Gespräche und Vereinbarungen. Allerdings habe ich nun von außerhalb der KiTa berichtet bekommen, dass diese KiTa keinen guten Ruf hat, weil sich die Mitarbeiterinnen untereinander nicht grün sind, der Personalmangel auch auf die schlechte Stimmung dort zurückzuführen ist (von wegen loyale Teammitglieder..)
Wohlgemerkt, an der Leitung, die relativ neu ist, liegt es nicht. Im Gegenteil, sie hat auch zu kämpfen, weil die tollen Grundsätze in ihrem Konzept längst nicht von allen MitarbeiterInnen beherzigt werden.
Ich lerne jetzt endlich, auch mal meine Prioritäten selbstbewusster zu vertreten, weil ich ja zum Glück nicht mehr auf dem "Job" angewiesen bin, im Gegenteil, hab ja eher noch draufgezahlt.
 

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