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Anonyme Meldestelle für Schwarzarbeit und Bürgergeldmißbrauch

Es geht in diesem Thread nicht um Steuergerechtigkeit.

Möchtest du mit "gleicher Energie" über Steuergerechtigkeit sprechen, mach einen eigenen Thread auf. Aber bitte zerstöre nicht diesen Thread mit Whataboutism Diskussionen was außerhalb diese Themas in Deutschland deiner Meinung nach noch schlecht läuft.

Diese Fairness forderst du auch in deinen Threads ein. Du willst auch in deinen Threads dass man über das Thema spricht und nicht das Thema als unwichtig beiseite wischt weil es "wichtigeres" gibt. Oder?

Ich bin total beim Thema. Schade, dass du immer ausweichst, wenn man dir konkret Fragen stellt. Nicht förderlich für eine Diskussion.
 
Jetzt bin ich doch verwundert. Erst sagst du mir, dass meine Aussage falsch sei und willst das mit dem Urteil belegen:

Ad hominem Diskussionen, die Zweifel an den Motiven des Fragestellenden wecken sollen, finde ich in einer Diskussion weder hilfreich noch i.d.R. fair.
Ich bin keine Juristin und ich nehme an, Du bist auch kein Jurist.
Und offenbar im Gegensatz zu Dir ist es bei mir so, dass ich nicht alle Gesetze bis in alle Details kenne, sondern mir eben Artikel durchlese, die ich aber auch nicht alle schon kenne, wenn ich etwas schreibe. Oder um es anders auszudrücken. Ich lerne auch noch hinzu.
Und was das Motiv des TE anbelangt, kann ich nichts sagen. Mir ist es nur allgemein im Leben eben schon aufgefallen dass diejenigen, die eh schon am meisten haben, oft ein Problem damit haben, wenn Menschen am unteren Rand der Gesellschaft vielleicht irgendwie etwas kriegen könnten, was ihnen nicht zusteht. Aber vielleicht hat der TE ja ein ganz anderes Motiv. Dann ist es ja auch ok.
 
Ich habe irgendwie den Eindruck einige Leute möchten, dass alle unten ankommen. Gerade bei Leuten die befristete Jobs haben (kenne ich selber aus Erfahrung). Also nach dem Motto mir geht es schlecht und deshalb ziehe ich dich mit runter. Also bist du indem Sinne mitschuldig, dass die Ausbeutung weiterhin geführt wird. Meine entscheide Frage: Wieso sollte jemand der eine schöne Zukunft haben möchte auf diese Leute hören? Ehrlich gesagt gibt es keinen Grund. Was für ein Grund soll das sein? Die Moral, der Anstand. Was ist die Konsequenz daraus? Stolz? Würde? Als Aschenputtel behandelt zu werden? Gut ich finde es auch besser den legalen Weg zu gehen. Keine Frage. Mir fehlt aber allgemein der Sinn Sanktionen für Leute auszusprechen die die Arbeit verweigern. Für was soll man den Sanktionieren. Es ist ja kein Verbrechen, also sollte man es nicht als solches behandeln. Es gibt viel bessere Wege und Möglichkeiten ohne die Leute ständig bestrafen zu wollen. Dieser komische paternalistische autoritäre Stil ist überhaupt nicht sinnvoll und totale schwarze Pädagogik. Es kostet auch mehr Geld? Wieso sollte man für mehr Kontrolle zahlen? Einerseits wollen die Leute Steuersenkungen und gleichzeitig sind sie ja auch indirekt für höhere Steuern und mehr Staat. Es ist ein vollkommener Widerspruch.
 
Die um die es wirklich geht, leben in Saus und Braus und drehen den Behörden eine lange Nase, wie schon beschrieben: kommen beispielsweise nur einmal im Monat um die Knete abzugreifen, leben den Rest der Zeit irgendwo im Ausland und fahren alle dicke Autos

Die wird es doch weniger treffen. Am Ende werden nur wieder die Ärmsten bestraft und die Betrüger lachen sich ins Hemd.
 
Es geht in diesem Thread nicht um Steuergerechtigkeit.

Möchtest du mit "gleicher Energie" über Steuergerechtigkeit sprechen, mach einen eigenen Thread auf. Aber bitte zerstöre nicht diesen Thread mit Whataboutism Diskussionen was außerhalb diese Themas in Deutschland deiner Meinung nach noch schlecht läuft.

Diese Fairness forderst du auch in deinen Threads ein. Du willst auch in deinen Threads dass man über das Thema spricht und nicht das Thema als unwichtig beiseite wischt weil es "wichtigeres" gibt. Oder?
Ja, guter Punkt. Nur weil Steuerhinterziehung auch besser geahndet werden könnte, heißt dies ja nicht, dass wir bei Bürgergeld-Betrug einfach zusehen müssen.

Einfach ein anderes Thema einzuführen, weil man keine guten Argumente im bestehenden Thema hat, ist immer ein schlechter Weg.
 
Na dann möchte ich auch mal ein paar Gedanken zu dem Thema loswerden:
1. Ich störe mich schon an den Begrifflichkeiten, die hier verwendet werden. Jemanden zu "denunzieren" würde für mich bedeuten, dass ich meinen (fiktiven) Nachbarn der Bürgergeld bezieht beim Amt anschwärze und ihm unterstelle, dass er schwarz arbeiten geht (egal ob das stimmt oder nicht). Und das nur, weil ich ihn nicht leiden kann. Das fände ich mehr als verwerflich. Geht mein (immer noch fiktiver) Nachbar jedoch nachweislich schwarz arbeiten und kassiert Bürgergeld, und ich würde ihn deshalb anzeigen, wäre das in meinen Augen kein Denunzieren. Es wäre eine stinknormale Anzeige (auch wenn ich sogar das nicht unbedingt machen würde).
2. Die ganze Debatte Steuerhinterzieher vs. Bürgergeldbetrüger finde ich unpassend. Beide machen sich dem Gesetz nach strafbar.
3. Auch die Andeutungen, die in manchen Posts bezüglich der Herkunft von Bürgergeldbetrügern gemacht werden, finde ich nicht zielführend. Betrug ist und bleibt Betrug. Dabei ist mir die Herkunft völlig egal. Das selbe gilt für Faulheit. Mir ist ein fauler Deutscher, der sich auf Kosten der Allgemeinheit ausruht genauso sagen wir mal "unlieb", wie ein fauler Ausländer, der das selbe tut. Und ich spreche hier wirklich nur von denen, die arbeiten können und nicht wollen. Nicht von den Bürgergeldbeziehern, die auf die Unterstützung angewiesen sind.
4. Ein kleines Beispiel aus meinem Leben.... Vor Jahren hat eine Freundin meiner Frau von der Stadt eine behindertengerechte Sozialwohnung vermittelt bekommen (hatte mehrere Kinder, eines davon schwerstbehindert). Es war eine sehr schöne Wohnung in einem Neubau. Da ich ja handwerklich nicht ganz unbegabt bin habe ich der Freundin angeboten die Wohnung zu streichen. Natürlich ohne Bezahlung. Einfach als Freundschaftsdienst (naja, was zu essen und ein kühles Bier dazu war schon drin). Zur selben Zeit, als ich gestrichen habe, war eine Firma da, die das Geländer von der Veranda setzte. Diese Firma kam zufällig aus meinem Heimatdorf. Einer der Arbeiter, ich kannte ihn natürlich schon eine Weile, beschwerte sich dann bei mir, dass Leute, die vom Amt leben, so eine tolle Wohnung bekommen. Das witzige dabei war, dass genau dieser Knilch seit Jahren nur schwarz arbeitete und nebenher noch Sozialhilfe (damals) oder Bürgergeld bezog und bezieht - ja, auch heute noch, ca. 20 Jahre danach. Hier wäre für mich der Unterschied. Auf der einen Seite jemand, der Unterstützung benötig. Auf der anderen Seite jemand, der das System ausnutzt und besser lebt als viele, die arbeiten gehen. Und für solche Leute können in meinen Augen Sanktionen nicht schwer genug sein. Wäre das Denunzieren gewesen, wenn ich ihn angezeigt hätte? Für mich nicht....

Sind aber alles nur persönliche Erfahrungen und Meinungen. Vielleicht liege ich ja auch falsch damit.
Gutes Beispiel. Genau solche Vögel kenne ich auch. Der Skandal ist, dass es in Deutschland möglich ist, 20 Jahre betrügerisch Bürgergeld zu beziehen und den anderen Leuten auf der Tasche zu liegen.
 
Die meiste Schwarzarbeit machen Leute, die einen regulären Job haben als Angestellte oder besser noch als Selbständige. Da fällt das nicht auf, wenn die sich dann einen schönen Urlaub oder ein neues Auto leisten. Und sie haben praktischer Weise auch gleich die Ressourcen in Form von Werkzeug, Werkstätten, Gerätschaften aller Art parat.

Ein Bürgergeldbezieher muss das alles verschleiern und verbergen, und das klappt nur bis zu einem gewissen Punkt. Am Ende betrügt der zwar die Sozialkassen und das Finanzamt, aber er macht einen geringeren Profit als der ordentliche Betrüger, der einen Hauptjob hat.

Und wer mal versucht hat, wechselndes Einkommen dem Jobcenter zu melden, der nimmt schnell wieder Abstand davon. Denn das bedeutet, dass die jedesmal eine neue Berechnung machen und sich die Zahlungen dadurch verzögern bis dahin, das monatelang überhaupt kein Geld kommt.

Es gibt keinen besseren Anreiz zur Schwarzarbeit als diese tumben, bräsigen Behörden, die erst lange brauchen und dann auch oft noch falsch liegen mit ihren Ergebnissen.
 
Was aus Solidarkassen kommt und finanziert wird sollte auch umfangreich geprüft werden um jeglichen Schaden bzw. Missbrauch zu verhindern.

Ich höre immer die Ansage "Schwarzarbeit neben beruflicher Tätigkeit" - könnte es nicht sein, dass der betreffende dafür Steuern zahlt??? Auch das gibt es nämlich .... würde nur nicht in das Schema passen "immer auf die Ärmsten"

Und die vermeintlich "'Ärmsten" sind für mich Verkäuferinnen, Friseusen und Paketfahrer sowie viele anderen Geringverdiener, deren monaliicher Lohn oftmals nicht mehr darstellt als Bügergeld, die aber KFZ finanzieren müssen um zum Arbeitsplatz zu gelangen wenn sie ländlich leben.

Grisu
 
Ja, guter Punkt. Nur weil Steuerhinterziehung auch besser geahndet werden könnte, heißt dies ja nicht, dass wir bei Bürgergeld-Betrug einfach zusehen müssen.

Einfach ein anderes Thema einzuführen, weil man keine guten Argumente im bestehenden Thema hat, ist immer ein schlechter Weg.

(...)warum genau erwähnst du nicht die Unternehmen die Schwarzarbeiter überhaupt arbeiten lässt?
Da wird gegen BG Empfänger gehetzt Währenddessen gleichzeitig:

Jede fünfte Stelle unbesetzt: Personalmangel beim Zoll beeinträchtigt Kontrolle von Schwarzarbeit
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist falsch und das weißt Du auch denke ich:

„Das Bundesverfassungsgericht habe bereits 2019 in einem Urteil zu Sanktionen klargestellt: Niemand darf unter dem „menschenwürdigen Existenzminimum“ leben (Az.: 1 BvL 7/16). Diese Anforderung ergibt sich aus Artikel 1 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 1 GG. Fundiert ist der Anspruch durch die Menschenwürde. Sie steht allen zu und geht „selbst durch vermeintlich ‚unwürdiges‘ Verhalten nicht verloren“, heißt es unmissverständlich in den Leitsätzen der BVerfG-Entscheidung vom 05.11.2019.

Wenn wir wirklich faulen Leuten, die einfach nur andere für sich arbeiten lassen wollen, weiter Bürgergeld zahlen müssen, dann müssen wir mit den notwendigen Mehrheiten endlich diese Gesetze ändern.

Wie dekadent kann eine Gesellschaft sein, solche kaputten Gesetze zu erschaffen.
 

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