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Angststörung was tun?

Ich würd das ehrlich gesagt nicht mehr nur mit Büchern und Tipps zur Selbsthilfe angehen, wenn dich die Angst schon seit so vielen Jahren begleitet und teilweise so stark wird, dass du nicht mehr schreiben kannst oder dich hinsetzen musst. Gerade weil deine Hochzeit bevorsteht, wär vielleicht eine Psychotherapie sinnvoll, um gezielt an diesen Situationen zu arbeiten und nicht nur irgendwie durch diesen einen Tag zu kommen. Dass du den Hausarzt wegen der Berufsunfähigkeitsversicherung bisher meidest, kann ich zwar nachvollziehen, aber auf Dauer verschiebst du damit halt ein Problem, das dich offensichtlich ziemlich belastet. Und Antidepressiva wären ja auch nicht automatisch die einzige Konsequenz eines Arztbesuchs. Für die Hochzeit selbst würd ich außerdem vorher mit deiner Freundin darüber reden und die Situation, soweit es geht, entschärfen – vielleicht hilft es schon, wenn sie genau weiß, was in dem Moment passieren kann und du nicht zusätzlich das Gefühl hast, deine Panik vor allen verbergen zu müssen.

Ja das Problem ist, dass ich auch noch eine Risikolebensversicherung abschließen wollte. Das geht ja dann auch nicht mehr oder? Berufsunfähigkeit hat sich erledigt, nachdem ich heute die Preise gesehen habe😅
 
das Problem ist, dass ich auch noch eine Risikolebensversicherung abschließen wollte. Das geht ja dann auch nicht mehr oder?
Und? Dann unterschreibe halt in krakeligen Druckbuchstaben wenn's nicht anders geht. Wenn die Kameras dann bei deiner Hochzeit auf dich halten filmen sie nur wie du zügig was auf's Papier bringst. Die krakelige Unterschrift sieht doch keiner.
 
Warum nicht die Ursache ergründen? Offensichtlich hat es was mit Autoritäten zu tun. Chef, Vorgesetzte, der Zwang irgendwas zu unterschreiben was sich potentiell nicht mehr rückgängig machen läßt, das Gefühl und die Angst, dadurch eingefangen und für alle Zeiten angekettet zu sein. Der wahre Auslöser muß schon vor dem ersten Anfall 2006 stattgefunden haben, Du schriebst was von Internat, ist da irgendwas traumatisches vorgefallen? Etwas was mit einer massiven Einschränkung Deiner Freiheit zu tun hatte?
 
Ich lande da bei Autorität.
Wer fällt dir bei dem Wort als erster ein?
Ich habe auch nachgedacht über diese spezielle Angst- die hat mit dem Urteil anderer zu tun. Diese werden gefürchtet eigentlich.

Wer kennt diese Angst nicht, die mit anderen Menschen zu tun hat? Hat die nicht jedes Kind gefüttert gekriegt alleine schon von den Eltern? Muss da nicht fast jeder durch, bzw wie lange hat es gebraucht, keine Angst mehr vor dem Urteil anderer zu haben?
 
Ich habe auch nachgedacht über diese spezielle Angst- die hat mit dem Urteil anderer zu tun. Diese werden gefürchtet eigentlich.

Wer kennt diese Angst nicht, die mit anderen Menschen zu tun hat? Hat die nicht jedes Kind gefüttert gekriegt alleine schon von den Eltern? Muss da nicht fast jeder durch, bzw wie lange hat es gebraucht, keine Angst mehr vor dem Urteil anderer zu haben?

Ich habe nur Angst bei speziellen Personen. Mein direkter Vorgesetzter zum Beispiel gar nicht. Wenn ich wo neu hinzukomme zittere ich und versteife mich darauf. Ich möchte einfach eine Lösung haben. Aber was bringt mir ein Arzt? Wenn ich sage> ohne Medikamente, wird der auch sagen, ich muss mich meinen Ängsten stellen und das tue ich ja. Besser wird es aber nicht so ganz...
 
Ich fürchte sehr viel nicht mehr, rein durch die Lebenszeit bedingt und den damit einhergehenden Erlebnissen und Erfahrungen. Viel Eingebildetes löst sich auf, zum Beispiel
Ich habe nur Angst bei speziellen Personen. Mein direkter Vorgesetzter zum Beispiel gar nicht. Wenn ich wo neu hinzukomme zittere ich und versteife mich darauf. Ich möchte einfach eine Lösung haben. Aber was bringt mir ein Arzt? Wenn ich sage> ohne Medikamente, wird der auch sagen, ich muss mich meinen Ängsten stellen und das tue ich ja. Besser wird es aber nicht so ganz...
Halte dich nicht mit diesem "Gebrechen" und deren Analyse oder Behandlung auf, besser wäre, du trickst diese Regung aus.
Probier einmal absichtlich Angst zu haben- von fünf vor acht, bis acht setz dich hin und hab riesen Angst, so große Angst wie nie vorher. Dann mach die Probe, wie es dir dabei geht.

Mir ist als Teenager nicht gelungen, mein Erröten in den Griff zu bekommen." Hoffentlich werde ich nicht rot", hat das Rotwerden verstärkt. Dann habe ich irgendwo gelesen, man sollte absichtlich wünschen und wollen, so rot zu werden wie nie- das ist irgendwie wie eine Rollenumkehr- ICH bin es, der das Zepter in der Hand hat. Ich befehle, Erröten bestimme ICH. Das hat beim ersten Versuch schon gewirkt.

Hier wäre bei dir vielleicht rein nichts weiter zu tun, als einfach absichtlich so richtig zu zittern, beim Müll raustragen, beim Fernbedienung bedienen, beim Geschirr abtrocknen- lerne erkennen und erfahren, dass Furcht viel zu tun hat mit Ernsthaftigkeit, mit Verbissenheit, mit Schwere etc.. mit Humor jedenfalls hat keiner echte Angst. Das ist eine andere Ebene. Lass dich also mal zittern. Voll und ganz und gleichzeitig schieb echte Panik. Viel Spaß beim Experimentieren.
 
So jetzt sorry. Ja definitiv und zwar sehr. Aber auch vor ganz normalen Situationen wie Sprechstundenhilfe beim Arzt
Deine Antwort zeigt mir, dass du das eigentlich schon gewusst hast, hab ich recht? Das Zittern beim Untersxhreiben vor anderen nennt man in der Fachwelt übrigens oft Schreibkrampf (Mogigraphie) oder es ist Teil einer sozialen Phobie.

Dass diese Angst dich sogar im Alltag bei der Sprechstundenhilfe blockiert und existenzielle Dinge wie deine Trauung oder Versicherungen behindert, zeigt, wie tief das Problem sitzt.

Dss ist der Punkt, an dem kein Laiengelaber in einem Forum mehr hilft. Du musst das dringend von einem Fachmann (Psychotherapeut/Facharzt für Psychiatrie) abklären lassen. Such dir professionelle Hilfe, am besten im Bereich der Verhaltenstherapie. Das ist gut behandelbar – aber du musst es jetzt anpacken, damit du deine Trauung in ein paar Monaten auch wirklich geniessen kannst.

Alles Gute.
 

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