Wie sieht denn dein liebevolles und verständnisvolles Antasten aus?
Schleichst du weiter um den heißen Brei herum?
Du hast das Gespräch doch schon in Richtung "offene Ehe" gesteuert.
Dann komm auch endlich auf den Punkt.
Macht dein alltägliches Geschwafel über das gleiche Thema deine Frau nicht langsam stutzig?
Meine Frau weiß, dass es in meinem Leben eine andere Frau gibt, die ich sehr mag. Sie weiß auch, dass ich mit dieser Frau sehr viel Zeit verbringe. Sie weiß auch, dass wir viel schreiben.
Viel mehr gibt es ja auch nun nicht zu wissen.
Ich habe ihr auch gesagt, dass mich das alles sehr belastet und ich sie gerne nicht anlügen würde. Das hatten wir in unserer Beziehung nie nötig und damit will ich auch jetzt nicht anfangen.
Trotz alle dem ist meine Frau, wie schon seit 10 Jahren, die Beste die ich mir wünschen könnte, denn sie ist für mich da, nimmt mich in den Arm und will dass es mir wieder besser geht. Ich habe ihr gesagt, was auch immer passiert, ich bin hier, bleibe hier und will hier nicht weg. Da kann sie sicher sein, denn das bin ich mir auch!
Es ist liebevoll und harmonisch in unserer Ehe. Das war es schon immer und wird es auch bleiben. Da haben wir schon andere Sachen durchgestanden.
TROTZDEM, um vielleicht mal wieder daran zu erinnern, was der Sinn war, warum ich hier nach Hilfe gesucht habe. Das Ding ist ja, ICH habe hier nach Hilfe gesucht, nicht meine Frau! Das ist jetzt auch nicht egoistisch, aber es ging mir ja nun darum, dass ICH Hilfe oder Anregungen bekomme, wie ich mit der Sache umgehen könnte, damit ich in mir wieder Klarheit bekomme. Wie, wo, wann, was, warum und ob ich etwas mit meiner Frau bespreche oder besprechen sollte, war nie meine Frage.
Ich mag diese andere Frau wirklich sehr. Sehr sehr sogar! Aber gerade jetzt im Moment habe ich wieder so ein Tief, dass ich mir eigentlich nur wünschen würde, dass ich mein altes Leben zurück bekomme. Ich will das alles nicht. Ich habe es auch nie darauf angelegt! Bis vor dieser Sache war ich immer ein stets gut gelaunter Typ, der selten genervt ist. Inzwischen bin ich eher einer Depression nahe (so fühlt es sich zumindest an), bin permanent genervt und kann kaum noch was im Leben genießen. Genau genommen nicht mal die Zeit mit der anderen Frau.
Zuhause habe ich die beste und verständnisvollste Frau die man haben kann. Trotzdem gehe ich daran kaputt und bin der Verzweiflung nahe, wenn ich von der anderen ne Weile nichts höre.
Alleine dieser Irrsinn treibt mich in den Wahnsinn, aber ich bekomme das gefühlsmäßig im Moment absolut nicht in den Griff.