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Affäre an langjähriger Ehe - und nun???

tut, was ihr tun wollt,müsst,sollt. aber laß deinen mann nicht hängen, und auch deine kinder nicht...

Genau das ist das, was mich hier hält. Meine Kinder, mein Ehemann und die dazugehörige Verantwortung. Ich werde ganz bestimmt niemanden hängen lassen! Ich finde es schon schwierig genug, so wie es gerade ist .... Aber umgekehrt würde ich auch erwarten, dass man zu mir hält .... in guten wie in schlechten Zeiten, so hieß das doch wohl vor knapp 15 Jahren ....

Gruß
vekfp
 
Stimme Dir voll zu, Christine!
nur.......... nicht jeder kann so eine offene Beziehung leben!
Ich hatte mal eine Freundin, sie ist letztes Jahr nach 5 Jahren Kampf gegen Krebs gestorben...... auch da hatte der Mann eine Nebenbeziehung angefangen, hinterm Rücken versteht sich......... aber nun ja, Männer lügen bekanntlich nicht so geschickt wie Frauen und es kam dann irgendwann raus.
Sie war sehr enttäuscht, eben wegen all diesen Lügen........ aber da die Liebe auch schon lange tod war, hatte sie nichts gegen diese Beziehung des Mannes zu der anderen Frau.....

Gut gedacht, aber schwer umzusetzen! Sobald die andere Frau von dem Auffliegen erfahren hat, brach sie das Ganze ab! Der Mann hat dann wochenlang gesoffen....... Liebeskummer pur...... hat die kranke Frau vernachlässigt, die zu dem Zeitpunkt wirklich viel Hilfe brauchte und sie wußte nicht wie sie nun den Mann da rausholen soll.....
sie nahm dann Kontakt zu der anderen Frau auf, versuchte ihr zu erklären, dass auch sie den Mann jetzt braucht, hat aber nichts dagegen, wenn er beide Frauen jetzt hat und so weiter....... ging paar Wochen gut und dann brach sie wieder den Kontakt ab.........
sie konnte einfach damit nicht umgehen!
das was früher ging, wo die Ehefrau nichts wußte, ging aufeinmal nicht mehr, weil sie es wusste........... verstehe hier einer die Menschen?!
Vielleicht kamen dann die Schuldgefühle vestärkt auf der Oberfläche oder wie auch immer........ offene Beziehung ging nicht mehr........... zerbrach alles und wurde auch nach dem Tod meiner Freundin nicht mehr aufgenommen........

Offene Beziehung wäre in solch einem Fall wie dieser wirklich sehr fair ........... aber ob lebbar? ........... das kann nur unsere TE abschätzen, was die beiden Männer dazu sagen würden.........

Viele Grüße - tera

Liebe tera, liebe Christine,

ja, eine offene Beziehung ..... Vielleicht könnte ich mir das vorstellen. Aber irgendwie nur für mich. Ich vermag mir nicht vorzustellen, dass das für die anderen Beteiligten ein gangbarer Weg ist.
Nicht für meinen Mann, nicht für meinen Freund K.- auch wenn sie wenig gemeinsam haben, so sind sie doch beide das, was man als sehr konservativ bezeichnen muss. Für die Kinder? Welches Vorbild gibt man ihnen damit? Wenn der eine Partner nicht geben kann, was man braucht, braucht es einen 2. dazu? Schwierig, da würde ich ihnen auch lieber konservative Vorstellung und Werte mitgeben/vorleben.

Inwieweit die ganze Geschichte einen positiven Ausgang mit K. geben kann, ist schwierig. Er schreibt mir, er will nicht der Grund oder Anlass für einen Ehebruch sein. Das kann man wohl nur dahingehend verstehen, dass er nicht der Grund dafür sein will, dass ich mich trenne.... Denn der Bruch hat ja wohl schon stattgefunden, oder? Kapier ich die Männer nicht?!

Übrigens wurde ich heute im Büro von einer Kollegin, die von Alter her glatt meine Mutter sein könnte, ob mein Mann Grund zur Eifersucht hätte ..... Ich hab's mal gelassen, zu fragen, wie sie darauf kommt. Ob ich mich wohl verändert habe?!

Gruß
vekfp
 
Hallo,

also vorab - ich schreibe heute aus der Perspektive eines Kindes.

Das was du schilderst klingt alles tragisch und für dich sprechend. Man kann dich verstehen. Man fühlt mit dir.

ABER hier meine Meinung:

Meine Eltern waren 20 Jahre verheiratet. In dieser Ehe wurde meine Schwester (4 Jahre älter) und ich (21) geboren. Als ich 13 war erkrankte meine Mutter an Krebs - unheilbar.

Im Zuge dessen erhielt sie Chemotherapien, Strahlen, Operationen, starke Medikamente - und hatte stets die Angst vorm Sterben.

In dieser - für sie - unglaublich heftigen Zeit hatte mein Vater nichts besseres zu tun, als sie zu betrügen, zu belügen und im Anschluss sogar zu verlassen - weil er sich vernachlässigt fühlte! Meine Schwester war da grade im Begriff zu Studieren und ich in den Anfängen meines Abiturs.

Das konnten wir alles knicken und meine Mutter stand auf einmal alleine dar, mit Krankheit, zwei Kindern und einem Leben ohne Partner - und somit Hilfe.

Das war das Schlimmste, was er nicht nur ihr - sondern UNS antun konnte.

Immer noch, menschlich habe ich höchstes Verständnis für dich und deine Situation - aber subjektiv ist und bleibt es das aller letzte. Ihr wisst gar nicht, was ihr euren Lieben - oder dann nicht mehr Lieben damit antut.

Meine Mutter ist gerade vor einer Woche an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben. Allein. Ausgelaugt. Und Verlassen.

Wenn man eine Ehe schließt und dann auch noch Kinder in die Welt setzt, da gibt man ein Versprechen. Menschen gehen aus einander - keine Frage. Aber es bleibt immer das Wie das entscheidet.

Das du dich nach Liebe sehnst, die dir dein Mann nicht gibt oder nicht geben kann, ist dein gutes Recht - aber das du damit Euer Leben aufs Spiel setzt und auch den Menschen, dem du einmal versprochen hast, auf ewig zu versorgen - in Krankheit und Gesundheit - ist und bleibt das Letzte.

Ich kenne dich nicht, und wären wir in irgendeiner Form befreundet, würde ich unsere Freundschaft beenden.

Vergiss niemals. Du setzt nicht nur dein Wohl über das deines Mannes. Du setzt dein Wohl auch über das deiner Kinder - und wenn du bei deinem Mann keine Hemmungen hast, solltest du sie spätestens bei den Menschen haben, die du ungefragt in diese Welt geboren hast.

Da du deinen Mann schon mehrfach betrogen hast, lässt sich daran nichts mehr ändern - aber du solltest klug entscheiden, auf was es Nun ankommt.

In diesem Sinne,
dreamy
 
Hallo,

also vorab - ich schreibe heute aus der Perspektive eines Kindes.

.....

Meine Mutter ist gerade vor einer Woche an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben. Allein. Ausgelaugt. Und Verlassen.

Wenn man eine Ehe schließt und dann auch noch Kinder in die Welt setzt, da gibt man ein Versprechen. Menschen gehen aus einander - keine Frage. Aber es bleibt immer das Wie das entscheidet.

Das du dich nach Liebe sehnst, die dir dein Mann nicht gibt oder nicht geben kann, ist dein gutes Recht - aber das du damit Euer Leben aufs Spiel setzt und auch den Menschen, dem du einmal versprochen hast, auf ewig zu versorgen - in Krankheit und Gesundheit - ist und bleibt das Letzte.

Ich kenne dich nicht, und wären wir in irgendeiner Form befreundet, würde ich unsere Freundschaft beenden.

Vergiss niemals. Du setzt nicht nur dein Wohl über das deines Mannes. Du setzt dein Wohl auch über das deiner Kinder - und wenn du bei deinem Mann keine Hemmungen hast, solltest du sie spätestens bei den Menschen haben, die du ungefragt in diese Welt geboren hast.

Da du deinen Mann schon mehrfach betrogen hast, lässt sich daran nichts mehr ändern - aber du solltest klug entscheiden, auf was es Nun ankommt.

In diesem Sinne,
dreamy


Liebe Dreamy,

danke für Deine Nachricht. Sicherlich muss man sie aus Deiner ganz individuellen Situation heraus lesen und verstehen.
Zuerst: Mein aufrichtiges Mitgefühl an Dich. Ich habe meinen Vater etwa in Deinem Alter verloren, und weiß, wie allein man sich in einer solchen Situation fühlen kann. Ich könnte mir damals nicht vorstellen, dass der Schmerz darüber irgendwann weniger wird .... aber es wird, auch wenn es dauert und auch manchmal nach mehr als 20 Jahren einfach nur wehtut.....

Zu meiner Situation: Wenn Du genau gelesen hättest, hättest Du auch gesehen, dass ich mir in erster Linie an dem Wohl meiner Kinder orientiere, dann an dem was mein Mann braucht. Aber auch ein Krebskranker darf nicht nur fordern, er muß auch geben - im Rahmen dessen, was die Erkrankung zuläßt.
Meine Kinder sind diejenigen, die aus der ganzen Geschichten keinen Schaden nehmen sollen. Aber ist es unabhängig davon gut, mit einem mehr als strengen Vater zu leben. Leni hat das so treffend herrschsüchtig genannt .... Das bedeutet auch Streß und Unwohlsein für die Kinder. Der Kleine will schon nicht mehr neben Papa am Tisch sitzen.... Der Große hat oft Tränen in den Augen, wenn Papa mit ihm "spricht" ..... Das sollte man auch sehen. Auch der Kranke hat weiterhin eine Verantwortung für die Kinder und sei es nur, sich respektvoll ihnen gegenüber zu verhalten ....

Vielleicht bringt Dich das auch zum Nachdenken ....

vekfp
 
[vekfp; Hallo zusammen,

ich bin 42 Jahre alt und seit 15 Jahren verheiratet; wir haben 2 Kinder im Alter von 6 und 4 Jahren.
Mein Mann ist seit etwa einem Jahr schwer krank (Krebserkrankung). Das letzte Jahr war geprägt von der Krankheit, mehreren OPs, langen Krankenhausaufenthalten, Chemotherapie etc. Zeit für uns als Paar gab es nicht.


Das hast Du geschrieben ...


... es hat sich doch für alle bei Euch etwas verändert ... Aber Dein Mann ist seit einem Jahr schwer erkrankt, ich wage mir nicht vorzustellen, wie ich damit umgehen würde ..., welche Gefühlsschwankungen ich damit hätte, wenn mir so eine Krankheit diagnostiziert werden würde ... wie schwer muss das für ihn selber ist, dies zu begreifen, anzunehmen, damit umzugehen ... vielleicht auch mit der Lebensangst auf einmal, dass das Leben nicht mehr länge währt ... Er denkt vielleicht an seinen Tod ... Ich wäre da nicht so hart, von ihm zu fordern, dass er auch was geben müsste ... Ich stelle mir das so vor, dass ich auf der anderen Straßenseite stehe und das Leben rauscht an mir vorüber und ich bin nicht in der Lage in die Normalität zurückzukehren. Dass man in einer solchen Situation sicher mehr als schwierig für seine Umwelt sein kann, das wird jedem hier klar sein.

Du schreibst, ihr seid 15 Jahre verheiratet, ich kann mir nicht vorstellen, dass auch alles erst so bergab geht, seit dem letzten Jahr ... Irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass Du auch nicht in dem Maße zu Deinem Mann stehst, wie sollen es denn dann Deine Kinder? Kinder haben feinere Antennen, als man glaubt ... Unbestritten, dass es für sie schwer ist, aber wie war denn Eure Ehe bisher? Vorstellen kann ich mir nicht, dass es allein am letzten Jahr nur liegt ... Diese Erkrankung Deines Mannes hat Euch einen dicken Batzen auferlegt, Euch als Familie ... Und ich glaube, was Dreamfighter meinte - bitte korrigier mich Dremf., wenn es nicht stimmt - ihr seid seit 15 Jahre verheiratet, vermutlich mehr recht als schlecht ... ???? Und jetzt kommt die schwere Erkrankung dazu, die Dir irgendwie einen Weg (zumindest moralisch) versperrt ..., den Du vielleicht schon hättest längst gehen sollen, können, müssen, ich weiß es nicht. Anstatt jetzt zusammenzuhalten wie Pech und Schwefel, besinnst Du Dich auf Dich, fühlst Dich ungeliebt, unbegehrt ... Ich nehme an, das war auch schon vorher, zumindest in den letzten 4 Jahren so ...

Eisherz
 
es wurde schon so schön geschrieben von terra, das kann ich nicht besser formulieren!

Worin bestünde dein Betrug? Du hast dich wieder 2x als Frau gefühlt, hast genutzt , was dein Gatte seit mindestens 4 Jahren nicht genutzt hat!

Nein, ich sehe da keinen Betrug, du läßt ihn nicht fallen, du stehst zu ihm und eure beider Kinder.

Was ist an einem Verhältnis wie Bruder und Schwester so schlimm für die Kinder? Dadurch, daß sein Verhalten durch die Krankheitsfolgen sich so sehr zum Nachteil verändert hat, ist ja eh nix mehr "normal" und vorbildlich.

Nein, wegen einem anderen Menschen sollte man sich nicht trennen, das ist zuviel Hoffnung, was diese neue Beziehung tragen müßte.
Nein, ich würde mich auch nicht von einem kranken Gatten scheiden lassen. (dementsprechend nicht aus eine Beziehung trennen)

Meine Meinung ist, so wie Digitus in seinem ersten Beitrag schieb: nicht ausplaudern [ . . . ] - da müßte man sich sicher sein, daß der kranke Partner eine offene Beziehung führen könnte/würde -, nimm es als schönes Erlebnis und wenn sich eine Verbindung ergeben sollte, dann bringt das die Zeit. Ich würde die als solche nicht vorantreiben.

Ich bewundere auf eine Art die Frauen und Männer, die in Swingerclubs gehen und ihre Sexualität dort auszuleben verstehen. So wie ich das lese, bist du wohl auch keine Frau, die diese Gelegenheit wahrnehmen würde.

Ich, für meinen Teil, habe Verständnis für Menschen, die aus irgendwelchen besonderen Gründen ihre feste Beziehung nicht verlassen, sondern eben Sonderwege gehen/suchen. Weil es doch eben Sondergründe sind, so gelten halt auch Sonderlösungen. Ganz und gar logisch. Was gibt es da zu zweifeln oder gar zu verurteilen?

Alles andere regelt die Zeit.

FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
....

Worin bestünde dein Betrug? Du hast dich wieder 2x als Frau gefühlt, hast genutzt , was dein Gatte seit mindestens 4 Jahren nicht nutzt hat!

Ich denke, dass Fremdgehen schon Betrug ist. Aber das hat nichts mit der Krankheit des Mannes jetzt zu tun, da lag schon seit mehr als 4 Jahren etwas in der Beziehung ....

Nein, ich sehe da keinen Betrug, du läßt ihn nicht fallen, du stehst zu ihm und euer beider Kinder.

Dann habe ich es anders gelesen, Gelinda, wenn ich Urlaub mache und zu einer Affäre fahre, dann ja bestimmt nicht zum Halma spielen, das war dann schon mindestens halb vorkalkuliert ... Und für mich bedeutet das dann nicht mehr, dass ich zu meinem Mann und meiner Ehe stehe ... Sicher hat auch vekfp Anspruch auf Liebe und Sex, aber warum dann keine Veränderung in den vier Jahren vorher ... Jetzt hat dieses An-sich-und-seine-eigenen-sexuellen-Bedürfnisse-Denken für mich einen sehr bitteren Beigeschmack ...

...

Nein, wegen einem anderen Menschen sollte man sich nicht trennen, das ist zuviel Hoffnung, was diese neue Beziehung tragen müßte. ...


Ich, für meinen Teil, habe Verständnis für Menschen, die aus irgendwelchen besonderen Grüden ihre feste Beziehung nicht verlassen, sondern eben Sonderwege gehen/suchen. Weil es doch eben Sondergründe sind, so gelten halt auch Sonderlösungen. Ganz und gar logisch. Was gibt es da zu zweifeln oder gar zu verurteilen?

Verurteilen möchte ich vekfp nicht, das steht mir überhaupt nicht zu, aber wenn ich meine Meinung hier dazu schreibe, dann ist es meine Einstellung dazu. Wie es sich für mich liest, war diese Beziehung seit vielen Jahren schon nur noch ein Nebenher-Leben, die Lage verschärft sich jetzt durch diesen schweren Schicksalsschlag, aber wäre für mich in dieser Situation nicht unbedingt die Lösung, zu einer Affäre zu gehen ... Das sehe ich dann ebenso wie Dreamfighter. Aber ich gehe von dem Stand der Dinge aus, dass ich meinen Mann auch dann noch lieben würde ... Wenn er mir seit vielen Jahren gleichgültig wäre, so wären das ganz andere Ausgangspositionen ...

Lg Eisherz
 
Zuletzt bearbeitet:
Jemand Schlaues hat mal behauptet, dass wenn die Liebe zwischen zwei Menschen da ist und einer davon krank wird, wird diese Liebe beide über diese schwere Zeit tragen und noch größer werden......... ist die Liebe nicht da, wird das ganze scheitern und außeinander gehen........

Und unsere Te ist ja noch da, bei dem Mann.......... sie sucht hier nach Rat und nach Wegen........ ihr gutes recht!!!
Ihr jetzt vorzuwerfen, was an der Ehe nicht stimmt, finde ich auch übertrieben........ wir sollten doch nicht vergessen, dass es schon seit 4 Jahren diese Ehe keine vollwertige ist......... und da war der Mann ja noch nicht krank.......... was hat er denn dafür getan, dass es wieder funktioniert? also haben beide verbockt........ beide!!!

Und dann noch eines - die Te ist fremdgegangen...... naja, mann kann so oder so sehen......
ich sehe es immernoch so wie die Tatsachen sind - sie tut alles seit einem Jahr für ihren Mann, ist kaputt und ausgelaugt......... tut es trotzdem!
Und nun hatte sie Sex mit einem Anderen........ was hat sie denn ihrem Mann weggenommen? Das was ihr Mann von ihr braucht, das bekommt er immernoch, was er nicht mehr braucht (4Jahre nicht!!!), das hat sie einem Anderen geschenkt........
Unfair?

Und von ihrem Mann fair? Sieht er denn nicht wie schwer seine Frau hat? Ist das jetzt Spaziergang 2 kleine Kinder zu versorgen, arbeiten und zu dem Mann noch 2mal in der Nacht aufzustehen, schweige denn was da noch so alles anfällt?
Bei all dem Mitleid was man mit ihm jetzt haben kann, finde ich nicht, dass Kranke alle Narrenfreiheiten haben dürfen.......... seine Beziehung zu der Frau, die schon jahrelang keine Wärme von ihm bekommt, seine Beziehung zu den Kindern, die alles andere als einfach zu bezeichnen ist........ und das hier sind noch ganz kleine Kinder!!! will er da Soldaten züchten oder warum ist er so zu eigenem Fleisch und Blut? ........... und dass er so ist, diesen Schuh muss die TE auch nicht anziehen!!!
Wäre jetzt ein gesunder Mann, würden alle hier schreiben - verlass ihn!!! Wetten?

Fair wäre, wenn er sagen würde - du hast auch was vom Leben verdient.... und einer offenen Beziehung zustimmen......... es ist geben und nehmen...... er kann von ihr nur nehmen, geben tut er gar nichts mehr........... die Kraft, um das alles zu überstehen könnte sie bei dem anderen Mann holen........... und ich sehe da gar nichts unfaires ihm gegenüber....... eher dann dem andren Mann gegenüber, vorausgesetzt mit der Zeit aus einer Affaire eine LiebesAffaire entstehen würd......
naja, allerdings müsste er dafür erfahren, wie es gefühlsmässig bei seiner Frau aussieht!
 
Hallo!
Ich finde, weil dein Mann eine schwere Zeit mit seinem Krebs hat, braucht er jemanden als Unterstützer/in. Und du bist seine Frau, die dem Mann das Leben so gut wie möglich machen sollte. Es ist natürlich schwer, deine Liebe zu ihm wieder zu finden. Du solltest jedoch versuchen, die alten schönen Zeiten mit deinem Mann vor die Augen zu führen und gemeinsame Aktivitäten mit ihm zu unternehmen. Versuch auch romantische Momente mit ihm zu schaffen oder ihm einfach deine Liebe zu zeigen. Er wird sie dir gewiss erwidern, da er dein Mann ist. Klar ist es schön mit jemand anderem zu flirten, aber das ist nicht nötig, weil du dasselbe auch mit deinem Mann machen kannst. Deine Aufgabe sollte es nun sein, deinen Mann zu schönen gemeinsamen Zeiten zu bringen.
Versuch es mit romantischer Musik, einem Spaziergang, was euch beiden Spaß macht, oder die Liebe allein reicht natürlich auch aus. Sagt euch liebe Worte, das müsste bei euch Liebesgefühle erzeugen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen! 🙂
 
Meine Meinung ist, so wie Digitus in seinem ersten Beitrag schieb: nicht ausplaudern [ . . . ] - da müßte man sich sicher sein, daß der kranke Partner eine offene Beziehung führen könnte/würde

Das war nicht von mir sondern von TomTurbo. Ich hab erst jetzt den thread nachgelesen. Vom praktischen Standpunkt her ist Toms Vorschlag vermutlich der, der das Leiden auf alles Seiten minimiert - und jedenfalls unendlich besser, als ihren krebskranken Mann zu verlassen und die Kinder wegzunehmen (bei 200km Entfernung würde es auch bei gutem Willen darauf hinauslaufen). Bei einer Überlebenschance die schon unter optimalen Bedingungen nicht größer als 50% ist, käme das vermutlich einem Todesurteil gleich - denn da wäre dann nichts mehr, wofür es sich die Krankheit zu besiegen lohnt: Frau weg, Kinder weg und wirtschaftlich ruiniert.

Selber tu ich mir sehr schwer. Sie wollte, wie TE schreibt, schon seit 4 Jahren keinen Sex mehr mit ihrem Mann und war auch nicht willes daran was zu ändern - das fehlende Sexualleben ging also wohl eher von ihr aus, oder war zumindest einvernehmlich. Deswegen halte ich es nicht für fair, das jetzt entlastend ins Treffen zu führen. Das er jetzt versucht "stark" und das heisst in seinem Wertverständnis, dass ihr ebenfalls bekannt war, wohl auch "streng" zu sein, ist in seiner Lage psychologisch nachzuvollziehen und wird ihm wohl helfen, sich selbst nicht aufzugeben. Auch nichts, worauf man guten Gewissens zeigen kann. Von Eheverfehlungen seinerseits war ebenfalls nicht die Rede.

Der Unterschied einer Ehe zu einer "normalen" Beziehung ist eben, dass man sich gegenseitig gelobt auch in schlechten Zeiten zueinander zu stehen und dafür, wenn notwendig auch Opfer zu bringen. Ich sehe einfach nichts in seinem Verhalten, was TE von diesem Gelöbnis entbindet. Letztendlich ist der einzige Massstab TEs eigenes Gewissen: Was würde sie im umgekehrten Falle (unter der theoretischen Annahme, dass in einem Paralelluniversum im Fall einer Scheidung er und nicht sie das Verfügungsrecht über die Kinder bekommt) von Ihrem Mann erwarten?

digitus
 

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