Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ärger mit Eltern wegen Weihnachten

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124441
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Nochmal meine Frage: Warum seht ihr meine Absage zu Weihnachten als kindisch an, die Absage meines Bruders aber nicht. Das verstehe ich nicht.

Auch, dass mein Vater für meinen Bruder Verständnis aufbringt, für aber nicht.

Warum sollte ich mich jetzt noch Weihnachten mit einer Familie abgeben, die mich Weihnachten 2020 komplett alleine gelassen hat und das nicht mal bedauert.
Ich möchte dir raten, auf gewisse Beiträge gar nicht mehr einzugehen. Andere können sich ja gern von egoistischen Eltern lebenslang wie kleine Kinder behandeln, sich alles gefallen lassen und ihnen obendrein noch in den Allerwertesten kriechen, bis sie darüber depressiv werden.
Deshalb musst du es noch lange nicht tun.

Du hast deinem Vater und deinem Bruder ja inzwischen brieflich erläutert, warum du dich so verhältst. Jetzt sind sie am Ball, Einsicht zu zeigen oder auch nicht.
 
Hier ist es offensichtlich nicht möglich, sachlich zu diskutieren. Es geht nicht um egoistische Eltern, es geht hier sehr wohl um Trotz und eine Erwartungshaltung, die eben nicht erfüllt wird. Und es fließen hier sehr stark subjektive Meinungen und Erlebnisse ein, vor allem für die Alleinstehenden.

Wenn man aber null Einsicht hat in sein eigenes Verhalten und nur erwartet, dass andere auf einen zugehen, wird das nicht funktionieren. Dieses Weihnachten nicht und mit der Einstellung auch nicht in der Zukunft.
 
Der Vater und der Bruder bekommen nur die Quittung für ihr mieses eigenes Verhalten an Weihnachten 2020. Das ist legitim, denn es ist eine bloße Re-Aktion und geschieht nur, weil sie bislang weder Einsicht noch Bedauern gezeigt, geschweige denn sich entschuldigt haben. Wenn ihr Verhalten nicht zu negativen Konsequenzen für sie führt, werden sie nie darüber nachdenken, was für einen unfairen Mist sie damals verzapft haben.

Ich würde auch nicht so tun, als ob nichts gewesen wäre, wenn man mich so behandelt hätte und noch nicht mal eine Entschuldigung käme. Sich zurückziehen und mitteilen, warum, ist im Verhältnis zu dem Vorgefallenen völlig angemessen. Schließlich trachtest du ja deinem Vater und deinem Bruder nicht nach dem Leben oder schadest ihnen durch andere Straftaten. Man muss hier auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Verzeihen kann man einseitig. Sich versöhnen aber nicht. Man kann nicht, wie dein konfliktscheuer Vater es offenbar will, einfach wieder zur Tagesordnung übergehen und so tun, als ob du nie von der Weihnachtsfeier der Familie ausgeschlossen worden wärst, ohne dir vorher auch nur ein Wort zu gönnen.
 
Ich bin gespannt auf die Reaktion des Vaters auf den Brief. Der 1. Schritt zu Versöhnung mehr Verständnis wäre wünschenswert. Zeigt sich keine Reaktion oder wird klar, dass alleinstehend ohne Familie nicht akzeptiert wird und abgewertet, dann würde ich da den Schlussstrich ziehen. Nicht nur für Weihnachten.
 
Nochmal meine Frage: Warum seht ihr meine Absage zu Weihnachten als kindisch an, die Absage meines Bruders aber nicht. Das verstehe ich nicht.

Auch, dass mein Vater für meinen Bruder Verständnis aufbringt, für aber nicht.

Warum sollte ich mich jetzt noch Weihnachten mit einer Familie abgeben, die mich Weihnachten 2020 komplett alleine gelassen hat und das nicht mal bedauert.
Du gibst dir doch hier selbst die Antwort.
 
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge verfolgt.
Ich rate Dir: „Stehe drüber“ und gehe einfach für ein paar Stunden bei Deinen Eltern vorbei. Sag‘ Ihnen, dass Du Ihnen zu Liebe ein paar Stunden Deiner bereits zugesagten ehrenamtlichen Hilfe opferst, dass in dieser Zeit andere christlicherweise für Dich einspringen.
Widerstehe der Versuchung, Ihnen Ihr Verhalten vorzuhalten.
Sei einfach da, verbringt ein, zwei Stunden miteinander und Du wirst sehen, dass vor allem DU Dich danach sehr gut fühlen wirst.
 
Lieber Nettosteuerzahler,

ersteinmal möchte ich dir sagen, ich habe gerade den ganzen Faden gelesen und finde es super, dass du deinem Vater und deinem Bruder geschrieben hast. Jetzt haben sie die Möglichkeit zu reagieren, sollten sie tatsächlich bislang deine Verletztheit übersehen haben. Ich wünsche es dir.

So, jetzt geht es um Dich.
Deine Auffassung dessen was gewesen ist kann ich voll nachvollziehen. Und dass sich diese Enttäuschung von der Familie plus der ganzen Enttäuschungen durch deinen Freundeskreis da zu einer übermächtigen Verbitterung zusammengeballt haben, ist für mich eine äußerst logische Konsequent aus DREI! JAHREN!!! Isolation. Aus einem geselligen Familienmensch wurde ein Einsiedler gemacht. Nicht du hast dich dazu gemacht, sondern diejenigen, welche dich ausgegrenzt haben, eine Art ''Rotationsprinzip'' gar nicht überlegt haben.
Isolation macht krank, fällt genau genommen sogar unter Folter. Und genau da liegt die Begründung, dir therapeutische Hilfe zu suchen. Corona indirekt, das Verhalten deiner Mitmenschen und die Isolation direkt haben dich krank gemacht. Du bist alleine möglicherweise nicht in der Lage, diesen ''Knoten'' der sich da verkapselt hat wieder zu lösen. Leider sind dem in den letzten fast drei Jahren viele Menschen zum Opfer gefallen.
Ich würde dir raten eine richtige tiefenpsychologische Gesprächstherapie zu beginnen, damit dieser Knoten die Chance bekommt sich zu lockern und vielleicht sogar ganz aufzugehen.

Ich würde dir so sehr wünschen, dass du die Notwendigkeit fühlen kannst, jetzt erst einmal was für dich zu tun, dir Hilfe zu suchen, dir die Möglichkeit geben, diesem Teufelskreis der Isolation den Rücken zu kehren.
Liebe Grüße
Silan
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich rate Dir: „Stehe drüber“ und gehe einfach für ein paar Stunden bei Deinen Eltern vorbei. Sag‘ Ihnen, dass Du Ihnen zu Liebe ein paar Stunden Deiner bereits zugesagten ehrenamtlichen Hilfe opferst, dass in dieser Zeit andere christlicherweise für Dich einspringen.
Widerstehe der Versuchung, Ihnen Ihr Verhalten vorzuhalten.
Sei einfach da, verbringt ein, zwei Stunden miteinander und Du wirst sehen, dass vor allem DU Dich danach sehr gut fühlen wirst.
Klar, dann brauchen die Eltern ihr Verhalten wenigstens nicht infrage zu stellen. 😉

Ironie beiseite:

Zwischen dem "Vorhalten" eines Verhaltens im Sinne generalisierter, unsachlicher Vorwürfe einerseits und der Schilderung, weshalb ein bestimmtes, konkretes Verhalten einen verletzt hat, andererseits sehe ich einen Unterschied.

Konflikte sollte man immer in angemessenem, respektvollem Ton offen ansprechen mit dem Ziel, die Angelegenheit zu bereinigen, und nicht so tun, als ob nichts gewesen wäre. Deine Eltern und dein Bruder dürfen und sollten durchaus wissen, wie ihr damaliges Verhalten bei dir angekommen ist, was es bei dir ausgelöst und wie nachhaltig es dich verletzt hat. Anschließend können sie ja ihre Sicht der Dinge dazu äußern.

Wenn ich eines im Leben gelernt habe, dann ist es das, dass man Dinge, die einen stören, nicht einfach auf sich beruhen lassen darf, sondern sie ansprechen muss. Hierbei kommt es auf das Wie und auch auf den richtigen Zeitpunkt an.

Auch im Berufsleben spricht man Konflikte offen, aber immer noch wertschätzend an. Der Ton macht hier die Musik. Vom Totschweigen ändert sich das störende Verhalten nämlich nicht. Im Gegenteil: Beide Seiten stellen dann insgeheim nur noch Mutmaßungen über die Motive der anderen Seite an, unterstellen sich aufgrund ihrer verletzten Gefühle gegenseitig nur noch üble Absichten und reagieren schließlich nicht mehr auf das tatsächlich Geschehene, sondern auf ihre mit der Zeit immer negativer werdende Interpretation des Geschehenen. Schon deshalb muss man Verhaltensweisen, die einen verletzt haben, offen ansprechen und sie sachlich beschreiben. Man muss aber auch den Mut haben, offen zuzugeben, welche Gefühle das Verhalten bei einem ausgelöst hat. Daran anschließend nennt man die Erwartungen und Wünsche, die man an das Gegenüber hat, was die Bereinigung der Angelegenheit und das künftige Verhalten betrifft. Hat man sich an der einen oder anderen Stelle selber ungeschickt verhalten, ist es ein Zeichen von Stärke, dies auch einzuräumen.

Im Idealfall spricht man so etwas früh wie möglich an. Dann ist das Risiko geringer, dass der Konflikt weiter eskaliert. Schade, dass eine Klärung hier nicht schon unmittelbar nach Weihnachten 2020 stattgefunden hat. Aber besser spät als nie. Und wenn man schon nicht mehr miteinander reden kann, ohne dass mindestens eine Seite laut und unsachlich wird oder beim Telefonat einfach den Hörer auflegt, dann bleibt nur der schriftliche Weg, zumindest zu Beginn des Bereinigungsversuchs. Wer einen solchen Brief dann nicht liest, nicht bereit ist, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, nicht darauf reagiert oder den Brief gar aus Wut zerfetzt, der setzt sich selbst ins Unrecht.

Ich würde auch meine Zusage für die Hilfe bei den Obdachlosen nicht wieder rückgängig machen, sondern zu meinem Wort stehen. Den Eltern hast du für dieses Jahr keinen Weihnachtsbesuch versprochen.

Bei Einsicht der Eltern könntest du ihnen aber noch vor Weihnachten, z.B. am 4. Advent, einen Besuch abstatten und im nächsten Jahr an den Familienfeiern wieder teilnehmen. Damit hättest du deinen guten Willen dann ja auch gezeigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 282) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben