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Abneigungen, depressive Störungen, ...

Ich will jetzt in meinem Umkreis suchen. Aber da über Internetforen was zu finden? Da braucht man sehr viel Glück. In Partnerbörsen versuche ich es nicht, (...)
Ich frage mich, wie ich für die Zukunft offener werden kann, trotz meiner Sensibilität... Ich glaube, alleine das zu schaffen, wäre schön der größte Schritt auf meinem Weg.[/FONT]

Du könntest z.B. offener für eine gute Partner-
börse werden, die dir erlaubt, gezielt in deiner
Umgebung zu suchen (Datingcafe bietet diese
Option).

Dem Glück muss man einfach auch die Gelegen-
heit geben, indem man sich als "suchend" outet
und sich auffindbar macht. Denn stell' dir mal
vor, jemand, der zu dir passt, wohnt zehn Kilo-
meter weg - wie soll sie dich finden, wenn nicht
durch einen dummen Zufall oder eine Partner-
börse. Auf einer Party geht ja nicht 😉

Vielleicht fällt dir aber eine andere Möglichkeit
ein, genau diese Zielgruppe anzusprechen?
Ich könnte mir auch einen Zeitungsartikel über
die Probleme von jungen Leuten vorstellen, die
ihre Partner nicht auf Partys finden möchten 😉

Bin gespannt, was du berichtest - also über
Versuche und Erfolge ...
 
Hallo Werner,

Danke für deinen Rat, aber ich denke, du wirst es auch verstehen, wenn ich dir sage, dass ich mit Partnerbörsen abgeschlossen habe. Solche Portale finde ich persönlich noch oberflächlicher als Discos und wie gesagt, meine Erfahrungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass sich dort nur welche tummeln, die nicht meinem Ideal entsprechen. Ich habe nämlich auch mehrere Börsen ausprobiert, aber nur auf einer Flirtseite habe ich es längerfristig probiert. Die Leute in den Börsen haben aber den selben Eindruck auf mich gemacht. Und wenn sie auf ernsthafter Partnersuche waren, dann waren sie wahnsinnig bedürftig, sowas will ich auch nicht.

Man liest so oft, dass man die Leute meiden soll, die einem nicht gut tun, und seine Partnersuche dann danach richten. Ist ja auch logisch, aber es ist halt so, dass "fernhalten" bei mir auch nicht ganz möglich ist... Denn wenn ich meine Partnersuche nun erstmals intensiviere und damit anfange, Mädels anzusprechen... Und angenommen wirklich 95% von ihnen gehen regelmäßig feiern... Dann werde ich ja wohl zwangsläufig mit solchen Leuten, die mir nicht gut tun, in Kontakt kommen, und zwar zu 95%. Und ich werde nun mal ein Mädchen von dem Typ Frau, der meinem entspricht, auch nur dann kennenlernen, wenn ich mich an Orten aufhalte, wo sie sich herumtreiben. Und das ist tagsüber nunmal die Uni, der Park oder die Fußgängerzone, also alles Bereiche, in denen sich auch die 95% tummeln, die nicht zu mir passen, für mich aber die einzige Möglichkeit, meine Zielgruppe direkt anzusprechen, um auf das einzugehen, was du eben gefragt hast.

Abends oder am Wochenende findet man die Mädels, die zu mir passen, nunmal daheim auf deren Couch... Tagsüber aber muss ich auf eine (im wahrsten Sinne des Wortes) herrenlose Rosine hoffen, die ich mir aus der großen Masse herauspicken kann. Mir ist schließlich nicht bekannt, dass es Kontaktgruppen für Partyhasser gibt. Ansonsten wäre das meine Anlaufstelle Nummer 1. Aber so bleiben mir für die Suche nunmal nur die öffentlichen Plätze, also der Raum, in dem sich auch die ganzen Mädels tummeln, die NICHT zu mir passen (wie gesagt die Uni, etc.).
Wie genau meinst du denn das mit dem Zeitungsartikel?

Das einzige, was ich machen kann und auch definitiv mache, ist das Vermeiden von Parties und anderen Feiereien. Ansonsten sind mir die Hände gebunden und ich werde zwangsläufig auf Leute treffen, die mir nicht gut tun, wenn ich meine Partnersuche nun intensiviere. Und je mehr Leute von dieser anderen Sorte ich treffe, desto pessimistischer werde ich werden. Vom provoziert fühlen ganz zu schweigen, womit wir wieder beim eigentlichen Thema dieses Threads wären...

Und genau das ist das Kernproblem, welches ich schon im Eröffnungsbeitrag versuchte zu erörtern. Ich habe nichts gegen diese Leute, aber dennoch eine Abneigung gegen ihre Lebensweise... Ich kann sie einfach nicht verstehen und was eine potentielle Partnerin angeht, ist genau das dann halt die Folge... Ich suche, aber finde sie nicht, bzw. nur schwer. Man sollte sowas zwar nicht schreiben, bevor man überhaupt angefangen hat zu suchen. Aber ich denke, man braucht kein großer Prophet zu sein, um zu sagen, dass nur ein Bruchteil aller Mädels zu mir passt... Es gibt sie, wie gesagt! Da draußen gibt es definitiv Mädels, die zu mir passen. Aber sie sind die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen... Wenn ich so wäre wie 95%, dann müsste ich nur 5% da draußen ausschließen. So sind es aber 95%...

Von feiernden Jungs fühle ich mich im Übrigen überhaupt nicht provoziert. Das stützt meine Vermutung aus dem 1. Beitrag auf Seite 6 dieses Threads, dass dieses "provoziert fühlen" einzig und allein auf meine sehr schwierige Partnersuche zurückzuführen ist. Und ich bin nunmal ein Beziehungsmensch... Bei einer Affäre wäre es egal, wie mein Gegenüber tickt, man sollte sich lediglich sympathisch sein. Aber ich suche nunmal keine Affäre. Ich würde zwar eine eingehen, wenn es sich denn mal ergeben sollte. Aber grundsätzlich sehne ich mich nach einer festen Beziehung. Und das wird auch immer so sein, solange ich Single bin. Egal, wie viele Affären ich hätte. Sie sind nicht das, was ich will. Und deswegen geht die Lebensweise anderer Leute (bzw. Mädels) absolut nicht spurlos an mir vorbei. Erst recht nicht, wenn man zu Depressionen neigt, so wie ich seit knapp drei Jahren...

Partnersuche ist nicht das Wichtigste in meinem Leben. Aber es hat natürlich trotzdem eine gewisse Priorität. Da ich ja sonst ein tolles Leben führe, wie ich auch im Eröffnungsbeitrag schon schrieb. Ich habe alles, es fehlt mir an nichts. Das einzige, was mir fehlt, ist eine Beziehung... Und deswegen denke ich auch permanent darüber nach, weil ansonsten im Prinzip alles glatt läuft bei mir. Ich weiß, einige beneiden mich um meine Probleme (bzw. mein Problem), aber jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm fehlt und was er haben will. Und bei mir ist nunmal Stand jetzt das Einzige, was mir fehlt, eine Beziehung mit einem Mädchen, das zu mir passt... Und deswegen kreisen meine Gedanken permanent um die Lebensweise anderer Leute. Und es kotzt mich langsam echt an...

Sorry für den langen Text, ich laber eindeutig zu viel...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie genau meinst du denn das mit dem Zeitungsartikel?
.[/FONT]

Ich stelle mir eine Journalistin dich interviewt, daraus
einen Artikel schreibt ("Wie findet man eine Partnerin,
die nicht auf Party steht?") und sich dann jemand bei
dir meldet, dem es ähnlich geht und dich versteht 🙂

Wenn ich deine Wenns und Abers so lese, beginne ich
aber zu verstehen, weshalb viele Kulturen die Partner-
wahl den Eltern überlassen 🙂 ... du scheinst echt über-
fordert und verkrampft zu sein.

Vielleicht wirst du erstmal allgemein ein bisschen
lockerer und "leichter"?
 
Naja, ich will mit meiner Partnerwahl jetzt aber auch nicht unbedingt an die Presse gehen... und dann auf Mitleid oder so hoffen.

Ja, ich bin überfordert und verkrampft, ich gebe es offen und ehrlich zu. Und ich habe keine Ahnung, wie ich es anstellen soll, lockerer zu werden. Wie ich gestern schon geschrieben habe, das wäre der erste, zugleich aber größte Schritt da raus für mich. Aber ich fühle mich damit völlig überfordert... 🙁 Es ist wie ein riesiger Berg, bei dem ich nicht weiß, wie ich drüberkomme...

Und es wird von Mal zu Mal schlimmer, egal wie sehr ich versuche mich da rauszuhalten, ich bekomme es immer zufälligerweise mit, was in der Gesellschaft. Erst gab es letzte Woche diese ominöse Zugfahrt, von der ich auf Seite 6 berichtet habe. Dann gab es einen Tag später noch eine weitere Situation, von der ich hier bisher noch nicht berichtet habe, da saß ich im Bus und hinter mir haben zwei junge Männer, etwa mitte 20, ein Gespräch über ihren letzten Discobesuch geführt, wie voll sie waren und wie sie die "Tussen abgeschleppt" haben (O-Ton). Heute bekomme ich, ohne dass ich es will, in einem Familiengespräch die nächsten abenteuerlichen Geschichten zu Ohr, wo sich Mädels von ihren Freunden trennen, um "sich auszutoben und Spaß im Leben zu haben". Wo um alles in der Welt soll ich dann eine gewisse Lockerheit herbekommen, wenn es auf der Welt nun mal (zu 95%) so zugeht? Dass ich kein Mann für eine Nacht, sondern für eine langfristige und erfüllende feste Bindung bin, wird mir mehr und mehr zum Nachteil....

Und nein, ich bin nicht neidisch auf solche Leute! Schließlich kann ich mich ja auch jederzeit verändern, wenn ich diese Art von Spaß haben will. Viel mehr bin ich neidisch auf die Leute, die so ticken wie ich, und das große Glück haben, trotzdem eine Beziehung zu haben. Aber was überwiegt, ist das provoziert fühlen durch das Verhalten der Gesellschaft. Und um meine Frage nochmal zu wiederholen? Wie soll ich da offener und lockerer werden, wenn es um die Partnersuche von mir geht? Tipps und Ratschläge sind willkommen, ich für meinen Teil bin mit meinem Latein am Ende...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soll ich da offener und lockerer werden, wenn es um die Partnersuche von mir geht? Tipps und Ratschläge sind willkommen, ich für meinen Teil bin mit meinem Latein am Ende...

Hast du vielleicht irgendwelche positive Vorbilder,
denen du es nachmachen könntest? Oder vielleicht
selbst schon Erfahrungen, wie es dir bei anderen
Gelegenheiten gelingt, offener und lockerer zu
werden? Ganz bei Null wirst du ja nicht anfangen
und vermutlich wird das auch dein Leben lang ein
Thema für dich bleiben.
 
Gut, dass du es ansprichst. Ich werde genau dann locker, wenn ich es schaffe, Vertrauen in meinen Gegenüber zu haben. Nur leider ist das durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit so 'ne Sache mit dem Vertrauen... Demletzt gab es erst wieder zwei neue Situationen, in denen mein Vertrauen missbraucht wurde, in fernerer Vergangenheit noch Weitere. Und jeder, dem ich jetzt noch mein Vertrauen schenke, kann sich extremst glücklich schätzen. Da ich so schnell nicht mehr vertraue... Was sich auch negativ auf die Partnersuche auswirkt.

Ein Mal hab ich bisher in meinem Leben ein Mädchen an der Bushaltestelle angesprochen (das war wenige Tage, bevor ich mich in der Hinsicht zurückzog, weil ich danach das Mädchen kennengelernt habe, an dem ich diese ominösen 14 Monate kleben blieb...). Und schon damals war das mit dem Vertrauen wahnsinnig schwer. Ich habe das Mädchen angesprochen, da sie aber gerade auf dem Sprung war, haben wir ausgemacht, am Nachmittag miteinander zu schreiben. Dort habe ich es mir dann sehr schnell mit ihr verscherzt, da ich einen unnachahmlichen Fehler machte, den ich jetzt lieber nicht preisgebe 😛 Interessant war damals aber, dass ich, nachdem ich sie angesprochen habe, total nervös und ängstlich war, den ganzen Schultag über. Und als sie mich dann am Nachmittag beim Schreiben relativ rasch hat abblitzen lassen, fühlte es sich für mich wie eine riesengroße Erleichterung an... Und das sollte absolut nicht Sinn der Sache sein.

Ganz anders lief es bei den (bisher zwei) Mädels, die ich im Internet kennenlernte. Dort haben wir erstmal sehr lange ausführlich miteinander geschrieben und ich habe Vertrauen in sie entwickelt. Als es dann zum Treffen kam, konnte ich bei den beiden sehr locker sein. Ich konnte vollkommen ich selbst sein. Grund: Vertrauen!
(Dass es letztendlich trotzdem nix wurde mit den Beiden, hat sicherlich andere Gründe).

Wenn ich jetzt aber ein Mädchen ansprechen würde und ich mit ihr nach einem kurzen Gespräch schon ein Treffen ausmache, dann weiß ich schon genau, wie das aussehen wird: Ich werde hypernervös werden und würde mich beim Treffen total verkrampfen. Grund: Misstrauen, da noch nicht richtig kennengelernt!

Blöd ist halt nur, dass nur wenige die Motivation mitbringen, nach dem Angesprochen werden erstmal tagelang mit dem Kerl zu schreiben, bevor es zum Treffen kommt. Es sagen auch viele Frauen, dass viele Kerle den Fehler machen, zu lange mit ihr zu schreiben anstatt mal ein Treffen zu forcieren... Aber ich bin nunmal einer, der seine Zeit braucht, um Vertrauen aufzubauen. Deswegen sag ich auch: Ich bin keiner für eine Nacht. Dafür bin ich zu sensibel. Und meine Einstellungen sind auch Andere. Stand jetzt halte ich es auf jeden Fall für ausgeschlossen, dass ich genügend Vertrauen in ein Mädchen entwickeln kann, ohne vorher ausführlicher mit ihr geschrieben zu haben.

Oh man, das war jetzt wieder ein sehr langer Text, aber deine Antworten bieten einfach immer die perfekte Steilvorlage für sowas... (Ist ein Kompliment!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Glacio,
deine ehrliche Selbstanalyse ist interessant und nach-
vollziehbar für mich (auch wenn ich eher ein Mensch bin,
der zu schnell zu viel Vertrauen gibt), da ich in meinem
Bekanntenkreis einige Leute habe, die deine Zeilen gleich
unterschreiben würden.

Ich denke aber, du machst einen gedanklichen Grundsatz-
fehler: denn jemand, der zu dir passt, wird fast automatisch
deinen "Misstrauensvorschuss" verstehen und auch selbst so
einen haben. Das heißt dann aber, dass jedes zu schnelle
Vorpreschen sie verschrecken würde und im Kehrschluss es
so sein müsste, dass wenn du einfach deinem eigenen Tem-
po und deiner Annäherungsrate folgst, dass sich dann auch
diejenige/n finden, die damit etwas anfangen können (weil
es ihrem eigenen inneren Bedürfnis entspricht).

Du musst also nur du selbst sein und dich so verhalten, wie
es dir entspricht (d.h. andere so ansprechen, wie du selbst
gerne angesprochen werden möchtest). Das wird zwar da-
zu führen, dass ca. 70-95% der Angesprochenen das nicht
verstehen und sich abwenden oder dir eine Abfuhr geben,
aber unter den verbleibenden 5-30% findest du dann wahr-
scheinlich genau die, mit der du auch später im Beziehungs-
alltag harmonierst.

Die Scheidungsgründe werden häufig beim Kennenlernen
angelegt, ebenso die haltbaren Verbindungen (meine Groß-
eltern waren z.B. 66 Jahre verheiratet und haben sich beim
Tanzen kennengelernt, meine Eltern übrigens auch).

Sicher kennst du den "Kleinen Prinzen" von Saint-Exupéry.
Da gibt es eine Stelle, an die ich denken musste, als ich
deinen Text gelesen habe:

"Nichts ist vollkommen!" seufzte der Fuchs. Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück: "Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen andern unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen."

Der Fuchs verstummte und schaute den Prinzen lange an: "Bitte ... zähme mich!" sagte er.

"Ich möchte wohl", antwortete der kleine Prinz, "aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muß Freunde finden und viele Dinge kennenlernen."

"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"


"Was muß ich da tun?" sagte der kleine Prinz.

"Du mußt sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs.

"Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Mißverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bißchen näher setzen können ..."


Am nächsten Morgen kam der kleine Prinz zurück.

"Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen", sagte der Fuchs. "Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, um so glücklicher werde ich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahre, wie teuer das Glück ist. Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll ... Es muß feste Bräuche geben."


Zitiert nach: Der kleine Prinz

Daher kommt wohl auch die Beobachtung, dass Menschen wie
du einer bist ihre Partner eher dort kennenlernen, wo sie sowieso
schon regelmäßige Kontakte zueinander haben (Vereine, Arbeit,
Kirche), weil sich da das Vertrauen langsam aufbauen kann 🙂

Und was ich dir auch noch sagen wollte: ich glaube, du bist auch
fähig, aus deinen (wenigen) guten Erfahrungen mit dem Vertrauen
jemand einen Vertrauensvorschuss zu schenken, wenn die Attrak-
tion hoch genug ist. Hast du dazu keinen Anlass, würde ich meinen,
dass dein Unbewusstes irgendetwas am anderen oder an der denk-
baren Beziehung entdeckt hat, das die Herausgabe dieses Vertrau-
ensgutscheins abblockt - und das ist dann auch gut so.

Achte also mal mehr darauf, wo es "leicht" geht und wo du locker
bist als auf die vielen Gelegenheiten, bei denen das nicht geschieht.

Gruß, Werner

P.S. Und danke für dein Vertrauen 😉
 
Hallo Werner,

danke für deine Ratschläge. Das mit dem Ansprechen ist so 'ne Sache, ich habe mir nämlich ehrlich gesagt nie irgendwelche großen Gedanken darüber gemacht, wie ich denn angesprochen werden möchte, da Kerle ja in der Regel nie angesprochen werden. Und auch, wenn ich mir jetzt Gedanken drüber mache, muss ich sagen, dass mir da nichts einfällt, auf welche Art von Angesprochen werden ich positiv reagieren würde, und auf was nicht. Wahrscheinlich wäre ich in so einer Situation erstmal völlig perplex...

Wenn ich eine anspreche, würde ich halt authentisch und ehrlich sein, sagen dass sie mir gerade aufgefallen ist und sie deswegen jetzt unbedingt ansprechen wollte, da sie mir auf Anhieb gefiel. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Mädchen, welches zu mir passt, sowas schon "erdrückend" finden könnte und/oder Misstrauen bekommt, weil sie sich in dieser Situation dann denkt: "Der macht sowas doch bestimmt dauernd, ist sicher irgendein Aufreißer" (die anderen 70-95% denken das dann aber nicht). Allerdings weiß ich selber nicht, wie ich ein Mädchen sonst ansprechen sollte... Aber ich kann mir echt vorstellen, dass die 5-30%, die zu mir passen, vielleicht gar nicht erst angesprochen werden möchten, weil sie der Meinung sind, eine Beziehung soll langsam über mehrere Ecken (Bekanntenkreis?) zustande kommen, mit einem Jungen, den sie vielleicht schon länger kennen.

Für mich selber hat das Finden einer Beziehung eigentlich auch immer mit einem langsameren Kennenlernen zu tun. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass lediglich 20% aller festen Beziehungen in alltäglichen Situationen entstanden sind (also durch Ansprechen auf der Straße oder so). Die Meisten haben sich in der Ausbildung oder über einen Verein kennengelernt, also das, was du auch schon angesprochen hast. Bei mir ist halt das Problem, dass ich in keinem Verein oder so drin bin (da ich Ausdauersport aus gesundheitlichen Gründen nicht betreiben darf, und mit Kirche braucht man mir gar nicht erst zu kommen). Und über die Uni lerne ich auch keine Mädels kennen. Nur Jungs... Feiern gehe ich sowieso nicht. Also bleibt für mich wohl oder übel nur die Straße zum Frauen kennenlernen, aber wie gesagt, ich weiß nicht, ob ein Mädchen, das so tickt wie ich, unbedingt aus heiterem Himmel angesprochen werden will... 70-95% finden das vielleicht gut, aber die für mich wichtigen 5-30% vielleicht nicht. Leider sehe sogar ich persönlich ein einfaches Ansprechen in einer alltäglichen Situation in gewisser Weise als "aufreißerisch" an, und ich bin mir sicher, dass es da draußen Mädels gibt, die das genauso sehen.

Ist alles nicht so einfach...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist alles nicht so einfach...

Stimmt 🙂 ... aber wie sagte einer meiner Lieblings-
lehrer gerne: Es ist nicht einfach, aber wenn man es
beherrscht, ganz leicht.

Deine gute Selbstkenntnis ist womöglich doch hilf-
reich, auch wenn du noch nicht weißt, wie du denn
gerne angesprochen werden möchtest.

Denn wenn du das mal herausgefunden hast, kennst
du auch den Schlüssel zu den 5%, die für dich in
Frage kommen!

Vielleicht findest du deine Zugehörigkeit zu einer
größeren, konstanten Gruppe dadurch, dass du dir
klarer darüber wirst, was du wirklich gerne machst
und das dann mit anderen zusammen tust? Und je
mehr Mädchen deines Alters da potentiell dabei sind,
umso besser für dein "heimliches Ziel" (das ja auch
dein "Gegenstück" verfolgen könnte, wenn sie ähn-
lich denkt/plant wie du.

Einfach mal die Augen und Ohren offen halten und
nicht übersehen, wenn dir was über den Weg läuft,
das dich reizt. Ich habe z.B. mal im Radio über ei-
nen Verein gehört, dem ich mich dann angeschlos-
sen habe. Dieser Schritt hat langfristig sehr viel
bewirkt in meinem Leben (positive Dinge vor allem).

Sieh' doch mal die Suche nach einem "Andockpunkt"
als eine Art Trittstufe zu deinem Beziehungsziel - da
könntest du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe
schlagen: ein tolles Hobby finden und dazu noch die
Frau deines Lebens.

Zur Not halt ein T-Shirt drucken lassen:
T-Shirt-Glacio.jpg
🙂 🙂
 
Hallo Werner,

Stimmt 🙂 ... aber wie sagte einer meiner Lieblings-
lehrer gerne: Es ist nicht einfach, aber wenn man es
beherrscht, ganz leicht.

Worauf beziehst du dieses "beherrschen"? Auf das Ansprechen? Falls ja: Das ist meiner Meinung nach nichts, was man "beherrschen" muss (auch wenn viele es behaupten). Die, die zu mir passt, soll mich nicht wegen meiner Flirtkünste nehmen, sondern wegen meines Charakters. Flirten halte ich persönlich für total überbewertet und dient meiner Meinung nach nur dazu, diejenigen "rumzukriegen" zu denen man nicht passt.
Aber wahrscheinlich hast du sowieso etwas Anderes gemeint. 😉

Vielleicht findest du deine Zugehörigkeit zu einer
größeren, konstanten Gruppe dadurch, dass du dir
klarer darüber wirst, was du wirklich gerne machst
und das dann mit anderen zusammen tust? Und je
mehr Mädchen deines Alters da potentiell dabei sind,
umso besser für dein "heimliches Ziel" (das ja auch
dein "Gegenstück" verfolgen könnte, wenn sie ähn-
lich denkt/plant wie du.

Leider ist auch das nicht so einfach für mich. Es gibt viele Dinge, die ich gerne mache, aber das Problem ist, dass ich im Prinzip reine Jungs-Interessen pflege. Alles, was ich mag und allem, was ich nachgehe, ist Männerzeugs. Bei denen auch ab und zu Frauen dabei sind, aber da sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nur Kerle tummeln, bin ich auch immer nur mit männlichen Personen unterwegs, wenn ich meinen Hobbies und Leidenschaften nachgehe... Und ich bin mir sicher, den meisten Jungs würde es so gehen wie mir, wenn sie nicht feiern gehen würden. Denn üblicherwese lernen die Jungs heutzutage ihre weiblichen Bekanntschaften allesamt beim Fortgehen kennen. Das wäre zum Beispiel so eine geschlechterneutrale Aktivität. Aber das Thema mit dem Feiern haben wir hier ja schon längst durchgekaut.

Einfach mal die Augen und Ohren offen halten und
nicht übersehen, wenn dir was über den Weg läuft,
das dich reizt. Ich habe z.B. mal im Radio über ei-
nen Verein gehört, dem ich mich dann angeschlos-
sen habe. Dieser Schritt hat langfristig sehr viel
bewirkt in meinem Leben (positive Dinge vor allem).

Das mache ich sowieso und auch da hat sich dann einiges zum Positiven geändert bei mir. Aber das waren nunmal alles reine "Jungs-Interessen", die da bei mir dazugekommen sind. Ich habe dadurch einige neue Freunde gefunden und bin sogar in einer Clique von 9 Leuten integriert. Jedoch alle 9 männlich...

Sieh' doch mal die Suche nach einem "Andockpunkt"
als eine Art Trittstufe zu deinem Beziehungsziel - da
könntest du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe
schlagen: ein tolles Hobby finden und dazu noch die
Frau deines Lebens.

Wie gerade geschrieben, tue ich nachwievor viel dafür, mir neue Interessen zu schaffen, aber erzwingen kann man sowas leider auch nicht. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich zeitlich durch mein Studium ziemlich eingespannt bin, da ich leider in die Uni reinfahren muss mit dem Zug und schon alleine dadurch knapp 3 Stunden pro Tag verliere. Dazu gehe ich noch 3x die Woche ins Fitnessstudio. Mir bleibt nichtmal für meine bisher bestehenden Interessen genug Zeit. Das geht aber so gut wie jedem Kerl in meinem Alter so. Dass sie trotzdem Mädels kennen(lernen), liegt einzig und allein an der Feierei. Und an dem Kreislauf, der sich dann aus dem Bestand an weiblichen Bekanntschaften ergibt. Es ist kein Geheimnis, dass ein Kerl, der einige davon hat, von anderen Mädels bewundert und als attraktiv wahrgenommen wird. Dieser bekommt dadurch dann immer mehr Freundinnen. Während sich die Mädels für den Kerl ohne weibliche Bekanntschaften nicht interessieren. Das ist kein Vorurteil, sondern die Wahrheit, die sich auch nicht wegdiskutieren lässt. Letzterer Fall bin nunmal ich. Wäre ich ersterer Fall und würde ich viele Mädels kennen, wäre auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass unter ihnen eine wäre, die zu mir passt. So gestaltet sich die Suche für mich aber eher wie ein "Blindflug" durch die große weite weibliche Welt...

Natürlich schreckt mich auch diese eine Erfahrung ein bisschen ab, also die Erfahrung, als ich das eine Mädchen damals an der Bushaltestelle angesprochen habe. Das Gefühl, dass ich unmittelbar nach dem Ansprechen (aus Misstrauen, wie gesagt) hatte, dieses Unsicherheitsgefühl, diese Nervosität... ein Gefühl, dass ich nichtmal meinem schlimmsten Feind wünsche. Das ist das, wovor ich am Meisten Angst habe, wenn es um Partnersuche geht. Denn ich bin sensibel und werde dieses Gefühl werde ich wieder erleben... Ansprechen, Kennenlerngespräch, Nummern austauschen, ein wenig miteinander schreiben, Treffen ausmachen... in meiner Vorstellung absoluter Horror. Nicht aus Angst vor Abfuhren. Das ist das allerkleinste Übel. Sondern aus Misstrauen.
 
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