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Abneigungen, depressive Störungen, ...

Jep, ich weiß wie das geht, aber das Problem ist, dass das sich mit anderen Leuten befassen bei mir inzwischen ziemlich krankhaft/zwanghaft geworden ist... Das geht sogar hin bis zum Stalken, und das ist wirklich ein absolutes No-Go! Aber wenn ich es nicht mache, fühle ich mich noch viel schlechter. Ich fühle mich dazu gezwungen. Es ist wie eine Sucht... 🙁 Und bin schon mehrfach dabei gescheitert, mich zu "entziehen".
 
Jep, ich weiß wie das geht, aber das Problem ist, dass das sich mit anderen Leuten befassen bei mir inzwischen ziemlich krankhaft/zwanghaft geworden ist... Das geht sogar hin bis zum Stalken, und das ist wirklich ein absolutes No-Go! Aber wenn ich es nicht mache, fühle ich mich noch viel schlechter. Ich fühle mich dazu gezwungen. Es ist wie eine Sucht... 🙁 Und bin schon mehrfach dabei gescheitert, mich zu "entziehen".

Bei Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken
gibt es gute verhaltenstherapeutische Übungen.

Wenn du es aber bisher alleine nicht geschafft
hast, wäre vielleicht Unterstützung von einem
Profi sinnvoll.
 
Ich würde es mir zutrauen alleine zu schaffen, aber was für verhaltenstherapeutische Übungen meinst du da zum Beispiel?

Der Effekt einer Psychotherapie beruht meist weniger
auf dem, was man praktisch macht, sondern (auch)
auf der "heilsamen Beziehung", die sich zwischen dem
Klienten und dem Therapeuten entwickelt.

Unser Gehirn lernt dann sehr gut (so wohl der aktuelle
Stand der Wissenschaft), wenn wir
a) Interesse an einem Thema haben
b) eine gute, sichere Beziehung zum Lehrenden und
c) eine emotional positive Haltung.

Deshalb bin ich eher kritisch, ob dir alleine das Üben
etwas hilft, aber du kannst es gerne mal versuchen.

Übung 1: Schreibe deine Zwangsgedanken einmal
täglich auf - und zwar mindestens eine Stunde lang.
Und zwar mit der Hand auf Papier. Am nächsten
Tag liest du sie nochmal durch und verbrennst dann
alle Zettel so, dass du zusiehst, wie das Geschriebene
verbrennt.

Übung 2: Trainiere dich, nur noch einmal am Tag
deinen Zwangsgedanken nachzugehen - und zwar
zu einer bestimmten Zeit, z.B. morgens von 6-7 Uhr.
In dieser Zeit hast du völlige Freiheit, dich "zu quälen",
aber im Gegenzug musst du dich zwingen, den Rest
des Tages an andere Dinge zu denken. Kommen die
Zwangsgedanken hoch, sage dir: Jetzt nicht, morgen
früh wieder!

Übung 3: Stelle dir den Wecker auf 2 oder 3 Uhr
nachts und zwinge dich dazu, eine Stunde lang an
die zwanghaften Gedanken zu denken während du
irgend eine körperlich anstrengende Putzarbeit er-
ledigst (Boden schrubben, Wäsche bügeln etc.).

Das mal zur Auswahl, falls keine der Übungen einen
Unterschied macht (jeweils mindestens eine Woche
lang durchhalten), gerne mehr.

Auf der Seite www.loesungssammlung.de gibt es
bei den Lösungswerkzeugen auch noch andere An-
regungen, wie man seine Probleme löst, aber ich
denke, die obigen könnten eine Wirkung bei dir
haben (falls du dich auf sie einlässt, wie oben be-
schrieben).

Gruß, Werner
 
Danke schonmal Werner, aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass ich einiges davon schon allein aus logistischen/zeitlichen Gründen nicht werde beherzigen können. Aber ich schau gleich mal hinter den Link den du geposted hast!

Ich bin jedoch noch ein wenig am Zweifeln, ob das die Lösung des Problems wäre, also die Zwangsgedanken abzustellen. Gut, es wäre vielleicht der erste Schritt, aber die Wurzel des Problems liegen woanders. Die Zwangsgedanken führen lediglich zum Hereinsteigern in diese Dinge, aber wenn sie aufhören würden, wäre das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer provoziert, nachwievor da. Wenn dieses Problem jedoch weg wäre, wären denke ich auch die Zwangsgedanken automatisch verschwunden.
 
... aber wenn sie aufhören würden, wäre das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer provoziert, nachwievor da. Wenn dieses Problem jedoch weg wäre, wären denke ich auch die Zwangsgedanken automatisch verschwunden.

Okay, dann habe ich das missverstanden, was das
zu lösende Problem darstellt.

Interessant finde ich, dass du anderen unterstellst,
sie würden DICH provozieren, wobei es doch DU
SELBST bist, der sich an der Lebensweise Anderer
stört. Wenn du diesen Dreh mitmachst und die Ver-
antwortung nicht bei anderen suchst, sondern bei
dir als dem Verursacher des Problems, dann liegt
auch die Lösung bei dir und du kannst dich sofort
davon befreien (z.B. indem du andere Menschen
einfach sein lässt, respektierst, tolerierst und ihre
Lebensweise nicht auf dich beziehst, sondern dein
eigenes Leben lebst und an dich denkst bzw. an
die, mit denen es dir gut geht).
 
Okay, dann habe ich das missverstanden, was das
zu lösende Problem darstellt.

Interessant finde ich, dass du anderen unterstellst,
sie würden DICH provozieren, wobei es doch DU
SELBST bist, der sich an der Lebensweise Anderer
stört. Wenn du diesen Dreh mitmachst und die Ver-
antwortung nicht bei anderen suchst, sondern bei
dir als dem Verursacher des Problems, dann liegt
auch die Lösung bei dir und du kannst dich sofort
davon befreien (z.B. indem du andere Menschen
einfach sein lässt, respektierst, tolerierst und ihre
Lebensweise nicht auf dich beziehst, sondern dein
eigenes Leben lebst und an dich denkst bzw. an
die, mit denen es dir gut geht).

Du sprichst genau die Problematik an... Ich weiß, dass ich derjenige bin, der mich provoziert. Auch wenn es sich für mich so anfühlt, als wäre ich derjenige. Ich habe letztens irgendwo im Internet nen guten Artikel gelesen, wo es um die sogenannte "Opferrolle" geht. In die bringt man sich selbst rein und kann auch nur selbst wieder rausfinden. Und ja, ich bin in dieser Opferrolle drin, und muss mich dringendst daraus befreien.
 
Du sprichst genau die Problematik an... Ich weiß, dass ich derjenige bin, der mich provoziert. Auch wenn es sich für mich so anfühlt, als wäre ich derjenige. Ich habe letztens irgendwo im Internet nen guten Artikel gelesen, wo es um die sogenannte "Opferrolle" geht. In die bringt man sich selbst rein und kann auch nur selbst wieder rausfinden. Und ja, ich bin in dieser Opferrolle drin, und muss mich dringendst daraus befreien.

Diese "Opferrolle" beschreibt das Gefühl, dass das
Leben "einem geschieht" und damit auch z.B. Ge-
danken "von außen" kommen und man sich nicht
dagegen wehren kann bzw. ihnen hilflos ausgelie-
fert sei.

Auch Wahrnehmungen bzw. deren Bewertungen
sind dann in diesem Muster angelegt. Leute, die
so denken, sagen dann z.B. "diese Person hat eine
negative Ausstrahlung" und übersehen, dass es die
"Einstrahlung" ist, die bei ihnen ankommt und die
sie (negativ) bewerten.

Mir war irgendwann die Erkenntnis wichtig, dass
die "ankommenden" Informationen neutral sind und
dass mein Gehirn die Bewertungen dazu liefert -
und dass ich mit meinem Verstand oder mit meinem
Reden über meine Eindrücke steuern kann, wie ich
was bewerte und somit auch abspeichere.

Angenommen, jemand stört mich bei einem Vortrag.
Dann kann ich sagen: Es ist die andere Person, die
mich durch einen Zwischenruf stört. Oder: ich lasse
mich stören. Im ersten Fall bin ich eher "Opfer", im
zweiten sehe ich mich als den "Verantwortlichen"
und kann dann lockerer reagieren, z.B. indem ich
für diese "Störung" danke und darauf eingehe, ohne
eben provoziert zu sein, sondern eher angeregt.

Auch das ist übrigens noch ein Tipp, den du selbst
versuchen kannst: deine Wortwahl zu ändern und
etwa "provozieren" zu vermeiden und "angeregt"
oder "herausgefordert" zu verwenden. Oft ändern
schon die Worte die inneren Reaktionen und damit
das Leidenspotential.
 
Ich gehe konform mit dir, du hast es auf jeden Fall erfasst. Aber den letzten Absatz versteh ich nicht so ganz, was genau meinst du mit "Wortwahl ändern und etwa "provozieren" vermeiden und "angeregt"
oder "herausgefordert" verwenden"?
 
... was genau meinst du mit "Wortwahl ändern und etwa "provozieren" vermeiden und "angeregt" oder "herausgefordert" verwenden"?

Du hattest geschrieben:
"... das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer provoziert"

Ich ersetze darin mal den einen Begriff und du beurteilst, wie es
sich für dich anhört:

"... das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer sehr zum
Nachdenken über mein eigenes Leben anregt"

"... das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer mächtig
herausfordert"

Du beschreibst deinen Zustand bisher mit "provoziert", aber da
es nur ein Wort ist, kannst du probieren, ob andere Wörter auch
passen und dich weniger beeinträchtigen bzw. zu bestimmten
Gedankengängen zwingen.

Verständlicher jetzt?
 

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