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Abneigungen, depressive Störungen, ...

Glacio

Mitglied
Hallo Leute,

tja, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... Ich bin männlich und gerade 21 Jahre alt geworden. Ich habe im Mai mein Abitur gemacht, im August nen rentablen Ferienjob absolviert und bin seit Oktober Student. Ich habe einen festen Freundeskreis und Hobbies, denen ich gerne nachgehe. Trotzdem geht es mir schlecht. Sehr schlecht sogar.

Ich persönlich vermute eine Depression bei mir. Es gibt so viele Anzeichen, die dafür sprechen. Antriebslosigkeit (die natürlich mein Studium negativ beeinträchtigt), innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Übermüdung, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Katastrophendenken, vor allem aber Grübelzwang sowie Unterbewertung von Guten sowie Überbewertung von schlechten Ereignissen.

Am Schlimmsten wirkt für mich der Grübelzwang. Was aber ganz komisch und auch wirklich haarsträubend ist bei mir, ist, dass ich nicht über mich grübel, sondern über Andere. Ich bin ein Mensch, der ziemlich stark anders tickt als die Mehrheit. Ich bin sehr zurückhaltend und introvertiert und halte nix von Partymacherei und Alkohol... Und das ist der Knackpunkt. Seit ein paar Monaten ist es so, dass es mich irgendwie provoziert, wenn andere anders leben, als ich. Ich habe keine schlechten Erfahrungen mit Alkohol o.ä. gesammelt in meinem Leben und hatte auch nie eine Abneigung dagegen, aber heute reicht es für mich schon aus, eine (auch leere) Bierflasche zu sehen, um meine Laune komplett ins Negative kippen zu lassen. Dabei war ich in meinem Leben selbst nie frei von Alkohol und ich würde mir selber gerne mal wieder ein Bierchen gönnen, jedoch hätte ich dann im Gefühl, meinen eigenen Einstellungen untreu zu werden und so 'ne Grütze... Irgendwie hat sich in den letzten Monaten aus dieser belanglosen Sache eine richtige Abneigung entwickelt, die langsam anfängt, auszuarten.

In die Disco zum Feiern bin ich persönlich noch nie gegangen, weil ich absolut nix von dieser grundlosen (!) Art von Trinkerei und Extase halte und je gehalten habe. Der Unterschied zu früher ist: Früher war es mir egal, wie andere ihr Leben leben, seit einigen Monaten aber zieht es mich extrem runter, wenn ich nur den kleinsten Gedanken daran verschwende, dass nunmal gefühlt 80% meiner Altersgenossen so leben. Ich frage mich natürlich, woran das liegt. Ist es vielleicht Neid, weil ich im Gefühl habe, dass diese Leute im Leben mehr erleben als ich als eher zurückgezogen lebender Mensch? Klar habe ich keinen großen sozialen Kreis, aber ich habe meinen festen Freundeskreis und sogar eine Clique mit Leuten, die ähnlich ticken wie ich und mit denen ich meine Interessen teile. Aber ich schließe trotzdem mittlerweile auch nicht mehr aus, demnächst mal in eine Disco zu gehen und mir den Krempel mal anzuschauen. Mein Wunsch wäre, dass es mir dort gefällt und dann den Leuten, die gerne abfeiern, mehr Toleranz entgegenbringen kann. Allerdings befürchte ich, dass es mir, jenachdem was ich dort zu sehen bekomme, nach dem Discobesuch noch schlechter gehen wird als jetzt schon und dass ich dann anfange, dazu zu neigen, partymachende Leute regelrecht zu "werten" und irgendwie als schlechtere Menschen anzusehen. Ich fühle mich nämlich momentan genau an der Schwelle und ich will auf keinen Fall drüberspringen. Ich war mein ganzes Leben lang tolerant und es war mir stets völlig gleichgültig, wie andere Leute ihr Leben leben. So soll es ja auch sein, denn ich würde schließlich auch nicht wollen, dass mir jemand vorschreibt, wie ich zu leben habe... Aber diese, ich nenne es mal "Yolo-Lebensweise" anderer Jugendlicher und junger Erwachsener finde ich einfach nur bescheuert... Und es zieht mich komischerweise total runter und versaut mir den Tag, ich fühle mich betroffen, obwohl es mich ja nicht betrifft.

Für mich wäre es das Schlimmste, anzufangen, andere Leute nach ihren Hobbies zu werten und in Schubladen zu stecken. Vor allem bei Leuten aus dem eigenen Bekanntenkreis möchte ich das unbedingt vermeiden. Es gibt da welche, die haben vor 3 oder 4 Jahren (im Alter von 16-17) mal ein Foto auf Facebook geposted, wo Alkoholflaschen zu sehen waren. Vor wenigen Monaten fiel es mir noch leicht, da einfach drüberzuscrollen, heute sehe ich diese Fotos, denke mich "wieso muss man in dem Alter trinken?" und fühle mich innerlich aus irgendwelchen unergründlichen Gründen total gekränkt, und der komplette Tag ist gelaufen. Heute ist zum Beispiel wieder so einer... Dabei sollte ich eigentlich still sein. Auch ich hatte im Alter von 15-18 Abende drin, wo ich (teilweise sogar reichlich) Alkohol getrunken habe. Aber woher zum Teufel kommt dann diese plötzliche Abneigung? (Und ja, sie kam wirklich plötzlich und ganz ohne Schlüsselereignis). Alkohol ist ja nicht wirklich was schlimmes und alle Leute in meinem Bekanntenkreis haben sich da auch im Griff. Aber seit einigen Monaten ist da bei mir in der Psyche absolut nichts mehr so, wie es sein soll. Es klingt paradox, aber zusammenfassend ist es absolut nicht falsch, zu sagen, dass Alkoholflaschenfotos auf Facebook oder sonstwo der Hauptgrund für mein aktuelles schlechtes psychisches Wohlbefinden sind. Aber ich fang dann plötzlich an, irgendwelche Grütze herumzuphilosophieren à la "dieser Mensch hatte sicherlich schon 10 alkoholbedingte Filmrisse in seinem Leben" etc., dabei weiß ich über die Person selber überhaupt nichts. Und das macht mich fertig: Ich urteile über andere Menschen, ohne sie überhaupt zu kennen...

Und ihr seht auch: Es sind absolute Kleinigkeiten, totale unbedeutsame Kinkerlitzchen des Lebens, die mich völlig aus der Bahn bringen. Mittlerweile ist es einfach nur schrecklich! Dadurch habe ich auch Angst, neue Leute kennenzulernen (obwohl ich es gerne tun würde), weil ich alles und jeden hinterdenke, und bleibe resignierend in meiner Bude sitzen, wenn ich gerade nicht in der Uni oder beim Sport bin. Ich isoliere mich sozial, weil ich Angst davor habe, in Gesprächen mit gerade neu kennengelernten Menschen wieder in diese Party- und Alkoholsache verwickelt zu werden, was mir dann wie gesagt den ganzen Tag ruiniert...

Naja, zurück zur (wohl) Depression: Den ersten Schub merkte ich im Sommer 2012, als ich mal 4-5 ziemlich miese Tage drin hatte. Da merkte ich das erste Mal erste Anzeichen einer depressiven Störung. Das Ganze hat sich dann wieder gebessert, bis es im Januar 2013 wieder los ging, und seither habe ich im Prinzip ununterbrochen dieses unangenehme Bauchkribbeln, dieses Angstgefühl, Rund um die Uhr. Vorallem der Sommer 2013 war schlimm, da war ich so stark am Boden, dass mir der Appetit völlig vergangen ist und ich 8kg abgenommen habe in zwei Monaten. Seither bewege ich mich im Untergewicht (zwei Jahre zuvor war ich noch übergewichtig!). Eine gute Phase hatte ich im Juni 2014, aber das war seit Januar 2013 der einzige Monat, in dem ich nichts von meiner depressiven Störung wahrgenommen habe. Aber ab Juli ging es wieder bergab und seit August wird es langsam akut. Der Grübelzwang macht mich fertig. Ich grübel annähernd 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche über andere Leute und weshalb sie dies und jenes tun und wieso ich so krass anders bin. Manchmal würde auch ich mir ein bisschen mehr "Normalität" in meinem Charakter wünschen. Zumal man dort bei der Masse auch anerkannter ist. Aber ich bin halt so wie ich bin.

Psychologische Hilfe habe ich letztens erst bekommen, ich war von September 2013 bis Juli 2014 in psychologischer Behandlung, jedoch wegen einer ganz anderen Sache, nämlich wegen Sozialer Phobie. Die konnte ich durch die Therapie jedoch zum Glück verlieren. Seither bin ich schon deutlich selbstbewusster und strahle das auch auf andere Leute aus. Aber das mit den depressiven Störungen ist mir erst vor Kurzem klar geworden (auch, dass ich die Symptome seit 2 Jahren merke, wurde mir erst vor wenigen Wochen wirklich bewusst), deswegen habe ich mit meinem Psychologen auch nie darüber geredet. Eine Depressions-Diagnose von einem Psychologen habe ich demnach nicht, darum sollte man vorsichtig sein, aber ich gehe trotzdem davon aus, dass ich eine Depression habe, weil die Symptome für mich eigentlich eindeutig sind. Die einzigen Symptome, die ich (zum Glück) nicht habe, sind Schlafstörungen, sowie Suizidgedanken. Davon bin ich zum Glück noch weit weg. Aber das Leben macht mir momentan überhaupt keinen Spaß mehr... Es würde mir viel mehr Spaß machen, wenn ich aufhören würde, über die Lebensweise anderer Leute zu grübeln und mich gedanklich wieder auf mein eigenes Leben fokussieren könnte und mein Leben einfach lebe, statt andauernd zu grübeln. Ein bisschen mehr Gleichgültigkeit im Leben, zumindest was die ganzen belanglosen Dinge angeht, die mich nicht interessieren brauchen und die mich eigentlich auch nichts angehen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als mein Leben wieder genießen zu können, so wie es im Juni 2014 und in all der Zeit vor Januar 2013 der Fall war...

Ich tu vieles, um da rauszukommen. Durch die Uni komme ich jeden Tag in eine Großstadt und im Oktober habe ich angefangen, Sport zu treiben. All das hilft temporär, aber nicht dauerhaft. Und die Abwärtsspirale stoppt es auch nicht, sonst würde es mir seit August nicht kontinuierlich schlechter gehen. 🙁



Kennt ihr sowas auch? Also totale Abneigungen gegen einen selbst nicht betreffende Dinge, die einen selbst total runterziehen und provozieren? Ich habe eher im Gefühl, dass das ein ziemlich exklusives Problem ist, das ich da habe... Habt ihr irgendwelche Tipps für Mittel und Wege da raus?


Viele Grüße
Glacio
 
Zuletzt bearbeitet:
Kennt ihr sowas auch? Also totale Abneigungen gegen einen selbst nicht betreffende Dinge, die einen selbst total runterziehen und provozieren? Ich habe eher im Gefühl, dass das ein ziemlich exklusives Problem ist, das ich da habe... Habt ihr irgendwelche Tipps für Mittel und Wege da raus?

Hallo Glacio,
auch wenn ein Problem sehr "exklusiv" ist,
kann doch die Lösung ziemlich "normal" sein 🙂

Wenn du z.B. einen "Weg raus" aus etwas
suchst, hilft es häufig, zunächst zu definieren,
"wohin" du willst, also das Ziel deiner Bemü-
hungen zu klären. Dann finden sich hier womög-
lich auch welche, die dir sagen können, wie sie
so ein Ziel erreicht haben.

Du kannst auch mal überlegen, wann es dir zum
letzten Mal richtig gut ging und aus dem Unter-
schied zwischen vorher und nachher ableiten,
was die Veränderung ausgemacht hat.

Gruß, Werner
 
Hallo Werner, danke schonmal für deine Antwort. Ja, ich glaube auch, dass die Lösung für mein Problem wahrscheinlich ziemlich banal ist, vielleicht auch zu banal, als dass ich je von selbst drauf kommen könnte 😕 Zumindest fühlt es sich manchmal für mich so an, als müsste irgendein völlig unvorhergesehenes Ereignis oder so eintreffen, damit es mir wieder gut geht. Frage ist nur: Welches?

Die Frage, wohin ich will, kann ich dir auch nicht wirklich beantworten, denn ich weiß es auch nicht... Zumindest ist mir die Richtung relativ egal, ich würde mir einfach nur wünschen, glücklich zu sein, und zwar dadurch, dass mich die in Post 1 angesprochenen Belanglosigkeiten nicht mehr runterziehen. Ich denke, das ist das Einzige.

Das letzte Mal richtig gut ging es mir wie gesagt im Juni, aber ich weiß da auch keinen allzu großen Unterschied abzuleiten zu vorher und nachher... Gut, der Juni war ein schöner Monat, ich war soeben mit Abitur fertig und hatte erstmal ne kleine Auszeit im Leben, mit der Schule ging es auf Abifahrt nach Spanien und danach noch mit der Familie 'ne Woche ins Schwarzwald und auch das Wetter hat jeweils gepasst... Aber ob das wirklich der Grund für mein damaliges gutes Wohlbefinden war? Ich war z.B. im September nochmal im Urlaub (bin zwei Wochen durch Deutschland gereist), auch da hat das Wetter gepasst, hab Freunde quer aus der Republik getroffen, aber damals war ich wieder in meiner depressiven Phase drin und auch der Urlaub hat da im September nicht wirklich was bewirkt, im Gegenteil. Ich war sehr depressiv drauf und auf andere Gedanken zu kommen fiel mir da sehr schwer, obwohl ich nonstop unterwegs, sprich auch "beschäftigt" war.

Der Unterschied zum Juni 2014 ist natürlich der, dass es mir im Juni noch egal war, wie andere Leute leben. Dass mich die Lebensweise Anderer so dermaßen runterzieht, ist ja wie gesagt erst seit August so. Aber wie gesagt, völlig ohne Schlüsselerlebnis, es kam quasi vom einen Tag auf den Nächsten... Und mittlerweile weiß ich echt nicht mehr weiter.

Besonders schlimm ist es vor allem am Wochenende, wenn meine Altersgenossen zum Großteil am Abfeiern sind... Da falle ich oft in besonders tiefe Löcher. Und heute ist Freitag... 🙁 Und wie es mir an Silvester gehen wird, will ich mir gar nicht ausmalen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Unterschied zum Juni 2014 ist natürlich der, dass es mir im Juni noch egal war, wie andere Leute leben. Dass mich die Lebensweise Anderer so dermaßen runterzieht, ist ja wie gesagt erst seit August so.

Das ist interessant, Glacio. Offenbar hast du
die Fähigkeit, dich selbst gut zu beobachten
und selbstkritisch zu sein.

Hast du schonmal versucht, diese Sichtweise
auf Andere zu verändern und dich z.B. mehr
auf dich selbst zu konzentrieren? Das könnte
deine Haltung beeinflussen und indirekt auch
deine Stimmung verbessern.

Dumme Frage vielleicht: in Spanien hast du
keine Drogen genommen - die können näm-
lich durchaus die Hirnchemie durcheinander
bringen und Veränderungen auslösen, die man
nicht so einfach wieder in den Griff bekommt.

Oder hast du was an deiner Ernährung geän-
dert seitdem - auch das kann mentale Ver-
änderungen auslösen.

Gruß, Werner
 
Hallo Werner,

nein, ich habe natürlich keine Drogen genommen. Ich trinke ja nichtmal Alkohol 😉 Meine Ernährung ist auch unverändert geblieben. Wie gesagt, ich habe keine Erklärung dafür. Ich versuche auch täglich, meine Sichtweise auf Andere zu ändern, aber mir ist schleierhaft, wie ich das schaffen soll... Denn mittlerweile habe ich mich so sehr da reingesteigert, dass ich fast pausenlos daran denke, wie andere Leute leben und wie traurig ich es finde etc. pp... Dabei geht mich das ja eigentlich nen feuchten Dreck an.

Danke für das Kompliment, dass ich in der Lage bin, selbstkritisch mit mir zu sein und mich gut zu beobachten. Ich weiß selber, dass ich eine anständige Lebensweise lebe. Aber ich weiß auch genau, dass ich es leichter hätte, wenn ich etwas unanständiger wäre... Aber wie gesagt, ich bin so wie ich bin, und ich will mich auch nicht verändern. Das Einzige, was sich verändern soll, ist die Priorität, die das Leben Anderer in meinem Leben hat. Wenn es mir endlich wieder egal wäre, wie andere Leben, ohne mich dabei provoziert zu fühlen. Das wäre so ein schönes Gefühl. Ich vermisse es... :wein:
 
Denn mittlerweile habe ich mich so sehr da reingesteigert, dass ich fast pausenlos daran denke, wie andere Leute leben ...

Wenn du jetzt noch lernst, dich auch wieder
rauszusteigern, bist du ein großes Stück
weiter ... vielleicht indem du an etwas ande-
res denkst als an andere Leute - was könnte
das sein?

Du hattest dieses "schöne Gefühl" ja schon
mal, also hast du diese Fähigkeit irgendwo
in dir.
 
Es gibt viele Dinge, über die ich nachdenken kann. Auch schöne Dinge, natürlich. Aber wie ich schon ganz oben im Eröffnungsbeitrag dieses Threads geschrieben habe: Ich bewerte positive Dinge unter und negative Dinge über. Sprich, an positive Dinge zu denken, befriedigt mich nicht mehr. Aber es fällt mir leicht, mich in die negativen Dinge hereinzusteigern. Absoluter Teufelskreis...🙁
 
Sprich, an positive Dinge zu denken, befriedigt mich nicht mehr. Aber es fällt mir leicht, mich in die negativen Dinge hereinzusteigern. Absoluter Teufelskreis...🙁

Dann brauchst du wohl etwas anderes, das
dich mindestens ebenso stark befriedigt ge-
danklich wie das negative Denken.

Hast du eine Idee, was das sein könnte oder
sogar schon eine Erfahrung in der Richtung?
 
Ich glaube nicht, dass es eine Lösung wäre, etwas zu finden, was mich gedanklich befriedigt, denn meine Gedanken können nur dann befriedigt werden, wenn ich das auch habe, was mich befriedigt. Ich habe natürlich viel im Leben, aber scheinbar nicht genug, um befriedigt zu sein und die negativen Belanglosigkeiten ausblenden zu können. Ich steigere mich permanent rein. Nicht aus Langeweile, denn auch an Tagen, an denen ich gut beschäftigt bin, denke ich permanent an andere Leute und deren Lebensweise, anstatt mich auf mich zu konzentrieren. Und es ist so zum Kotzen. Ich würde alles dafür tun, um da wieder rauszukommen!


Frage ist jetzt natürlich: Was fehlt mir? Natürlich gibt es da Dinge, aber ob es mir besser ginge bzw. ob ich endlich damit aufhören könnte, andere Leute zu werten, wenn ich diese Dinge hätte? Irgendwie fehlt mir der Glaube.
 
... anstatt mich auf mich zu konzentrieren.

Schau, hier gibst du dir selbst die Antwort und
den Ausweg: statt dich auf andere Leute zu
fixieren, auf dich selbst konzentrieren.

Du scheinst zu wissen, wie das geht, also hast
du auch die Fähigkeit, das öfters zu tun - also
statt den derzeitigen Gedankenmustern.

Wie wechselst du denn von A nach B und zurück
- das würde ich an deiner Stelle mal genau be-
obachten und dann in die gewünschte Richtung
trainieren. Weil: du pflegst diese schlechte Ge-
wohnheit ja nicht 24 Stunden am Tag, also gibt
es einen Schalter für Aus und An 😉
 

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