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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Abneigungen, depressive Störungen, ...

Verstanden, danke 🙂

Ich ersetze darin mal den einen Begriff und du beurteilst, wie es
sich für dich anhört:

"... das Problem, dass mich die Lebensweise Anderer sehr zum
Nachdenken über mein eigenes Leben anregt"

Naja, wenn dem so wäre, dann wäre es ja ok. Aber das Hauptproblem ist ja, dass mich die Lebeweise Anderer nicht zum Nachdenken über mein eigenes Leben anregt, sondern zum Nachdenken über das Leben Anderer. Und genau das will ich korrigieren, also dass ich über mein Leben nachdenke statt über Andere.
 
Und genau das will ich korrigieren, also dass ich über mein Leben nachdenke statt über Andere.

Ein gutes Ziel, wie mir scheint.

Mein Tipp wäre, dass du dir jeden Abend fünf
Minuten Zeit nimmst und dir notierst, wie viel
% deiner Gedanken am Tag über das Leben
anderer betraf und wie viel dein eigenes. Dann
kannst du deinen Trainingserfolg messbar ma-
chen. Ein paar Prozent solltest du aber schon
für das Leben anderer reservieren, weil es ja
auch sinnvoll sein kann - z.B. wenn man über
Vorbilder nachdenkt oder über Menschen, die
als abschreckendes Beispiel dienen.

Du kannst auch hier täglich posten, was der
Stand ist und was du herausgefunden hast,
was dir in der gewünschten Richtung hilft. Es
wird aber sicher nicht einfach, diese Angewohn-
heit zu verändern.
 
So, Zwischenbilanz: Mir ist in den letzten fünf Wochen klar geworden, dass es eigentlich nie so war, dass ich hochgradig oft über andere Leute gegrübelt habe. Eher in einem normalen Maße, so wie es jeder tut. Für mich hat es sich wahrscheinlich so angefühlt, dass ich permanent nur noch über Andere grübel, weil es mich halt gefühlsmäßig stark beeinflusst (hat). Drum hab ich wohl immer gedacht, dass ich permanent über Andere grübel, obwohl es doch nur einen Bruchteil meiner Tagesgedanken ausmacht.

Wie dem auch sei... Es ist in letzter Zeit schon etwas besser geworden. Ab und zu hab ich noch so Phasen drin, in denen ich mit den selben Problemen/Symptomen zu kämpfen habe, die ich im Eröffnungsbeitrag angesprochen habe. Das wird sich so schnell wahrscheinlich auch nicht ändern. Meine Angst ist halt, dass nach dieser jetzt wieder etwas besseren Phase wieder eine Schlechtere folgen könnte. 🙁

Aber vielleicht tut mir auch einfach nur der Aufenthalt in diesem Forum hier gut... viele Gleichgesinnte... Da kann ich mich zu 99% mit identifizieren.
 
Meine Angst ist halt, dass nach dieser jetzt wieder etwas besseren Phase wieder eine Schlechtere folgen könnte. 🙁
.

Hallo Glacio,
es ist normal, dass man keine konstante
Befindlichkeit hat, auch wenn man keine
depressiven Störungen etc. hat.

Zwei Tipps dazu: einmal ist es gut zu
wissen, wie man selbst Veränderungen
(zum Guten wie zum Schlechten) herbei-
führen oder verstärken kann. Vielen ist
das gar nicht bewusst, wie viel Einfluss
sie selbst haben, z.B. durch Bewegung,
Ernährung, Schlaf, ihre Gedanken oder
das, was sie über ihre Sinne aufnehmen.
Um hier mehr über sich selbst zu lernen
kann man ein Befindlichkeitstagebuch
führen (mit einer 1-10-Skala) und dabei
notieren, was man an Einflussmöglich-
keiten entdeckt hat.

Zum anderen sind "Rückfälle" normal.
Die sollten aber nicht Anlass zu grund-
sätzlichem Zweifel sein, sondern man
fragt sich: Was habe ich vergessen?
und wiederholt dann einfach das, was
schon zuvor gut funktioniert hat. Oder
man lernt etwas Neues über sich, z.B.
einen Einflussfaktor, den man bisher
nicht kannte oder nicht ernst genommen
hat.

Alles Gute weiterhin!
Werner
 
So, ich melde mich mal wieder. Ich habe nämlich neue Erkenntnisse zu meinem im Eröffnungsbeitrag geschilderten Problem bekommen. Ich werde versuchen, mich möglichst kurz zu halten. Das unten Geschilderte ist auch schon ein paar Tage her. Ich habe extra ein wenig gewartet, um sicherzugehen, dass ich jetzt nicht aus einer Emotion heraus etwas schreibe, und dass es wirklich meine Empfindungen sind.

Es scheint wohl zu sein, dass die im Eröffnungsbeitrag geschilderten Dinge (Abneigungen gegen anderstickende und Partymacherei Leute) mit einer Sehnsucht zu tun hat. Und zwar die Sehnsucht nach einer Beziehung. Ich hatte noch nie eine Freundin, da es mich, bis ich 20 war, nicht interessiert hat. Und in den letzten 14 Monaten haben die Umstände bei mir nicht zugelassen, eine Freundin zu finden. Jetzt wäre ich erstmals bereit dazu, was ja eigentlich positiv ist... Aber was mir jetzt klar geworden ist bezüglich meiner "Abneigungen", ist Folgendes:

Was Beziehung angeht, kommt für mich nur ein Mädchen in Frage, das auch in etwa so tickt wie ich. Logischerweise. Und genau das ist das Problem, welches ich immer nur unterbewusst wahrgenommen habe, und nie wusste, woher es kommt: Die Allerallermeisten ticken nunmal nicht wie ich. Dazu gehören alle, die am Wochenende feiern gehen. Und das sind in meinem Alter locker 80% aller Leute... Und deswegen fühle ich mich provoziert, wenn andere Leute in die Disco gehen und/oder sich die Kante geben. Je häufiger ich sowas mitbekomme, desto hoffnungsloser werde ich, wenn es darum geht, eine passende Freundin zu finden...

Problem Nummer 2 und die Folge aus der ganzen Sache ist: Ich habe gemerkt, dass die deutliche Mehrheit aller Mädels schlicht und ergreifend auf den "Bad Boy" steht. Eine Charaktereigenschaft, die ich gott sei Dank nicht besitze, wo ich mir aber mittlerweile denke, dass es deutlich einfacher wäre, wenn ich so wäre wie der Durchschnittskerl in meinem Alter... Das Ganze wurde mir letzte Woche im Urlaub klar (und jetzt kommt's), als ich im Zug saß und an einer Haltestelle dann drei Mädels eingestiegen sind, die sich zu mir gehockt haben und dann gemeinsam über die letzten Parties, die sie besucht haben, geredet haben, und was insbesondere die betrunkenen Jungs auf dieser Party getrieben haben (Sachbeschädigung oder ähnliches Zeugs bis hin zum blauen Auge beim Erzähler). Was ich dann echt schockierend fand, war die Tatsache, dass die Mädels darüber gelacht haben und meinten, dass das doch total coole Aktionen gewesen seien und so weiter... Kurz gesagt: wenn man sich als Kerl testosterongesteuert und wie der Bad Boy benimmt, genau dann wird man attraktiv gefunden. Und dem gegenüber steht das Landei (meine Wenigkeit), welches noch nie mit Mädels zu tun hatte. Aus dem Grund, weil ich nicht feiern gehe, nichts trinke und dadurch auch keinen Schwachsinn mache, weil ich weiß, worauf es im Leben ankommt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Lange war es nur in meinem Unterbewusstsein drin, aber seit dieser Zugfahrt weiß ich endlich, was es ist, was mich immer provoziert hat. Letztendlich musste ich leider erkennen, dass es doch keine Floskel zu sein scheint, dass man als "Bad Boy" nunmal attraktiv gefunden wird, und der anständige Kerl nichtmal angeschaut wird... Und ich hasse es zwar zu pauschalisieren, aber wenn wir mal ehrlich sind, sind doch die meisten Mädels so. Natürlich nicht alle. Aber eine dieser wenigen Ausnahmen zu finden, wird ein ganz hartes Stück Arbeit für mich... Und wahrscheinlich werde ich bei meiner Suche auf viele solcher Mädels treffen, die mich als zu nett ansehen (was ich keinesfalls bin, ich bin lediglich anständig, mehr nicht), und es wird mich dann wohl noch tiefer runterziehen... Und ich habe einfach Angst davor... 🙁
 
Letztendlich musste ich leider erkennen, dass es doch keine Floskel zu sein scheint, dass man als "Bad Boy" nunmal attraktiv gefunden wird, und der anständige Kerl nichtmal angeschaut wird... Und ich hasse es zwar zu pauschalisieren, aber wenn wir mal ehrlich sind, sind doch die meisten Mädels so. Natürlich nicht alle. Aber eine dieser wenigen Ausnahmen zu finden, wird ein ganz hartes Stück Arbeit für mich... Und wahrscheinlich werde ich bei meiner Suche auf viele solcher Mädels treffen, die mich als zu nett ansehen (was ich keinesfalls bin, ich bin lediglich anständig, mehr nicht), und es wird mich dann wohl noch tiefer runterziehen... Und ich habe einfach Angst davor... 🙁

Hallo Glacio,
ich kann dich beruhigen: die "Bad Boys" machen nur
ca. ein Drittel der Jungs aus und bei den Mädchen ist
es nach dem Stand der Forschung so, dass sie mehr-
heitlich diese Jungs nur während ihrer Eisprung-Phase
bevorzugen (evolutionär bedingt).

Du kannst also ganz gelassen und locker dir alle die
anschauen, bei denen du ein gutes Bauchgefühl hast
und sie dann näher kennenlernen. Es gibt ebenso viele
Mädchen "deiner Art" wie Jungs - die Chancen sind
also für alle gleich. Angst ist nicht angebracht, eher
Neugier und Vorfreude 🙂

Aus einer schönen Sache ein Problem zu konstruieren
scheint mir ein Problem an sich zu sein - die Partner-
suche ist aber eine spannende Angelegenheit, auch
wenn es da Rückschläge und Selbsterkenntnisse als
Nebenwirkungen gibt: die sind wichtig, weil du sonst
ja später auch wieder von "jeder Dahergelaufenen"
von deiner Auserwählten abgelenkt würdest.

Gruß, Werner
 
Hallo Werner, danke für die schnelle Antwort. Ich persönlich finde ein Drittel Bad Boys schon sehr viel, muss ich sagen... Zu den Mädels muss ich sagen, dass es da schon einige gibt, die sogar unumwunden zugeben, auf den Bad Boy zu stehen... Unabhängig von der Eisprung-Phase. Auch das habe ich schon erlebt. Aber gut, dass du das mit der Forschung schon ansprichst. Ich habe dazu noch nichts konkretes gefunden, drum frage ich dich mal: Was schätzt du denn, wie viel Prozent aller Leute denn da genau so sind wie ich (also null Party und null Alkohol)?

Zum zweiten Absatz: Das Problem ist, dass es mir mittlerweile schwer fällt, ein gutes Bauchgefühl zu bekommen. Ich habe auf jeden Fall vor, nur diejenigen näher kennenzulernen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe. Ich möchte demnach schnellstmöglichst herausfinden (am Besten schon beim ersten Ansprechen), ob sie Party macht oder nicht. Wenn nicht, dann kann es vielleicht was werden mit dem guten Bauchgefühl. Aber ich wurde in diesem Fall auch schon mal enttäuscht... Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Ich war auch optimistisch, bis zu der vorhin angesprochenen Zugfahrt. Seither bin ich wieder ziemlich im Loch... Ich wünschte, ich könnte es mit positiver Aufregung und Neugier, mit Lockerheit und mit Spaß angehen. Aber ich habe irgendwie im Gefühl, innerlich zu sensibel dafür zu sein... 🙁 Was auch teilweise mit Erfahrungen der letzten 14 Monate zu tun hat. Dabei waren die Erfahrungen wichtig. Du sprichst es auch im letzten Absatz an. Ich habe schon zwei Rückschläge erlitten, die im Nachhinein betrachtet aber auch sehr wichtig für mich waren und ich würde auch sagen, dass ich dadurch noch eine Spur reifer geworden bin. Ich habe auch nicht wirklich Angst vor Rückschlägen, sondern Angst davor, bei meiner Suche fast ausschließlich auf Anderstickende zu treffen, weil ich leider nicht zu den 99% gehöre, die dann ohne groß zu überlegen weitermachen, sondern ich werde mich dann sicherlich fragen: "So viele Partylöwen und keine, die so tickt wie ich... Taucht diejenige überhaupt noch auf?". Und du merkst, dass dann das Zweifeln beginnt... Beziehungsweise, es hat eigentlich schon begonnen, noch bevor die Partnersuche überhaupt angefangen hat. Total schlechte Vorzeichen und ich weiß auch, dass ich komplett selbst für verantwortlich bin... Ich wünschte, die Partnersuche wäre für mich eine schöne Sache, aber wie gesagt, ich bin sehr sensibler Charakter...

Und ja, es würde mich definitiv stören, ein Mädchen als Freundin zu haben, das Feiern geht und dabei trinkt. Ich habe absolut nichts gegen solche Leute, aber ich bin der Meinung, dass es definitiv passen muss. Ich habe schon einige Male den (natürlich gut gemeinten) Rat bekommen, doch mal aus meiner Außenseiterrolle rauszugehen und schauen, ob ich nicht doch mal beim Ausgehen ein nettes Mädel kennenlernen könnte. Ich muss aber zugeben, dass ich über sowas nur den Kopf schütteln kann...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was schätzt du denn, wie viel Prozent aller Leute denn da genau so sind wie ich (also null Party und null Alkohol)?
.[/FONT]

Hm, ich bin da wahrscheinlich nicht so der
Experte für diese Altersgruppe, aber mit
den beiden Ausschlusskriterien vielleicht
so 5%?

Zum zweiten Absatz: Das Problem ist, dass es mir mittlerweile schwer fällt, ein gutes Bauchgefühl zu bekommen. Ich habe auf jeden Fall vor, nur diejenigen näher kennenzulernen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe. Ich möchte demnach schnellstmöglichst herausfinden (am Besten schon beim ersten Ansprechen), ob sie Party macht oder nicht.

Wie hast du denn bisher Erfolg gehabt, d.h.
diejenigen gefunden, die deinem Suchraster
entsprechen?

Falls du in einem Partnersuchportal aktiv
bist, kannst du sowas ja problemlos in dein
Profil schreiben oder gleich vorab danach
fragen.

Ich wünschte, ich könnte es mit positiver Aufregung und Neugier, mit Lockerheit und mit Spaß angehen. Aber ich habe irgendwie im Gefühl, innerlich zu sensibel dafür zu sein...

Solche Haltungen basieren auf inneren Ent-
scheidungen - ebenso wie du dich dafür ent-
scheiden kannst, dich jetzt über etwas zu
freuen. Dazu musst du natürlich die Erfah-
rung der letzten Monate beiseite schieben und
auf die prinzipielle Offenheit der Zukunft trauen.

Ich habe absolut nichts gegen solche Leute, aber ich bin der Meinung, dass es definitiv passen muss.

Kann ich nur unterschreiben - lieber ein bisschen
länger suchen oder warten und dann viel Ärger
ersparen 😉
 
Also 5% sind schon verdammt wenig... Wobei ich bei den Ausschlusskriterien vielleicht etwas hart war. Null Alkohol muss es nicht sein. Aber es sollte auf jeden Fall null Party sein. Und wenn das der Fall ist, hält es sich auch mit dem Alkohol in Grenzen. Aber du siehst schon, wie schwer es ist für einen wie mich... Die beiden Mädels, die ich im Internet kennengelernt habe und so ticken wie ich, habe ich in Foren kennengelernt. Die Eine über gemeinsame Interessen, die Andere hier im Hilferuf. Der Nachteil daran: man wohnt ewig weit weg und eine Beziehung ist sozusagen ausgeschlossen. Bei der Einen habe ich es trotzdem 14 Monate lang probiert, was rückblickend betrachtet einfach nur verlorene Zeit war... Ich will jetzt in meinem Umkreis suchen. Aber da über Internetforen was zu finden? Da braucht man sehr viel Glück. In Partnerbörsen versuche ich es nicht, ich war zwar mal auf einer Flirtseite angemeldet, musste mir aber sehr schnell eingestehen, dass die Mädels dort genau diesem Typus entsprechen, welcher mich abtörnt... Entweder, sie waren nur auf der Suche nach schnellen Abenteuern und/oder kamen ziemlich arrogant daher. Ich weiß auf jeden Fall für die Zukunft, dass ich solche Portale nicht mehr nutzen werde.

Es gibt aber auf jeden Fall auch Mädels, die so ticken wie ich. Wie gesagt, ich habe im Internet schon zwei kennengelernt über diese Foren. Ich glaube trotzdem, dass es mehr Jungs als Mädels gibt, die so sind wie ich. Bei den Mädels hab ich oft im Gefühl, dass sie irgendwie "extravaganter" sind als Jungs... Mein ganzer Freundeskreis besteht aus Leuten, die so ticken wie ich. Und dass sich darin kein einziges (!) Mädchen befindet, ist kein Zufall. Und dass die Jungs in meinem Freundeskreis selbst schon ihr Leben lang "dauersingle" sind, auch nicht. Einzig mein bester Freund hat im Alter von 23 schließlich seine allererste Freundin gefunden.

Ich frage mich, wie ich für die Zukunft offener werden kann, trotz meiner Sensibilität... Ich glaube, alleine das zu schaffen, wäre schön der größte Schritt auf meinem Weg.
 
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