So, ich melde mich mal wieder mit neuen Erkenntnissen. In letzter Zeit konnte ich nochmal über meine Situation nachdenken und vor allem mit anderen Leuten nochmal darüber reden, was mir weiter die Augen öffnete, was meine Probleme angeht, die wir seit 19 Seiten diskutieren.
Ich bin zum Schluss gekommen: Das einzige, was mir im Leben fehlt, und weswegen ich die depressiven Störungen und Abneigungen habe, ist Spaß und Freude. Das kann ich seit etwas mehr als 2 Jahren einfach nicht mehr verspüren... Ich bin traurig, keinen Spaß im Leben zu haben, und die Abneigungen kamen daher, dass ich einfach nur eifersüchtig bin auf diejenigen, die Spaß am Leben haben. Ich hätte wahrscheinlich selber gerne so ein Leben wie diejenigen, gegen dessen Lebensweisen ich immer diese Abneigungen empfunden habe. Ich bin mir sicher, dass es das ist.
Generell gehe ich davon aus, dass ich in Wirklichkeit wirklich nur dann glücklich sein kann, wenn ich meine Lebensweise etwas an die der meisten anderen angleiche. Nicht, um beliebter zu sein oder so, das fehlt mir nicht. Sondern weil ich davon ausgehe, dass ich selbst ein Mensch bin, der es teilweise braucht, so zu leben wie die meisten anderen. Dass ich einer bin, der aus sich rausgehen muss, anstatt dass er zum Sklaven seiner eigenen Emotionen verkommt.
Das zentrale Thema bei mir ist, wie ich nun herausfinden konnte, wohl eine Angststörung. Eine sehr tief in mir drin befindliche Angst. Die ist der wahre Grund, weshalb ich nicht aus mir raus kann. Weshalb ich mich nicht ohne Weiteres in Unwägbarkeiten und ungewohnte Situationen stürzen kann. Beim Gedanken daran, eine Disco zu betreten, bekomme ich die blanke Panik. Nix Abneigungen, nix provoziert fühlen, das waren nur saublöde Alibis meinerseits. Ich habe anderen Leute Dinge unterstellt, obwohl ich selber ja das Hauptproblem bin. Ich habe mich unbewusst monatelang hinter meiner Angst versteckt, indem ich mir eingeredet habe, Abneigungen gegen anderstickende Leute zu haben, und mir selbst versucht, Mut zuzusprechen, indem ich zu mir sagte: "Ich lebe weiter so, wie ich es getan habe, das ist das einzig Vernünftige".
Das Schlimmste an der ganzen Sache: Ich habe angefangen, die anderen Leute allesamt zu werten. Und das, obwohl das Problem wie gesagt zu 100% bei mir liegt, und nicht in der Gesellschaft. Durch meine tief sitzende Angst meide ich ungewohnte Situationen, schon seit immer. Ich muss stets mein Leben kontrollieren und immer die selben Rituale einhalten und Dinge tun, weil ich ansonsten Angst und Panik bekomme. Das führt mit der Zeit aber dazu, dass das Leben furchtbar eintönig und langweilig wird. Und genau das ist das, was mich seit gut zwei Jahren so unglücklich macht. Ewig habe ich gegrübelt, weshalb es der Fall ist. Ich dachte erst, mir würde eine feste Beziehung fehlen, das Gefühl, geliebt zu werden, dann dachte ich, es wären die Lebensweisen anderer Leute, die mich niedermachen. Alles Blödsinn hoch 10. Spaß und Freude ist das einzige, was mir im Leben fehlt. Aber ich weiß genau, dass ich beides nicht haben werde, wenn ich so weiterlebe, wie ich es gerade tue, das ist der springende Punkt! Grundlegende Dinge müssen sich ändern, damit ich Spaß empfinden und glücklich sein kann. Diese Dinge lassen sich aufgrund meiner Ängste aber nicht von heute auf morgen ändern. Ich muss mich da Stück für Stück herantasten an meine Ängste und sie Stück für Stück besiegen. So werde ich allgemein offener werden und in der Lage sein, ohne weiteres neue, aufregende Dinge auszuprobieren. Ich gebe mir selber Zeit, auch wenn es nicht angenehm ist. Aber ich wüsste nicht, wie es anders gehen sollte.
Nach all dem, was in den 19 Seiten dieses Threads steht, wird der kommende Satz wohl wie ein schlechter Witz klingen, aber ich halte es absolut nicht für ausgeschlossen, dass es so ist: Vielleicht werde ich an Parties und Discobesuchen (solange sich die Dinge natürlich in Grenzen halten) sehr viel Spaß machen, sobald meine Ängste verschwunden sind. Es gab schon öfters Situationen, von denen ich vorher dachte, dass sie mir absolut nicht taugen und ich sie niemals ausprobieren würde, z.B. das Anlegen eines Facebook-Accounts (wobei das auch schon 2 Jahre her ist) oder, als neustes Beispiel, das regelmäßige besuchen des Fitnessstudios, was mir irrsinnig viel Spaß macht (und das als ehemaliger Sportmuffel). Man sollte niemals nie sagen, erst recht nicht, bevor man die Situationen nicht selbst mal ausgetestet hat.
Konfrontation mit der Situation wäre aber das denkbar Schlechteste, was ich nun machen könnte, bei meinen Paniken. Nach und nach Ängste abbauen und lockerer werden, das ist nun der Weg da raus, nicht der direkte Gang in die Disco an diesem Freitag, das würde mich stand jetzt noch tiefer ins Loch ziehen. Bei mir bedarf es andere Dinge, um diese missliche Situation in den Griff zu bekommen. Ich weiß nicht, woher meine Ängste kommen, aber das tut auch nichts zur Sache. Irgendeinen Grund wird es geben, denn ich glaube nicht, dass meine tiefe Angst angeboren ist.
Eine Sache, die ich mit als erstes anpacken möchte, wurde auch schon in diesem Thread diskutiert. Ich möchte nun anfangen, offen auf Personen des anderen Geschlechts zuzugehen. Eine Beziehung ist zwar wie gesagt nichts, was ich brauche, aber Ansprechen von Mädels, das wäre wohl zunächst das Hilfreichste, wenn es darum geht, langsam lockerer und verspielter zu werden. Und meine Ängste sind in dieser Thematik nicht so groß, als dass ich das aus panischen Gründen nicht hinbekommen würde. Und es ist (noch) eine sehr ungewohnte Situation für mich, und in solche möchte ich mich nun vermehrt begeben, um meine Ängste abzubauen. Es wäre gutes Training, welches sogar einen doppelt positiven Effekt haben könnte.
Der Prozess des Ängste Abbauens ist aber auch eine Einstellungssache. Andere Leute haben mir folgenden Rat gegeben: Ich sollte doch die Welt und die Gesellschaft von nun an mit großer Neugier begegnen. Jeden Moment, den ich nun erlebe, neugierig in mich aufsaugen. Jeden morgen neugierig in die Uni gehen und den anderen Leuten und der Gesellschaft neugierig begegnen. Ohne Vorurteile. Ich soll mich in Neugierde auf ungewohnte Situationen einlassen, schauen, wie diese so sind. Das mag alles leichter gesagt als getan klingen, aber ich habe es mal versucht, und es scheint tatsächlich etwas zu bringen, der Welt und der Gesellschaft mit Neugierde zu begegnen.
Ich bin zum Schluss gekommen: Das einzige, was mir im Leben fehlt, und weswegen ich die depressiven Störungen und Abneigungen habe, ist Spaß und Freude. Das kann ich seit etwas mehr als 2 Jahren einfach nicht mehr verspüren... Ich bin traurig, keinen Spaß im Leben zu haben, und die Abneigungen kamen daher, dass ich einfach nur eifersüchtig bin auf diejenigen, die Spaß am Leben haben. Ich hätte wahrscheinlich selber gerne so ein Leben wie diejenigen, gegen dessen Lebensweisen ich immer diese Abneigungen empfunden habe. Ich bin mir sicher, dass es das ist.
Generell gehe ich davon aus, dass ich in Wirklichkeit wirklich nur dann glücklich sein kann, wenn ich meine Lebensweise etwas an die der meisten anderen angleiche. Nicht, um beliebter zu sein oder so, das fehlt mir nicht. Sondern weil ich davon ausgehe, dass ich selbst ein Mensch bin, der es teilweise braucht, so zu leben wie die meisten anderen. Dass ich einer bin, der aus sich rausgehen muss, anstatt dass er zum Sklaven seiner eigenen Emotionen verkommt.
Das zentrale Thema bei mir ist, wie ich nun herausfinden konnte, wohl eine Angststörung. Eine sehr tief in mir drin befindliche Angst. Die ist der wahre Grund, weshalb ich nicht aus mir raus kann. Weshalb ich mich nicht ohne Weiteres in Unwägbarkeiten und ungewohnte Situationen stürzen kann. Beim Gedanken daran, eine Disco zu betreten, bekomme ich die blanke Panik. Nix Abneigungen, nix provoziert fühlen, das waren nur saublöde Alibis meinerseits. Ich habe anderen Leute Dinge unterstellt, obwohl ich selber ja das Hauptproblem bin. Ich habe mich unbewusst monatelang hinter meiner Angst versteckt, indem ich mir eingeredet habe, Abneigungen gegen anderstickende Leute zu haben, und mir selbst versucht, Mut zuzusprechen, indem ich zu mir sagte: "Ich lebe weiter so, wie ich es getan habe, das ist das einzig Vernünftige".
Das Schlimmste an der ganzen Sache: Ich habe angefangen, die anderen Leute allesamt zu werten. Und das, obwohl das Problem wie gesagt zu 100% bei mir liegt, und nicht in der Gesellschaft. Durch meine tief sitzende Angst meide ich ungewohnte Situationen, schon seit immer. Ich muss stets mein Leben kontrollieren und immer die selben Rituale einhalten und Dinge tun, weil ich ansonsten Angst und Panik bekomme. Das führt mit der Zeit aber dazu, dass das Leben furchtbar eintönig und langweilig wird. Und genau das ist das, was mich seit gut zwei Jahren so unglücklich macht. Ewig habe ich gegrübelt, weshalb es der Fall ist. Ich dachte erst, mir würde eine feste Beziehung fehlen, das Gefühl, geliebt zu werden, dann dachte ich, es wären die Lebensweisen anderer Leute, die mich niedermachen. Alles Blödsinn hoch 10. Spaß und Freude ist das einzige, was mir im Leben fehlt. Aber ich weiß genau, dass ich beides nicht haben werde, wenn ich so weiterlebe, wie ich es gerade tue, das ist der springende Punkt! Grundlegende Dinge müssen sich ändern, damit ich Spaß empfinden und glücklich sein kann. Diese Dinge lassen sich aufgrund meiner Ängste aber nicht von heute auf morgen ändern. Ich muss mich da Stück für Stück herantasten an meine Ängste und sie Stück für Stück besiegen. So werde ich allgemein offener werden und in der Lage sein, ohne weiteres neue, aufregende Dinge auszuprobieren. Ich gebe mir selber Zeit, auch wenn es nicht angenehm ist. Aber ich wüsste nicht, wie es anders gehen sollte.
Nach all dem, was in den 19 Seiten dieses Threads steht, wird der kommende Satz wohl wie ein schlechter Witz klingen, aber ich halte es absolut nicht für ausgeschlossen, dass es so ist: Vielleicht werde ich an Parties und Discobesuchen (solange sich die Dinge natürlich in Grenzen halten) sehr viel Spaß machen, sobald meine Ängste verschwunden sind. Es gab schon öfters Situationen, von denen ich vorher dachte, dass sie mir absolut nicht taugen und ich sie niemals ausprobieren würde, z.B. das Anlegen eines Facebook-Accounts (wobei das auch schon 2 Jahre her ist) oder, als neustes Beispiel, das regelmäßige besuchen des Fitnessstudios, was mir irrsinnig viel Spaß macht (und das als ehemaliger Sportmuffel). Man sollte niemals nie sagen, erst recht nicht, bevor man die Situationen nicht selbst mal ausgetestet hat.
Konfrontation mit der Situation wäre aber das denkbar Schlechteste, was ich nun machen könnte, bei meinen Paniken. Nach und nach Ängste abbauen und lockerer werden, das ist nun der Weg da raus, nicht der direkte Gang in die Disco an diesem Freitag, das würde mich stand jetzt noch tiefer ins Loch ziehen. Bei mir bedarf es andere Dinge, um diese missliche Situation in den Griff zu bekommen. Ich weiß nicht, woher meine Ängste kommen, aber das tut auch nichts zur Sache. Irgendeinen Grund wird es geben, denn ich glaube nicht, dass meine tiefe Angst angeboren ist.
Eine Sache, die ich mit als erstes anpacken möchte, wurde auch schon in diesem Thread diskutiert. Ich möchte nun anfangen, offen auf Personen des anderen Geschlechts zuzugehen. Eine Beziehung ist zwar wie gesagt nichts, was ich brauche, aber Ansprechen von Mädels, das wäre wohl zunächst das Hilfreichste, wenn es darum geht, langsam lockerer und verspielter zu werden. Und meine Ängste sind in dieser Thematik nicht so groß, als dass ich das aus panischen Gründen nicht hinbekommen würde. Und es ist (noch) eine sehr ungewohnte Situation für mich, und in solche möchte ich mich nun vermehrt begeben, um meine Ängste abzubauen. Es wäre gutes Training, welches sogar einen doppelt positiven Effekt haben könnte.
Der Prozess des Ängste Abbauens ist aber auch eine Einstellungssache. Andere Leute haben mir folgenden Rat gegeben: Ich sollte doch die Welt und die Gesellschaft von nun an mit großer Neugier begegnen. Jeden Moment, den ich nun erlebe, neugierig in mich aufsaugen. Jeden morgen neugierig in die Uni gehen und den anderen Leuten und der Gesellschaft neugierig begegnen. Ohne Vorurteile. Ich soll mich in Neugierde auf ungewohnte Situationen einlassen, schauen, wie diese so sind. Das mag alles leichter gesagt als getan klingen, aber ich habe es mal versucht, und es scheint tatsächlich etwas zu bringen, der Welt und der Gesellschaft mit Neugierde zu begegnen.