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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Eigentlich habe ich das von anderen Menschen noch nie wirklich gehört. Vielleicht ein- oder zweimal von meinem Sohn, wenn es um seine Noten ging und ich mir zu viele Gedanken gemacht habe.
Vielleicht verunsichert mich das gerade auch deshalb so sehr. Wenn ausgerechnet mein Verlobter mir immer wieder sagt, ich würde dramatisieren oder sei zu sensibel, fange ich irgendwann tatsächlich an, mich selbst zu hinterfragen.
Gerade weil ich seiner Sichtweise sehr vertraue, fällt es mir schwer, einzuordnen, ob ich tatsächlich etwas falsch wahrnehme oder ob ich mich inzwischen einfach zu sehr von seiner Einschätzung verunsichern lasse.
Ich finde, dass das ein sehr eindeutiger Hinweis ist, dass nicht du es bist, die da gerade eine seltsame Wahrnehmung und Einschätzung der Situation hat. Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit deine Sichtweise mit Menschen im "echten" Leben abzugleichen und dich davon zu überzeugen ob sie nicht berechtigt sein könnte...?
 
Ich sag mal so, dass dein Verlobter tatsächlich selbst glaubt, dass seine Vorstellungen von Erziehung richtig ist, dass er deinem.Sphn gegenüber im.Grunde auch nichts Böses will.

Mit harter Hand meint er sicherlich auch nicht körperliche Gewalt, sondern einen sehr konservativen und autoritären Erziehungsstil.

Dass er glaubt, dass er nach so kurzer Zeit dazu berechtigt ist, diesen anzuwenden, wenn du zum Beispiel im Krankenhaus bist, zeigt, dass er ziemliche Machtdendenzen hat.

Er will in dieser Familie das Zepter in der Hand haben, er will bestimmen, wie irgendwas läuft.

Klar ist es auch für ihn nicht leicht, als hinzukommende Person in die Beziehung zwischen Mutter und Sohn zu kommen, aber wenn man das wirklich will, kann man Mittel und Wege finden, dass irgendwie halbwegs empathisch hinzubekommen. Dazu gehört auch, dass man über seine eigenen verletzten Gefühle sprechen kann.

Also, dass man zum Beispiel sagt: Es tut mir weh, dass dein Sohn mich so ablehnt. Eas können wir gemeinsam tun, dass wir das verändern können?

Aber so ist dein Verkobter, glaube ich, nicht.

Der erscheint so, dass er sein Ding durchziehen will, wie er das halt will.

Er istces überhaupt nicht gewohnt, in einer Rolle zu sein, in der in bestimmten Situationen einfach nicht die Entscheidungsgewalt hat.

Dass du jetzt für deinen Sohn entschieden hast, dass er bei deinem Freund wohnen kann, empfindet er wahrscheinlich als einen Affront gegen sich selbst.

Deshalb finde ich das absolut toll, dass du das durchgesetzt hast.

Besucht dich dein Verlobter auch oft im Krankenhaus?
 
Es ist absolut verständlich, dass du dich lange Zeit nach einem Partner gesehnt hast, der dir einen Teil der Verantwortung abnimmt und wo du dich auch mal zurücklehnen kannst und jemand anders Dinge organisiert, in die Hand nimmt und dich finanziell entlastet.

Da du selbst zielstrebig bist und eher pragmatisch und rational, war es für ihn ein leichtes Spiel, dich davon zu überzeugen, dass er derjenige sein kann.

Allerdings hast du dabei übersehen, dass es nur deshalb smooth lief, weil von dir ausschließlich Zustimmung, Dankbarkeit und Staffelübergabe an ihn zurück kam.

In deiner Erschöpfung war es dir unmöglich, die Gefahren zu sehen und den emotionalen Rückzug deines Sohnes ernst zu nehmen sowie kritisch zu hinterfragen, ob du deinem Partner zuviel Einfluss gewährst.

Nun kommst du ins Grübeln und er baut auf deine bisherige rationale und 'vernünftige' Herangehensweise.

Ich bleibe dabei, dass ein Gespräch, welches du anstrebst mit diesem Mann nicht möglich sein wird. Der ist eine Führungspersönlichkeit durch und durch und mit deinem Ansatz wirst du da nicht durchdringen. Der versteht nur Fakten und diese sind:

1. Dein Sohn - Deine Verantwortung und Entscheidung

2. Wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was" sondern bei "So ist es"

3. Danke für deine Meinung, ich sehe es anders und bin die Erziehungsberechtigte

Du musst dir also im übertragenen Sinne "Eier wachsen lassen" um den zu stoppen.

Stuhlkreis und Erklärungen bringen dich nicht weiter. Kurze knappe Ansagen à la "Dein Tanzbereich - mein Tanzbereich" verschaffen dir bei solchen Persönlichkeiten Respekt.
Ich verstehe, was du meinst. Es geht um mein Kind und darum, dass ich seine Bedürfnisse und seine Sicherheit ernst nehmen muss.
Ich glaube aber trotzdem nicht, dass ich mit ihm nur noch in kurzen Ansagen kommunizieren kann. Wir leben zusammen und bekommen ein gemeinsames Kind. Ich möchte schon, dass wir irgendwann wieder miteinander sprechen können, ohne dass einer von uns den anderen einfach überstimmt. Aber ich verstehe inzwischen auch, dass ich bei meinem Sohn klarer meine Verantwortung wahrnehmen und Grenzen setzen muss, wenn wir bei diesem Thema nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ich weiß nur noch nicht wie.
 
Ich verstehe, was du meinst. Es geht um mein Kind und darum, dass ich seine Bedürfnisse und seine Sicherheit ernst nehmen muss.
Ich glaube aber trotzdem nicht, dass ich mit ihm nur noch in kurzen Ansagen kommunizieren kann. Wir leben zusammen und bekommen ein gemeinsames Kind. Ich möchte schon, dass wir irgendwann wieder miteinander sprechen können, ohne dass einer von uns den anderen einfach überstimmt. Aber ich verstehe inzwischen auch, dass ich bei meinem Sohn klarer meine Verantwortung wahrnehmen und Grenzen setzen muss, wenn wir bei diesem Thema nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ich weiß nur noch nicht wie.

Er macht doch auch lediglich kurze und knappe Ansagen, wenn du dich bemühst, ihm wortreich zu erklären, was dich beschäftigt. Um zu ihm durchzudringen musst du auf seinem Level kommunizieren.

Der lebt nach dem Motto, wer sich rechtfertigt hat Unrecht.

Wenn du Wert auf Erklärungen legst, musst du ihn mit Rückfragen in den Wahnsinn treiben....

"Der Sohn sollte dankbar sein, dass ich ihm die Privatschule bezahle...." deine Antwort: "hat der denn diesen Wunsch geäußert oder war das deine Idee?"...
 
Ich sag mal so, dass dein Verlobter tatsächlich selbst glaubt, dass seine Vorstellungen von Erziehung richtig ist, dass er deinem.Sphn gegenüber im.Grunde auch nichts Böses will.

Mit harter Hand meint er sicherlich auch nicht körperliche Gewalt, sondern einen sehr konservativen und autoritären Erziehungsstil.

Dass er glaubt, dass er nach so kurzer Zeit dazu berechtigt ist, diesen anzuwenden, wenn du zum Beispiel im Krankenhaus bist, zeigt, dass er ziemliche Machtdendenzen hat.

Er will in dieser Familie das Zepter in der Hand haben, er will bestimmen, wie irgendwas läuft.

Klar ist es auch für ihn nicht leicht, als hinzukommende Person in die Beziehung zwischen Mutter und Sohn zu kommen, aber wenn man das wirklich will, kann man Mittel und Wege finden, dass irgendwie halbwegs empathisch hinzubekommen. Dazu gehört auch, dass man über seine eigenen verletzten Gefühle sprechen kann.

Also, dass man zum Beispiel sagt: Es tut mir weh, dass dein Sohn mich so ablehnt. Eas können wir gemeinsam tun, dass wir das verändern können?

Aber so ist dein Verkobter, glaube ich, nicht.

Der erscheint so, dass er sein Ding durchziehen will, wie er das halt will.

Er istces überhaupt nicht gewohnt, in einer Rolle zu sein, in der in bestimmten Situationen einfach nicht die Entscheidungsgewalt hat.

Dass du jetzt für deinen Sohn entschieden hast, dass er bei deinem Freund wohnen kann, empfindet er wahrscheinlich als einen Affront gegen sich selbst.

Deshalb finde ich das absolut toll, dass du das durchgesetzt hast.

Besucht dich dein Verlobter auch oft im Krankenhaus?
Ich glaube schon, dass er davon überzeugt ist, dass seine Vorstellungen von Erziehung richtig sind und dass er mit der „harten Hand“ eher einen konsequenten und autoritären Umgang meint und keine körperliche Gewalt.
Dass mein Sohn jetzt bei seinem besten Freund bleibt, war tatsächlich eine Entscheidung, die ich in der Situation treffen musste. Mein Verlobter war damit nicht einverstanden. Für mich ging es dabei aber nicht darum, ihm etwas wegzunehmen oder ihm zu zeigen, dass er nichts zu sagen hat. ich wollte einfach eine Lösung, bei der ich im Krankenhaus nicht ständig die Sorge haben muss, was passiert, wenn die beiden alleine zu Hause sind.

Mein Verlobter schafft es meistens nicht vor 20 Uhr aus dem Büro und kommt deshalb nur selten ins Krankenhaus.
Aber meinen Sohn sehe ich jeden Tag, und auch einige Freunde kommen vorbei.
 
Er macht doch auch lediglich kurze und knappe Ansagen, wenn du dich bemühst, ihm wortreich zu erklären, was dich beschäftigt. Um zu ihm durchzudringen musst du auf seinem Level kommunizieren.

Der lebt nach dem Motto, wer sich rechtfertigt hat Unrecht.

Wenn du Wert auf Erklärungen legst, musst du ihn mit Rückfragen in den Wahnsinn treiben....

"Der Sohn sollte dankbar sein, dass ich ihm die Privatschule bezahle...." deine Antwort: "hat der denn diesen Wunsch geäußert oder war das deine Idee?"...
Vielleicht muss ich tatsächlich lernen, an manchen Stellen klarer zu sagen, was für mich nicht verhandelbar ist, anstatt mich immer wieder zu rechtfertigen.
 
Mein Verlobter schafft es meistens nicht vor 20 Uhr aus dem Büro und kommt deshalb nur selten ins Krankenhaus.

Puh, eigentlich sollte seine Priorität jetzt auf dir und eurem Kind liegen.
Und es sollte ihm wichtig sein, dass es dir gutgeht, anstatt dir Vorwürfe wegen seines verletzten Egos zu machen.

Sorry, aber emotional scheint er mir ein ziemlicher Holzklotz zu sein.
 
Unter einer Führungsrolle versteht man heute auch was anderes als schiere Dominanz. Führung wird akzeptiert , wenn sie mit hoher Kompetenz und sozialer Intelligenz ausgeführt wird. In seiner Firma hat er die Kompetenz bei deinem Sohn nicht. Er ist nicht sein Angestellter oder Untergebener , der sich nach seinen Anweisungen richten muss. Die Angestellten müssen ihm folgen, wenn sie ihren Job behalten wollen, dein Sohn braucht ihn für nichts, er ist ohne ihn besser dran.
Ich finde es interessant , dass du gar nicht über seine früheren Beziehungen weist und warum sie auseinandergegangen sind. Das erzählt er sicher wohlweislich nicht.
Schon sehr schade, dass er als Chef sich die Zeit nicht nimmt dich früher abends im Krankenhaus zu besuchen. Ist klar wo seine Prioritäten liegen.
 
Puh, eigentlich sollte seine Priorität jetzt auf dir und eurem Kind liegen.
Und es sollte ihm wichtig sein, dass es dir gutgeht, anstatt dir Vorwürfe wegen seines verletzten Egos zu machen.

Sorry, aber emotional scheint er mir ein ziemlicher Holzklotz zu sein.

Tja, Pririotät liegt ja anscheinend immer noch auf der Arbeit. Fragt sich, ob er es schafft, wenn das Baby da ist, weniger zu arbeiten.

Abgesehen davon, dass sein Ego verletzt ist, weil du es organisiert hast, dass dein Sohn in der Zeit woanders unterkommt.

Es mag finanziell für euch ganz gut sein, dass er so viel arbeitet, eben auch für eine Privatschule bezahlt, die dein Sohn eigentlich gar nicht wollte.

Aber so mitmenschlich schwierig. Familiär schwierig.
 
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