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Freundschaftssuche raubt mir Energie

So viele Menschen es gibt, so viele unterschiedliche Bedürfnisse.
Zunächst einmal: je krampfhafter man sucht, desto weniger wird es was. Freundschaften entstehen, wenn sich zwei Menschen mit ähnlichen Bedürfnissen und Werten begegnen.
Freundschaften
Zweitens: interessant ist nur jemand, wo nicht das Gefühl von „Klammern/Bedürftigkeit“ mitschwingt.
Und es ist nie ein Problem, wenn man nicht kann, weil wir alle ein Leben führen, das gefüllt ist mit allerhand Dingen. Jeder im Freundeskreis hat auch so die eigenen Steckenpferde, die Einen motivieren zu aktiven Unternehmungen, die Anderen eher zu kulturellen Auszeiten und wieder Andere kommen mit kulinarischen Dingen um die Ecke. Aber alle haben, entsprechend ihrer Zeit, Lust an allem und irgendjemand plant.
Und die beste Freundin bin ich mir selbst, weil ich mit mir jeden Raum einnehmen kann, den aktiven und lauten und vollen, aber auch den stillen, ernsthaften und entspannten, denn je nach Stimmung muss ich mich selbst und meine Grenzen beachten und ich muss in jedem Moment unabhängig sein. Unabhängig von Erwartungen anderer!

Was mich an Deiner ganzen Beschreibung stört, ist das Krampfhafte, das Klammern und gewissermaßen auch eine Form von „Eifersucht/Neid“. Was die „Bekannte“ an ihrem Geburtstag machen will, da käme ich nicht auf die Idee nachzufragen, denn das ist allein ihr Ding. Entweder lädt derjenige ein oder es gibt ggf. lange schon andere Pläne. Zudem verbringt man seinen Geburtstag eher mit engen Freunden und ggf. Familie, Bekannte bleiben da meist außen vor und nichts anderes seid ihr! Und weshalb irritieren Dich Geschenke anderer an sie? Es spielt doch keine Rolle, wer was schenkt, Hauptsache es gefällt. Das zu bewerten ist ein falscher Grundgedanke und kommt entsprechend negativ rüber. Es ist völlig egal, ob der Eine eine Rolex schenkt und der Andere eine Strauß Blumen, jeder wie er kann und will. Als Schenkender mache ich mir doch keine Gedanken darüber, was andere eventuell schenken und ob mein Geschenk da dann angemessen ist. Geschenke kommen von Herzen.
Dass sie sich lieber mit dem Mann trifft, das kann romantische Gründe haben, das kann einfach sein, dass die beiden sich mehr zu sagen haben und ein Treffen einfach mehr Spaß macht. Dann ist das so.

Was wiederum ihre Schwester sagt, das ist absolut toxisch, manipulativ und auch widerwärtig. Diese Person würde ich sofort meiden, sowas zeugt von großen Problemen innerhalb einer Familie und das schlägt sich auch in den jeweiligen Beteiligten charakterlich/psychisch nieder. Vorsicht: Krisengebiete!

Wie ihr beide individuell Freundschaften definiert und Eure Grenzen setzt, das führt zu keiner Schnittmenge, auf der eine Freundschaft basieren kann.
Freundschaften sind auch nichts anderes als Beziehungen, wenn die Passung nicht gegeben ist, dann kann man es nicht passend machen.
Meinem Mann wie auch mir wäre es zu stressig, wenn auf der anderen Seite Bedürftigkeit und Erwartungshaltung stehen, die durch uns oder einen von uns befriedigt werden sollen auf Kosten unserer Zeit. Wir lassen uns nicht planen, weil das Gegenüber unbedingt einen festen Plan braucht. Dann ist es so, dass wir grundsätzlich an dem anvisierten Tag keine Zeit haben! Wir haben durchaus langfristiger geplante Treffen und in unserem Freundeskreis sind alle auch miteinander befreundet und treffen sich auch ohne die anderen, also langfristig planen wir dann Sommerfeste, Wochenenden, Kurztrips,… einen Sundowner oder eine Partie Minigolf, da ruft man durch und trifft sich 1-2 Stunden später dann, das braucht keine Organisation!

Sie und Du, ihr seid diametral entgegengesetzt in den individuellen Erwartungen, das wird nichts zwischen Euch, für beide nicht.
 
Ich habe gestern erst wieder festgestellt, dass ich sehr nahe Freundschaften nicht mehr gut ab kann. Mir reicht es, wenn ich ein paar Leute beim Sport treffe und dann auch wieder gehe. Unverbindlich, oberflächlich, austauschbar, jedenfalls keinesfalls emotional involviert. Vielleicht ist deine Freundin da auch so, das musst du dann so hinnehmen oder dir andere Menschen suchen.
 
investierst du in diese Suche sehr viel. Und ich glaube, da beginnt das Problem. Das merken die anderen. Es wirkt krampfig und klammernd. Ich kenn das von mir selbst aus der anderen Rolle: Wenn ich jemanden kennenlerne, der zu schnell zu viel von mir will, dann mache ich dicht.

So hart es klingt: Du bist ihr nicht so wichtig, wie du es gerne wärst.
@keksi_2026, das obige Zitat drückt genau das aus, was ich auch gedacht habe. Du hängst dich zu sehr rein, ohne die Reaktion des anderen richtig zu interpretieren.

Wenn der andere zurückhaltend und mässig begeistert reagiert, dann heisst das: "Ich will das eigentlich nicht." Dadurch, dass du die Organisation halt "notgedrungen" alleine übernimmst (für etwas, was der andere gar nicht will), bringst du ihn in einen Konflikt weil er da irgendwie wieder raus kommen will. Also "vergisst" er gefliessentlich dir den versprochenen Link zu schicken, oder dir ein Lokal zu nennen, "vergisst" die vereinbarte Zeit oder gar den Termin. Das sind alles subtile Hinweise an dich, die da bedeuten: "Wann begreifst du endlich, dass ich nicht will? Muss ich dir wirklich brutal ein Nein ins Gesicht schleudern?"

Das bedeutet nicht, dass sie dich nicht mag. Es bedeutet nur, dass ihr das, was du willst, zu eng ist. Ihr seid (noch) keine Freunde und sie zieht ein lockeres Miteinander freundschaftlichen Verpflichtungen vor. Je mehr Unternehmungen du aber vorschlägst, umso mehr zieht sie sich zurück und umso deutlicher werden ihre Hinweise. Solange du das nicht erkennst und weiter machst, wirkt das schon fast aufdringlich.

Das könnte auch der Grund sein, warum du oft "übersehen" oder nicht eingeplant wirst. Merke: Reagiert der andere nur mässig begeistert, hänge dich nicht zu sehr rein, sondern beschränke dich erstmal auf spontane Treffen.
 
@keksi_2026, das obige Zitat drückt genau das aus, was ich auch gedacht habe. Du hängst dich zu sehr rein, ohne die Reaktion des anderen richtig zu interpretieren.

Wenn der andere zurückhaltend und mässig begeistert reagiert, dann heisst das: "Ich will das eigentlich nicht." Dadurch, dass du die Organisation halt "notgedrungen" alleine übernimmst (für etwas, was der andere gar nicht will), bringst du ihn in einen Konflikt weil er da irgendwie wieder raus kommen will. Also "vergisst" er gefliessentlich dir den versprochenen Link zu schicken, oder dir ein Lokal zu nennen, "vergisst" die vereinbarte Zeit oder gar den Termin. Das sind alles subtile Hinweise an dich, die da bedeuten: "Wann begreifst du endlich, dass ich nicht will? Muss ich dir wirklich brutal ein Nein ins Gesicht schleudern?"

Das bedeutet nicht, dass sie dich nicht mag. Es bedeutet nur, dass ihr das, was du willst, zu eng ist. Ihr seid (noch) keine Freunde und sie zieht ein lockeres Miteinander freundschaftlichen Verpflichtungen vor. Je mehr Unternehmungen du aber vorschlägst, umso mehr zieht sie sich zurück und umso deutlicher werden ihre Hinweise. Solange du das nicht erkennst und weiter machst, wirkt das schon fast aufdringlich.

Das könnte auch der Grund sein, warum du oft "übersehen" oder nicht eingeplant wirst. Merke: Reagiert der andere nur mässig begeistert, hänge dich nicht zu sehr rein, sondern beschränke dich erstmal auf spontane Treffen.
Wenn man erwachsen ist, sollte man es auch hinbekommen nein zu sagen, vor allem wenn sie aus ihrer Sicht immer gesagt hat wir wären Freunde. Ich hab genauso zu Aktivitäten nein (das möchte ich nicht, weil es mir zu teuer ist oder mich nicht interessiert) gesagt. Alles andere ist Kindergarten. Wer erwachsen agiert, der kann sich auch so ausdrücken ohne, dass man ihn alles aus der Nase ziehen muss. Ich kann sehr wohl damit klarkommen, wenn mir jemand schreibt: Ich hab aktuell so viel um die Ohren, machen wir uns später was aus oder Ich hab kein Interesse an Aktivität XY. Was aber Kindergarten ist, ist dieses: Vielleicht....Muss ich schauen...Sag du was wir machen. Das sind einfach passive Menschen, die offensichtlich Probleme in ihrer Kommunikation haben oder keinen eigenen Willen haben. Das ist sicherlich nicht der Grund wieso ich nicht eingeplant werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die anderen suchen ja genauso Freundschaften? Das sind dann diejenigen, die alles in den Popo geschoben bekommen, aber eben nie was zurückgeben 🙂

Ich weiß nicht, was du damit meinst- ein wirklicher Freund ist niemand, der sticht, der sich unfair anfühlt.
Von den tausenden Gegenübers, die man so trifft, spricht, sich mit denen abgibt, stellen sich manche als Freunde heraus, man erkennt diese an ihrem "Handeln" und wie sie sind.

Mein Freund zum Beispiel ist hier im Ort geboren, hier aufgewachsen, hier gabs seine Schule, die Berufsausbildung, seinen Sportverein von Kindergarten an kennt er seine Freunde, die haben ihn durchs ganze Leben hindurch begleitet. Dazu gehört auch sein Bruder, der ist sein bester Freund, Freunde sind das Selbstverständlichste auf der Welt.

Du hattest sicherlich auch welche, die du von Kind an als Freund betrachtet hast- wo sind diese jetzt?
 
Selbe Wellenlänge kann man nicht erzwingen
Das war wieder so ein Stichwort. "Wellenlänge"- das ist ein Zustand, eine einzige Person im Raum kann dafür sorgen, dass alle wütend sind, oder heiter, oder in einer Wellenlänge schwingen, so dass man alle umarmen möchte, also glücklich drauf ist. In so einem Zustand brauchts nicht viel und es werden Freundschaften geschlossen, die Laune trägt dazu bei, also die Wellenlänge, auf der man sich befindet, die ermöglicht Zusammenfinden.

Wer einen Freund sucht, eine gute Verbindung, der will sicher keinen, der schlecht schwingt.
Ich glaub schon, dass das viel ausmacht, wie man selber schwingt, auf welche Wellenlänge man sich befindet- auf solche Wellen hat man sehr wohl Einfluss, auf die anderer, wie auf die eigene.
 
Freundschaften sind auch nichts anderes als Beziehungen, wenn die Passung nicht gegeben ist, dann kann man es nicht passend machen.

Meine beste Freundin kam mir zuerst sehr arrogant vor. Ich habe sie missdeutet, sie war damals wegen etwas todunglücklich und hatte ein Trauergesicht auf und war in sich gezogen. Sie wohnte kurz im Haus meines Bruders mit ihrer kleinen Tochter. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie sich dann diese dicke Freundschaft entwickelte, war es das häufigere Sehen und das damit verbundene anders Hinsehen? Jedenfalls begann es zuerst anders, als es dann kam.
Meine Familie wohnte einmal etwa zweihundert Kilometer weiter weg, mein Vater war damals mit ihrem Vater dick befreundet, sie stammte auch von dort und ihre Familie zog zufällig auch in unseren Ort. Ich sag immer, wir haben uns wieder getroffen, in einem früheren Leben waren wir sicher schon einmal befreundet. Sie ist Akademikerin, sehr gewissenhaft und still- ich eher recht extrovertiert und Leutselig. Sie meint immer, ich bin so gut für sie, so belebend und so Mitreißend, inzwischen gibts noch eine weitere dicke Freundin mit ihr im Dreierpack, wir fragen uns immer, was ist das nur, so unterschiedlich, wie wir sind, es ist einfach genial schön miteinander, das empfindet jede. Mit meinem Freund verstehen sie sich auch bestens und er mag sie auch sehr gern. Wir unternehmen viel zu viert.
 
Bei mir war es schon oft so, dass ich heute meiner eigenen Wahrnehmung nicht immer traue- unsympathisch zuerst, dann komplett andersrum- oder viel Freude zuerst, dann bittere Pille. Ich bin grundsätzlich immer am Zuwarten, bis ich mehr erfahre, bis ich im Bilde bin, wie bei einem Puzzle, von einzelnen Elementen kann man noch nicht viel sagen.
Hier zum Beispiel, im Wohnort meines Kameraden, sind schon einige Freundschaften entstanden, gute Bekanntschaften, die durchaus auch tragfähig und vertraut sind mittlerweile.
Da gab es eine Frau, sie wohnt in der Nähe- schrecklich, nein furchtbar..ihr Tonfall, ihre Mimik,,und heute? Ich liebe sie, je näher ich hinschaue, umso mehr schließe ich diese Frau ins Herz. Wir tragen Masken und hinter diesen Masken verbergen sich oft die besten Leute. Woher sollen wir wissen, wie jemand wirklich ist?
 

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