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Freundschaftssuche raubt mir Energie

Selbe Wellenlänge kann man nicht erzwingen
Sehe ich genauso.
Es gibt natürlich Menschen, die einen einfach mitreißen können, für Momente, aber das macht für mich noch lange keine Wellenlänge für eine echte Freundschaft, das hat dann eher Strassenfestcharakter, wo man hingeht, obwohl man nicht in der passenden Stimmung ist und am Ende sagen kann „Ja, war kein schlechter Abend“, Freunde werden das trotzdem nicht, das bleibt ein Bekanntenkreis, wo eben die essenziellen Punkte für eine Freundschaft nicht gegeben sind.
Freundschaft hat einen anderen Wert als „alle sind dann glücklich“, das ist mir deutlich zu niederschwellig.
Mein bester Freund ist im öffentlichen Leben eine brachiale Rampensau, polarisierend, laut, mit- und hinreißend auf der Bühne, im privaten Leben ganz anders, still, sagt kaum einen Satz in drei Stunden, aber dieser eine Satz hat mehr Gewicht und Wertigkeit als 3 Stunden Bühne. Und gerade in dieser Stille haben wir uns unendlich viel zu erzählen und zu geben, nämlich die Tiefe, die uns beide ausmacht und die für uns der Lebensmotor ist, Klarheit, Haltung, Konstanz.
Mit ihm lässt man schlagartig alles hinter sich und geht in eine andere Lebensebene, die unter Normalbedingungen immer zu kurz kommt. Und das macht den Wert einer Freundschaft aus, nicht, ob man zur geplanten Freude einen geplanten Minigolftermin hat.
 
Und gerade in dieser Stille haben wir uns unendlich viel zu erzählen und zu geben, nämlich die Tiefe, die uns beide ausmacht und die für uns der Lebensmotor ist, Klarheit, Haltung, Konstanz.

Das wird ja gesucht, oder? Klarheit, Haltung, Konstanz, auch Tief, aber auch Minigolf tut gut- alles zusammen hält unsere Freundschaft am Leben.
 
Das wird ja gesucht, oder? Klarheit, Haltung, Konstanz, auch Tief, aber auch Minigolf tut gut- alles zusammen hält unsere Freundschaft am Leben.
Das habe ich bei Dir, @Hollunderzweig, nicht in Frage gestellt. Es ging mir mehr um die viel zu oberflächliche Darstellung der TE, was eine Freundschaft ist, denn an erster Stelle steht da, als Abgrenzung zu Bekanntschaften, die Tiefe. Dass man dennoch zusammen Party feiert und “schnöde” Unternehmungen (die eben ein reiner Bekanntenkreis auch liefern würde), das ist ja keineswegs ausgeschlossen. Ausgeschlossen ist bei reinen Bekannten jedoch die Tiefe und die Verlässlichkeit und die Stabilität einer freundschaftlichen Verbindung, die eben nicht ständigen Kontakt und Unternehmungen fordert sondern sich selbst genügt.
 
Wie wäre es statt deine Bekanntschaft zu fragen, ob sie/du was unternehmen könntet gemeinsam, eine direkte Willensbekundung daraus zu machen. Ich will gern mit dir dort und dort was unternehmen, am besten am Tag soundso! Warum? Damit es eventuell ihr besser im Gedächtnis bleibt.
 
Wie wäre es statt deine Bekanntschaft zu fragen, ob sie/du was unternehmen könntet gemeinsam, eine direkte Willensbekundung daraus zu machen. Ich will gern mit dir dort und dort was unternehmen, am besten am Tag soundso! Warum? Damit es eventuell ihr besser im Gedächtnis bleibt.
Halte ich für kein probates Mittel, weil: kein Freund, nicht einmal der engste, verplant ungefragt meine Zeit und knüpft diese an ausschließlich seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. So funktioniert keine Freundschaft.
Was man tun kann ist, dass man alle Bekannten in einer WApp Gruppe zusammenfasst und postet: am (Datum) um (Uhrzeit) gehe ich zum Minigolfen (Adresse). Wer Lust hat, kommt bitte 20 min. Vor dem Termin und wir gehen gemeinsam alle los. Dann sieht man ja, wer Interesse hat und wer nicht.
 
Traurige Geschic hte. Ich kenne das auch so gut. Ich habe mich ommer bemüht um dann nicht mal im Kontakt Freude zu haben, sondern SOrgen anzuhören oder so ;((
Bin richtig froh nun allein zu sein.

DU schreibst ja, es nimmt Dir Energie. Ist das nicht ein eindeutiges Zeichen. Man muss eigentlich nur lernen, seinen Gefühlen zu vertrauen, denn die sind ja ehrlich.
Es scheint mir, dass es noch nicht an der Zeit für Dich ist für neue Freunde. Aber wenn jemaand da ist, soll es sich ja gut anfühlen.
 
Es ist alles nicht so kompliziert. Wie es scheinen mag.. Leute mögen Leute die Freude verbreiten, und nicht beim kennenlernen super needy sind .. so einfach ist es. Und auch nicht gleich Ansprüche stellen in Dauer Verfügung zu stehen. Und authentisch sind.

Mehr gibt es da nicht zu beachten bestenfalls mag man selbe Unternehmungen.
 
Das habe ich bei Dir, @Hollunderzweig, nicht in Frage gestellt. Es ging mir mehr um die viel zu oberflächliche Darstellung der TE, was eine Freundschaft ist, denn an erster Stelle steht da, als Abgrenzung zu Bekanntschaften, die Tiefe. Dass man dennoch zusammen Party feiert und “schnöde” Unternehmungen (die eben ein reiner Bekanntenkreis auch liefern würde), das ist ja keineswegs ausgeschlossen. Ausgeschlossen ist bei reinen Bekannten jedoch die Tiefe und die Verlässlichkeit und die Stabilität einer freundschaftlichen Verbindung, die eben nicht ständigen Kontakt und Unternehmungen fordert sondern sich selbst genügt.

Worin liegt nun das Problem, die Sorge, nie so jemanden anzutreffen?

Wer sich selbst genügt ist jedenfalls schon einmal im Vorteil, der wird sicher mit aller Zeit der Welt auftreten, so aber keiner, der Halt sucht.
 
Naja, die Frage ist, was sollen Menschen denn machen, wenn sie sich einsam fühlen?

Es wird ja immer gesagt, sei aktiv, suche dir Vereine, besuche bestimmte Onlineseiten, zieh dich nicht zurück.

Wenn sie das dann tun, und es klappt nicht so richtig, wird gesagt, du bist vielleicht zu klammernd, hast zu viele Erwartungen, usw.

Ich denke mir, es ist äußerst schwierig, sich "Freunde" ab einem bestimmten Alter zu suchen. Alle haben meistens ein ziemlich volles Leben, sind durch Arbeit, Partner, Familie, Selbstoptimierung usw. ziemlich beansprucht.

Der Kalender ist voll. Gleichzeitig gibt es heutzutage so viele Freizeitmöglichkeiten, manche sind dann echt im Freizeitstress.

Ich selbst habe auch nur ein, zwei Freunde wirklich. Die habe ich schon seit Jahrzehnten.

Und bei einer Freundin zum Beispiel, habe ich dann noch erweiterten Kontakt zu deren Familie, aber, im.Gegensatz zu mir sind die auch in ihrem Leben total eingebunden. Da ist dann Zeit- und Kraft begrenzt.
 
Damit sich Freundschaft entwickeln kann, braucht es Zeit, Raum, Freiraum, ähnliche Wellenlänge, ähnliche Interessen, Bereitschaft, sich wirklich darauf einzulassen.

Das können und wollen nur wenige leisten.
 

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