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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Nein, es ist das, was du mit deinen Worten vermittelst. Womöglich willst du das ja gar nicht, aber du wirkst sehr korrekt und als würde es nur einen Weg geben können: Deinen. Bist du eigentlich jemals über die Strenge geschlagen oder - ich formuliere es mal politisch korrekt - hattest du immer schon diesen Stock im.. ääh.. Rücken? Habt ihr mal so richtig lauthals gemeinsam lachen können, einfach mal völlig tiefenentspannt? Alles wirkt bei dir geplant, hochspießig, streng, spaßbefreit... Welcher junge Mensch möchte so aufwachsen?
Dann nehme ich das so zur Kenntnis. Es kann sein, dass meine Worte bei dir anders angekommen sind, als ich sie gemeint habe.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Formulierung mit „freiwillig“ und die Art der Darstellung für mich nicht wie eine sachliche Nachfrage wirken, sondern eher abwertend.
Ich bin bereit, über meine Entscheidungen und auch über meine Fehler zu sprechen. Das mache ich hier ja auch. Aber dafür brauche ich eine Diskussion, in der es um Inhalte geht und nicht darum, meine Aussagen möglichst negativ auszulegen.

Ich verstehe das gut, man will die Kinder beschützen, aber man muss gelassener werden und die Freiheit nicht zu sehr einschränken. Unfälle kann man auch tagsüber haben und im Winter ist es schon um 17 Uhr dunkel.
Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Man kann nicht jede Gefahr ausschließen und natürlich können Unfälle auch tagsüber passieren.
Die Regel mit den Nachtfahrten war auch nicht als dauerhafte Einschränkung gedacht, sondern nur für die Anfangszeit, damit er erst einmal Erfahrung sammeln kann. Gerade weil er noch Fahranfänger ist und ein Freund von ihm nachts mit dem Roller tödlich verunglückt ist, ist das Thema für mich besonders sensibel.
 
Ohne die Option auf "Nachtfahrten" wäre das Moped für mich völlig nutzlos gewesen. Ich hab es meistens für Besuche bei dieser Freundin benutzt, die sonst zu weit weg für mich gewohnt hätte, und wie schon erwähnt wurde, wird es ja monatelang schon ab 17 Uhr dunkel.
Ich hätte dann ja nicht mal damit zur Schule oder später zur Ausbildung fahren können, weil man dafür so früh los musste, dass es dabei ein Halbjahr lang noch dunkel war. Der Verbot von Nachtfahrten ist einfach eine unrealistische Einschränkung, da kann man das mit dem Rollerschein ja gleich lassen.
 
Ich verstehe, was du meinst. Natürlich muss mein Sohn die Möglichkeit bekommen, Vertrauen aufzubauen und zu zeigen, dass er mit Freiheiten umgehen kann.
Ich sehe es aber nicht so, dass Vertrauen bedeutet, von heute auf morgen jede Kontrolle oder jeden Rahmen wegzulassen. Gerade bei neuen Freiheiten, wie einem eigenen Roller, finde ich es normal, dass es am Anfang noch Absprachen gibt.
Die Regel mit den Nachtfahrten war nicht als dauerhafte Einschränkung gedacht, sondern nur für die Anfangszeit, wenn er gerade erst mit dem Roller fährt und noch wenig Erfahrung hat.

Die Anschaffungskosten für den Roller übernehmen wir nicht komplett. Er bekommt zwar noch kein eigenes Einkommen, aber er bekommt bereits ein vergleichsweise hohes Taschengeld und soll lernen, dass ein Fahrzeug auch mit Verantwortung und Kosten verbunden ist.
Bei der Versicherung schauen wir, wie wir es handhaben.
Du gehst wirklich seit Beginn dieses Threads keinen Millimeter von deinem Erziehungsstil weg. Das ist absolut beratungsresistent.

Ich finde nicht, dass du deinem Sohn vertraust. In keinster Weise. Privatschule, Kater, Noten mit Leistungsdruck. Dein Sohn hat zu funktionieren, nichts anderes.
 
Dann nehme ich das so zur Kenntnis. Es kann sein, dass meine Worte bei dir anders angekommen sind, als ich sie gemeint habe.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Formulierung mit „freiwillig“ und die Art der Darstellung für mich nicht wie eine sachliche Nachfrage wirken, sondern eher abwertend.
Ich bin bereit, über meine Entscheidungen und auch über meine Fehler zu sprechen. Das mache ich hier ja auch. Aber dafür brauche ich eine Diskussion, in der es um Inhalte geht und nicht darum, meine Aussagen möglichst negativ auszulegen.


Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Man kann nicht jede Gefahr ausschließen und natürlich können Unfälle auch tagsüber passieren.
Die Regel mit den Nachtfahrten war auch nicht als dauerhafte Einschränkung gedacht, sondern nur für die Anfangszeit, damit er erst einmal Erfahrung sammeln kann. Gerade weil er noch Fahranfänger ist und ein Freund von ihm nachts mit dem Roller tödlich verunglückt ist, ist das Thema für mich besonders sensibel.
Da es ein Freund von deinem Sohn war, wird ihn das auch geschockt haben und er ganz von sich aus wissen, dass er vorsichtig fahren muss. Man sollte Jugendlichen auch was zutrauen,nur so werden selbstständig und lernen Verantwortung zu übernehmen.

Es ist auch nicht eine einzelne Sache, die Leute kritisieren, eher so der Gesamteindruck von einem zu engen Rahmen und Kontrolle, Leistungsdenken und Erwartung von Wohlverhalten.. Ich fand es z. B, nicht gut, dass du seinen Rucksack durchsuchst.
Ich denke du wirst die Leine lockerer lassen in Zuklunft , da du mit dem Baby mehr als genug zu tun hast.
 
Ich bin Mitte 30 und nicht in der Situation, die du offenbar vergleichst.
Dann warst du ja mit 20 relativ jung, um ein Kind zu bekommen. Meinst du, dass dein sehr strenger Erziehungsstil viel mit dem Alter und deiner eigenen Kindheit zu tun hat?

Schade, dass auch hier wieder Spott und Zynismus mitschwingen. Eine sachliche Nachfrage hätte ich gerne beantwortet.
Das hast du komplett missverstanden, Empfängerproblem? Das was ich in den Bedingungen aufgezählt habe, waren Vermutungen aus deinen ganzen Erzählungen, die sich aber eher logisch zusammenfügten.

Die Regel mit den Nachtfahrten war nicht als dauerhafte Einschränkung gedacht, sondern nur für die Anfangszeit, wenn er gerade erst mit dem Roller fährt und noch wenig Erfahrung hat.
Jährlich ein Sicherheitstraining? Keine Nachtfahrten? Das hattest du nicht dazu geschrieben, dass es nur für die Anfänge gilt. Dann leg den Führerschein so früh wie möglich ins Jahr, dass er Übung in den Sommermonaten bekommt. Dann hat er mehrere Monate Übung und könnte dann ja auch mal um 20.00 Uhr nach Hause kommen, auch wenn es schon dunkel ist.

Gerade weil er noch Fahranfänger ist und ein Freund von ihm nachts mit dem Roller tödlich verunglückt ist, ist das Thema für mich besonders sensibel.
Dann darf er ja nicht mal selbstständig über die Straße gehen, das wurde auch schon Kinder überfahren. Oder bloß nicht alleine ins Freibad, sind schon Kinder ertrunken. Ab einem gewissen Alter kannst du deinen Sohn nicht in Watte packen, er ist in 3 Jahren erwachsen. Wie soll er das schaffen, wenn du ihn in der Gesamtheit so einschränkst und ihm absolut nichts zutraust?
 
@Blauregen, weisst du was die Aufgabe von Eltern ist? Ihrem Kind zu helfen, zu einem selbstständigen und selbstbewussten Erwachsenen zu werden. Am einfachsten ist es, wenn man ihm dies auch vorleben kann.

Überleg mal was du ihm vorlebst. Denk mal nach was du aus ihm machst. Wenn dein Sohn 18 ist und beschliesst die Leine zu zerschneiden, damit er endlich richtig atmen kann, dann weiss er... Nichts. Er hat keine Ahnung von Erwachsenendingen, weil du ihm alles abgenommen hast, und was er mitbekommen hat macht ihm soviel Angst, dass er entweder völlig ausgenutzt wird, untergeht oder zurück ins Hotel Mama kriecht, wo du ihm alles, aber auch alles abnimmst und das mit doppelter und dreifacher profilaktischer Absicherung.

Du bist eine Helikoptermutter:

Wenn das Baby erstmal auf der Welt ist, hast du keine Zeit mehr um deinen Sohn zu kreisen. Entweder haben deine Ängste und dein Kontrollzwang ihm schon soviel Angst vor dem Leben gemacht, dass er freiwillig bleibt, oder er lässt draussen die Sau raus und macht nur noch was er will. Dann hast du wirklich ein Problem.
Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Dass Eltern ihre Kinder zu selbstständigen Erwachsenen erziehen sollen, sehe ich genauso.
Ich nehme aus vielen Rückmeldungen mit, dass ich mir Gedanken darüber machen muss, an welchen Stellen ich meinem Sohn mehr zutrauen und ihm mehr Freiraum geben kann. Was ich allerdings nicht teile, ist die Schlussfolgerung, ich würde ihm alles abnehmen oder ihn bewusst unselbstständig erziehen. Das entspricht weder meinem Anspruch noch unserem Alltag.
Ich glaube, zwischen berechtigter Fürsorge und übermäßiger Kontrolle gibt es viele Zwischentöne. Genau diese Balance versuche ich zu finden. Dass mir das nicht oft gelungen ist, kann gut sein. Aber daraus abzuleiten, ich würde meinen Sohn absichtlich klein halten oder ihm Angst vor dem Leben machen, halte ich für eine zu weitgehende Schlussfolgerung.
 
Jährlich ein Sicherheitstraining? Keine Nachtfahrten? Das hattest du nicht dazu geschrieben, dass es nur für die Anfänge gilt. Dann leg den Führerschein so früh wie möglich ins Jahr, dass er Übung in den Sommermonaten bekommt. Dann hat er mehrere Monate Übung und könnte dann ja auch mal um 20.00 Uhr nach Hause kommen, auch wenn es schon dunkel ist.


Dann darf er ja nicht mal selbstständig über die Straße gehen, das wurde auch schon Kinder überfahren. Oder bloß nicht alleine ins Freibad, sind schon Kinder ertrunken. Ab einem gewissen Alter kannst du deinen Sohn nicht in Watte packen, er ist in 3 Jahren erwachsen. Wie soll er das schaffen, wenn du ihn in der Gesamtheit so einschränkst und ihm absolut nichts zutraust?
Ich packe meinen Sohn nicht in Watte und ich traue ihm durchaus etwas zu.
In den nächsten Tagen verbringt er zwei Tage mit seinem besten Freund, und die beiden werden gemeinsam täglich auf ein Festival gehen. Ich begleite ihn dort nicht und kontrolliere auch nicht jeden Schritt. Das zeigt, dass er durchaus Freiräume hat und ich ihm diese auch gebe.
Dass ich bei einzelnen Themen, wie dem Roller, vorsichtiger bin, hat einen konkreten Hintergrund. Das bedeutet aber nicht, dass ich ihm grundsätzlich nichts zutraue oder ihn in allen Lebensbereichen einschränke.
 
Dann warst du ja mit 20 relativ jung, um ein Kind zu bekommen. Meinst du, dass dein sehr strenger Erziehungsstil viel mit dem Alter und deiner eigenen Kindheit zu tun hat?


Das hast du komplett missverstanden, Empfängerproblem? Das was ich in den Bedingungen aufgezählt habe, waren Vermutungen aus deinen ganzen Erzählungen, die sich aber eher logisch zusammenfügten.
Vielleicht habe ich das tatsächlich missverstanden. Wenn das keine spöttische Bemerkung sein sollte, nehme ich das so zur Kenntnis.
Bei deiner Vermutung zu den Bedingungen hatte ich allerdings einen anderen Eindruck. Durch die Formulierung wirkte es auf mich eher überspitzt und sarkastisch als wie eine neutrale Nachfrage.

Zu deiner eigentlichen Frage: Ja, ich glaube schon, dass die eigene Biografie einen als Elternteil prägt. Ich bin in Armut aufgewachsen und diese Erfahrungen haben mich sicher beeinflusst. Gerade deshalb reflektiere ich im Moment sehr viel und frage mich, an welchen Stellen meine Vergangenheit mein Handeln stärker geprägt hat, als es meinem Sohn gerecht wird.
Das bedeutet aber nicht, dass ich bewusst einen strengen Erziehungsstil gewählt habe oder meinem Sohn etwas vorenthalten wollte. Viele Entscheidungen habe ich in der Überzeugung getroffen, dass sie richtig für ihn sind. Dass ich dabei Fehler gemacht habe, sehe ich mittlerweile ein.


Ich sehe inzwischen auch, dass ich mit meinem Verlobten über unsere Rollen und den Umgang mit meinem Sohn sprechen muss.
In den Tagen, in denen mein Verlobter auf Geschäftsreise war, wirkte mein Sohn deutlich entspannter. Er hat mehr gelacht, wir hatten weniger Diskussionen und die Stimmung zwischen uns war insgesamt lockerer. Das ist etwas, das ich nicht einfach ignorieren möchte.
Ich weiß nicht, ob das allein an der Abwesehneit meines Verlobten lag oder ob noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Aber es zeigt mir, dass ich genauer hinschauen und mit meinem Verlobten offen darüber sprechen muss, wie wir die Situation für meinen Sohn verbessern können.
 
Ich sehe inzwischen auch, dass ich mit meinem Verlobten über unsere Rollen und den Umgang mit meinem Sohn sprechen muss.
In den Tagen, in denen mein Verlobter auf Geschäftsreise war, wirkte mein Sohn deutlich entspannter. Er hat mehr gelacht, wir hatten weniger Diskussionen und die Stimmung zwischen uns war insgesamt lockerer. Das ist etwas, das ich nicht einfach ignorieren möchte.
Ich weiß nicht, ob das allein an der Abwesehneit meines Verlobten lag oder ob noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Aber es zeigt mir, dass ich genauer hinschauen und mit meinem Verlobten offen darüber sprechen muss, wie wir die Situation für meinen Sohn verbessern können.
Ja das wäre echt wichtig., er muss auch sein Verhalten ändern, am besten weitgehend zurückhalten bei deinem Sohn, wenn es ihn nicht unmittelbar betrifft. Erziehen oder irgendwelche Anweisungen sollte er ihm nicht geben. Das ist deine Aufgabe. Dein Sohn kommt mir ihm nicht gut klar, er fühlt sich wohler wenn er weg ist, das wurde schon am Anfang mit der Katze versiebt.
 
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