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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Du kannst somit vieles erklären, aber eben nicht entschuldigen
Genau um das ging es mir, um das Erklären. Zum Verständnis, woher die von dir angesprochene Denke kommen könnte.
Zu keinem Zeitpunkt würde ich da was entschuldigen wollen. Das tue ich auch für meine Eltern nicht. Aber Verständnis hilft, wie ich finde, zu passenden Lösungen zu finden. Einander entgegen zu kommen, statt nur zu urteilen.
Denn auch wenn einen selbst eine harte Erziehung wiederfahren ist, bedeutet das nicht das jeder die daraus folgenden Verhaltensmuster selbst erkennt.
Nur wenige Menschen reflektieren so viel über das, wie ihre Erziehung sie unbewusst geprägt hat
 
Schade, dass auch hier wieder Spott und Zynismus mitschwingen. Eine sachliche Nachfrage hätte ich gerne beantwortet.

Ich arbeite Vollzeit und habe nie erwartet, dass mein Sohn den Haushalt mitträgt wie ein Erwachsener. Es ging immer um altersgerechte Aufgaben.
Ich sehe mittlerweile den Punkt, dass Jugendliche nicht automatisch erkennen, wenn sich eine Situation verändert oder wenn mehr Unterstützung gebraucht wird. Auch wenn er grundsätzlich weiß, wie man mithilft, muss ich meine Erwartungen klar kommunizieren und darf nicht voraussetzen, dass er meine Belastung von alleine erkennt.

Die Trennung vom Kindesvater war für meinen Sohn sicher nicht einfach, und ich hätte mir auch gewünscht, dass er eine verlässliche Beziehung zu beiden Elternteilen haben kann. Darauf hatte ich aber nicht allein Einfluss.

Ich möchte eine Sache richtigstellen: Ich habe nicht von einer normalen Kindheit gesprochen, sondern davon, dass ich in bitterer Armut aufgewachsen bin. Es gab Zeiten, in denen ich aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, an manchen Tagen nicht genug zu essen hatte und hungern musste.
Natürlich wünsche ich mir, dass mein Sohn es einmal besser hat, als ich es hatte. Ich versuche mir bewusst zu machen, dass meine Erfahrungen nicht automatisch der Maßstab dafür sein können, was für meinen Sohn richtig ist. Ich versuche, ehrlich zu reflektieren und auch meine eigenen Fehler zu erkennen. Dazu gehört für mich auch, anzuerkennen, dass ich manche Dinge vielleicht aus meiner eigenen Perspektive betrachtet habe und nicht immer ausreichend gesehen habe, wie sie bei meinem Sohn angekommen sind. Daran muss ich arbeiten.

Ich verstehe weiterhin nicht, warum du davon ausgehst, dass sich dein Sohn bei dir bedanken soll. Materielles ist dir wichtig, ist es das wichtigste für ihn, oder wünscht er sich mehr, von dir gesehen zu werden, SChutz vor deinem Verlobten und insgesamt Respekt?

Zum Verlobten schreibst du ja nichts, ich muss davon ausgehen, dass du ihn als Erziehungsberechtigten deines Sohnes siehst.
 
Schade, dass auch hier wieder Spott und Zynismus mitschwingen. Eine sachliche Nachfrage hätte ich gerne beantwortet
Nein, es ist das, was du mit deinen Worten vermittelst. Womöglich willst du das ja gar nicht, aber du wirkst sehr korrekt und als würde es nur einen Weg geben können: Deinen. Bist du eigentlich jemals über die Strenge geschlagen oder - ich formuliere es mal politisch korrekt - hattest du immer schon diesen Stock im.. ääh.. Rücken? Habt ihr mal so richtig lauthals gemeinsam lachen können, einfach mal völlig tiefenentspannt? Alles wirkt bei dir geplant, hochspießig, streng, spaßbefreit... Welcher junge Mensch möchte so aufwachsen?
 
Dazu möchte ich mal was sagen....
Ob das so der Wunsch Deines Sohnes ist und ihn freut?
Bezweifle ich etwas. Netflix schauen kann er auch alleine, wozu muss da Muttern neben ihm sitzen?
Bei kleineren Kindern ok, da guckt man Zeichentrickfilme und kuschelt dabei.
In dem Alter deines sohnes ist es schwierig, etwas mit familie zu machen, die sind da lieber bei Freunden, bei Konzerten oder anderen Aktivitäten. Das sehe ich jetzt bei meinen Enkeln (13 und 15)
Und immer irgendwelche Gespräche anfangen, auch nicht so toll.
Das nervt doch nur.
Ich verstehe, dass ein Filmabend für dich vielleicht nicht nach etwas Besonderem klingt. Für meinen Sohn und mich ist es aber nicht nur „Netflix schauen“.
Wir haben auch früher schon gemeinsame Filmabende oder Kinobesuche gemacht, und das war etwas, das wir gerne zusammen gemacht haben. Er freut sich auch jetzt darauf und hat schon die Snacks dafür besorgt.
Warum muss er wieder eingeschänkt werden, das sind nicht die gesetzlichen Vorschriften. Also kann er mit dem Roller abends nirgendwo hin, weils da dunkel ist? Sich an den Kosten beteiligen ist ok.
Die Einschränkung bei Nachtfahrten hat einen persönlichen Hintergrund. Ein Freund meines Sohnes ist nachts mit dem Roller tödlich verunglückt.
Es geht dabei nicht darum, ihm aus Prinzip etwas zu verbieten oder ihn kleinzuhalten. Mir ist bewusst, dass nicht jede Fahrt in der Dunkelheit automatisch gefährlich ist. Aber gerade am Anfang, wenn wenig Erfahrung vorhanden ist, möchte ich das Risiko so gut wie möglich reduzieren.
 
>>Das Geld wird allerdings ausschließlich für ihn in einen ETF eingezahlt.
Was soll das? Muss er erst Aktien verkaufen, bevor er auftanken kann?
Gestrichen
Nein, so ist das nicht gemeint. Er muss natürlich nicht erst Anteile verkaufen, um tanken zu können. Er bekommt Taschengeld und hat Geld zur Seite gelegt. Die Kostenbeteiligung soll nicht dazu dienen, ihm Geld wegzunehmen, sondern ihm ein Gefühl für Verantwortung und die laufenden Kosten eines Fahrzeugs zu vermitteln. Der Betrag, den er beiträgt, wird für ihn zurückgelegt und bleibt letztlich für ihn erhalten.
 
In einer armen Familie aufzuwachsen bedeutet nicht automatisch schlechte Eltern zu haben und auch nicht geschlagen zu werden, scheinen manche hier zu denken.

Die Einschränkung bei Nachtfahrten hat einen persönlichen Hintergrund. Ein Freund meines Sohnes ist nachts mit dem Roller tödlich verunglückt.
Es geht dabei nicht darum, ihm aus Prinzip etwas zu verbieten oder ihn kleinzuhalten. Mir ist bewusst, dass nicht jede Fahrt in der Dunkelheit automatisch gefährlich ist. Aber gerade am Anfang, wenn wenig Erfahrung vorhanden ist, möchte ich das Risiko so gut wie möglich reduzieren.

Ich verstehe das gut, man will die Kinder beschützen, aber man muss gelassener werden und die Freiheit nicht zu sehr einschränken. Unfälle kann man auch tagsüber haben und im Winter ist es schon um 17 Uhr dunkel.
 
Ich hab meinen Mopedschein mit 16 gemacht, im nebligen November. Noch in der gleichen Woche, wo ich den Schein hatte, bin ich nachts um 1 damit von einer Freundin nach Hause gefahren, über mehrere Dörfer hinweg. So ähnlich haben meine Eltern es in ihrer Jugend in der DDR auch gemacht, und diese Mopeds fahren sogar 60 km/h. Da gabs auch keine Fahrsicherheitstrainings jedes Jahr - wer den Schein besteht, hat doch schon bewiesen, dass er fahren kann?

Deine persönliche Angst wegen des Vorfalls sollte deinen Sohn nicht einschränken. Er weiß ja auch, dass der Freund verunfallt ist, er wird vorsichtig sein. Ich fand meine Nachtfahrten meistens aber sogar stressfreier und sicherer als viele Fahrten tagsüber, weil viel weniger auf den Straßen los ist.
 
Der Sohn lebt in einer bubble mit der Helikoptermutter. Er hat Leistung zu bringen, bekommt Hausarrest für normale Noten. Jetzt darf er dann auch nicht entscheiden, wann er mit dem Roller, was er mit selbst finanzieren muss (finde ich gut), fahren darf, wegen seiner überängstlichen Mutter.

Was wird ihm eigentlich vermittelt? Selbständigkeit? Angst?

Jeder neue Beitrag der TE macht das Bild noch schlimmer.

Der Sohn wird so nicht erwachsen. Kein gutes männliches Vorbild, überängstliche Mutter. Keine Freiheiten. Leistungsdruck. Schrecklich.

Du projizierst deine Lebensphilosophie auf deinen Sohn. So wird der nie ein eigenständiger Mensch.
 
Fang doch bitte an die Leine lockerer zu lassen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Lass ihm ein bisschen Spass, lass ihn einfach Teenager sein ohne deine übervorsichtigen, profilaktischen und unnötigen Sicherheitsmassnahmen. Echt, das nimmt einem Jugendlichen jede Freude.

Du hälst die Leine so kurz, dass du ihm fast die Luft zum atmen abschnürst. Lass los, hab ein bisschen Vertrauen in ihn und du wirst sehen, dass er die neue Freiheit nicht ausnützt. Falls doch, kann man immer noch Massnahmen ergreifen. Lass ihn dir beweisen was für ein umsichtiger Mensch er ist. Du weisst erst ob du ihm vertrauen kannst, wenn du ihn los lässt und schaust was passiert. Und wenn nichts passiert und du feststellst, dass er es mit Bravour meistert und seine Freiheit nicht ausnutzt, musst du auch nicht mehr dauernd schauen und kontrollieren. Dann reicht eine spontane Stichprobe alle paar Monate.

>>Jährliches Fahrsicherheitstraining: Braucht es nicht und ist gesetzlich nicht erforderlich. Jeder Kilometer auf dem Roller macht ihn automatisch sicherer. Gestrichen

>>Darf keine Fahrten in der Nacht unternehmen: Blödsinn. Im Winter ist um 17 Uhr dunkel. Was soll das? Auch im Sommer dunkelt es ab 21 Uhr. Soll er sich zum Gespött seiner Freunde machen weil er sagt: "Ich muss nach Hause. Meine Mama hat gesagt ich darf im Dunkeln nicht fahren." Einer der sowas sagt ist für Teenies ein Weichei und ein Muttersöhnchen und wird ausgelacht und gemobbt. Willst du das deinem Sohn wirklich antun? Er hat Augen die auch für die Nacht gemacht sind.
Ersatzlos gestrichen

>>Anschaffungs- und Spritkosten beteiligen: Anschaffungskosten Nein. Er geht noch zur Schule und hat kein Einkommen. Schenke ihm den Roller oder er soll seinen Teil zurückzahlen, wenn er einen Gehaltscheck bekommt.
>>Spritkosten sind alleine sein Ding.
>>Du hast die Versicherung vergessen: Würde ich an deiner Stelle übernehmen, solange er noch kein eigenes Geld verdient. Danach muss er ran.
Angepasst
Ich verstehe, was du meinst. Natürlich muss mein Sohn die Möglichkeit bekommen, Vertrauen aufzubauen und zu zeigen, dass er mit Freiheiten umgehen kann.
Ich sehe es aber nicht so, dass Vertrauen bedeutet, von heute auf morgen jede Kontrolle oder jeden Rahmen wegzulassen. Gerade bei neuen Freiheiten, wie einem eigenen Roller, finde ich es normal, dass es am Anfang noch Absprachen gibt.
Die Regel mit den Nachtfahrten war nicht als dauerhafte Einschränkung gedacht, sondern nur für die Anfangszeit, wenn er gerade erst mit dem Roller fährt und noch wenig Erfahrung hat.

Die Anschaffungskosten für den Roller übernehmen wir nicht komplett. Er bekommt zwar noch kein eigenes Einkommen, aber er bekommt bereits ein vergleichsweise hohes Taschengeld und soll lernen, dass ein Fahrzeug auch mit Verantwortung und Kosten verbunden ist.
Bei der Versicherung schauen wir, wie wir es handhaben.
 
Ich hab meinen Mopedschein mit 16 gemacht, im nebligen November. Noch in der gleichen Woche, wo ich den Schein hatte, bin ich nachts um 1 damit von einer Freundin nach Hause gefahren, über mehrere Dörfer hinweg. So ähnlich haben meine Eltern es in ihrer Jugend in der DDR auch gemacht, und diese Mopeds fahren sogar 60 km/h. Da gabs auch keine Fahrsicherheitstrainings jedes Jahr - wer den Schein besteht, hat doch schon bewiesen, dass er fahren kann?

Deine persönliche Angst wegen des Vorfalls sollte deinen Sohn nicht einschränken. Er weiß ja auch, dass der Freund verunfallt ist, er wird vorsichtig sein. Ich fand meine Nachtfahrten meistens aber sogar stressfreier und sicherer als viele Fahrten tagsüber, weil viel weniger auf den Straßen los ist.
Jeder ist nachts gefahren, ich war sogar mal als Mädchen alleine unterwegs. Was ist das für eine Erziehung, die dermaßen von Angst geprägt ist?

Irgendwann sollte man anfangen, dem Sohn auch was zuzutrauen.
 
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