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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Schicksale sind unterschiedlich, unsere sind mit denen von den Kindern heute gar nicht zu vergleichen. In jeder Generation tut sich etwas zum Besseren. Bei unseren Großeltern war "Psychokram" Nebensache, es kämpfte jeder ums blanke Überleben- so ungefähr war es auch bei meinen eigenen Eltern noch. Deren Bewusstsein war gar nicht da für sensiblen Umgang. Meine Kinder sind überraschend fürsorgliche Eltern, deren Kinder leben sicher und geborgen, noch viel idealer, als das bei uns möglich war. Wir lernen dazu.
Mich hat lediglich die pauschale Beurteilung gestört, als hätte es damals keine guten Eltern gegeben und er wüsste das alle damals gleich aufgewachsen sind, die hier schreiben.
 
Wir haben bereits einen Hund, und ob ein weiterer Hund überhaupt mit unserem bestehenden Hund kompatibel wäre, kann ich nicht einfach entscheiden.
Ich habe darüber bisher noch nicht nachgedacht und müsste das deshalb zuerst mit meinem Verlobten besprechen, bevor ich meinem Sohn überhaupt eine solche Möglichkeit in Aussicht stelle. Ich möchte meinem Sohn keinen Welpen versprechen, bevor nicht geklärt ist, ob das überhaupt realistisch und für alle Beteiligten machbar wäre.
Solange du nicht weißt, ob dein Sohn überhaupt einen Welpen will, gibts nichts zu besprechen.Ob ein Welpe sich mit dem anderen Hund versteht kann man nur ausprobieren.
 
Wir haben bereits einen Hund, und ob ein weiterer Hund überhaupt mit unserem bestehenden Hund kompatibel wäre, kann ich nicht einfach entscheiden.
Ich habe darüber bisher noch nicht nachgedacht und müsste das deshalb zuerst mit meinem Verlobten besprechen, bevor ich meinem Sohn überhaupt eine solche Möglichkeit in Aussicht stelle. Ich möchte meinem Sohn keinen Welpen versprechen, bevor nicht geklärt ist, ob das überhaupt realistisch und für alle Beteiligten machbar wäre.
Ja, den Hund des Verlobten. Ich finde die Idee, einen Welpen anzuschaffen, weil die Katze weggeben wurde, nicht durchdacht.

Der Welpe war jetzt eine Idee. Was der Sohn will, wissen wir nicht. Aber das wird doch sowieso wieder über seinem Kopf entschieden, wie alles wichtige in seinem Leben.

Eine Frage habe ich noch: bekommt dein Sohn eigentlich ein Geschenk oder eine Aufmerksamkeit, wenn er gute Noten nach Hause bringt, eine 1 oder so? Oder reagierst du nur bei negativen Benotungen, als ab Note 4.

Ich hatte übrigens meine null Bock Phase in der 7. Klasse. Da hatte ich in den ersten 3 Schulaufgaben eine 5. Meine Eltern haben sich nicht aufgeregt, aber sie haben mich dann zu sich zitiert und gemeint, wenn das so weitergeht und ich keinen Bock habe, dann nehmen sie mich vom Gymnasium. Hausarrest gab es nicht. Da ging es um meine eigenen Ziele und Motivation.

Dein Erziehungsstil nach Leistungsprinzip ist nicht motivierend und dein Sohn rebelliert, weil ihm das langsam reicht.
 
Es ist jedenfalls verständlich, wieso er ein einziger Protest ist und nicht mehr "gemütlich" ist.

"wie du mir, so ich dir..""

Ich habe oft mehr erreicht durch "Reset"- also alles vergeben und vergessen und wieder zu einem ganz normalen Modus übergehen, Machtkampf und Stress braucht keiner.
Liebe Blauregen, was meinst du, braucht er jetzt? Er hat selber gesagt, Mama lass mich in Ruhe. Ist das so schwer?
Vielleicht reichts, dass ihr ihn gehen lässt, wohin er will, kommen lässt, wie er will, ihn sein lässt, wie er will und drauf vertraut, dass er sich wieder einkriegt und erholt von seinem Stress, dem er ausgesetzt ist.
Ich habe für heute Abend ein Gespräch mit ihm geplant. Nicht als Vorwurf oder um ihn zur Rede zu stellen, sondern weil ich mit ihm darüber sprechen möchte, wie es ihm geht, was er braucht und wie wir wieder besser miteinander ins Gespräch kommen können. Wenn er heute nicht bereit dafür ist, werde ich das respektieren und ihm trotzdem zeigen, dass die Tür offen bleibt.
Das ist schon richtig so. Wieso erst dem Sohn Hoffnungen machen und dann würgt es der Verlobte womöglich gleich wieder ab? Das gäbe nur noch mehr Futter für die eh schon angespannte Situation.

Ich habe den Eindruck, dass manche Antworten hier unabhängig davon, wie ich etwas erkläre, sofort wieder in eine negative Richtung interpretiert werden.
 
Ich habe für heute Abend ein Gespräch mit ihm geplant. Nicht als Vorwurf oder um ihn zur Rede zu stellen, sondern weil ich mit ihm darüber sprechen möchte, wie es ihm geht, was er braucht und wie wir wieder besser miteinander ins Gespräch kommen können. Wenn er heute nicht bereit dafür ist, werde ich das respektieren und ihm trotzdem zeigen, dass die Tür offen bleibt.


Ich habe den Eindruck, dass manche Antworten hier unabhängig davon, wie ich etwas erkläre, sofort wieder in eine negative Richtung interpretiert werden.
Und wann gedenkst du mal mit deinem Verlobten zu sprechen? Der Frage weichst du ja aus.

Ich rate dir dazu, auf deinen Sohn zu hören und ihn in Ruhe zu lassen, wenn von ihm wieder kommt, "lass mich in Ruhe, Mama". Das mit dem Kater war ein Mega Vertrauensbruch und dann wieder zu erklären, Allergie und Hund blabla. Da hätte jeder irgendwann die Nase voll.
 
Ja, den Hund des Verlobten. Ich finde die Idee, einen Welpen anzuschaffen, weil die Katze weggeben wurde, nicht durchdacht.

Der Welpe war jetzt eine Idee. Was der Sohn will, wissen wir nicht. Aber das wird doch sowieso wieder über seinem Kopf entschieden, wie alles wichtige in seinem Leben.

Eine Frage habe ich noch: bekommt dein Sohn eigentlich ein Geschenk oder eine Aufmerksamkeit, wenn er gute Noten nach Hause bringt, eine 1 oder so? Oder reagierst du nur bei negativen Benotungen, als ab Note 4.

Ich hatte übrigens meine null Bock Phase in der 7. Klasse. Da hatte ich in den ersten 3 Schulaufgaben eine 5. Meine Eltern haben sich nicht aufgeregt, aber sie haben mich dann zu sich zitiert und gemeint, wenn das so weitergeht und ich keinen Bock habe, dann nehmen sie mich vom Gymnasium. Hausarrest gab es nicht. Da ging es um meine eigenen Ziele und Motivation.

Dein Erziehungsstil nach Leistungsprinzip ist nicht motivierend und dein Sohn rebelliert, weil ihm das langsam reicht.
Noten sind überbewertet, ich bin mit 15 sitzengelieben, klar waren meine Eltern gar nicht erfreut, Strafen gabs keine , aber Nachhilfe in Mathe. War für mich auch eine Strafe :lol:_Habe dann aber trotzdem Abi und Uniabschluss gemacht.
 
Ist gleichermaßen erstaunlich, wie auch etwas traurig, wie man die erzieherischen Traumata der Kinder, der Nachkriegsgeneration heute noch spüren kann.
Ich vermute, das ist auch der Grund weshalb @Blauregen hier so massiv an den Pranger gestellt wird.
Obwohl sie diese Art der Erziehung sehr wahrscheinlich selbst erhalten hat und es daher nicht anders kennt, anstatt es mit Absicht zu tun, wie man es ihr hier oft unterstellt.
Es ist die Generation "du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren".
Bis weit in die 80er oder frühen 90er war es total normal, das Kinder geschlagen wurden, nicht gefragt wurden was sie möchten,übergangen wurden und überhaupt die Klappe halten sollten, wenn Erwachsene reden.
Zwischen den 1940ern u 60ern war es sogar noch schlimmer. Da prügelten zusätzlich noch die Lehrer auf einen ein, evtl siezte man die Eltern und arbeitete schon als Kind so hart wie ein Erwachsener.

Aus dieser Zeit stammen Erwartungen wie, das Kind habe dankbar zu sein für Essen und Ausbildung( weil kein Krieg/Armut etc).
Zusätzlich wirken die bis in 80er empfohlenen,furchtbaren Erziehungsbücher von Johanna Harrer und der Druck auf Kinder, so früh wie möglich zu funktionieren, ihre Karriere schon mit 14 zu planen etc,etc...

Leute, die TE ist hier nicht stellvertretend für eure Eltern, damit man sich an ihr abarbeiten kann. Sie hat das Gleiche durch wie ihr und möchte es jetzt verstehen und ihr Verhältnis mit ihrem Sohn verbessern. Das ist doch toll und lobenswert.
Und wir alle lernen mit. Denn wir sind die Generation, die Probleme auf den Tisch bringt und löst.

Danke an @Blauregen, das du dich dem hier so offen stellst. 🙂
Ich finde deine Punkte absolut valide. ABER auch Menschen, die in den zweifelhaften Genuss dieser Erziehungsmethoden gekommen sind, müssen nicht gleichermaßen handeln. Im Gegenteil sollten gerade die wissen, wie es sich anfühlt gegängelt oder gar geschlagen zu werden. Und davon sehe ich bei der TE wirklich überhaupt nichts.

Als Mutter, an der in ihrer Kindheit Pantoffeln verkloppt wurden, so dass die in ihre Einzelteile zerfallen sind und die weiß, wie sich ein Pferd anfühlen muss, wenn es eins mit der Gerte übergezogen bekommt, hab ich mir geschworen, dass mir bei meinem Kind niemals die "Hand ausrutschen" wird.
Auch habe ich mir auferlegt, mich mal richtig damit auseinanderzusetzen, was in Kindheit und Pubertät passiert und wie ich und wir uns das Miteinander so leicht wie möglich machen können. Das war aufwändig, aber es hat sich tausendfach ausgezahlt, auch wenn ich mich bis heute dabei erwische, dass sich alte Erziehungsmuster Bahn brechen wollten.

Genau eine solche Auseinandersetzung, dass Erziehung eben nicht mehr so funktioniert wie früher, würde ich auch der TE empfehlen, denn sie geht hier mit ihrer verschrobenen und strengen Denke auf den Jungen los. Zwar vermutlich gut gemeint, aber eben noch lange nicht gut gemacht. Und das zeigt er ihr gerade.

Du kannst somit vieles erklären, aber eben nicht entschuldigen.
 
Die Bedingungen sind wahrscheinlich wieder in Richtung Leistung: Schule ordentlich, d.h. keine 4ren, zusätzlich zu seinen eh schon vorhandenen Verrichtungen im Haushalt weitere eigenständige Erledigungen zu tätigen, "freiwllig" weniger Zocken dafür mehr "freiwillig" lernen usw.




Hier wieder Forderungen und Erwartungen. Mich wundert wirklich nur, dass dein Sohn noch so folgsam ist und noch nicht total rebelliert hat. Er hat seit Jahren Aufgaben im Haushalt (warum?) und soll jetzt selbst erkennen, so deine Erwartung, dass er selbstständig noch mehr tut, weil er ja Aufgaben im Haushalt schon kennt?


Du (ihr) verkackt die Beziehung mit dem Kindesvater, was eh schon schlimm für Kinder ist und anstatt dann für dein Kind ausnahmslos dazu sein, erziehst du ihn zu einem kleinen Haushaltshelfer und Ja-Sager. Und wunderst dich, dass du gerade Probleme mit ihm hast.


Du hattest geschrieben, dass du als Kind eine eher arme Lebensform hattest. Ja, die eigenen Kinder sollen es mal besser haben, als wir es hatten. Das ist ein normaler Instinkt, den jede Eltern haben. Aber du übertreibst es komplett und hast dich da total verrannt. Ein User schrieb, dass du wohl deinen Sohn deine verpasste Kindheit leben lässt, egal was er möchte. Und dem Gedanken kann ich mich nur anschließen. Dir wird es mit deiner Kindheit nicht besser gehen, wenn du es auf diese Art versuchst, es deinem Sohn aufzudrücken. Wenn sich für deinen Sohn nicht absehbar einiges verbessert, kann niemand ausschließen, dass er mit 16 noch bei euch lebt. Da bin ich mit ziemlich sicher.

Schade, dass auch hier wieder Spott und Zynismus mitschwingen. Eine sachliche Nachfrage hätte ich gerne beantwortet.

Ich arbeite Vollzeit und habe nie erwartet, dass mein Sohn den Haushalt mitträgt wie ein Erwachsener. Es ging immer um altersgerechte Aufgaben.
Ich sehe mittlerweile den Punkt, dass Jugendliche nicht automatisch erkennen, wenn sich eine Situation verändert oder wenn mehr Unterstützung gebraucht wird. Auch wenn er grundsätzlich weiß, wie man mithilft, muss ich meine Erwartungen klar kommunizieren und darf nicht voraussetzen, dass er meine Belastung von alleine erkennt.

Die Trennung vom Kindesvater war für meinen Sohn sicher nicht einfach, und ich hätte mir auch gewünscht, dass er eine verlässliche Beziehung zu beiden Elternteilen haben kann. Darauf hatte ich aber nicht allein Einfluss.

Ich möchte eine Sache richtigstellen: Ich habe nicht von einer normalen Kindheit gesprochen, sondern davon, dass ich in bitterer Armut aufgewachsen bin. Es gab Zeiten, in denen ich aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, an manchen Tagen nicht genug zu essen hatte und hungern musste.
Natürlich wünsche ich mir, dass mein Sohn es einmal besser hat, als ich es hatte. Ich versuche mir bewusst zu machen, dass meine Erfahrungen nicht automatisch der Maßstab dafür sein können, was für meinen Sohn richtig ist. Ich versuche, ehrlich zu reflektieren und auch meine eigenen Fehler zu erkennen. Dazu gehört für mich auch, anzuerkennen, dass ich manche Dinge vielleicht aus meiner eigenen Perspektive betrachtet habe und nicht immer ausreichend gesehen habe, wie sie bei meinem Sohn angekommen sind. Daran muss ich arbeiten.
 
Eigentlich wollte ich jetzt keine Diskussion darüber anfangen, wie "grotesk" meine Posts sind, sondern hilfreich sein...😅

Also liebe @Blauregen, ich würde wie gesagt mit dem Therapeut an der Verständigung und Lösungen arbeiten. Und bei deinem Sohn den Druck und Erwartungen etwas rauszunehmen,bevor es eskaliert. Heute ist eben vieles anders. Die Kinder brauchen mehr Freiraum und Kompromisse, statt Bedingungen. Das gewöhnt sie gleichermaßen daran, wie sie zukünftig im Berufsleben, wie privat "verhandeln" müssen, um ihre Bedürfnisse mit anderen in Einklang zu bringen.

Hoffe ich konnte auch etwas Ausgleich zum "shitstorm" beitragen. 😉
Danke für deinen Beitrag. Ich finde es gut, dass du nicht nur auf die Probleme schaust, sondern auch darauf, was jetzt konkret helfen könnte.
Der Gedanke, mehr über Gespräche, Verständigung und gemeinsame Lösungen zu gehen, ist etwas, woran ich arbeiten möchte. Vielleicht geht es weniger darum, immer neue Erwartungen zu formulieren, sondern mehr darum, gemeinsam mit meinem Sohn herauszufinden, was für uns beide funktionieren kann.
Danke auch für den Ausgleich zu vielen sehr kritischen Rückmeldungen. Ich nehme Kritik an, aber es hilft, wenn sie mit dem Blick darauf verbunden ist, wie man etwas verbessern kann.
 
Ich möchte eine Sache richtigstellen: Ich habe nicht von einer normalen Kindheit gesprochen, sondern davon, dass ich in bitterer Armut aufgewachsen bin. Es gab Zeiten, in denen ich aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, an manchen Tagen nicht genug zu essen hatte und hungern musste.
Natürlich wünsche ich mir, dass mein Sohn es einmal besser hat, als ich es hatte. Ich versuche mir bewusst zu machen, dass meine Erfahrungen nicht automatisch der Maßstab dafür sein können, was für meinen Sohn richtig ist. Ich versuche, ehrlich zu reflektieren und auch meine eigenen Fehler zu erkennen. Dazu gehört für mich auch, anzuerkennen, dass ich manche Dinge vielleicht aus meiner eigenen Perspektive betrachtet habe und nicht immer ausreichend gesehen habe, wie sie bei meinem Sohn angekommen sind. Daran muss ich arbeiten.
Mein Eindruck ist vielmehr, dass du nun in einer Richtung unterwegs bist, mit der du völlig überziehst. Dein Sohn wächst schon jetzt nicht mehr in bitterer Armut auf und es geht ihm besser. Er muss nicht mehr lernen, wie sich anfühlt, was du durchgemacht hast. Er sollte aber auch Jugendlicher sein dürfen ohne dass gegängelt wird und strengste Maßstäbe angelegt werden. Mal eine 4 zu schreiben ist alles andere als die drohende Gefahr, den Schulabschluss nicht zu schaffen.

Wenn er dein Verhalten verinnerlicht, wird er mal ein verschrobener geiziger spaßbefreiter Kerl. Er wird dann nicht die Probleme haben, die du kennengelernt hast, sondern andere. Und die sind dann nicht weniger unsozial. Es ist gut, dass er sich dagegen wehrt, denn er erkennt schon jetzt viel mehr als du, dass ihm deine Art der Erziehung nicht gut tut.
 
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