Ist gleichermaßen erstaunlich, wie auch etwas traurig, wie man die erzieherischen Traumata der Kinder, der Nachkriegsgeneration heute noch spüren kann.
Ich vermute, das ist auch der Grund weshalb
@Blauregen hier so massiv an den Pranger gestellt wird.
Obwohl sie diese Art der Erziehung sehr wahrscheinlich selbst erhalten hat und es daher nicht anders kennt, anstatt es mit Absicht zu tun, wie man es ihr hier oft unterstellt.
Es ist die Generation "du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren".
Bis weit in die 80er oder frühen 90er war es total normal, das Kinder geschlagen wurden, nicht gefragt wurden was sie möchten,übergangen wurden und überhaupt die Klappe halten sollten, wenn Erwachsene reden.
Zwischen den 1940ern u 60ern war es sogar noch schlimmer. Da prügelten zusätzlich noch die Lehrer auf einen ein, evtl siezte man die Eltern und arbeitete schon als Kind so hart wie ein Erwachsener.
Aus dieser Zeit stammen Erwartungen wie, das Kind habe dankbar zu sein für Essen und Ausbildung( weil kein Krieg/Armut etc).
Zusätzlich wirken die bis in 80er empfohlenen,furchtbaren Erziehungsbücher von Johanna Harrer und der Druck auf Kinder, so früh wie möglich zu funktionieren, ihre Karriere schon mit 14 zu planen etc,etc...
Leute, die TE ist hier nicht stellvertretend für eure Eltern, damit man sich an ihr abarbeiten kann. Sie hat das Gleiche durch wie ihr und möchte es jetzt verstehen und ihr Verhältnis mit ihrem Sohn verbessern. Das ist doch toll und lobenswert.
Und wir alle lernen mit. Denn wir sind die Generation, die Probleme auf den Tisch bringt und löst.
Danke an
@Blauregen, das du dich dem hier so offen stellst.
🙂