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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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In der jetzigen Situation war für mich ausschlaggebend, dass er selbst gesagt hat, dass er nicht gelernt hat, weil ihm Fortnite mit seinen Freunden wichtiger war. Darauf bezog sich meine Reaktion.

Es ist traurig zu hören, dass dein Sohn, der immer folgsam war, stets gute Noten nach Hause gebracht hat und nun aufgrund der ihm aufgezwungenen Komplettveränderung in seinem Leben, einfach mal nicht mehr kann, so gar nicht wahrgenommen wird. Alles Vertraute und Geliebte weg. Weil Mama ihrem Herzen folgen möchte und platzen könnte vor Glück. Partnerschaft, Baby im Anmarsch und dafür Katze weg, Freunde noch an der alten Schule und der Partner der Mutter mischt sich in Diskussionen ein, die ihn nichts angehen. Mama verlangt dann, dass Sohn sich entschuldigt, da der arme Partner ja nur auf Provokation reagiert hätte....

Im Videospiel flüchtet der Junge einfach mal von seiner traurigen Realität. Aber ist klar - soll sich mal nicht so anstellen. Es ist egal wie es ihm geht, wichtig ist dass Mama mit guten Noten angeben kann.
 
Ich nehme die Meinungen hier ernst, sonst hätte ich mich nicht der Diskussion gestellt und würde nicht weiter antworten.
Dass viele Menschen die Situation ähnlich bewerten, nehme ich wahr und ich denke auch darüber nach.
Ich denke auch, es ist alles mehrfach und eindringlich gesagt worden, oft zynisch und nicht in einem netten Ton, das treibt so manche User schnell wieder weg. Deshalb finde ich es gut, dass du bleibst und zumindest bereit bist, darüber nachzudenken und hoffentlich auch bereit bist, etwas zu ändern - zum Wohle deines Sohnes.

Ich wollte noch etwas zu der Katzenallergie sagen, die ich auch habe. Ich hatte früher 2 Katzen und bekam dann im Erwachsenenalter Neurodermitis plus eine Kreuzallergie. Ich hatte offene Wunden an Armen und Beinen, wurde mehrmals wöchentlich bestrahlt, Kortison per Infusion, das ganze Programm. Die Katzen musste ich abschaffen, wenn ich heilen wollte. (keine Sorge, die Tiere wurden sicher und gut privat untergebracht). Mein damaliger Arzt meinte, wer Neurodermitis im Erwachsenenalter bekäme, könnte auch wieder heilen. So war es auch, nach 3 Jahren war der Spuk vorbei.

Warum ich das erzähle...ich war gegen meine Katzen allergisch, aber wie ich später feststellte, nicht gegen alle Katzen. Eine Freundin hatte eine Katze und als ich bei ihr zu Hause war, passierte nichts mit mir.

Vielleicht magst du das mal lesen:

"Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob es bestimmte Katzenrassen gibt, die mehr oder weniger stark eine Katzenhaarallergie auslösen. Vermutet wird dies unter anderem bei Rex-Katzen, der Balinese, Sibirischen Katzen und Nacktkatzen. Studien an der Technischen Universität München konnten diese Annahme nicht bestätigen. Dennoch kam es zu interessanten Ergebnissen: Kater stellen grundsätzlich ein höheres Risiko für eine Allergie dar als Weibchen! Verringern lässt sich dieses, wenn ein Kater kastriert wird. Bei den Weibchen konnte diesbezüglich kein Unterschied festgestellt werden. Die Studien zeigten zudem, dass es innerhalb einer Rasse zu großen Abweichungen kommen kann, ob eine Person auf eine Katze allergisch reagiert oder nicht. Es kann also durchaus sein, dass in einem Mehrkatzenhaushalt nicht alle, sondern nur eine bestimmte Katze für eine Allergie verantwortlich ist. Dies hängt mit der Allergenfreisetzung zusammen, bei der es große Unterschiede gibt.
Bei einem Verdacht auf eine Katzenhaarallergie sollte erst einmal von einem Facharzt eine eindeutige Diagnose festgestellt werden. Zumeist findet diese durch einen Pricktest (auf der Haut) oder eine Blutuntersuchung statt. Ist eine Katzenallergie erwiesen, können kurzfristig Antihistaminika oder Kortisonpräparate zum Einsatz kommen. Sind eventuelle (Haut-)Beschwerden nicht groß, können Cremes bereits zu einer deutlichen Verbesserung führen. Ebenso kann Inhalieren lindernd wirken oder ein Nasenspray wieder für freien Atem sorgen. Ob diese Maßnahmen ausreichend sind, hängt vom Schweregrad der Allergie ab. Keinesfalls sollte die Angelegenheit unterschätzt werden, denn die Folge einer nicht behandelten Katzenhaarallergie kann Asthma sein. Diese Krankheit verfolgt viele Menschen ein Leben lang.

Wer den Kontakt zu Katzen nicht vermeiden kann oder will, hat neben einer medikamentösen Behandlung auch die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. Dabei wird der Allergiker über einen Zeitraum von einem halben bis zu zwei Jahren in regelmäßigen Abständen mit einer immer höheren Dosis des Allergens konfrontiert, um den Körper an dieses zu gewöhnen. Nach einer erfolgreichen Therapie sind die Reaktionen deutlich geringer."

Es steht in dem Text auch, was man hätte tun können, wenn die Katze schon im Haushalt lebt.

 
Das du beleidigst wirst, finde ich auch nicht in Ordnung. Kritische Blicke auf die von dir erzählten Geschehnisse finde ich aber wichtig.

Er hat Freiheiten, trifft seine Freunde, geht seinen Hobbys nach und wir versuchen auch, Verständnis für ihn aufzubringen.
Freunde treffen und seinen Hobbys nachzugehen, ist in diesem Alter elementar wichtig. Es formt den Charakter, das soziale Miteinander und die emotionale Intelligenz. Verständnis euerseits sehe ich allerdings weniger.

Was ich allerdings nicht teilen kann, ist die Darstellung, dass mein Sohn völlig haltlos sei
Vielleicht kannst du nochmal in Ruhe nachdenken, was einem 13-15-Jährigen Halt geben kann. Meiner Meinung nach ist es das Zuhause, die Schule, der gewohnte Freundeskreis, das Haustier und eine zugewandte Mutter. Was ja vor der neuen Beziehung mit deinem Partner alles vorhanden war. Nun hast du Schwangerschaftsprobleme, der zugesagte Kurzurlaub musste ausfallen, wieder zu Lasten des Sohnes und alles hat sich geändert für ihn. Wo empfindest du da Halt für einen 15-Jährigen?

dass mein Verlobter ihn einfach grundlos körperlich angegangen hätte. Die Situation ist eskaliert und beide haben sich falsch verhalten.
Dein Verlobter hätte sich in beiden gewaltsamen Übergriffen zurück halten MÜSSEN. Er ist erwachsen, sollte seine Impulskontrolle im Griff haben und vom Kopf her anderes entscheiden. Oder willst du mir weiß machen, dass dein Verlobter sich vor dem Übergriff deines Sohnes schützen musste?

Ich bin mir sicher, dass dein Sohn sehr sehr wütend ist. Alles ist ihm genommen worden (Zuhause, Schule, Freunde, Kater), dann kommt noch ein Kerl daher, der sich als Ersatzvater aufspielt, du fällst ständig aus wegen der Schwangerschaft und ich denke, er weiß, dass du nicht mehr seine emotionale Zuflucht bist.
Das bedeutet aber nicht, dass ich jede Entscheidung, die wir getroffen haben, grundsätzlich für falsch halte.
Weißt du, Erwachsene treffen Entscheidung aus ihrer erwachsenen Sicht. Ich will dir das Gefühl für DICH auch nicht absprechen. Aber ich bin mir sicher, dass die Entscheidungen in erster Line zwischen dir und deinem Partner gefallen sind. Oder war der Sohn von Beginn an bei allen Entscheidungen zu einem Drittel beteiligt?
Ja, ich benutze „aber“ häufig, weil ich versuche, verschiedene Seiten einer Situation darzustellen. Für mich bedeutet das nicht automatisch, dass ich das, was davor gesagt wurde, wieder zurücknehme.
Das "aber" ist immer ein Totschlagargument und viele schalten dann automatisch ab im Hirn, "Aber"-Diskussionen sind sinnlos, siehe hier: https://karrierebibel.de/ja-aber/

Dein Sohn sagt, ich fand es ungerecht, dass ich wegen einer 4 nicht zum Skaten darf. Du sagt, ja aber du musste lernen, die Konsequenzen zu tragen. Was lernt dein Sohn daraus? Es hat keinen Sinn, mit dir zu reden.

Ich muss stärker darauf achten, ihm nicht nur zu erklären, warum Entscheidungen getroffen wurden, sondern auch mehr zuzuhören und seine Gefühle besser wahrnehmen.
Nein, du müsstest ihm erst einmal zuhören und seine Bedürfnisse in eure Entscheidungen einbeziehen. Die Erklärungen, warum über seinen Kopf hinweg entschieden wurde, kannst du dir sparen. Sie ändern ja nicht eure Entscheidungen.

Er hatte selbst gesagt, dass er nicht gelernt hatte, weil ihm Fortnite wichtiger war. Die Note war eine 4.
Meine Güte, er ist 15, mitten in der Pupertät. Natürlich will er mit Freunden zocken, am Handy hängen oder Skateboard fahren. Hast du in dem Alter nur gelernt, dich nie gegen deine Eltern aufgelehnt und warst das bravste Mädchen auf der Welt?

Sei froh, dass er nicht irgendein Mädel geschwängert hat, das sind alles Jungssachen, die aber auch für das geistige Reifen wichtig sind. Revolution gegen dich als Elternteil ist ebenso ein wichtiger Bestandteil des Erwachsenwerdens, des Abnabelns.

Was die Situation mit meinem Verlobten betrifft: Dass ein Erwachsener in einem Konflikt anders reagieren muss, ist klar und wurde auch angesprochen. Aber die Situation war nicht einseitig und begann nicht ohne Vorgeschichte.
Liebe Blauregen, solange du nicht verstehst, dass es ein himmelweiter Unterschied ist, ob ein Jugendlicher schubst oder ob ein erwachsener Mann sich daraufhin aufbaut und ihn an die Wand drückt. Das ist GEWALT! Es geht hier nicht um kleine Kinder in der Sandkiste, wo der eine schreit: Der hat aber angefangen.

Für mich hat dieses Schubsen deines Sohnes eher den Anschein, dass er sich in die Ecke gedrängt fühlte, sein pupertierendes Hirn keinen anderen Ausweg fand angesichts seiner gefühlten Ungerechtigkeit. Du solltest es in der Gesamtheit sehen: Verlust des Zuhause, andere Schule die er nicht wollte, Freunde weg, Kater weg, alles wegen eines Mannes, der sich vor ihm aufbäumt und Mama weg, die ihn nicht beschützt. Pure Verzweifelung sehe ich da bei deinem Sohn.

Ich meine damit, dass auch ich als Mensch neben meiner Rolle als Mutter eine Partnerschaft führn und eine gemeinsame Zukunft gestalten darf. Das schließt meinen Sohn nicht aus.
Das ist dir doch auch von Herzen gegönnt. Trotzdem bist du dir nicht bewusst, dass dein Sohn sehr wohl ausgeschlossen wird.

Mich würde interessieren: Was kann ich jetzt konkret anders machen, damit mein Sohn wieder mehr Vertrauen fasst und sich wieder als wichtiger Teil der Familie fühlt? Welche Schritte würdest du aus deiner Sicht empfehlen, die wirklich im Alltag umsetzbar sind?
Puh, hier wirds schwierig. Weil ich nicht weiß, inwieweit deine Sohn schon emotional dicht gemacht hat.

Ich würde nur zu zweit, also Du und dein Sohn ein sehr ehrliches Gespräch führen. Zuallererst würde ich mich aus ganzen Herzen um Entschuldigung bitten. Dass Entscheidungen fielen, die ihn immer benachteiligt haben, aus deiner Sicht wolltest du zwar das Beste, aber hast ihn irgendwie überhört. Ich würde sagen, dass du merkst, dass er sich zurückzieht und dir das sehr weh tut. Du ihn aber verstehen kannst, dass er glaubt, dass die ganzen Entscheidungen gegen ihn waren. Du würdest jetzt erst erkennen, dass du Fehler gemacht hast und es jetzt besser machen möchtest.

Dann sprecht darüber, dass Hausarrest eine dumme Idee war und auch mit einer gewaltvollen Erziehung einher geht. Daher möchtest du ein neues System mit ihm gemeinsam kreieren. Du machst dir Sorgen, weil er hier und da mal schludderig beim Lernen ist und das u.U. seine weiteren Chancen beeinträchtigen. Findet also Zeiten fürs Lernen (eher niedrig ansetzen) und Zeiten fürs Zocken und Freunde treffen. Hausarrest ist von der Erziehungsmethode ab sofort ausgeschlossen. Sage ihm, dass er Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen kann, weil er jetzt soweit ist.

Sage nicht mehr "aber", wenn du deine Gründe anführen willst. Sage, ja ich verstehe deinen Standpunkt, ich versuche jetzt zu erklären, welche Sicht ich habe. Lass ihn ausreden und höre auch, was er hinter den Worten sagen will.

Dann musst du unbedingt mit ihm über die Übergriffe deines Verlobten sprechen. Du solltest deinem Sohn sagen, dass du in der Situation falsch reagiert hast. Du hättest deinen Verlobten zurück halten MÜSSEN und dich vor deinen Sohn stellen müssen. Auch hierfür ist eine explizite Entschuldigung fällig. Und dann bitte kein: ja aber du hast zuerst geschubst! Er weiß selbst, dass das nicht richtig war. Es geht in diesem Gespräch nicht um weitere Schuldzuweisungen, sondern um Verständnis für die Gefühlswelt deines pupertierenden Sohnes. Und anzuerkennen, dass ihr vieles falsch angegangen seid.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast also mit dem dicken Knüppel "Freizeitentzug" gestraft, wegen einer 4? Was machst du, wenn er mal eine wirklich schlechte Note nach Hause bringt? Wie sieht der Strafenkatalog für eine 5 oder 6 aus?
Wenn trotz des hohen Lerndrucks der Privatschule (und seiner restlichen, katastrophalen Lebenssituation ...) seine anderen Noten besser aussehen, ist das doch völlig überzogen.

Dass es nachvollziehbar ist, dass er mir die Sache mit dem Kater nicht verzeihen wird, lese ich hier immer wieder. Ich kann nun leider nicht in die Vergangenheit reisen und es rückgängig machen. Mich würde aber wirklich interessieren, wie ihr alle damals in dieser Situation gehandelt hättet.
Wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre, mit Sohn, Katze und eventuellem neuen Lebenspartner, der auf das Tier allergisch ist?
Ich wäre niemals mit dem Mann zusammen gezogen. Mir wäre klar gewesen, dass es nicht anders geht, denn die Abgabe der Katze ist offensichtlich KEINE Option. Vielleicht hätte ich sogar kurz darüber nachgedacht, ob dieser Mann überhaupt für mich und mein Leben bestimmt ist, wenn er gegen eines meiner Familienmitglieder allergisch ist.
Das mit den zwei Wohnungen wäre die Kompromisslösung gewesen, bei der die Bedürfnisse aller Beteiligten respektiert worden wären. Katze bleibt, das wichtige, vertraute (Schul-)Umfeld des Jungen auch. Selbst das Baby hättest du trotz räumlicher Trennung zum Partner bekommen können, da besucht ihr euch halt gegenseitig oder du bleibst auch mal etwas länger in seiner Wohnung. In seinem Alter kann der Junge auch mal ein paar Tage am Stück allein bleiben. Fürs Zusammenziehen ist noch genug Zeit, wenn der Junge auszieht. Es wären nur ein paar Jahre gewesen, die du hättest überbrücken müssen, um diese Situation zu lösen, ohne dein erstgeborenes Kind völlig vor den Kopf zu stoßen.

Es tut mir ja fast schon leid, dass ich nochmal auf die Katze zurückkomme, aber das geht überhaupt nicht in meinen Kopf rein. Du hast doch auch mit dem Tier zusammengelebt - war es dir völlig gleichgültig? Es sollte so, so offensichtlich sein, dass so eine Aktion ein unverzeihliches No-Go ist!

Ich würde dir echt gern einen Tipp geben, wie man DAS wieder geradebiegen kann, nachdem man so eine Nummer gebracht hat. Aber mir fällt beim besten Willen nichts ein. Wenn du meine Mutter wärst, ich würde dir das mit der Katze selbst auf dem Sterbebett noch vorwerfen - wenn ich dann überhaupt noch Kontakt zu dir hätte. Was sehr unwahrscheinlich ist. Ultimativer Verbrauchensbruch.

Und da kommt ja noch der ganze Rest dieser verfahrenen Situation obendrauf. Ich sehe wenig Hoffnung, dass das zu kitten sein wird. Wie ich schon mal schrieb, du verlangst im Grunde nicht weniger als eine vollständige Selbstaufgabe von deinem Sohn. Er ist der große Verlierer in dieser Geschichte, das einzige echte Opfer.
Bist du eigentlich dankbar für die Opfer, die er erbracht hat, damit du nun deinen Traum von einer neuen Familie leben kannst? Im Gegensatz zu dir, die sich ihre Mutterschaft und die damit verbundenen Opfer ausgesucht hat, hatte er bei seinen grausamerweise nicht mal ein Mitspracherecht!

Dass er nun das brave Kind spielen und mit dem neuen Mann auf heile Familie machen soll, ist die reinste Verhöhnung. Das erinnert mich ein bisschen an frühere Zeiten, wo es in manchen Familien üblich war, die Kinder mit einer Rute zu bestrafen - und die Kinder diese Rute auch noch regelmäßig küssen mussten. Dein Sohn hat tausend Gründe, den Mann an deiner Seite zu hassen, und keinen einzigen, warum er ihn lieben sollte.

Mir fällt wirklich keine gute Lösung für diesen Scherbenhaufen ein. Das Beste für den Sohn wäre wohl, so bald wie möglich eine Möglichkeit zum Auszug zu finden. Und dann, optimalerweise, wieder mit seinem Kater vereint zu sein. So was in der Richtung würde ich ihm wünschen, falls das machbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke auch, es ist alles mehrfach und eindringlich gesagt worden, oft zynisch und nicht in einem netten Ton, das treibt so manche User schnell wieder weg. Deshalb finde ich es gut, dass du bleibst und zumindest bereit bist, darüber nachzudenken und hoffentlich auch bereit bist, etwas zu ändern - zum Wohle deines Sohnes.

Ich wollte noch etwas zu der Katzenallergie sagen, die ich auch habe. Ich hatte früher 2 Katzen und bekam dann im Erwachsenenalter Neurodermitis plus eine Kreuzallergie. Ich hatte offene Wunden an Armen und Beinen, wurde mehrmals wöchentlich bestrahlt, Kortison per Infusion, das ganze Programm. Die Katzen musste ich abschaffen, wenn ich heilen wollte. (keine Sorge, die Tiere wurden sicher und gut privat untergebracht). Mein damaliger Arzt meinte, wer Neurodermitis im Erwachsenenalter bekäme, könnte auch wieder heilen. So war es auch, nach 3 Jahren war der Spuk vorbei.

Warum ich das erzähle...ich war gegen meine Katzen allergisch, aber wie ich später feststellte, nicht gegen alle Katzen. Eine Freundin hatte eine Katze und als ich bei ihr zu Hause war, passierte nichts mit mir.

Vielleicht magst du das mal lesen:

"Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob es bestimmte Katzenrassen gibt, die mehr oder weniger stark eine Katzenhaarallergie auslösen. Vermutet wird dies unter anderem bei Rex-Katzen, der Balinese, Sibirischen Katzen und Nacktkatzen. Studien an der Technischen Universität München konnten diese Annahme nicht bestätigen. Dennoch kam es zu interessanten Ergebnissen: Kater stellen grundsätzlich ein höheres Risiko für eine Allergie dar als Weibchen! Verringern lässt sich dieses, wenn ein Kater kastriert wird. Bei den Weibchen konnte diesbezüglich kein Unterschied festgestellt werden. Die Studien zeigten zudem, dass es innerhalb einer Rasse zu großen Abweichungen kommen kann, ob eine Person auf eine Katze allergisch reagiert oder nicht. Es kann also durchaus sein, dass in einem Mehrkatzenhaushalt nicht alle, sondern nur eine bestimmte Katze für eine Allergie verantwortlich ist. Dies hängt mit der Allergenfreisetzung zusammen, bei der es große Unterschiede gibt.
Bei einem Verdacht auf eine Katzenhaarallergie sollte erst einmal von einem Facharzt eine eindeutige Diagnose festgestellt werden. Zumeist findet diese durch einen Pricktest (auf der Haut) oder eine Blutuntersuchung statt. Ist eine Katzenallergie erwiesen, können kurzfristig Antihistaminika oder Kortisonpräparate zum Einsatz kommen. Sind eventuelle (Haut-)Beschwerden nicht groß, können Cremes bereits zu einer deutlichen Verbesserung führen. Ebenso kann Inhalieren lindernd wirken oder ein Nasenspray wieder für freien Atem sorgen. Ob diese Maßnahmen ausreichend sind, hängt vom Schweregrad der Allergie ab. Keinesfalls sollte die Angelegenheit unterschätzt werden, denn die Folge einer nicht behandelten Katzenhaarallergie kann Asthma sein. Diese Krankheit verfolgt viele Menschen ein Leben lang.

Wer den Kontakt zu Katzen nicht vermeiden kann oder will, hat neben einer medikamentösen Behandlung auch die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. Dabei wird der Allergiker über einen Zeitraum von einem halben bis zu zwei Jahren in regelmäßigen Abständen mit einer immer höheren Dosis des Allergens konfrontiert, um den Körper an dieses zu gewöhnen. Nach einer erfolgreichen Therapie sind die Reaktionen deutlich geringer."

Es steht in dem Text auch, was man hätte tun können, wenn die Katze schon im Haushalt lebt.

Die Katze ist doch weg.
Da braucht es keine Therapievorschläge mehr.
 
Nimm an, es handelt sich um deine jüngere Schwester, für die du dich einige Jahre verantwortlich gefühlt hast.

Wann fängt man an, die Verantwortung sukzessive abzugeben? Ab wann legt man die Verantwortung Stück für Stück in die Hände dessen, der sie tragen soll?
Bei Kindern tut man das langsam, so schrittweise möglichst von Anfang an. Damit sie damit umgehen können, wenn sie vor dem Gesetz erwachsen sind.
Danke für deine Gedanken. Ich bin grundsätzlich bereit, dazuzulernen und mein eigenes Verhalten zu hinterfragen.
Ich weiß, ich darf nicht nur darauf schauen, wo mein Sohn Grenzen braucht, sondern auch darauf, wo ich ihm mehr zutrauen und ihm mehr Raum geben kann.

Wie soll er sich sicher fühlen, wenn er von einem erwachsenen Mann körperlich angegriffen wird, während die Mutter zuschaut und dann den Angreifer verteidigt? Es würde mich nicht wundern wenn das der Moment war, in dem er das Vertrauen in dich verloren hat. Du könntest es noch kitten, aber dazu müsste es in dir ein grosses Umdenken geben. Ich glaube, dir können nur Fachleute helfen. Dein Sohn braucht keine therapeutische Hilfe. Er braucht eine verständnisvolle Mutter.

Ich verstehe den Gedanken, dass sich mein Sohn in dieser Situation nicht sicher oder geschützt gefühlt haben könnte. Ich werde versuchen, darüber mit meinem Sohn zu sprechen und herauszufinden, wie er die Situation erlebt hat. Trotzdem finde ich es nicht richtig, daraus zu schließen, dass ich zugeschaut und einen „Angreifer“ verteidigt habe. Die Situation war eine Eskalation, in der mein Sohn meinen Verlobten zuerst geschubst hat und danach Dinge passiert sind, die nicht hätten passieren dürfen.


Immerhin war er ehrlich.
Mir als Mutter wäre wichtig (gewesen), dass das so bleibt.

Es wäre schade - vor allem für ihn selbst - wenn er aufgrund solcher Vorkommnisse "lernen" würde, "besser" zu lügen.
Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Dass er ehrlich gesagt hat, dass er nicht gelernt hat, ist etwas, das ich in dem Moment mehr hätte wertschätzen müssen.
 
Ich als sehr gute Matheschülerin hatte eine Arbeit mal total versammelt und eine 5 erhalten.
Mein extrem strenger Mathelehrer meinte nur:" kommt in den besten Familien vor".

Lerne schon mal deine Reaktionen auf die Note 5 oder 6, die kommen bestimmt noch.
 
Das gefährlichste an der ganzen Geschichte ist der gewaltbereite Verlobte:

Wenn du weiterhin so hochnäsig durch's Leben wandelst, TE, werden sie dir deinen Sohn wegnehmen und in irgendeine Einrichtung stecken, so viel ist gewiss-

Oder wer wird sich die nächsten Monate um deinen Sohn kümmern?

Doch nicht etwa dein Verlobter, vor dem dein Sohn schon jetzt panische Angst hat?

Such dir schleunigst wieder eine eigene Wohnung mit deinem Sohn, dieser Mann taugt nichts.

Ich würde ihn nach dieser Nummer auch nicht mehr heiraten und das Sorgerecht nicht teilen...

Du wirst noch an meine Worte denken, glaube mir TE, aber dann wird es zu spät sein, weil du keine echte Einsicht und Verständnis zeigst.
 
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