Tanja Susi
Aktives Mitglied
Also die Erziehungsmethoden, ihn quasi einzusperren, damit er lernt und er in dieser Zeit auch keinen Ausgleich dazu hat, wie kommst du auf sowas? Soll das motivieren? Das ist Zwang.Ich bin nicht von meinem Verlobten abhängig. Ich habe mich bewusst für diese Beziehung entschieden, weil ich ihn liebe und mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufbauen möchte. Das ist für mich etwas anderes als Abhängigkeit.
Nein, ich habe ihn weder mit Essensentzug noch mit Hausarrest bis zum Sanktnimmerleinstag zu einer Entschuldigung gezwungen.
Ich habe ihm mehrfach gesagt, dass ich eine Entschuldigung für richtig halte. Am Ende hat er sich entschuldigt, und daraufhin hat sich auch mein Verlobter bei ihm entschuldigt. Ich finde es nicht fair, mir Erziehungsmethoden zu unterstellen, die es so nie gegeben hat.
Ich habe Verständnis für meinen Sohn. Ich sehe inzwischen auch, dass die vielen Veränderungen für ihn belastend waren und dass ich manches aus seiner Sicht besser nachvollziehen kann als noch vor einigen Tagen.
Trotzdem sehe ich nicht alles so eindeutig, wie du es schilderst. Mein Sohn hat nicht ständig nur zu akzeptieren. Er hat Freiheiten, trifft seine Freunde, geht seinen Hobbys nach und wir versuchen auch, Verständnis für ihn aufzubringen.
Ich nehme aber mit, dass Konsequenzen allein nicht reichen und Vertrauen nicht durch Sanktionen entsteht. Dieses Thema werde ich auch in der Erziehungsberatung ansprechen.
Was ich allerdings nicht teilen kann, ist die Darstellung, dass mein Sohn völlig haltlos sei oder dass mein Verlobter ihn einfach grundlos körperlich angegangen hätte. Die Situation ist eskaliert und beide haben sich falsch verhalten. Das entschuldigt die Reaktion meines Verlobten nicht, aber ich halte es auch nicht für richtig, den Ablauf auf einen einzigen Moment zu reduzieren.
Ich höre meinem Sohn zu, auch wenn mir das nicht immer gelingt, so wie er es vielleicht braucht. Genau deshalb versuche ich aber zu reflektieren, was ich besser machen kann. Das bedeutet aber nicht, dass ich jede Entscheidung, die wir getroffen haben, grundsätzlich für falsch halte.
Genau deshalb habe ich mich hier angemeldet. Um ehrliche Meinungen und Denkanstöße zu erhalten.
Ja, ich habe große Probleme, mich in meinen Sohn hineinzuversetzen. Das habe ich hier mehrfach geschrieben. Ich bin nicht aus Stein. Ich habe die Kritik gelesen und mir vieles davon zu Herzen genommen. Manche Dinge sehe ich etwas anders als noch zu Beginn dieses Threads.
Was ich allerdings auch sagen möchte: Viele Kommentare waren sehr verletzend. Vielleicht hat es dem einen oder anderen in dem Moment gutgetan, mich als schlechte Mutter oder Egoistin zu bezeichnen. Mich bringt das aber kein Stück weiter.
Ihr kennt unsere Situation nur ausschnittsweise. Deshalb finde ich es nicht fair, Behauptungen aufzustellen wie „Du machst ganz sicher auch dies oder jenes“ oder mir Motive zu unterstellen, ohne sie zu wissen. Kritik kann ich annehmen, Unterstellungen helfen weder mir noch meinem Sohn.
Ich möchte meinen Sohn nicht verlieren. Genau deshalb suche ich den Austausch, nehme die Erziehungsberatung ernst und versuche, mein eigenes Verhalten zu reflektieren. Das fällt mir nicht leicht, aber ich bin bereit, daran zu arbeiten.
Du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Das „nicht“ hast du offenbar überlesen.
Das ist tatsächlich etwas, worüber ich mir inzwischen auch Gedanken mache. Mir fällt es nicht grundsätzlich schwer, mich in andere Menschen hineinzuversetzen. Bei meinem Sohn scheint mir das deutlich schwerer zu fallen, vermutlich auch, weil ich emotional selbst sehr in der Situation stecke.
Nein.
Ich finde es interessant, dass du dich an diesem Wort festhältst, aber ich sehe nicht, dass meine gesamte Argumentation darauf beruht.
Ja, ich benutze „aber“ häufig, weil ich versuche, verschiedene Seiten einer Situation darzustellen. Für mich bedeutet das nicht automatisch, dass ich das, was davor gesagt wurde, wieder zurücknehme.
Ob das auch mein Kommunikationsstil mit meinem Sohn ist? Ich weiß es nicht. Es kann sein, dass ich manchmal zu schnell erkläre oder meine Sicht ergänze, anstatt erst einmal nur zuzuhören. Genau an solchen Dingen möchte ich arbeiten.
Und ich weiß schon, wie das gelaufen ist. Ihr habt ihn gestellt und auf ihn eingeredet, bis er sich entschuldigt hat.
Du kannst dich doch ganz wunderbar in deinen neuen Partner hereinversetzen, wenn du ihm alles REcht machen musst und sein Verhalten hier auch noch entschuldigst.
Wegen dem Weggeben des Katers hast du null Gewissensbisse, du redest dir immer noch die körperliche Gewalt deines Partners gegenüber deinem Sohn schön. Er ist NICHT der Vater, ihr geht gemeinsam auf den Sohn los. Dass du das nicht verstehen willst, ist mir unbegreiflich.
Du wirst deinen Sohn verlieren, wenn du ihm nicht glaubhaft das Gefühl gibst, dass du ihn auch siehst und nicht nur die "neue Familie", ein Begriff von dir, der sehr entlarvend ist.
Ich sehe weiterhin nicht, dass du reflektierst, vielleicht werden dir einige SItuationen klarer, aber du stehst doch immer noch zu deiner Zwangs-Druck-Sanktion-Erziehung. Und ja, dein "Aber" in jedem Beitrag und jeder Rechtfertigung zeigt doch nur, dass du dich überhaupt nicht ändern willst.
Jetzt zwingst du deinen Sohn zu einer Familientherapie zu dritt, wo ihr dann wieder 2 gegen 1 euch aufstellt, weil der Sohn sich gefälligst so verhalten soll, wie du das dir vorstellst?
Und klar: du bist extrem egoistisch. Du hast nicht das gelesen, was du lesen wolltest und das hat dich verletzt. Aber reflektieren, was vielleicht bei euch falsch läuft, willst du nicht. Mir tust du null leid, mir tut dein Sohn extrem leid. Für dich habe ich weder Mitleid noch Verständnis.
Mach eine Therapie, kläre ab, warum du denkst, du würdest deinem Sohn etwas Gutes tun, er soll Dankbarkeit zeigen. Eine anständige Familientherapeutin wird dein VErhalten wie wir hier auch sehr in Frage stellen und da musst du doch sehr an dir arbeiten.