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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Du kriegst hier wirklich fett Gegenwind, @Blauregen . Ich glaube, das ist nicht leicht auszuhalten.
Aber ich würde dich dringend bitten, es eben doch auszuhalten und darüber nachzudenken - für deinen Sohn!

Ich möchte dir mal ein kleines Gedankenspiel vorschlagen: statt mit deinem Sohn hast du mit deiner Schwester zusammengelebt, bis der Mann in euer Leben trat.
Stell dir vor, du hättest zu deiner Schwester gesagt, ihr Kater muss weg deswegen... natürlich kannst du das gut begründen. Und du bist auch überzeugt, dass nur das die beste Lösung sein kann.
Deine Schwester hätte dir einen Vogel gezeigt und gesagt, denk dir was anderes aus, Kerl oder Katze...dann hättet ihr einen Kompromiss aushandeln müssen. Eine für alle gangbare Lösung suchen müssen, eben so lange, bis alle Beteiligten sich mit dem Konzept arrangieren konnten.

Deine Schwester macht eine Weiterbildung und setzt eine Arbeit in den Sand, weil sie am Vorabend feiern war - was hättest du gesagt? Vermutlich nur "siehste, sowas kommt von sowas" und darüber hinaus wäre es nicht deine Angelegenheit gewesen.

Du kannst mal für all solche Situationen Sohn gegen Schwester gedanklich austauschen und gucken, was das mit deiner Sichtweise macht.

Und wenn du jetzt sagst, dein Sohn ist aber nicht erwachsen, dann halte ich dir entgegen, dass er mit 15 auch kein Kleinkind mehr ist und tatsächlich niemand auf der Welt bis 17 3/4 zu erziehendes Kind und mit dem 18. Geburtstag ruckartig erwachsen ist - das ist ein Prozess, in den ein erwachsen werdendes Kind hineinwachsen muss.

Davon abgesehen kann man mit Sanktionen keinen Menschen nach eigenem Gusto formen, außer man will ihn konsequent brechen. Ich hoffe, dass du das nicht willst. Und diese "Vaterfigur" will das hoffentlich auch nicht.
 
War klar. Keinerlei Einsehen, dass deine Erziehungsmethoden fragwürdig sind, keine Einsicht, dass ihr euch falsch gegenüber dem Sohn verhaltet, wenn dein Partner ihn körperlich angeht. Schlimm, mein Mitleid hat dein Sohn.
Das hast du jetzt aus meiner Sicht wirklich ausreichend oft betont.
Findest du dich damit pädagogisch wertvoller als die TE?
 
Du hast mehrmals erwähnt, dass du dich nicht gut in deinen Sohn hineinversetzen kannst. Zwei deiner Bemerkungen picke ich mal heraus um dir zu veranschaulichen wie sich dein Sohn fühlen muss und wo seine Position in der Familie ist. Warum er dann reagiert wie er es tut, ist eigentlich selbsterklärend.

Wenn ich jemanden willkommen heisse, dann ist es ein Aussenstehender, ein Gast, den ich hereinbitte und ihm sage: "Fühl dich wie zu Hause". Dein Sohn fühlt sich als geduldeter Gast im eigenen Haus. Deine kleine neue Familie besteht aus dir, deinem Verlobten und dem neuen Baby. Dein Sohn darf sich dazu gesellen, wenn er sich benimmt und sonst darf er auf sein Zimmer gehen. Er fühlt sich NICHT als Teil der Familie. Er fühlt sich ausgeschlossen und das lässt du ihn unbewusst auch spüren, indem du in erster Linie zu deinem Verlobten hälst und ihm erlaubst Stiefvater zu spielen, was ihm überhaupt nicht zusteht.
Genauer gesagt: Dein Sohn hat seine Mama und Vertraute verloren. Er fühlt sich im Stich gelassen und alleine und dann wird von ihm auch noch Dankbarkeit erwartet. "Danke Mama, dass du dir von diesem Idioten hast ein Kind machen lassen", "Danke, dass du mich im Stich lässt", "Danke, dass du mich nur noch anschnauzt", "Danke, für dein völliges Unverständnis mir gegenüber", "Danke, danke danke."

Bei deinem Verlobten habe ich gar kein gutes Gefühl. Er ist ein erwachsener Mann, von dem man erwarten dürfte, dass er seine Emotionen und körperlichen Reflexe im Griff hat. Stattdessen drückt er in seiner Wut einen 15jährigen gegen die Wand. Nicht einmal, sondern zweimal. Vielleicht drückt er irgendwann auch dich wütend gegen die Wand...

Dein Sohn ist entsetzt, wie erstarrt, panisch, hat Angst. Früher ist er in einer solchen Situation zu Mama gerannt, hat sich von ihr drücken und trösten lassen. Und wo ist Mama jetzt? Sie steht da, duldet, dass der Verlobte ihn körperlich angeht und sagt dann auch noch: "Du bist unverschämt und respektlos. Los, entschuldige dich bei deinem Stiefvater!"

Dein Sohn hat seine Mama verloren. So fühlt er sich.
Mein Sohn ist kein Gast in meinem Haus und auch kein geduldeter Teil der Familie. Er ist mein Kind und wird immer ein fester Bestandteil meines Lebens sein. Dass wir eine Partnerschaft führen und ein weiteres Kind bekommen, bedeutet nicht, dass er dadurch weniger wichtig wird.
Dass die Situation mit meinem Verlobten nicht in Ordnung war, habe ich nie abgestritten. Ein Erwachsener trägt eine besondere Verantwortung und muss sich in solchen Momenten anders verhalten. Aber daraus abzuleiten, dass mein Sohn seine Mutter verloren hat, ist eine sehr harte Unterstellung. Ich liebe meinen Sohn und ich habe ihn nicht aufgegeben. Ich versuche gerade, einen Weg zu finden, wie wir wieder mehr Vertrauen und Nähe aufbauen können.
Ich kann akzeptieren, dass du meine Entscheidungen kritisch siehst. Aber ich finde es nicht fair, mir abzusprechen, dass ich eine gute Beziehung zu meinem Sohn möchte oder dass ich für ihn da bin.
Mich würde interessieren: Was kann ich jetzt konkret anders machen, damit mein Sohn wieder mehr Vertrauen fasst und sich wieder als wichtiger Teil der Familie fühlt? Welche Schritte würdest du aus deiner Sicht empfehlen, die wirklich im Alltag umsetzbar sind?
 
Mein Sohn ist kein Gast in meinem Haus und auch kein geduldeter Teil der Familie. Er ist mein Kind und wird immer ein fester Bestandteil meines Lebens sein. Dass wir eine Partnerschaft führen und ein weiteres Kind bekommen, bedeutet nicht, dass er dadurch weniger wichtig wird.
Dass die Situation mit meinem Verlobten nicht in Ordnung war, habe ich nie abgestritten. Ein Erwachsener trägt eine besondere Verantwortung und muss sich in solchen Momenten anders verhalten. Aber daraus abzuleiten, dass mein Sohn seine Mutter verloren hat, ist eine sehr harte Unterstellung. Ich liebe meinen Sohn und ich habe ihn nicht aufgegeben. Ich versuche gerade, einen Weg zu finden, wie wir wieder mehr Vertrauen und Nähe aufbauen können.
Ich kann akzeptieren, dass du meine Entscheidungen kritisch siehst. Aber ich finde es nicht fair, mir abzusprechen, dass ich eine gute Beziehung zu meinem Sohn möchte oder dass ich für ihn da bin.
Mich würde interessieren: Was kann ich jetzt konkret anders machen, damit mein Sohn wieder mehr Vertrauen fasst und sich wieder als wichtiger Teil der Familie fühlt? Welche Schritte würdest du aus deiner Sicht empfehlen, die wirklich im Alltag umsetzbar sind?
Klarstellen, dass dein Partner ihn nicht anzufassen hat in Konflikten. Das müsst ihr anders lösen. Aufhören, Dank von deinem Sohn einzufordern. Auffordern, so einen Druck mit Strafen wegen Schulleistungen einzufordern.

Macht eine Familientherapie, aber dann nimm da an, was dir gesagt wird. Das mit dem Kater ist und bleibt vollkommen daneben von dir und war ein Vertrauensbruch. Steh dazu, dass das ein Fehler war und entschuldige dich.

Ich gehe nicht davon aus, dass du irgendwas änderst, dein Partner ist dir viel wichtiger als dein Sohn. Du musst deinen Sohn vor dem Partner schützen. Aber wie gesagt, 2 gegen einen ist wahrscheinlich viel einfacher.
 
Ich möchte das noch einmal extra betonen. Du entschuldigst das Verhalten deines Verlobten. Es steht ihm nicht zu, dass er deinen Sohn körperlich angeht.
Ee spielt seine Macht, dass er stärker ist als dein Sohn, aus. Wo warst du in dieser Situation?
Warum darf dein Verlobter das? Warum übernimmst du nicht den Part?
Was habt ihr durch diese Machtdemonstration gewonnen?
Ich entschuldige das Verhalten meines Verlobten nicht. Ich habe mehrfach geschrieben, dass es nicht in Ordnung war und dass ein Erwachsener in so einer Situation anders reagieren sollte.
Ich glaube aber, dass es einen Unterschied gibt zwischen „erklären, wie es dazu kam“ und „es entschuldigen“. Die Vorgeschichte macht die Reaktion nicht richtig.
Mein Sohn soll sich sicher fühlen und wissen, dass körperliche Auseinandersetzungen keine Lösung sind, egal von wem sie ausgehen.
 
Ich entschuldige das Verhalten meines Verlobten nicht. Ich habe mehrfach geschrieben, dass es nicht in Ordnung war und dass ein Erwachsener in so einer Situation anders reagieren sollte.
Ich glaube aber, dass es einen Unterschied gibt zwischen „erklären, wie es dazu kam“ und „es entschuldigen“. Die Vorgeschichte macht die Reaktion nicht richtig.
Mein Sohn soll sich sicher fühlen und wissen, dass körperliche Auseinandersetzungen keine Lösung sind, egal von wem sie ausgehen.
Wie kommt der Mann dazu, den Sohn anzugehen? Hast du ihm gesagt, dass er das machen soll? Das ist doch dein Problem. Es ist unerheblich, wie es dazu kam, aber das begreifst du ja nicht.
 
Für mich gibt es keinen Grund für körperliche Attacken, von Notwehr einmal abgesehen.
Es gibt nicht wenige Frauen (mich eingeschlossen), für die nach dieser Aktion die Beziehung beendet gewesen wäre.
Versuche es, von außen zu sehen. Eine Freundin schildert dir diese Situation, was würdest du dazu sagen?
Ich rede das Verhalten meines Verlobten nicht schön und ich habe nie gesagt, dass es in Ordnung war. Ein Erwachsener muss sich in einem Konflikt anders verhalten.
Trotzdem finde ich, dass man eine Situation nicht nur anhand eines Ausschnitts beurteilen kann. Es gab eine Eskalation, an der mehrere Dinge beteiligt waren, und daraus müssen alle Beteiligten lernen.
Was für mich entscheidend ist: Mein Sohn muss wissen, dass er sicher ist.
Nun es gibt keinen Grund einen Teenager köperlich anzugehen. Er kann ihn allenfalls abwehren , wenn er angegriffen wird , alles weitere ist strafbar. Zuerst hätte sich dein Mann entschuldigen müssen nicht der Sohn. Der Junge ist nicht erwachsen und man kann von ihm kein erwachsenes Verhalten erwarten. Über die Pubertätsphase bist du ausreichend informiert? Eine abgepresste Entschuldigung ist sowieso nichts wert.
Wie war dein Verhältnis zum Sohn bevor du den Mann kennengelernt hattest, warst du auch so streng mit Noten, eine 4 ist nun wirklich kein Grund für Strafen.
Dein Freud kann dem Jungen kein Vater sein, wenn der Sohn es nicht will. E hat sich deshalb aus der Erziehung rauszuhalten. Das müsstest du ihm klarmachen. Auch deinen Mann und sein Verhalten solltest du etwas kritischer sehen.
Dir geht es nicht gut in der Schwangerschaft, ich glaube die harten Zeiten kommen erst noch , wenn du rund um die Uhr übermüdet für das Baby da sein musst und dein Mann viel arbeitet. Ich hoffe du hast dann Hilfe, auf deinen Sohn brauchst du als Babysitter eher nicht zählen.
Mein Sohn hat meinen Verlobten zuerst geschubst und dabei auch einige Worte gesagt. Daraufhin ist die Situation eskaliert. Ich sage nicht, dass die Reaktion meines Verlobten richtig war.
Bevor mein Verlobter in unser Leben kam, hatten mein Sohn und ich ein sehr enges und gutes Verhältnis. Ich habe immer versucht, für ihn da zu sein und vieles aufzufangen, auch weil sein Vater diese Rolle nicht übernommen hat.
Wir haben sehr viel gemeinsam gemacht, viel Sport zusammen, mehrere Urlaube und viele schöne Erlebnisse miteinander geteilt.
Eine Note dieser Art gab es bisher auch nicht. Es ging in der Situation nicht um eine einzelne schlechte Note, sondern darum, wie es dazu gekommen ist. Mein Sohn hat selbst gesagt, dass er nicht gelernt hat, weil ihm Fortnite mit seinen Freunden wichtiger war.
 
Ich rede das Verhalten meines Verlobten nicht schön und ich habe nie gesagt, dass es in Ordnung war. Ein Erwachsener muss sich in einem Konflikt anders verhalten.
Trotzdem finde ich, dass man eine Situation nicht nur anhand eines Ausschnitts beurteilen kann. Es gab eine Eskalation, an der mehrere Dinge beteiligt waren, und daraus müssen alle Beteiligten lernen.
Was für mich entscheidend ist: Mein Sohn muss wissen, dass er sicher ist.

Mein Sohn hat meinen Verlobten zuerst geschubst und dabei auch einige Worte gesagt. Daraufhin ist die Situation eskaliert. Ich sage nicht, dass die Reaktion meines Verlobten richtig war.
Bevor mein Verlobter in unser Leben kam, hatten mein Sohn und ich ein sehr enges und gutes Verhältnis. Ich habe immer versucht, für ihn da zu sein und vieles aufzufangen, auch weil sein Vater diese Rolle nicht übernommen hat.
Wir haben sehr viel gemeinsam gemacht, viel Sport zusammen, mehrere Urlaube und viele schöne Erlebnisse miteinander geteilt.
Eine Note dieser Art gab es bisher auch nicht. Es ging in der Situation nicht um eine einzelne schlechte Note, sondern darum, wie es dazu gekommen ist. Mein Sohn hat selbst gesagt, dass er nicht gelernt hat, weil ihm Fortnite mit seinen Freunden wichtiger war.
Deine Erziehungsmethoden sind unverhältnismäßig hart. Dein Partner ist kein Erziehungsberechtigter und hat sich nicht einzumischen. Warum verstehst du das nicht?

Erkläre doch mal, wie du darauf kommst, deinem Sohn quasi Hausarrest zu geben, damit er lernt? Hausarrest, wenn er nicht lernt? Kommt das bei dir so an, als wäre die Maßnahme motivierend? Du strafst einfach nur. Groteske Erziehungsmethoden, die dann durch Gewalt durchgesetzt werden.
 
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