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Frusttagebuch: Mutter

So lange Du versuchst zwischen Dir und Deiner angeblichen Mutter , für mich ist sie bestenfalls Deine Erzeugerin, das wieder herzustellen, was Deine Mutter selbstständig gekappt hat - nämlich ihre Beziehung zu Dir , rennst Du einem Trugschluss hinterher.

Entweder gelingt es Deiner Mutter aus dem Lügenkonstrukt auszubrechen und reinen Tisch zu machen oder es gelingt ihr nicht.

Das sie es aber gar nicht erst versucht, zeigt doch nur eines - Du bist ihr völlig egal.

Jedes Wort ist gelogen , jedes Gefühl ist gespielt in Wirklichkeit darfst Du nur Spielplatz ihrer Lügen sein, so wie andere auch .

Je eher Du Dich von der Vorstellung emotional löst, desto eher geht es Dir bezüglich dieses Mankos in Dir wieder gut, denke ich.
 
Bist du mit deiner Mutter schon mal in den direkten Konflikt gegangen, ihr gesagt, was du nicht gut findest, was du nicht möchtest etc.?

Du schenkst ihrer Gedankenwelt sehr viel Aufmerksamkeit, ist mein Eindruck.
Es gab zu Lebzeiten meiner Großmutter mehrere Situationen, in denen meine Mutter und ich offen Konflikte hatten.
An eine Situation erinnere ich mich gut: Meine Mutter wollte, dass meine Oma ihr die Fliesen im neuen Haus verlegt. Damals war meine Oma bereits 80 und eine künstliche Herzklappe. Das Gespräch endete indem ich meine Mutter anschrie, "sie soll einmal was im Leben selber tun und ob sie wolle, dass die Oma bei der Arbeit stirbt"

Nach dem Tod meiner Großmutter gab es den ersten Konflikt bereits beim Erbe als meine Mutter behauptet ich hätte etwas aus dem Schließfach gestohlen. Damals verhielt ich mich aber beschwichtigend, weil ich keinen juristischen Erbstreit wollte und meine Mutter schließlich murrend den Mund hielt.

Es dauerte dann nochmal einige Jahre, in denen meine Mutter unseren Kontakt immer weiter forcierte. Bis zu einem Punkt, an dem sie täglich Telefonate wollte. Sie setze mich emotional unter Druck und es fielen Sätze von ihr wie "Nachher liege ich tot auf dem Küchenboden". Damals hatte ich zum Glück die Chance das mit meinem Hausarzt zu besprechen, der mir als erster neutraler Dritter bewusst machte, dass meine Mutter mich emotional erpresst. Auf Raten meines Arztes habe ich meiner Mutter das Ultimatum gestellt: Entweder einmal die Woche Kontakt oder garnicht.

Ich habe meiner Mutter über die Zeit mehrfach gesagt, dass ich mich eingeengt, unter Druck gesetzt und emotional erpresst fühle, insbesondere von ihren Suiziddrohungen. Ich habe ihr dutzende Male gesagt, dass ich normale Gespräche und keine politische Hetze will, dass ich nicht ständige Wiederholungen ihres Leides will ..... und und und.

Das Ergebnis von praktisch allen Gesprächen waren Rechtfertigungen, narzistische Schuldzuweisungen, auch mir gegenüber und am Ende Tränen meiner Mutter.

Ja, ich beschäftige mich sehr mit meiner Mutter, aber tatsächlich weniger als früher und nur selektiv. Gerade jetzt schreibe ich etwas mehr, weil ich inzwischen realisiert habe wie meine Mutter tickt. Das möchte ich für mich verarbeiten, auch damit ich die Distanz wirklich einhalte.

Konfliktgespräche haben keinen Sinn. Im Gegenteil. Sie bestärken meine Mutter in ihrer narzistischen Opferrolle. Ihr ganzes Selbstbild lebt davon, dass sie ein "schweres Leben hat" und alle Menschen böse zu ihr sind, auch ich.
 
Und du kommst nicht damit klar, dass du in den Augen deiner Mutter ein böser Mensch bist, wie alle anderen Menschen auch?
Möchtest du ihr beweisen, dass du anders bist, als all die anderen bösen Menschen?
Machst du deshalb das ganze Theater so brav mit?

Was würde es für dich bedeuten, wenn du den Kontakt komplett abbrechen würdest?
Kämst du damit klar, würde sich Erleichterung bei dir einstellen?
Oder würde dir etwas fehlen dadurch?
 
Wieso bekommt deine Mutter Sozialleistungen trotz Haus? Normalerweise muss Vermögen aufgebraucht werden bevor man Anspruch hat.

Ansonsten muss das Haus weg. Deine Mutter kann sich so oder so davon bald verabschieden, da nicht finanzierbar.
 
Und du kommst nicht damit klar, dass du in den Augen deiner Mutter ein böser Mensch bist, wie alle anderen Menschen auch?
Möchtest du ihr beweisen, dass du anders bist, als all die anderen bösen Menschen?
Machst du deshalb das ganze Theater so brav mit?
Was würde es für dich bedeuten, wenn du den Kontakt komplett abbrechen würdest?
Kämst du damit klar, würde sich Erleichterung bei dir einstellen?
Oder würde dir etwas fehlen dadurch?
Mir ist es relativ egal wie meine Mutter mich sieht.

Ich glaube das Theater mache ich mit, weil meine Mutter sozusagen der "Rest" meiner Familie ist und ich diese letzte Verbindung nicht vollständig kappen will. Vielleich auch aus schlechtem Gewissen meiner Oma gegenüber, die nicht gewollt hätte, dass ich mich mit meiner Mutter komplett auseinander lebe.

Würde mir was fehlen? Vermutlich nein.
Aber ich denke nicht, dass es mir besser ginge. Was mich belastet hat, war nicht der Kontakt als solcher, sondern die Intensität und der Druck. Und ich habe lange gebraucht das zu erkennen und ich arbeite immer noch an der Reduzierung des Kontaktes.
 
Wieso bekommt deine Mutter Sozialleistungen trotz Haus? Normalerweise muss Vermögen aufgebraucht werden bevor man Anspruch hat.

Ansonsten muss das Haus weg. Deine Mutter kann sich so oder so davon bald verabschieden, da nicht finanzierbar.
Meine Mutter hat rund 15 Jahre ihres Bürgergeldbezuges in einem Haus gelebt.

Ein selbst bewohntes Haus galt damals beim Bürgergeld als angemessen und gehörte zum geschützten Vermögen.
Wie sauber das ganze wirklich war, weiß ich nicht. Ich kann nur vermuten, dass meine Mutter bei der Wohnfläche des Hauses geschummelt hat.
Genauso wie sie früher schon mal geschummelt hatte als sie Barvermögen vor dem Sozialamt versteckt hat, weil sie ihre damalige Freigrenze von 10.000 € überschritt und das Vermögen hätte einsetzen müssen.
Genauso wie sie Jahre lang Einkommen verschwiegen hat. Ihre Taktik war meist einen Minijob für vielleicht 500 € anzunehmen, beim Jobcenter aber nur 200 € anzugeben.

Juristisch belegbar? Schwierig, aber es entsteht ein Gesamtbild: Die arme Frau, die soooo ein schweres Leben hat und die als Notwehr ein klein wenig schummelt..... 🙄

Weißt du, mir wäre das in anderen Fällen egal. Wenn jemand 50 Jahre lang hart gearbeitet hat und dann Angst vor dem Verlust des Hauses hat..... Meine Mutter war und ist aber der Typ, der sich Sonderrechte herausnimmt, die nur für sie gelten. Sie ist extrem giftig wenn Andere was falsch machen. Sie schimpft über Betrüger, Verbrecher, Sozialschmarotzer und über den Nachbarn wenn er auch nur 5 cm zu nah auf ihrer Seite steht. Sie schimpft über den Paketboten der sie "morgens" um 10 Uhr weckt, weil er ein Paket für den Nachbarn abgeben will.
Sie selber aber darf alles. Sie darf betrügen, lügen, selbst auf einem Schwerbehindertenparkplatz stehen. Warum? Weil sie "in Not" ist. Weil "das Andere auch machen". Weil "der Staat Steuergelder eh verschwendet". etc....

Dieses Verhalten basiert auf der narzisstischen Überzeugung, etwas Besseres zu sein und Sonderrechte zu verdienen. In der Psychologie spricht man hierbei von Anspruchsdenken (Entitlement) und Doppelmoral. Dieses Verhalten hat mich immer angek*tzt.
 
Danke für die Links. Narzismus hatte ich bei meiner Mutter früher mal ausgeschlossen, aber seit ich mich mit der Form des verdeckten Narzissmus (auch vulnerabler oder hypersensitiver Narzissmus) beschäftigt habe, passt eigentlich alles bei meiner Mutter.
Wenn deine Großeltern aber wahrscheinlich liebevolle Eltern waren, kann ich mir das persönlich auch nicht wirklich vorstellen. Ein paar Narzissten kenne ich, und die hatten alle schlimme Eltern.

Gab es denn sonst jemanden mit narzisstischen Zügen in der Familie? Weißt du das? Dann könnte natürlich auch eine genetische Veranlagung eine Rolle gespielt haben.

Ich verstehe aber auch, dass man manchmal einen Namen oder eine Bezeichnung braucht, um schwierige Menschen und ihr Verhalten besser einordnen und verstehen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heutiges Telefonat

Das heutige Telefonat war relativ gut - naja sagen wir ich habs kurz gehalten.

Anfänglich berichtete meine Mutter über einen Zahnarztbesuch und das das Wasser beim Zahnarzt zu kalt sei (ernsthaft!).

Danach über eine neue Wohnung, die sie sich angeschaut habe: 100m², riesen Penthouse Dachterasse, gute Lage, Tiefgeragenstellplatz mit Aufzug in die Wohnung, Einkaufsgelegenheit direkt um die Ecke. Sei für sie aber nicht gut genug. Also eigentlich schon, aber für ihre Meerschweinchen wäre die Wohnung eine Zumutung, weil sie in der ersten Etage liegt und das Haus von 1989 ist und im Sommer bestimmt zu warm wird. Die Tiere sterben!!!! 🙄

Ich habe meine Mutter im Gespräch mehrfach "eingefangen" als sie anfing abzuschweifen, über bisherige Wohnungen, das Aussehen des Maklers oder allgemein Über Politik zu sprechen. Nach einer halben Stunde waren wir durch und meine Mutter merkte nur an dass sie gerne mehr mit mir reden würde, außerdem kam der Nebensatz "darf ich dich niemals mehr besuchen?" weil ich sie auch dieses Woche nicht zu mir einlud. Boah, wenn ich mir vorstelle, wie das zu Höchstzeit war: 4-5 Telefonate in der Woche, jeweils 1-2 Stunden und jeden Samstag 4-5 Stunden Besuch. Nie wieder!

Morgen mache ich mir einen schönen Tag. Lecker frühstücken, einkaufen, ein bisschen zocken, eine Stunde Sport.... Ich wünsche allen ein schönes Wochenende! 🙂
 

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