Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Danke für die Links. Narzismus hatte ich bei meiner Mutter früher mal ausgeschlossen, aber seit ich mich mit der Form des verdeckten Narzissmus (auch vulnerabler oder hypersensitiver Narzissmus) beschäftigt habe, passt eigentlich alles bei meiner Mutter.![]()
Ist meine Mutter eine Narzisstin? 7 Anzeichen, die sie entlarven
Narzisstische Mütter können das Leben ihrer Kinder prägen. An welchen Merkmalen du sie erkennst, welche Auswirkungen das hat und wie du heilen kannst.www.brigitte.de
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Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Wenn die Mutter nicht lieben kann | Selfapy
Was, wenn das Verhältnis zur eigenen Mutter nicht gut ist, wenn die eigene Mutter sogar unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet?www.selfapy.com
Narzissmus Definition - UMGANG mit NARZISSTEN
Was bedeutet Narzissmus, was sind die typischen Kennzeichen und Formen von Narzissmus, wie verhält sich ein Narzisst und woran erkennt man ihn?umgang-mit-narzissten.de
Während der klassische, grandiore Narzisst nach offener Bewunderung und Macht strebt, zieht der verdeckte Narzisst seine Aufmerksamkeit und Bestätigung oft über Mitleid, vermeintliches erlittenes Unrecht und die Opferrolle.
- Chronisches Gefühl des Ungerecht-behandelt-Werdens: Sie sind fest davon überzeugt, dass das Leben, der Chef, der Partner oder das System sich gegen sie verschworen haben. Eigene Fehler oder Anteile an Konflikten werden komplett ausgeblendet. Passt zu meiner Mutter, da sie immer die Schuld bei Anderen oder im System sucht und sich deswegen auch politisch radikalisiert.
- Mitleid als Währung: Anstelle von Bewunderung suchen sie Mitgefühl. Wer bemitleidet wird, steht im Mittelpunkt, erhält Aufmerksamkeit und ist gleichzeitig vor Kritik geschützt (denn ein "Opfer" kritisiert man nicht). Passt, da sie überall, selbst bei einem Banker dieses Mitgefühl als Vorteil ausspielt.
- Passive Aggressivität und Schuldzuweisungen: Konflikte werden selten direkt ausgetragen. Stattdessen wird dem Gegenüber durch Schmollen, Seufzen oder Kontaktabbruch das Gefühl gegeben, etwas falsch gemacht zu haben. Passt, echte Konflikte meidet meine Mutter und reagiert stattdessen mit Gaslighting "du bist komisch", "du hast keine Gefühle" etc.
- Erwartung von Privilegien durch Leid: Sie leiten aus ihrem (oft selbst inszenierten oder aufgebauschten) Leid Sonderrechte ab. Weil es ihnen "so schlecht geht", müssen andere Rücksicht nehmen, Aufgaben übernehmen oder Schuldgefühle haben. Passt 100%! Ihr Leid ist immer ihr Hebel etwas von anderen zu verlangen oder Sonderrechte einzufordern, aller "ich habe zwar keinen Schwerbehindertenausweis, aber mir geht es so schlecht, dass ich auf dem SB Parkplatz parken darf"
- Subtile Grandiosität: Auch in der Opferrolle bleibt der narzisstische Kern erhalten. Er äußert sich in Gedanken wie: "Ich bin einfach zu gut/zu sensibel für diese Welt, deshalb nutzen mich alle aus." Das erhöht das eigene Ego über die "grausamen" Mitmenschen. Passt auch voll. Das ist das gesamte inszenierte Weltbild meiner Mutter. Sie als einziger, sensibler, gutherziger Mensch in einer ansonst bösen Welt. Verletzt sie andere Menschen "meint sie es angeblich nicht böse", tun Andere was falsches, unterstellt sie ihnen sofort die bösesten Absichten.
Anfangs habe versucht meiner Mutter zu helfen. Ich habe ihr viele Stunden in Gesprächen mit Rat zur Seite gestanden. Habe sie zu wichtigen Terminen wie Bank, Autokauf oder Haus/Wohnung begleitet. Ich habe ihr einen Rentenberater gesucht, einen Immobilienmakler usw.
Teilweise waren die Ergebnisse zwar in Ordnung, aber eigentlich nur, weil ich an diesen Terminen ALLES an ihrer Stelle getan habe und sie vor Ort den Menschen nur ihr Leid geklagt hat. Das Ergebnis war niemals Dank, sondern irgendwie war meine Hilfe nie "genug" und ich wurde immer nur tiefer in die Dynamik hineingezogen.
Inzwischen habe ich meine Taktik dahin umgestellt, den Kontakt zu minimieren, von den Leid-Themen abzulenken und wenn sie darüber spricht nur neutral zu nicken. Das führt dazu, dass sie ihre Themen immer wieder erneut erwähnt, teilweise 5-6 mal in einem Gespräch, um immer und immer wieder narzistisch subtil Bestätigung/Mitleid/Hilfe einzufordern und am Ende der Gespräche immer sauer wirkt, weil es nicht funktioniert hat.
Wie schon vielfach erwähnt, ich ändere meine Mutter nicht. Aber es zu verstehen hilft mir selber, weil es auch für mich eine Reise war, den Selbstzweifel zu überwinden, ob es an mir liegt und ich meiner "armen" Mutter mehr helfen sollte. Denn das fiese an solchen Menschen ist, dass sie es sehr gut verstehen einem das Gefühl ein schlechter Mensch zu sein.
Ich fürchte, dass meine Mutter seit meiner Kindheit viel dazu beigetragen hat, dass ich selber gewisse psychologische Probleme/Grenzen, wie z.B. Bindungsprobleme, habe.
Und wenn das irgendjemand mitliest, der jünger ist als ich und in einer ähnlichen Situation: Narzisten vergiften euch! Langsam, sehr langsam, aber mit Folgen, die ihr selber nicht ahnt.