Ich denke das ist die große Difference in die unterschiedliche, sehr persönliche Zugang.Das Leben geht weiter.
Manche sehen es so: das Leben geht weiter.
Ich/Wir sehen es so: das Leben geht nicht weiter. Es ist ein anderes Leben und wird nie wieder wie vorher.
Generell verstehe ich deine harte und sehr praktische Ausdrücke in so eine sensible Thema einfach nicht. 30 Minuten Schrank auf, unglücklich und traurig sein, Schrank zu, fertig. So funktioniert tiefe Trauer und Depression nicht meine persönliche Erfahrung nach. Vielleicht es gibt Menschen, die das so funktionieren können und ihre Depression, Trauer, Trauma wie ein Hobby in eine Kalender schreiben können. Dienstag, 18.00 bis 18.30: trauern um den toten kleinen Sohn. Donnerstag: 22.15 - 22.45: Trauma Erinnerung an die schwere Krebs Erkrankung und die Moment wo wir dann wussten, dass er bald sterben wird.
Ich kann es nicht und kenne von die Eltern mit gestorbene Kinder keine, der es kann. Das ist nicht ein Versagen oder ein Fehler, sondern ich denke wer ein totes Kind hat, weiß dass es Teil von dem ganzen Leben ist.
Auch nichts mit feststecken in die Vergangenheit zu tun. Es ist zwei Jahre her. Mein Sohn ist Teil von unsere ganze Leben und die Trauer und Erinnerung ist nicht ein feststecken in die Vergangenheit. In die Gegenwart lebe ich natürlich für meine Familie und mich und plane die Zukunft. Ich mag deine Art mit der du mir ein Versagen verdächtigst nicht wirklich, weil es mir sehr empathielos und verständnislos vorkommt.