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Zu viel Leid für die Liebe?

Das Leben geht weiter.
Ich denke das ist die große Difference in die unterschiedliche, sehr persönliche Zugang.
Manche sehen es so: das Leben geht weiter.
Ich/Wir sehen es so: das Leben geht nicht weiter. Es ist ein anderes Leben und wird nie wieder wie vorher.

Generell verstehe ich deine harte und sehr praktische Ausdrücke in so eine sensible Thema einfach nicht. 30 Minuten Schrank auf, unglücklich und traurig sein, Schrank zu, fertig. So funktioniert tiefe Trauer und Depression nicht meine persönliche Erfahrung nach. Vielleicht es gibt Menschen, die das so funktionieren können und ihre Depression, Trauer, Trauma wie ein Hobby in eine Kalender schreiben können. Dienstag, 18.00 bis 18.30: trauern um den toten kleinen Sohn. Donnerstag: 22.15 - 22.45: Trauma Erinnerung an die schwere Krebs Erkrankung und die Moment wo wir dann wussten, dass er bald sterben wird.
Ich kann es nicht und kenne von die Eltern mit gestorbene Kinder keine, der es kann. Das ist nicht ein Versagen oder ein Fehler, sondern ich denke wer ein totes Kind hat, weiß dass es Teil von dem ganzen Leben ist.

Auch nichts mit feststecken in die Vergangenheit zu tun. Es ist zwei Jahre her. Mein Sohn ist Teil von unsere ganze Leben und die Trauer und Erinnerung ist nicht ein feststecken in die Vergangenheit. In die Gegenwart lebe ich natürlich für meine Familie und mich und plane die Zukunft. Ich mag deine Art mit der du mir ein Versagen verdächtigst nicht wirklich, weil es mir sehr empathielos und verständnislos vorkommt.
 
Mein tiefes Mitgefühl für den Verlust deines Kindes, eine der schmerzhaftesten Erfahrungen im Leben von Eltern!
Dankeschön!
So ist es.
Du darfst traurig sein, deinen Sohn wirst du immer vermissen. Die Trauer wird sich aber im Laufe der Zeit verändern bzw. wirst du lernen, anders/besser damit umzugehen.
Danke für die Verständnis und sensible Worte. Das ist auch meine Hoffnung für die Zukunft und ich denke das ist realistisch, dass es mit die Zeit auch besser wird. Aber es braucht auch diese Zeit.
Ihr habt beide schwere Last zu tragen durch eure Vorgeschichten und die Sorge um deinen krebskranken Sohn. Die Hoffnung, dass alles doch noch gut wird, wurde euch genommen.
Das zu verkraften, ist sehr, sehr schwer und noch schwieriger ist es, einem trauernden Vater Ratschläge zu geben, wie er mit seiner Trauer umzugehen hat. Jeder trauert auf seine Weise und solange es dauert.
Genau diese letzte Satz habe ich sehr hart gelernt in diese zwei Jahre.
Meine Trauer ist anders wie die Trauer von die Mutter von meine Sohn. Ich verstehe diese Trauer oft nicht aber deswegen ist meine nicht richtig oder besser und ihre nicht falsch oder schlechter.
Genauso kann die Trauer von meine Freundin und mir nicht gleich sein, auch wenn beide groß sind.
Für meine Tochter ist es auch ganz anders, sie ist ein Kind und für sie ist der große Bruder gestorben.
Es ist wichtig da nichts zu werten und teilen in richtig oder falsch.
Ich erinnere mich an deinen Thread, als deine Freundin schwanger wurde und ihr Beide auch mit dieser Entscheidung gehadert habt, ob ihr das schafft. Um so schöner zu lesen, dass ihr noch Nachwuchs bekommen und ein gesundes Kind habt.
Das war eine sehr harte Zeit und für uns auch keine Vorstellung dass wir es schaffen können.
Jetzt sind wir aber glücklich über unser Kind und es war die richtige Schicksal für uns.
Ihr liebt euch und es wäre traurig, wenn diese [COLOR=revert-layer] Liebe[/COLOR] an der Schwere des Lebens zerbricht. Ich lese aber, wie sehr du kämpfst und das ist auch gut so, sofern deine Freundin das auch so kann und will und auch ihren Beitrag dazu leistet. Die richtige Therapie wäre für sie hilfreich und ja, die ist schwer zu bekommen, aber nicht aussichtslos.
So sehe ich es auch.
Meine Freundin macht sehr viel und was sie kann. Sie ist so toll und gibt ganz viel für die Familie und unsere Liebe. Aber sie hat diese schwere Prägungen von die Kindheit, viele Trauma und diese bipolare Störung. Sie will das nicht aber oft ist es extreme schwer.
Du hast hier viele Ratschläge bekommen und wenn ich darf, habe ich noch einen für dich.
Wie wäre es, wenn du deinem Sohn Briefe schreibst, wie sehr du ihn vermisst, wie lieb du ihn hast und dass du hoffst, dass es ihm gut geht, da wo er jetzt ist. So kannst du deine Gedanken aufs Papier bringen und dich emotional etwas entlasten.

Ich wünsche dir alles Gute und dass das Leben für euch einen Funken Glück bereithält!
Dankeschön.
Ich habe es noch nie überlegt und weiß nicht ob ich es kann. (Emotional)
Meine Tochter tut das seit sie schreiben kann oder malt auch viele Bilder. Auch zu seine Geburtstag haben wir schon eine Karte geschrieben.

Ich weiß nicht, ob es für mich ist. Aber ich denke über die Idee nach. Ich weiß von die Elterngruppe, dass es viele tun.
 
Dieser Ratschlag ist auf jeden Fall absurd.

Briefe ins Jenseits schreiben oder wie ist dein Rat zu verstehen?
Ich glaube es wäre gut und richtig Ideen oder auch Dinge, die Menschen in eine große Trauer machen, nicht negativ zu werten. Wieso? Du musst es nicht tun und für dich kann es keine Idee sein. Für andere kann es gut sein.
 
@Crev es klingt nach einer unendlich schweren Zeit, die ihr hinter euch habt und ich finde sehr verständlich, dass sie noch stark nachwirkt und euer Leben stark prägt. Ein Kind zu verlieren muss unendlich schlimm sein.
Von außen drauf geblickt dachte ich, dass ich zwar gut verstehe, dass du deine Beziehung und die vielen schweren Phasen hinterfragst, aber gleichzeitig klingt auch sehr wertvoll, was ihr miteinander und aneinander habt und mir käme eine Trennung wie ein großer Verlust vor. Vielmehr kommt mir der Ansatz besser vor, gemeinsam zu schauen, welchen Umfang ihr mit den je schweren Phasen braucht und finden könnt. Vielleicht ist manchmal wirklich eine Art Pause gut, in der eine*r von euch etwas auf Abstand geht, vielleicht sind gemeinsame therapeutische Gespräche hilfreich, etc.

Ich wünsche euch alles Gute!
 
Manche sehen es so: das Leben geht weiter.
Ich/Wir sehen es so: das Leben geht nicht weiter. Es ist ein anderes Leben und wird nie wieder wie vorher.
Ich finde, das drückt die Wahrheit aus.
Es ist eine harte Wirklichkeit.
Zu wissen, nichts wird mehr wie früher.

Und doch glaube ich aus deinem Zeilen heraus zu lesen, dass ihr zusammen stark seid und diese schwierige Zeit hinter euch bringen werdet.
Die Trauer um deinen kleinen Sohn wird nie verschwinden.
Die wird immer da sein und das Gefühl der Ungerechtigkeit, dass er so früh schon von euch gehen mußte.
Aber auch euer anderes Leben, was begonnen hat kann gut werden.
Die Kinder bringen Leben und Freude in euer Leben.
Du und deine Partnerin habt euch gegenseitig, eure Liebe, das ist ein großer Trumpf in eurem Leben.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, ich wünschte , ich könnte irgendetwas raten, was euch den Weg erleichtert.
Das Einzige ist, ab und zu immer Mal in euch hinein zu horchen, was ihr gerade braucht.
Eine Zeitlang habe ich mich in der Trauer wie auf Autopilot gefühlt.
Sachen wurden erledigt ,mechanisch, Gefühle verdrängt ( weil einfach zu schmerzhaft) ,Gedanken verbannt.
Das funktioniert nur eine Zeit lang.

Es ist wichtig, die Gefühle zuzulassen.
Ich brauchte viel Ablenkung, aber auch immer mal wieder Zeiten für mich, langsam wieder in die Welt zu kommen, wo ich fühlen konnte, dass ich lebe.
Jeder braucht etwas anderes.
Ich wünsche, dass du das findest, was dir hilft.
 
Das weiß ich nicht, für mich ist es anders. Wenn die Depression so stark ist, ist es schon anders und ich bin für die Kinder, aber fast wie ein Automat. Functional und auch liebevoll, aber emotional ist es in mir anders.
Ich kenne das doch auch- "zu wenig bei der Sache" ist zugleich nicht im Hier zu sein, abgedriftet zu sein. ""Entscheide dich, entweder richtig, oder nur Halbherzig"- okay, meine Tasse spüle ich nun voller Hingabe ab, nicht nebenher, ich lege größte Sorgfalt an den Tag, bei allem, was ich gerade tu und vor mir habe, ich blende die Gedanken weg und geh in diese Haltung. In der Haltung von Zärtlichkeit, ( auch eine Tasse mit Sorgfalt und Hingabe polieren ist heraustreten aus Depression, Eintreten in eine andere Spur. Oder dem Kind wirklich zuhören, nicht nebenher, mit Hingabe und absolut, nicht halbert- das ist Austreten aus diesem Modus und in einen anderen einsteigen.
Konzentration, Kontemplation, Zelebrieren, in volle Achtsamkeit gehen, so mache ich immer, wenn ich schusselig, halb bei der Sache bin- da kriege ich mich wieder ein. Ich sammele mich, zentriere mich, geh in meine Mitte durch höchste Sorgfalt und wirkliches Dabeisein.
Man kann das üben und trainieren.
 
Den Verlust eines Kinds steckt man nicht einfach mal weg. Die Dynamik zwischen euch sollte man aber genau betrachten: Wieso seid ihr immer abwechselnd gut drauf? Ist es, weil einer die Stimmung des anderen kompensiert, wenn es diesem schlecht geht? Ist es, weil einer nicht sehen kann, wie der andere gut drauf ist, weil man selbst ja gerade am Boden ist? Und dann dreht es sich um?
 
@Crev

Wie alt war dein Sohn als er starb? Bestimmt hatte er so seine eigenen Gedanken, Vorstellungen, Wünsche usw., wie wäre es da, wenn du davon ein Teil von ihm irgendwie verewigen könntest, irgendwie wie du denkst oder wie/was vielleicht sogar sein Wunsch war?
 
Von außen drauf geblickt dachte ich, dass ich zwar gut verstehe, dass du deine Beziehung und die vielen schweren Phasen hinterfragst, aber gleichzeitig klingt auch sehr wertvoll, was ihr miteinander und aneinander habt und mir käme eine Trennung wie ein großer Verlust vor.
Ja es ist manchmal so zweiseitig.
Eineseits ist meine Freundin die Mensch, der ich über alles liebe und zusammen sein will. Da kommt niemand ran. Sie war in meine schlimmste Tagen des ganzen Lebens da und wir haben eine Familie. Ich liebe sie sehr und für mich ist sie ein ganz wunderschöne Mensch mit eine wunderschöne Personnalite.

Aber in diese Extrem Situations ist es oft so, dass ich denke wir sind zwei gute Mensche die nur die schlechteste Seiten von die andere hervor bringen und dass es so nicht weiter gehen kann. In so eine Situations von vor einige Tage habe ich mich an die Forum erinnert und entschieden etwas zu schreiben. Es ist jetzt besser als vor einige Tage, aber wenn diese Situations sind, weiß ich oft keine Ausweg für uns.
Dann kommen diese Gedanke in mein Kopf ob wir gut für den andere sind und ob es diese Extreme nicht gibt, wenn die Beziehung nicht ist.
Aber eine Trennung ist nicht, was ich wünsche.
Vielmehr kommt mir der Ansatz besser vor, gemeinsam zu schauen, welchen Umfang ihr mit den je schweren Phasen braucht und finden könnt. Vielleicht ist manchmal wirklich eine Art Pause gut, in der eine*r von euch etwas auf Abstand geht, vielleicht sind gemeinsame therapeutische Gespräche hilfreich, etc.
Wie ist es gemeint, welchen Umfang? Ich kenne das nicht ganz genau.

Über die Therapie zusammen denke ich nach und werde mit meine Freundin sprechen.
Eine Pause weiß ich nicht, wie wir es umsetzen können. Die Problem ist auch in diese Extreme Situations, dass auch als Symptomes von die bipolare Störung von meine Freundin es sehr schwer ist eine Distanz zu bekommen. Es ist alles sehr extreme (Debatten die bis zu extreme Escalations gehen, aber eine Distanz ist dann das, was es noch extremer macht).
 

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