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Zu viel Leid für die Liebe?

@Crev es klingt nach einer unendlich schweren Zeit, die ihr hinter euch habt und ich finde sehr verständlich, dass sie noch stark nachwirkt und euer Leben stark prägt. Ein Kind zu verlieren muss unendlich schlimm sein.
Von außen drauf geblickt dachte ich, dass ich zwar gut verstehe, dass du deine Beziehung und die vielen schweren Phasen hinterfragst, aber gleichzeitig klingt auch sehr wertvoll, was ihr miteinander und aneinander habt und mir käme eine Trennung wie ein großer Verlust vor. Vielmehr kommt mir der Ansatz besser vor, gemeinsam zu schauen, welchen Umfang ihr mit den je schweren Phasen braucht und finden könnt. Vielleicht ist manchmal wirklich eine Art Pause gut, in der eine*r von euch etwas auf Abstand geht, vielleicht sind gemeinsame therapeutische Gespräche hilfreich, etc.

Ich wünsche euch alles Gute!
 
Manche sehen es so: das Leben geht weiter.
Ich/Wir sehen es so: das Leben geht nicht weiter. Es ist ein anderes Leben und wird nie wieder wie vorher.
Ich finde, das drückt die Wahrheit aus.
Es ist eine harte Wirklichkeit.
Zu wissen, nichts wird mehr wie früher.

Und doch glaube ich aus deinem Zeilen heraus zu lesen, dass ihr zusammen stark seid und diese schwierige Zeit hinter euch bringen werdet.
Die Trauer um deinen kleinen Sohn wird nie verschwinden.
Die wird immer da sein und das Gefühl der Ungerechtigkeit, dass er so früh schon von euch gehen mußte.
Aber auch euer anderes Leben, was begonnen hat kann gut werden.
Die Kinder bringen Leben und Freude in euer Leben.
Du und deine Partnerin habt euch gegenseitig, eure Liebe, das ist ein großer Trumpf in eurem Leben.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, ich wünschte , ich könnte irgendetwas raten, was euch den Weg erleichtert.
Das Einzige ist, ab und zu immer Mal in euch hinein zu horchen, was ihr gerade braucht.
Eine Zeitlang habe ich mich in der Trauer wie auf Autopilot gefühlt.
Sachen wurden erledigt ,mechanisch, Gefühle verdrängt ( weil einfach zu schmerzhaft) ,Gedanken verbannt.
Das funktioniert nur eine Zeit lang.

Es ist wichtig, die Gefühle zuzulassen.
Ich brauchte viel Ablenkung, aber auch immer mal wieder Zeiten für mich, langsam wieder in die Welt zu kommen, wo ich fühlen konnte, dass ich lebe.
Jeder braucht etwas anderes.
Ich wünsche, dass du das findest, was dir hilft.
 
Das weiß ich nicht, für mich ist es anders. Wenn die Depression so stark ist, ist es schon anders und ich bin für die Kinder, aber fast wie ein Automat. Functional und auch liebevoll, aber emotional ist es in mir anders.
Ich kenne das doch auch- "zu wenig bei der Sache" ist zugleich nicht im Hier zu sein, abgedriftet zu sein. ""Entscheide dich, entweder richtig, oder nur Halbherzig"- okay, meine Tasse spüle ich nun voller Hingabe ab, nicht nebenher, ich lege größte Sorgfalt an den Tag, bei allem, was ich gerade tu und vor mir habe, ich blende die Gedanken weg und geh in diese Haltung. In der Haltung von Zärtlichkeit, ( auch eine Tasse mit Sorgfalt und Hingabe polieren ist heraustreten aus Depression, Eintreten in eine andere Spur. Oder dem Kind wirklich zuhören, nicht nebenher, mit Hingabe und absolut, nicht halbert- das ist Austreten aus diesem Modus und in einen anderen einsteigen.
Konzentration, Kontemplation, Zelebrieren, in volle Achtsamkeit gehen, so mache ich immer, wenn ich schusselig, halb bei der Sache bin- da kriege ich mich wieder ein. Ich sammele mich, zentriere mich, geh in meine Mitte durch höchste Sorgfalt und wirkliches Dabeisein.
Man kann das üben und trainieren.
 
Den Verlust eines Kinds steckt man nicht einfach mal weg. Die Dynamik zwischen euch sollte man aber genau betrachten: Wieso seid ihr immer abwechselnd gut drauf? Ist es, weil einer die Stimmung des anderen kompensiert, wenn es diesem schlecht geht? Ist es, weil einer nicht sehen kann, wie der andere gut drauf ist, weil man selbst ja gerade am Boden ist? Und dann dreht es sich um?
 
@Crev

Wie alt war dein Sohn als er starb? Bestimmt hatte er so seine eigenen Gedanken, Vorstellungen, Wünsche usw., wie wäre es da, wenn du davon ein Teil von ihm irgendwie verewigen könntest, irgendwie wie du denkst oder wie/was vielleicht sogar sein Wunsch war?
 
Von außen drauf geblickt dachte ich, dass ich zwar gut verstehe, dass du deine Beziehung und die vielen schweren Phasen hinterfragst, aber gleichzeitig klingt auch sehr wertvoll, was ihr miteinander und aneinander habt und mir käme eine Trennung wie ein großer Verlust vor.
Ja es ist manchmal so zweiseitig.
Eineseits ist meine Freundin die Mensch, der ich über alles liebe und zusammen sein will. Da kommt niemand ran. Sie war in meine schlimmste Tagen des ganzen Lebens da und wir haben eine Familie. Ich liebe sie sehr und für mich ist sie ein ganz wunderschöne Mensch mit eine wunderschöne Personnalite.

Aber in diese Extrem Situations ist es oft so, dass ich denke wir sind zwei gute Mensche die nur die schlechteste Seiten von die andere hervor bringen und dass es so nicht weiter gehen kann. In so eine Situations von vor einige Tage habe ich mich an die Forum erinnert und entschieden etwas zu schreiben. Es ist jetzt besser als vor einige Tage, aber wenn diese Situations sind, weiß ich oft keine Ausweg für uns.
Dann kommen diese Gedanke in mein Kopf ob wir gut für den andere sind und ob es diese Extreme nicht gibt, wenn die Beziehung nicht ist.
Aber eine Trennung ist nicht, was ich wünsche.
Vielmehr kommt mir der Ansatz besser vor, gemeinsam zu schauen, welchen Umfang ihr mit den je schweren Phasen braucht und finden könnt. Vielleicht ist manchmal wirklich eine Art Pause gut, in der eine*r von euch etwas auf Abstand geht, vielleicht sind gemeinsame therapeutische Gespräche hilfreich, etc.
Wie ist es gemeint, welchen Umfang? Ich kenne das nicht ganz genau.

Über die Therapie zusammen denke ich nach und werde mit meine Freundin sprechen.
Eine Pause weiß ich nicht, wie wir es umsetzen können. Die Problem ist auch in diese Extreme Situations, dass auch als Symptomes von die bipolare Störung von meine Freundin es sehr schwer ist eine Distanz zu bekommen. Es ist alles sehr extreme (Debatten die bis zu extreme Escalations gehen, aber eine Distanz ist dann das, was es noch extremer macht).
 
Ich finde, das drückt die Wahrheit aus.
Es ist eine harte Wirklichkeit.
Zu wissen, nichts wird mehr wie früher.
Für mich ist es die Wahrheit.
Für andere vielleicht nicht.
Das ist, was ich über Trauer weiß.
Es gibt nicht die eine Trauer. Es gibt für jeden Menschen, der gestorben ist eine andere und von jeden Menschen der Trauer hat genauso.
Aber manche Vorstellungen sind lacherlich, sich 30 Minuten zu geben für Trauer und dann nach diese Zeit zu sagen, jetzt ist Schluss damit.
Manchmal ist mein Tag ganz normal und dann sehe ich etwas auf die Straße, höre ein Geräusch oder bekomme einen Geruch und das ist in eine Sekunde eine Erinnerung an mein Sohn oder am schlimmsten die Krankheit und wie er gestorben ist. Da sind in eine Sekunde so extreme Gefühle und Trauer da. Man kann es nicht controllen und nicht auf die Uhr sehen und nach ein paar Minuten sagen, dass Schluss damit ist.
Das ist so ein Schmerz, dass man selbst eigentlich fast tot sein will, um das nicht spüren zu müssen.
Bei mir ist es so. Bei vielen Eltern, die ich kenne, ist es auch so. Aber es gibt sicher auch anderes.
Und doch glaube ich aus deinem Zeilen heraus zu lesen, dass ihr zusammen stark seid und diese schwierige Zeit hinter euch bringen werdet.
Die Trauer um deinen kleinen Sohn wird nie verschwinden.
Die wird immer da sein und das Gefühl der Ungerechtigkeit, dass er so früh schon von euch gehen mußte.
Aber auch euer anderes Leben, was begonnen hat kann gut werden.
Dankeschön für die große Verständnis und sensible Worte.
Ich hoffe es sehr.
Die Kinder bringen Leben und Freude in euer Leben.
Du und deine Partnerin habt euch gegenseitig, eure Liebe, das ist ein großer Trumpf in eurem Leben.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, ich wünschte , ich könnte irgendetwas raten, was euch den Weg erleichtert.
Dankeschön.
Das Einzige ist, ab und zu immer Mal in euch hinein zu horchen, was ihr gerade braucht.
Eine Zeitlang habe ich mich in der Trauer wie auf Autopilot gefühlt.
Sachen wurden erledigt ,mechanisch, Gefühle verdrängt ( weil einfach zu schmerzhaft) ,Gedanken verbannt.
Das funktioniert nur eine Zeit lang.
Ja so war die erste Jahr. Sehr viel Autopilot und anders ist es gar nicht gegangen, weil ich um meine Tochter kümmern musste, die Mutter von die beide Kinder aus der erste Ehe, meine schwangere Freundin, dann unser kleines Baby.
Das ist schon besser geworden, dass es nicht nur Autopilot geht.
Es ist wichtig, die Gefühle zuzulassen.
Ich brauchte viel Ablenkung, aber auch immer mal wieder Zeiten für mich, langsam wieder in die Welt zu kommen, wo ich fühlen konnte, dass ich lebe.
Jeder braucht etwas anderes.
Ich wünsche, dass du das findest, was dir hilft.
Dankeschön, hoffentlich.
 
Ich kenne das doch auch- "zu wenig bei der Sache" ist zugleich nicht im Hier zu sein, abgedriftet zu sein. ""Entscheide dich, entweder richtig, oder nur Halbherzig"- okay, meine Tasse spüle ich nun voller Hingabe ab, nicht nebenher, ich lege größte Sorgfalt an den Tag, bei allem, was ich gerade tu und vor mir habe, ich blende die Gedanken weg und geh in diese Haltung. In der Haltung von Zärtlichkeit, ( auch eine Tasse mit Sorgfalt und Hingabe polieren ist heraustreten aus Depression, Eintreten in eine andere Spur. Oder dem Kind wirklich zuhören, nicht nebenher, mit Hingabe und absolut, nicht halbert- das ist Austreten aus diesem Modus und in einen anderen einsteigen.
Konzentration, Kontemplation, Zelebrieren, in volle Achtsamkeit gehen, so mache ich immer, wenn ich schusselig, halb bei der Sache bin- da kriege ich mich wieder ein. Ich sammele mich, zentriere mich, geh in meine Mitte durch höchste Sorgfalt und wirkliches Dabeisein.
Man kann das üben und trainieren.
Concentration ist auch eine schwere Punkt.
Ich glaube dir, dass diese Focus auf die Tätigkeiten sehr hilft. Mir fällt es oft schwer. Mit die Familie geht es. Ich werde mich mehr bemühen und sehen, ob es für mich auch gut ist.
 
Den Verlust eines Kinds steckt man nicht einfach mal weg.
Das ist wahr.
Die Dynamik zwischen euch sollte man aber genau betrachten: Wieso seid ihr immer abwechselnd gut drauf? Ist es, weil einer die Stimmung des anderen kompensiert, wenn es diesem schlecht geht? Ist es, weil einer nicht sehen kann, wie der andere gut drauf ist, weil man selbst ja gerade am Boden ist? Und dann dreht es sich um?
Nein, es ist anders.
Ich würde es nicht so bezeichnen, immer abwechselnd gut drauf.
Es ist eher so wenn einer eine Phase mit Depression und schwere Stimmung hat, funktioniert die andere so gut es geht weiter. Das hat nicht mit gut drauf sein zu tun, sondern eher für die Familie doppelt da sein, wenn der andere ausfällt.
Ein Exemple: Vor zwei, drei Wochen war ich in eine ganz schlechte Phase vor die Todestag von meine Sohn. Ich habe das sehr schlecht verkraftet und war in eine große Depression. Meine Freundin hat mich sehr geholfen und viel Ruhe gelassen, sich um die Familie gekümmert und war sehr verständnisvoll für mich. Es ging mit mir dann wieder nach und nach besser. An die erste Tag, wo ich wieder so fast normal und okay gefühlt habe, war am Abend von eine Sekunde auf die nächste eine Escalation mit meine Freundin und danach Tage mit Depressionen und Escalatione bei ihr.

Ich glaube, es ist weil wir beide so an die Limit gehen, auch wenn wir in eine normale Phase sind. Unsere Capacites sind nicht so wie von normale Menschen sondern viel kleiner und auch die ganz normale Leben ist für uns oft schwer und viel Stress, auch wenn es okay und normal geht. Wenn dann mit eine was ist wie eine Depression, kostet es noch mehr Capacites für die Familie da sein und kümmern. Wenn der andere dann wieder functioniert, kommt bei dem anderen ein emotionale Zusammenbruch.
So ist es zumindest oft.
 
@Crev

Wie alt war dein Sohn als er starb? Bestimmt hatte er so seine eigenen Gedanken, Vorstellungen, Wünsche usw., wie wäre es da, wenn du davon ein Teil von ihm irgendwie verewigen könntest, irgendwie wie du denkst oder wie/was vielleicht sogar sein Wunsch war?
Er war nur neun Jahre alt und insgesamt vier Jahre schwer krank.
An so etwas habe ich schon einmal gedacht. Ich weiß nur nicht, ob ich das schon schaffe (emotional).
 

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