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Wie umgehen mit Essstörung im Alltag?

und seit kurzem mag er Erdbeeren
Das heißt, vorher hat er Erdbeeren nicht gemocht.
Wie kams dazu, daß er sie plötzlich doch "leiden" mag?
Er kann nicht sehen, wenn jemand z.B. Burger isst (ich könnte noch mehr aufzählen). Und wenn in der Wohnung stark riechende Lebensmittel gekocht/gebraten werden, dann erträgt er das auch nicht. Er würgt dann bis zum erbrechen.
Dann würde ich mal für jedes Zimmer einen Eimer kaufen, damit er reihern kann.
Eine gewisse Rücksichtnahme ist ok und nachvollziehbar, aber was er verlangt, grenzt schon an toxische Gängelei.
Hört sich nach Neurose an, dieses Ausmaß, und nicht nach Eßstörung per se. Ist er es gewohnt, daß alle sich nach ihm richten und um ihn herumtanzen?
 
Vielleicht ist es auch eine gute Therapie für ihn.
Du hast 2 Möglichkeiten: entweder du machst das alles mit und schränkst dich in deinem eigenen zu Hause ein oder du suchst dir einen anderen WG Partner, bzw. er.
 
Ich kenne jemanden mit ARFID, das ist gegen deine Beschreibung hier vergleichsweise unkompliziert: die junge Frau kann danebensitzen, wenn andere essen, sie kann sogar kochen - sie isst es dann nur nicht.

Wenn ihr unter den hier herrschenden Umständen partout zusammenziehen wollt (ich täte das nicht), würde ich zur Voraussetzung machen, dass mindestens darüber geredet werden darf und dein Freund es als therapeutische Challenge betrachtet, dich mit deinem Essen auszuhalten.
Er muss es nicht essen, er muss nicht im selben Raum sein - aber du isst, was du willst und dein Essen steht auch im Kühlschrank, ohne dass er durchdreht.

Vielleicht hilft das auf lange Sicht zur Desensibilisierung. Für mich wäre es die ultimative Bedingung für ein Zusammenleben.
 
. Ist er es gewohnt, daß alle sich nach ihm richten und um ihn herumtanzen?
Das ist eine recht neue "Krankheit", die aus den Staaten nun auch zu uns schwappt.
Wetten, dass im Laufe eines Jahres auch hier lauter mäklige Esser herumlungern, so dass man nicht nur auf Vegane, Allergische, Trennkostler, No-Carber Rücksicht nehmen muss, sondern bitte auch aufhören möge, vor den Augen anderer zu schmausen oder Lebensmittel vorzuzeigen, weil das SO krankheitserregend ist.
Mein Rat: Mal zwei Wochen Nulldiät, dann klappt das mit dem Essen auch wieder.
 
Er war lange in Therapie, aber mittlerweile nicht mehr.

Also tut er ja eben nicht alles, um mit dieser Störung besser leben zu können?

Ich finde, es gibt Störungen, die ein Zusammenleben leider unmöglich machen. Diese zählt für mich dazu. Was jemand anders isst und was nicht, ist mir völlig egal. Das muss aber auch umgekehrt so sein und wenn jemand nicht aushält, wenn ich Chili con Carne koche oder Choco Crossies im Haus habe, dann könnten wir halt nicht zusammenleben.

Auch kann ich mir irgendwie nicht so ganz vorstellen, dass das die einzige Störung ist. Jemand mit einer dermaßen großen psychischen Auffälligkeit hat ja meist auch noch was anders, Stichwort Komorbiditäten.
 
Das ist eine recht neue "Krankheit", die aus den Staaten nun auch zu uns schwappt.
Tatsächlich kannte ich schon vor fast 30 Jahren völlig verzweifelte Eltern eines Kindes mit dieser Störung, nur dass es damals keinen Namen dafür gab.
Das gibt's schon lange, ist aber tatsächlich selten.

Das Kind war knochendürr, aß quasi nur trockenes Weißbrot und der Arzt fand keine organische Ursachen dafür.

Und ja, damals sagte man dann einfach "mäklig" dazu, aber wenn sich das gesamte Repertoire dauerhaft auf höchstens 10 Lebensmittel beschränkt, schränkt das doch sehr ein.
Mäklige Esser hingegen gönnen sich eine andere Bandbreite, sobald sie ihr Essen selbst wählen dürfen.
Mein Rat: Mal zwei Wochen Nulldiät, dann klappt das mit dem Essen auch wieder.
Das sind nicht einfach nur mäklige Esser. Das ist tatsächlich ziemlich tiefgreifend und nicht so einfach zu beheben.
 
Ich komme aber irgendwie nicht ganz umhin, das für ein geradezu absurd übersteigertes Wohlstandsphänomen zu halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich komme aber irgendwie nicht ganz umhin, um das für ein geradezu absurd übersteigertes Wohlstandsphänomen zu halten.

Ich finde es nicht gut, Krankheiten, über die man nicht viel weiß, pauschal zu verurteilen.

Hier geht es außerdem darum, wie @Eloo mit der Situation umgehen könnte, und nicht grundsätzlich um die genannte Essstörung.
 

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