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Gute Menschen, schlechte Menschen

Was Gemeinschaften - jeglicher Art - betrifft, da bin ich einigermaßen skeptisch. Soll heißen, dass ich da gleichfalls Sonne und Schatten sehe.

Wenn es "nur" darum gehen sollte, dass man viel sehen, lernen und tun möchte, ist da logischerweise nicht jeglicher Umgang förderlich. Um viele Dinge zu lernen, zu üben und letztlich zu können, braucht es gute Ressourcen - wie heutzutage bspw. KI, allgemein das Internet und kompetente Lehrer/Mentoren, vielleicht auch Vereine oder so. So mancher Umgang - kann auch Partner, Freundeskreis oder Familie sein - ist da nicht besonders förderlich. Wenn doch, großartig.

In gewisser und verschiedener Weise stimmt es wohl doch: Gleich und gleich gesellt sich gern; nicht, Gegensätze ziehen sich an.

Natürlich geht es bei "Beziehungen" diverser Art auch nicht immer um Persönlichkeitsentwicklung bzw. die Entwicklung diverser Fähigkeiten, aber wenn doch bzw. auch, können große Unterschiede im Status Quo oder der Motivation nachteilig/hinderlich sein. So als Beispiel, kaum einer kann oder will einfach so doppelt so schnell laufen, und ein anderer kann und will nicht halb so schnell laufen. Vielleicht sind die Laufrichtungen auch vollkommen unterschiedlich, was noch erschwerend hinzu kommen könnte. Vielleicht kann und will man sich da anpassen, vielleicht auch nicht.

Aber ja, Sympathie ist nicht alles, und Fähigkeiten sind nicht alles. Und doch gibt es auch die Fälle, wo nur die Sympathie zählt, oder nur die Fähigkeiten. Kann und möchte da auch nichts in Stein meißeln. Es weiß ja jeder selbst, wie er im Leben und mit seinen Beziehungen steht.

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Man sollte die Gravitation von Partnerschaften/Gruppen/Gemeinschaften nicht unterschätzen - im weitesten Sinne. So kann es zum Beispiel auch mal zu dem Punkt kommen, dass man sich fragt, warum man dieses oder jenes nicht getan hat, dieses oder jenes nicht gelernt hat, dieses oder jenes nicht kann. Klar, man hat's halt nicht getan, aber es kann mal unabhängig vom mangelnden Willen oder Notwendigkeit auch etwas damit zu tun haben, mit wem man sich umgeben hat. Wenn man von seinem Umfeld regelmäßig, direkt oder latent, eingetrichtert bekommt: "Kannst du nicht, brauchst du nicht, lohnt sich nicht.", kann sich das eventuell negativ auf die persönliche Entwicklung auswirken.

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Ansonsten, was so "eingeschworene Grüppchen" betrifft, da findet man nicht selten auch so "ungeschriebene Gesetze", nach welchen die Gruppe lebt und die Welt sieht. Ein Neuer oder Fremder wird da leicht mal als Feind bzw. mit Argwohn gesehen - einfach so. Könnte ja sein, dass der "Neue/Fremde" die "ungeschriebenen Gesetze" bzw. das "Weltbild" in Frage stellt, jemandem seine Position in der Gruppe streitig macht oder so. Vielleicht bilde ich mir das alles auch ein, aber ich denke, das gibt es.

Natürlich gibt es auch diese Leute, die sehr offen und einladend sind - ob alleinstehend oder mit Gruppe. Oft sind das Menschen, die so souverän bzw. in sich gefestigt sind, dass sie nicht den Gedanken hegen, dass ein anderer ihnen was "wegnehmen" könnte oder würde.
 
zitat Oft sind das Menschen, die so souverän bzw. in sich gefestigt sind, dass sie nicht den Gedanken hegen, dass ein anderer ihnen was "wegnehmen" könnte oder würde.
zitat ende

Oft sind das Menschen, die weder souverän noch in sich gefestigt sind, da sie nicht den Gedanken haben , dass ein andere ihnen etwas wegnimmt oder wegnehmen wird.

Haste Dich verschrieben ?
 
zitat Oft sind das Menschen, die so souverän bzw. in sich gefestigt sind, dass sie nicht den Gedanken hegen, dass ein anderer ihnen was "wegnehmen" könnte oder würde.
zitat ende

Oft sind das Menschen, die weder souverän noch in sich gefestigt sind, da sie nicht den Gedanken haben , dass ein andere ihnen etwas wegnimmt oder wegnehmen wird.

Haste Dich verschrieben ?

Ich denke nicht. Ich formuliere den Satz mal um:

"Menschen, die ständig meinen, dass andere ihnen was wegnehmen könnten oder würden, halte ich nicht für besonders souverän bzw. in sich gefestigt."

Klingt für mich immer noch schlüssig.
 
Menschen die Ihr Eigentum nicht schützen sollen souverän sein ?

Da musst Du Dich verschrieben haben.

Nun ja, ich sehe den "Schutz von Eigentum" nicht als großes Thema. Ich meine, in anderen Ländern wird das aufgrund anderer Strukturen, insbesondere weit verbreiteter Armut, etwas anders geartet sein, aber hier in Deutschland steht Diebstahl/Raub eigentlich nicht auf der Tagesordnung. Und natürlich lässt sich niemand gerne bestehlen und wehrt sich ggf. dagegen - entweder selbst oder eben über die üblichen Mittel wie Polizei oder Anwalt.

Die andere Ebene des "Wegnehmens" ist eben, dass man vermeint, dass andere einem nicht nur materiell was wegnehmen könnten, sondern womöglich auch den Status oder Selbstwert als Mensch ankratzen könnten, weil sie irgendwie besser, intelligenter oder fähiger sind - und das halte ich eher irgendwie für paranoid und nicht als souverän bzw. in sich gefestigt.

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In Summe, ich gebe zu, dass wohl so einige Menschen ständig von zumindest latenter oder diffuser Verlust- oder Existenzangst begleitet sind - ob gerechtfertigt oder nicht, und welcher Art auch immer. Das ist nicht gerade der beste Zustand, denn man lebt dann ja in ständiger Angst, was das Leben zumindest ein bisschen kümmerlich macht.

Die Angst besteht oftmals nicht so sehr darin, dass irgendwas anders oder besser ist als man selbst oder wie man denkt, sondern in der gewagten Illusion, dass dem nicht so ist.

Natürlich steht jedem Menschen inhärent das gleiche Recht und der gleiche Wert zu wie allen anderen auch. Das ändert aber nichts daran, dass das Verhalten mancher Menschen dem Verhalten anderer Menschen in verschiedener Hinsicht "um Längen voraus ist" - was sich aus meiner Sicht keinesfalls primär am Eigentum bzw. Kontostand bemisst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na wenn die Liebe gut ist und die Furcht völlig austreiben kann, dann ist die Furcht ein Zeichen von Lieblosigkeit, besonders, wenn die Menschen die Weltlage reflektieren, zeigt sich, wie weit das, was der Mensch tut, weg ist von gut.
 
Nun, der Sinn vom Gutsein? Viele Menschen wollen ein gutes Leben, einen guten Partner, gute Kinder, vielleicht auch selbst gut sein. Oder sie wollen verstehen, wie die Schlechtigkeit auf dieser Welt zustande kommt. Da hilft der Versuch, das Ganze ein bisschen zu verstehen.

Das Gutsein oder Schlechtsein umfasst so ziemlich jeden Aspekt des Lebens. Deswegen ist es relevant.
 
Was neutral ist, ist aus meiner Sicht nicht groß der Rede wert. In allen anderen Belangen bewegt der Mensch sich immer auf der einen oder anderen Seite.

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Und natürlich hat auch Angst etwas mit der ganzen Sache zu tun. Angst oder auch Aggression bestimmt sehr viel von dem, was der Mensch tut oder nicht tut - bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Ist doch so, etwa nicht?
 
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