Hmm.. lässt du dich denn wirklich auf die Therapie ein?
Ja eigentlich schon, nur manche Sachen schiebe ich jetzt schon länger vor mir her, weil ich Angst habe
Erkennst den Therapeuten an als jemanden, der weiß was er tut, der dir fachlich überlegen ist? Traust ihm/ihr zu, dir helfen zu können? Stimmt die Chemie zwischen euch?
Chemie passt und auch bei dem Rest habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Es liegt nicht an ihr, sondern an mir, denke ich mir.
Sonst lohnt sich ja vielleicht mal ein Wechsel. Wenn man sich für schlauer hält als den Fachmann wird das mit der Hilfe nicht klappen. Tatsächlich glaube ich, dass das ein Problem vieler intelligenter Menschen ist, sich mal fallen lassen zu können und andere machen zu lassen im Vertrauen darauf, dass sie einem tatsächlich helfen können.
Hmm so habe ich es noch nie gesehen, ich behalte das mal im Hinterkopf.
Wenn deine Eltern dich in deiner Entfaltung blockieren und du sehr unter ihrem Einfluss stehst, dich möglicherweise sogar selber freiwillig unter diesen Einfluss stellst, um ihren Erwartungen gerecht werden zu können: Warum nabelst du dich nicht ab, suchst dir eine eigene Wohnung, beginnst ein eigenständiges erwachsenes Leben?? Was hält dich in dieser selbst gewählten Abhängigkeit? Die Finanzen sind es ja ganz sicher nicht, die dich ausbremsen. M. E. wäre diese Abnabelung wichtig.
Ich habe irgendwie Angst davor, weil ich dann ja plötzlich ganz alleine bin und ganz selbstständig bin ich irgendwie nie geworden. Meine Mutter macht immer noch so einiges. Dann gibt sie mir immer dieses Gefühl, dass ich es alleine nicht schaffen werde und mein Vater eigentlich auch. Das ist echt ätzend.
Wie verbringst du eigentlich deine Freizeit? Hast du einen Freundeskreis oder bist du eher für dich? Soziale Isolation erschwert natürlich auch das Finden einer passenden Partnerin - ganz generell, aber natürlich auch einer, die zu deinen unterwürfigen Vorlieben passt. Ganz sicher gibt es die und wenn du es schaffst, dich von den (vermeintlichen?) Erwartungshaltungen zu lösen, die dir dein dir wichtiges Umfeld auferlegt, wirst sicherlich auch du Erfüllung finden können.
Bis vor ein paar Jahren war ich nur für mich und sehr isoliert. Mittlerweile gehe ich wenigstens am Wochenende mal unter Leute, aber immer noch zu selten. Ich habe viele Kontakte geknüpft, aber meistens eher so oberflächliche, mit denen ich zwar Spaß und Ablenkung haben kann, aber die Tiefe und Geborgenheit fehlt mir total.
Scham wegen deiner sexuellen Präferenzen brauchst du nicht zu haben. Du tust nichts Verbotenes und ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Wenn es sich für dich gut anfühlt ist es okay.
Ja ich weiß, es macht keinen Sinn, aber das Gefühl bleibt
Was mir an deinen Beiträgen auffällt ist, dass du die soziale Komponente, das Zwischenmenschliche, weitgehend ausblendest. Was hat es z. B. mit der Frau auf sich, die dir - wie du selber sagst - nicht gut tut? Womit schadet sie dir?
Sie trägt dieselbe Dunkelheit in sich, nur gegen andere gerichtet und nicht wie bei mir gegen sich selbst. Das macht sie interessant aber auch gefährlich. Sie ist sogar studierte Psychologin. Und nein sie ist nicht meine Psychologin sondern eine andere Person, die ich in der Szene kennengelernt habe. Sie will jetzt auch reale Sessions machen. Und was soll ich sagen sie ist schon sehr extrem, ich weiß nicht, ob es gut wäre. Sie hat auch eigentlich einen Freund, aber sie trennt das. Sie und viele andere Frauen aus dieser Szene haben das Potenzial, meiner mentalen Gesundheit zu schaden und meine Depression und Phobien und so zu verschlimmern. Ich kann es ihnen nicht einmal übel nehmen, denn irgendwo habe ich sie darum gebeten, habe sie sogar dafür bezahlt und es schmerzt so sehr, aber gleichzeitig erregt es mich auch so sehr. Es ist echt verrückt, so als wäre ich ein mentaler Masochist, der diesen Schmerz sucht und braucht, aber gleichzeitig daran zugrunde geht. Wie ein Junkie eben, nur statt um Drogen geht es um Erniedrigung.