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Thema Krankheit im Job?

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Wenn man mal länger in Führungsverantwortung ist, hat man gelernt, dass Vertrauen sehr wohl etwas ist, dass verdient werden muss.
Ich hatte auch mal ne naive Phase, in der ich alles geglaubt habe und dann angeblich mit schwerer Grippe zu Hause liegende Kranke, auf dem Stadtfest, sternhagelvoll beim Tanzen erwischt habe...und und und..
Natürlich gibt es das. Das rechtfertigt aber noch lange nicht, jedem neuen Mitarbeiter erst einmal per se zu unterstellen, dass er betrügt. Das darf man sich als FK dann auch gerne jedes Mal wieder vor Augen führen.
Für Mitarbeiter gilt erst einmal die Unschuldsvermutung und dass sie ihre Rechte und Pflichten kennen und danach handeln.

Es ist gut und richtig, dass Mitarbeitende mittlerweile doch mehr in sich reinhorchen und zu Hause bleiben, wenn es ihnen nicht gut geht. Das war ausnahmsweise mal ein guter Effekt von Corona. Durch aktuelle Herausforderungen wie die schlechte wirtschaftliche Situation der Unternehmen und die Angst vor Jobverlust, den Fachkräftemangel etc. verschärft sich das Problem leider gerade wieder. Präsentismus, also krank zur Arbeit zu kommen, obwohl man sich nicht gut fühlt und nicht leistungsfähig ist, war früher Gang und Gäbe. Dass das mehr schadet als nutzt ist wissenschaftlich mittlerweile zur Genüge belegt. Daher sind dusselige zynische Kommentare zur erstaunlich schnellen Ausheilung der Grippe auch völlig deplatziert. Selbst ein grippaler Infekt kann dazu führen, dass man sich kurzzeitig einfach schlecht fühlt. Und dann sollte man guten Gewissens zu Hause bleiben dürfen, selbst wenn man gerade erst frisch im Unternehmen ist.

Es gibt ja auch solche Mittelchen wie Grippostad oder früher Contac700, die man einwerfen kann und konnte, damit die Krankheitssymptome unterdrückt werden und man sich klarer im Kopf fühlt. Völliger Blödsinn und Raubbau am eigenen Körper, denn sie führen nur dazu, dass man sich nicht richtig auskuriert und darüber sogar Chronifizierungen begünstigt.

Jeder, der diese Problematik bagatellisiert, sollte sich lieber aufschlauen, statt so einfältige Tipps zu geben, demnächst einfach die Zähne zusammenzubeißen.
Das spricht nun wirklich nicht für Führungsqualitäten, sondern zeugt schlichtweg von mangelnder Gesundheitskompetenz.

Gerne ein bisschen Lektüre dazu
 
Jeder soll sich so oft er will krankmelden von mir aus.
Steht jedem Frei.

Problem ist halt, dass der Arbeitgeber in der Probezeit, ohne Angabe von Gründen, das Arbeitsverhältnis kündigen kann. Frist 2 Wochen.
Hier wurde gezielt nach der Meinung von Führungskräften gefragt.
Wer zu oft krank ist, der überlebt die Probezeit halt in der Regel nicht.
Deswegen gilt immer noch @Patrick.HH85 Zähne zusammen beißen!
 
Für mich muss halt auch immer die Story passen.
Ich frage niemanden danach was er hat, wenn er sich krankmeldet, aber gefühlt 90% aller Mitarbeiter, erzählen von sich aus lang und breit was sie "haben".
Wenn mir jemand der zwei Wochen da ist, was von einer GRIPPE erzählt und sich dann nur für den Freitag krankmeldet, dann ist die Story für mich unrund.
Erstmal nicht weiter schlimm, aber ich habe das schon im Hinterkopf.
Passiert sowas häufiger, erfolgt die entsprechende Info ans HR.
 
Ich bin in leitender Position tätig und kann @MisterEko nur beipflichten.
Zum Glück habe ich ein zuverlässiges und vertrauenswürdiges Mitarbeiterteam ☺️


Wer bereits in der Probezeit mit 1-Tages-Krankmeldungen auffällt, zieht das leider erfahrungsgemäß nach bestehen der Probezeit nur um so intensiver durch.
Wegen eines einmaligen krankheitsbedingten Ausfalls würde ich mir keine Gedanken machen. Ich würde das aber auch nicht gehäuft wiederholen.
 
Wer bereits in der Probezeit mit 1-Tages-Krankmeldungen auffällt, zieht das leider erfahrungsgemäß nach bestehen der Probezeit nur um so intensiver durch.
Das sind tatsächlich schwarze Schafe, die waren aber gar nicht der Punkt und etwas völlig anderes.

Manchmal gibt es einfach dumme Zufälle. Und wenn der MA nach einem grippalen Infekt bald ein weiteres Mal erkrankt, dann vielleicht schwerer, sollte er mit dem AG reden und sich erklären, aber nicht "die Zähne zusammenbeißen".

Bei uns im Unternehmen (das allerdings auch keine "kleine Klitsche" ist) würde dann eher das Gespäch mit den FK gesucht, wenn die ihren MA solchen Druck zu machen versuchen. Gerne verweise ich nochmal auf den o. a. verlinkten Artikel.

Ergänzung: Tatsächlich ist es aber bei Mitarbeitern in der Probezeit nicht ganz so einfach, die FK mit dieser kruden Denke zu erwischen. Daher umso stärker die Empfehlung, für diesen Fall das Gespräch zu suchen. Eine FK hat auch eine Fürsorgepflicht. Wenn sie der gewissenhaft nachkommt würde sie dem MA auf jeden Fall raten sich auszukurieren. Ansonsten wäre es m.E. kein großer Verlust, dort nicht zu arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind tatsächlich schwarze Schafe, die waren aber gar nicht der Punkt und etwas völlig anderes.

Manchmal gibt es einfach dumme Zufälle. Und wenn der MA nach einem grippalen Infekt bald ein weiteres Mal erkrankt, dann vielleicht schwerer, sollte er mit dem AG reden und sich erklären, aber nicht "die Zähne zusammenbeißen".

Bei uns im Unternehmen (das allerdings auch keine "kleine Klitsche" ist) würde dann eher das Gespäch mit den FK gesucht, wenn die ihren MA solchen Druck zu machen versuchen. Gerne verweise ich nochmal auf den o. a. verlinkten Artikel.

Ergänzung: Tatsächlich ist es aber bei Mitarbeitern in der Probezeit nicht ganz so einfach, die FK mit dieser kruden Denke zu erwischen. Daher umso stärker die Empfehlung, für diesen Fall das Gespräch zu suchen. Eine FK hat auch eine Fürsorgepflicht. Wenn sie der gewissenhaft nachkommt würde sie dem MA auf jeden Fall raten sich auszukurieren. Ansonsten wäre es m.E. kein großer Verlust, dort nicht zu arbeiten.
Stimme dir zu...etwas zu Verschleppung bringt auch nichts.
In den ersten 4 Wochen entfällt die Lohnfortzahlung noch und die KK muss übernehmen.
@Patrick.HH85 hab auch am 01.09 neu angefangen und kann deine Ängste in Bezug auf Krankheit verstehen. Wird bald lustig wenn die Erkältungswelle richtig anrollt
 
Das sind tatsächlich schwarze Schafe, die waren aber gar nicht der Punkt und etwas völlig anderes.

Manchmal gibt es einfach dumme Zufälle. Und wenn der MA nach einem grippalen Infekt bald ein weiteres Mal erkrankt, dann vielleicht schwerer, sollte er mit dem AG reden und sich erklären, aber nicht "die Zähne zusammenbeißen".
Das weißt weder du noch ich, ob der TE so ein Schäfchen ist oder nicht. Deswegen sollte man ihm beide Seiten der Medaille aufzeigen. Danach fragte er schließlich.

Meiner Erfahrung nach gibt es diese "dummen Zufälle" eher selten und meistens wie auch @MisterEko schon schrieb, erklären sich die Mitarbeiter direkt selbst, wenn sie häufiger oder längerfristig ausfallen. Das hat etwas mit einem guten Vertrauensverhältnis und Pflichtbewusstsein zu tun - das kann (und darf) man nicht erzwingen, das ist entweder da oder nicht.

Im Leben würde mir nicht einfallen, einen Mitarbeiter dazu zu drängen, mir seine Krankengeschichte zu erzählen oder ihm zu sagen, dass er sich nicht so anstellen soll, wenn er sich krank meldet - egal, warum. Ich akzeptiere die Krankmeldung und gut.
Dennoch spricht es für mich eine Sprache, wenn Jemand häufiger kurzzeitig ausfällt.

Als Mitarbeiter hat man Rechte und Pflichten.
 
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