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Meine erwachsene Tochter hat den Kontakt abgebrochen

Und weil die eigene Mutter so war unterstellt man das sämtlichen anderen Müttern auch? Nach dem Motto, irgendwas wird sie schon falsch gemacht haben? Selbst wenn sie schreibt, WIE sie zu ihrem Kind war? Dass sie es eben -wie hier - aufgebaut und gelobt hat wenn/weil es Selbstzweifel hatte?
Grosses Kino.
Wir waren nicht dabei. Meine Mutter beschreibt sich auch als liebevolle Mutter, dabei hat sie mich in allen für mich schwierigen Lebenssituationen böse hängen lassen. Das hat sie jedoch inzwischen vergessen oder spielt es herunter...

Im Augenblick übersteuert meine Mutter auch total und lobt alles, was ich mache, weil wir über Dinge gesprochen haben und sie ein schlechtes Gewissen hat. Es kommt schon bei mir an, aber da ist irgendwie keine natürliche Wertschätzung. Wenn man sie direkt fragt, habe ich sie doch enttäuscht. Vielleicht ist das hier auch so. @Fussel ist enttäuscht, dass ihre Tochter ein so anderes Leben lebt. Sie versucht, das nicht zu sagen, aber wenn Fussels Tochter sensibel ist, spürt sie das genau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne eine Frau, die ihren Sohn damals fast jeden Tag geschlagen hat. Es wurde auch angezeigt und alles Mögliche.
Aus dem Sohn ist trotzdem ein Mann geworden, der mit beiden Füßen im Leben steht. Er hat zusammen mit seiner Familie eine liebevolle Beziehung zu seiner *räusper* "Mutter".
Er vertraut ihr sogar seine Kinder an. Inzwischen, so denke ich-kann er das auch.
Dann gibt es noch meine Freundin, die ihre beiden Kinder -meiner Meinung nach- zu sehr behütet hat. Ich dachte oftmals...Oh Gott-so viel Watte kanns garnicht geben....
Auch hier gibt es heute noch ein familiäres und ganz entspanntes/wertschätzendes Verhältnis.
Was ich damit sagen will, ist-daß Menschen ganz einfach zu unterschiedlich sind, um da irgendwelche Regeln auf zu stellen.
Und das ist jetzt ein Freifahrtsschein, die Kinder schlecht zu behandeln oder überzubehüten?... Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder den Kontakt halten, ist doch klar höher, wenn da ein gesundes Eltern-Kind-Verhältnis ist. Oder nicht?
 
Was nun bei euch ,TE , und deiner Tochter falsch gelaufen ist ,können wir nicht wissen.
Selten wird alles richtig gemacht.
Wenn du in dich hineinhörst,ahnst du vielleicht Sachen,die eine Rolle gespielt haben, vielleicht auch nicht.
Für dich hoffe ich,dass es sich irgendwann klärt,dass deine Tochter auf dich zukommt und ihr euch wieder nähern könnt.
Bis dahin musst du es akzeptieren und versuchen,dich um dein Leben zu kümmern.
Die Vergangenheit kann man nicht ändern,allenfalls von ihr lernen.Konzentriere dich auf das Jetzt!
Ich wünsche dir alles Gute!
 
Hast du dich schon mal gefragt, wieso sie das von sich denkt? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sie dir das wirklich vorgeworfen hat, sondern dass es das ist, was du ihr verbal oder durch Taten vermittelt hast. Dass du eben schöner, stärker und klüger bist als sie.
Vielleicht hast du sie in der Hinsicht häufiger kritisiert? Ihre Figur, ihre Kleidung, ihre Partnerwahl, ihre Schwächen? Ich glaube, sie meint eher „Es tut mir leid, dass ich nicht so schön, stark und klug wie du bin.“ Mit anderen Worten: „Es tut mir leid, dass ich deinen Anforderungen an mich nicht entspreche.“
Das finde ich sehr wichtig....
 
Ich danke Euch für Eure Ideen und Mitdenken.
Es ist auch viel Wahres dran.
Ihr Vater hat sie verbal niedergemacht und ich habe versucht, das auszugleichen. Das ging so lange, bis es nicht mehr ging und ich mich von ihm getrennt habe.
Ich denke daher, dass Ihr recht habt, wen Ihr schreibt, dass ich sie überbehütet habe, sicher auch eine Helikoptermutter war in manchen Dingen.

Was ich komisch finde: ich sehe in meinem Bekanntenkreis wirklich vernachlässigte erwachsene Kinder, die wie eine Klette an der Mutter hängen und sie vergöttern.
Vielleicht ist alles nur Zufall oder Schicksal.
 
Zufall und Schicksal ist es bestimmt nicht.

Oft ist es die Macht der Wörter, welche zwischen den Zeilen gesagt werden und die unbewussten Gefühle, welche die Tochter spürt..

Vielleicht hat sich die Tochter eingeengt, gedemütigt, abgewertet und unterdrückt gefühlt.

Ich hätte die Tochter freundlich und ganz konkret gefragt was Du aus ihrer Sicht falsch gemacht hast.

Ja...viele vernachlässigte Kinder hängen an den Eltern wie die Kletten.
Das fiel mir schon oft auf.
 
Liebe Salome und Cucaracho - nein, ich habe sie nicht kritisiert. Sie war ein tolles Kind und ein aufmüpfiger Teenager, aber das war ok. Ich habe mich nicht getraut, meine Pupertät zu leben, wegen meiner brutalen Mutter. Das wollte ich ihr ersparen. Natürlich habe ich ihr Grenzen gesetzt, sie aber nie herabgewürdigt. Ich habe ihr immer gesagt, dass sie machen könne, was sie wolle,auch etwas sehr Schreckliches - ich würde sie trotzdem lieben, auch wenn ich nicht alles gut finde.
 
......ich würde sie gerne fragen, aber sie verweigert sich.
Hallöchen liebe Fussel,
das Gefühl kenne ich. Es dauert lange, bis die Wunden sich verschließen-aber mit der Zeit wird es besser.
Selbstvorwürfe helfen nichts. Geschehenes kann man nicht ungeschehen machen.
Ich liebe und wertschätze mich nun selbst.
Jeder Tag ist ein Geschenk-nutze ihn für Dich...

Alles Liebe und Gute
Bleib gesund
 

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