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Frusttagebuch: Mutter

Rückblickend bin ich froh, dass sie mir nichts geschenkt hat, weil sonst wäre natürlich auch eine massive Erwartungshaltung von ihr da gewesen.
Nach allem was ich bisher gelesen habe von Dir, bin ich schon überrascht, dass Du überhaupt noch freiwillig Kontakt zu Deiner Mutter hast, die eigentlich nie mütterliche Gefühle gezeigt hat für Dich.
 
Und diese Spiel hat sie ihr Leben lang gespielt, sie ist nur von einer Abhängigkeit in die andere geflohen, seien es meine Großeltern, Sozialämter und jetzt ich (wenn ich es mitmachen würde).
Zum Teil machst Du das Spiel mit. Eigentlich ist sie ja eine Fremde für Dich, auch wenn sie Deine Mutter ist. Trotzdem investierst Du viel Zeit und Mühe, um ihr das Leben zu erleichtern. Wahrscheinlich kannst Du ihre ehrlich gemeinten „Dankeschön“ an einem Finger abzählen.
 
Zum Teil machst Du das Spiel mit. Eigentlich ist sie ja eine Fremde für Dich, auch wenn sie Deine Mutter ist. Trotzdem investierst Du viel Zeit und Mühe, um ihr das Leben zu erleichtern. Wahrscheinlich kannst Du ihre ehrlich gemeinten „Dankeschön“ an einem Finger abzählen.
Du hast ja Recht, ich mache das Spiel mit.
Warum? Vielleicht weil ich unter einem gefühlten gesellschaftlichen Druck stehe, dass man sich mit der Familie nicht entzweien soll oder weil meine Oma das nicht gewollt hätte oder weil ich immer wieder auf meine Mutter reinfalle.

Es geht halt oft normal los. Aktuelles Beispiel:
Im Moment ist sie ja dabei umzuziehen. Kaufvertrag für die neue Wohnung ist unterschrieben.
Nun hat ihr eine Nachbarin der neuen Wohnung im Flur gesagt, dass vor 8(!) Jahren mal einen Rückstau gehabt hatte, der ihre Wohnung überflutet hat.
Ich habe meiner Mutter geraten, den Verkäufer darauf anzusprechen und falls es stimmt, ein Rückstauventil einbauen zu lassen sowie zu prüfen ob die Gebäudeversicherung solche Schäden im Ernstfall trägt.

Nur ging es meiner Mutter nicht um eine Lösung. Darum geht es meiner Mutter nie. Sie sagte mir am Ende des Gespräches sogar wortwörtlich "Ich wollte ja keine Lösung, sondern nur von dir hören, dass ich arm dran bin".

Sie geht so mit jedem Menschen um. Ihren ehemaligen Nachbarn trägt sie es nach, dass er ihr nicht mehr geholfen hat, schließlich hätte er doch gewusst, dass sie von Hartz 4 lebt.
Alle sollen sie verstehen, sie bemitleiden, ihr helfen und ihr immer wieder sagen wie schlimm sie es doch hat.

Wobei sie das ja selber immer wieder betont, was für "schlimme Erfahrungen sie mit Menschen gemacht hat". Mir fallen da aber wenig schlimme Sachen in ihrem Leben ein. Wobei sie ja alles als "Schicksalsschlag" darstellt. Einmal hat sie sich auf Ebay ein Meerschweinchen geholt. Das stellte sich aber als schwanger heraus und nun hat sie 7 Meerschweinchen (plus die anderen bereits vorhandenen Tiere). Ein schreckliches Schicksal! Ich sage es euch! ....

Die Taktik dahinter schon klar: Emotionale Nähe erzwingen indem man sich als Opfer darstellt. Das Kind, welches wegen eines blauen Fleckens weint, nicht weil die Schmerzen so groß sind, sondern weil es von der Mamma in den Arm genommen werden will.
Nur hätte meiner Mutter halt irgendwann im Leben mal merken müssen, dass sie kein kleines Kind mehr ist und erst Recht nicht mich als ihre Mamma zu missbrauchen.
 
Auf viele Sätze, welche sie sagt würde ich nicht eingehen, sondern diese Sätze ignorieren.
Gib ihr z.B. keine Tipps wegen einem Rückstauventil...es ist zu kompliziert.

Ich würde mich nur auf wichtige Punkte konzentrieren.

Toll, dass sie umzieht.
Dann wird es ihr finanziell besser gehen.
 
Gott sei Dank habe ich meiner Mutter kein Geld geliehen....

Nachdem meine Mutter erfahren hat, dass es ihr ihrer neuen Wohnung (noch ist sie nicht umgezogen) mal Wasserrückstau gegeben hat, will sie jetzt nicht mehr umziehen.

Makler und Verkäufer haben ihr rund 10.000 € vorgestreckt um die Wohnung zu renovieren. Das Geld hat sie stückchenweise zuvor von mir haben wollen. Wie sie mir doch und heilig versprochen hat, das Geld würde ich ja zeitnah zurück bekommen, ich könne ihr vertrauen.

Meine Mutter will jetzt vom Verkauf ihres Hauses und vom Kauf der Wohnung zurücktreten. Sie ist schon auf dem Weg zum Anwalt.

Mein Gott bin ich froh, dass ich mich aus der ganzen Sache komplett rausgehalten habe.

Ich will NIE eine vertragliche oder finanzielle Verbindung zu meiner Mutter eingehen.
 
Makler und Verkäufer haben ihr rund 10.000 € vorgestreckt um die Wohnung zu renovieren.
Das Geld bekommen die nie wieder, ausser sie erzwingen nun den Hausverkauf bei Gericht. Das kostet vielleicht so viel wie die 10 000€ die sie ihr vorgestreckzät haben und darum lassen sie es. Sie würden ja den Prozess gewinnen und damit muss deine Mutter die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Da ihr aber in diesem Fall das Haus schon weggenommen wurde, ist sie dann mittellos und sie bekommen trotzdem nichts. Ganz schön clever, deine Mutter.
 
Das Geld bekommen die nie wieder, ausser sie erzwingen nun den Hausverkauf bei Gericht. Das kostet vielleicht so viel wie die 10 000€ die sie ihr vorgestreckzät haben und darum lassen sie es. Sie würden ja den Prozess gewinnen und damit muss deine Mutter die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Da ihr aber in diesem Fall das Haus schon weggenommen wurde, ist sie dann mittellos und sie bekommen trotzdem nichts. Ganz schön clever, deine Mutter.
Ich bin auch gespannt wie es weiter geht. Also ob die Käufer den Hausverkauf erzwingen. Meine Mutter ist wohl bereit das auszusitzen bis man sie rausklagt.
Neben den rund 10.000 € stehen wohl auch noch Notarkosten im Raum und der Makler scheint schon sehr nervös weil er A) das Geld vorgestreckt hat und B) jetzt seine Provision möglicherweise nicht sieht.

Ich kann meine Mutter ja verstehen, dass sie Angst vor Wasserschäden hat, aber sie hat locker 30 Wohnungen besichtigt und irgendwas war immer. Und diese Wohnung ist nun mal eine nicht sanierte Altbauwohnung. Meine Mutter wollte mit Gewalt eine Wohnung mit über 80m² und das zum Knallerpreis. Überraschung: So eine Wohnung ist nicht perfekt!
Ich habe meiner Mutter selber gesagt, dass ihr vielleicht eine kleinere aber dafür besser sanierte Wohnung besser gefallen würde, vielleicht auch zur Miete. Aber nein, sie wollte auf mich nicht hören, sie wollte meinen Makler nicht, sie hat ihren Weg gesucht und nun muss sie sich die Supper selber auslöffeln.
 

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