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Wenn die Traurigkeit kein Ende findet............

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124942
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Das kann ich alles garnicht gebrauchen, ich habe soviel mit mir selbst auszumachen. Da möchte ich mich nicht noch in meine Angelegenheiten hinein quatschen lassen. Was die alles möchten tuen und anders gemacht hätten.
Das tue ich mir auf keinen Fall an.
Ja, sowas kenne ich auch von gewissen Verwandten. Mir haben damals auch nach dem Tod welche noch am Grab meiner Mutter gesagt, was sie medizinisch alles anders entschieden hätten für meine Mutter, wohl wissend, dass eine andere Entscheidung zu einem Riesentheater mit meiner psychisch kranken Schwester geführt hätte.

Ich kannte meinen Partner damals (2011) noch nicht lange, aber er war auch schon mit auf der Beerdigung meiner Mutter. Er sagte hinterher auch noch, dass er diese Bemerkungen absolut deplatziert gefunden hätte.

Deshalb: Wenn die Geschwister deiner Frau auch so geartet sind, dann würde ich mir das an deiner Stelle auch nicht antun.
 
Ja, sowas kenne ich auch von gewissen Verwandten. Mir haben damals auch nach dem Tod welche noch am Grab meiner Mutter gesagt, was sie medizinisch alles anders entschieden hätten für meine Mutter, wohl wissend, dass eine andere Entscheidung zu einem Riesentheater mit meiner psychisch kranken Schwester geführt hätte.

Ich kannte meinen Partner damals (2011) noch nicht lange, aber er war auch schon mit auf der Beerdigung meiner Mutter. Er sagte hinterher auch noch, dass er diese Bemerkungen absolut deplatziert gefunden hätte.

Deshalb: Wenn die Geschwister deiner Frau auch so geartet sind, dann würde ich mir das an deiner Stelle auch nicht antun.
Ja genauso ist es, was mir die ganze Verwandtschaft vorwerfen würde .
Das was sie anders gemacht hätten.
Das kann ich garnicht gebrauchen.
Ich muss erst einmal absehen und die ganze Situation mit den Gedanken die ich mir garnicht aus dem Kopf gehen fertig werden.
 
Verstehe ich vollkommen.
Das sind so Typen, denen es offenbar zu gut geht und die sich dann aus Langeweile in anderer Leute Angelegenheiten mischen. So etwas gibt's leider oft. Meine Verwandten würden sich mit denen deiner verstorbenen Frau wahrscheinlich gut verstehen. 😆

Hast du selber keine Geschwister (mehr)?
 
Verstehe ich vollkommen.
Das sind so Typen, denen es offenbar zu gut geht und die sich dann aus Langeweile in anderer Leute Angelegenheiten mischen. So etwas gibt's leider oft. Meine Verwandten würden sich mit denen deiner verstorbenen Frau wahrscheinlich gut verstehen. 😆

Hast du selber keine Geschwister (mehr)?
Meine Geschwister sind schon längst alle verstorben.
Ich war der jüngste, der übrig gebliebene.
 
Meine Geschwister sind schon längst alle verstorben.
Ich war der jüngste, der übrig gebliebene.
Das tut mir Leid.
Aber da sieht man mal, wie es gehen kann. Du hattest mehrere Geschwister, deine Frau auch, und dennoch stehst du im Alter allein da. 🙁

Meine Schwester lebt zwar noch, ist aber aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr für mich erreichbar. Mein Partner war Einzelkind, und meine Verwandten in Deutschland kann ich nahezu alle abhaken.

Meine Cousine ist auch Einzelkind, aber ihr Partner hat viele Geschwister, die sich miteinander auch gut verstehen. Außerdem wohnt ihre beste Freundin am Ort. Sie ist nicht allein, und das versteht sie auch, immer wieder bei mir anzubringen. Da liegt immer so ein unausgesprochenes "Ich bin auf dich nicht angewiesen, ich habe jede Menge Leute um mich herum und bin ständig ausgebucht" in der Luft. Ich habe nicht vor, mich mit ihr zu verkrachen, aber ich werde wieder mehr auf Distanz gehen und sie ihrem Hochzeitsrausch überlassen.

Solche Spielchen kann man nicht gebrauchen, wenn man trauert. Das zieht einen nur noch mehr herunter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das tut mir Leid.
Aber da sieht man mal, wie es gehen kann. Du hattest mehrere Geschwister, deine Frau auch, und dennoch stehst du im Alter allein da. 🙁

Meine Schwester lebt zwar noch, ist aber aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr für mich erreichbar. Mein Partner war Einzelkind, und meine Verwandten in Deutschland kann ich nahezu alle abhaken.

Meine Cousine ist auch Einzelkind, aber ihr Partner hat viele Geschwister, die sich miteinander auch gut verstehen. Außerdem wohnt ihre beste Freundin am Ort. Sie ist nicht allein, und das versteht sie auch, immer wieder bei mir anzubringen. Da liegt immer so ein unausgesprochenes "Ich bin auf dich nicht angewiesen, ich habe jede Menge Leute um mich herum und bin ständig ausgebucht" in der Luft. Ich habe nicht vor, mich mit ihr zu verkrachen, aber ich werde wieder mehr auf Distanz gehen und sie ihrem Hochzeitsrausch überlassen.

Solche Spielchen kann man nicht gebrauchen, wenn man trauert. Das zieht einen nur noch mehr herunter.
Ja so ist es.
Das könnte ich alles nicht gebrauchen
Ich komme ja so schon nicht über den Berg.
 
Ja so ist es.
Das könnte ich alles nicht gebrauchen
Ich komme ja so schon nicht über den Berg.
Es gibt nur noch wenige wirklich einfühlsame Menschen, die sich über längere Zeit um einen trauernden Menschen kümmern und mit wirklichem Interesse fragen, wie es ihm geht, statt ihm nur vor Augen zu führen, was sie im Gegensatz zu ihm alles haben. Man hat ja als nächste/r Hinterbliebene/r auch oft das Bedürfnis, über den Verstorbenen zu sprechen. Darauf wird dann aber nicht eingegangen, denn für andere ist der Verstorbene längst abgehakt.

Da überwindet man die Trauer besser allein als mit solchen Leuten. Diese Kontakte führen nur dazu, dass man sich noch schlechter und perspektivloser fühlt.

Meine Cousine hat sich vor fast 30 Jahren von einem notorischen Säufer und Spieler scheiden lassen. Vor einem oder zwei Jahren ist er verstorben. Im Zusammenhang mit dem Heiratsantrag, den sie kürzlich von ihrem jetzigen Lebensgefährten bekam, erzählt sie ausgerechnet mir dann, sie sei ja aufgrund des Todes ihres ersten Mannes jetzt kirchenrechtlich quasi Witwe (nützt ihr aber nix, katholisch heiraten kann sie trotzdem nicht, da die Exfrau ihres Zukünftigen noch lebt 😝). Da habe ich, deren Partner noch kein Jahr tot ist, ja aktuell wohl wesentlich mehr Grund, mich als Witwe zu fühlen, auch wenn wir nicht miteinander verheiratet waren.

Es ist schon allerhand, was den Leuten so an Taktlosigkeiten einfällt, wenn man vor noch nicht allzu langer Zeit seinen Partner verloren hat. Fast schon zum Lachen, wenn's nicht so traurig wäre.
 
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Meine Geschwister sind schon längst alle verstorben.
Ich war der jüngste, der übrig gebliebene.
Ich hoffe sehr, deine Frau hatte ein Testament gemacht. Wenn nicht, würde nämlich gesetzliche Erbfolge eintreten. Solltet ihr im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben und keine Kinder haben, würdest du dann Erbe zu 3/4 sein und die Geschwister deiner Frau (bzw. bei deren Vorversterben deren Nachkommen) Erben des restlichen Viertels, und zwar zu gleichen Teilen. Sofern Geschwister schon tot sind, treten deren Kinder bzw. ggf. deren Nachkommen an ihre Stelle.

Ich weiß, dass du momentan den Kopf für solche Dinge nicht frei hast. Aber das muss unbedingt geklärt werden. Bei Erbengemeinschaften blüht einem meist nichts Gutes. Lass' dich in einem solchen Fall unbedingt von einem Fachanwalt für Erbrecht beraten! Nicht, dass die Geschwister deiner Frau nachher noch anfangen, du hättest ihnen ihr Erbteil vorenthalten! Von daher hoffe ich wirklich, dass deine Frau bzw. ihr euch gegenseitig testamentarisch zu Alleinerben eingesetzt hattet. Die Geschwister deiner Frau haben keinen Pflichtteilsanspruch, da brauchst du dir also keine Sorgen zu machen. Vielleicht habt ihr euch diesbezüglich ja auch schon vor Jahren anwaltlich beraten lassen.

Ich hatte meine Schwester, da sie krankheitsbedingt nicht mit Geld umgehen kann, bereits zugunsten meines Partners (ohne dessen Wissen) enterbt und gleichzeitig an 2. Stelle noch eine Organisation für den Fall des Vorversterbens meines Partners als Erbin eingesetzt, damit meine Schwester auf keinen Fall etwas erben kann. Das war gut so; denn genau der Fall, dass er vor mir stirbt, ist ja nun eingetreten. Ich werde nun noch mal in aller Ruhe überlegen, ob es bei dieser Organisation bleibt oder ich eine andere auswähle. In dem Fall muss ich halt ein wenig Geld bezahlen, dass mein beim Amtsgericht hinterlegtes Testament herausgegeben und ein aktualisiertes dort hinterlegt wird. Ich werde dann noch ausdrücklich hineinschreiben, dass meine Schwester enterbt ist und für den Fall, dass die Organisation das Erbe ausschlägt, der Staat erben soll. Von dem bezieht sie letztlich ja auch ihre Sozialhilfe.
 
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Insgesamt kann ich nur sagen, dass Außenstehende, die mit Trauer nicht umgehen können, den Trauernden im Zweifel besser komplett in Ruhe lassen sollten, als mit Taktlosigkeiten alles nur noch schlimmer zu machen.

Eigentlich müssten Menschen auch spätestens ab dem mittleren Erwachsenenalter wissen, dass Trauernde andere oft nicht mit ihren Gefühlen belasten wollen. Vor allem, wenn man nicht mehr viele nahe Angehörige oder Freunde hat, möchte man sich ja nicht auch noch die letzten Menschen in seinem sozialen Umfeld vergraulen. Aber daraus kann man dennoch nicht den Schluss ziehen, nur, weil die betreffende Person nicht klagt und heult, sondern tapfer wirkt, sei sie wenige Monate nach dem Tod ihrer engsten Bezugsperson schon mit ihrer Trauer durch. War die/der Verstorbene noch in einem Alter, in dem man statistisch gesehen noch viele Jahre vor sich hat, und ist der Tod plötzlich und unerwartet eingetreten, kommt das noch erschwerend hinzu. Nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2019/2021 liegen diese Werte bei 78,5 Jahren (Männer) beziehungsweise 83,4 Jahren (Frauen). Mein Partner starb aber bereits zwei Monate vor seinem 61. Geburtstag, hätte also statistisch gesehen noch über 17 Lebensjahre vor sich gehabt.

In so einer Konstellation frage ich die hinterbliebene Person doch vor allem, wie es ihr geht, und nehme zumindest im ersten Jahr nach dem Trauerfall an Gedenktagen oder auch Feiertagen wie Weihnachten in besonderer Weise Rücksicht. Wenn ich sie dann schon anrufe, dann doch nicht erst, wenn der betreffende Tag bzw. das betreffende Fest so gut wie zu Ende ist. Und dann gehe ich auf ihre Situation ein, sage ihr etwas, was sie aufbaut, oder zumindest etwas Neutrales und konfrontiere sie nicht ausgerechnet dann mit meinem eigenen tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Partnerschafts- und Familienglück. Ich bin immer noch fassungslos (Beispiel meiner Cousine), wie man derart unsensibel sein kann, sich aber obendrein noch für megaempathisch hält.

Wem es zu viel ist, mit einem um den Partner trauernden Menschen zumindest im ersten Trauerjahr so umzugehen, dass man vor allem auf ihn und seine Befindlichkeiten eingeht, ihm Lichtblicke und Möglichkeiten zur Verbesserung seiner Lebensqualität aufzeigt und sich vielleicht auch von ihm über den Verstorbenen erzählen lässt, der meldet sich am besten überhaupt nicht. EgoistInnen, SelbstdarstellerInnen und primitiven Zickenkrieg kann man in einer Trauersituation nicht gebrauchen. Wenn man z.B. selbst im vorgerückten Alter von 60 Jahren noch nichts anderes als Heiratsanträge und Hochzeiten in der Birne hat und seinen ganzen Selbstwert daraus bezieht, kann man damit ja auch vor Leuten protzen, die gerade keinen traurigen Schicksalsschlag zu verkraften haben, der - wie der plötzliche und unerwartete Verlust des Partners in einem Alter, in dem die meisten noch wenigstens 15 Lebensjahre vor sich haben - in genau die entgegengesetzte Richtung geht.
 
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