ich finde, dass du dich immer noch etwas missverständlich ausdrückst
Gigi, dir möchte ich sagen, dass es sehr wohl auf die genaue Bezeichnung auch von Schwertransporten geht, da sie entweder nur 60 oder weniger fahren dürfen oder 70-90.
Meiner fuhr nur 60, Somit hatte ich bei der Beschleunigung , um ihn zu überholen erst den Abstand zum Transporter verringert. Dabei sah ich im Rückspiegel keinen Wagen und bin dadurch beim gleichzeitigen mittig ziehen vom Gas gegangen. Ich musste erst wissen, wo der andere ist spürte aber auch schon an meinem Auto etwas. Die Mitte der Straße hatte ich noch mit keinem Rad überfahren, stand aber dadurch etwas schräg zur Fahrbahnmitte und bot dem anderen meine Seite an, sie zu prellen, als er an mir vorbei auf die Gegenfahrbahn fuhr ohne gehupt, stark gebremst zu haben oder sogar anzuhalten.
wenn ich deinen ersten post richtig verstehe, war es eine landstraße, oder?
was ich jetzt in folge nicht verstehe ist folgendes
"bin beim gleichzeitig mittig ziehen vom gas"
auf ner einspurigen straße, was ist da mit "mittig" ziehen gemeint? ich dachte zuerst, du redest von einer 3 spurigen autobahn (= mittig ziehen wäre dann die mitlere spur), aber das passt dann nicht zu deinem eröffnungsposting
"da man nur da eine ganze Sicht auf die Gegenfahrbahn hat, hatte er nach meiner Sichtung von ihm in ca. 150 m Entfernung, gerade hinter einer Kurve auf der Geraden hügeligen Straße eingebogen und anscheinend so viel Gas gegeben, dass er fast zeitgleich den Überholpunkt erreichte an dem ich geblinkt, beschleunigt, zweiten Rückblick, Berührung gespürt und meinen Ansatz zum Überholen mit zur Mitte lenken abbrach".
also daher nochmal die nachfrage, ob ich dich richtig verstanden habe.
du bist auf einer eher unübersichtlichen straße unterwegs gewesen (landstraße außerorts vermute ich, d.h. 100 limit), vor dir ein sehr lahmer schwertransporter (geladen : holz), und du dahinter mit dem plan, ihn zu überholen.
dann hast du geblinkt, beschneunigt, in den rückspiegel geguckt und dann zur mitte gelenkt, wo er dich dann berührte. korrekt soweit?
hier wäre dann meine frage :
1) warum fährst du nicht von vornherein so nah es geht an der mittelbegrenzung? dort hast du die bestmögliche übersicht auf den gegenverkehr, und genau so überholt man auch auf der landstraße. man fährt nicht möglichst weit rechts (oder mittig) hinter dem hinderniss, denn so sieht man doch so gut wie nichts. du kannst die komplette spur bis zur mitte ausnutzen (!!) - da ist dann nichts mit "zur mitte ziehen"
2) warum schreibst du zwar mehrfach von rückblick, nicht aber von seitenspiegel und schulterblick? beides ist doch beim überholen das A und O - gleichzeitig meinst du aber, du wärst nicht schuld (obwohl du ESSENTIELLE dinge vergessen hast) - das passt für mich nicht. (Anmerkung : Du schreibst von einem Schulterblick, als es schon zu spät war, der zählt für mich nicht. Der kommt BEVOR man seine spur verändert)
was passiert ist (so lese ich den unfallhergang aus der sicht des hinter dir fahrenden) :
a) das hinderniss ist mit 60km vor DIR hergetuckert
b) du langsamer als die erlaubten 100 hinterher (denn du sprichst einmal von "beschleunigen" zum überholen, danach aber auch wieder vom abbremsen als du richtung mitte gewechselt bist, da du dort erstmal gucken wolltest, wo der hinterfahrende wohl sein könnte)
c) er selbst mit 100 oder mehr zum überholvorgang angesetzt, da
d) du aber eher rechts auf der spur, dachte er du willst nicht überholen (siehe meine bemerkung oben)
e) dann ziehst du rüber und er berührt dich
alles in allem sehe ich hier, wenn es zutrifft, dass du die mitte nicht überquert hast, gleich mehrere gravierende fehler auf allen seiten
1) bei dir selbst. wie oben gesagt, wenn man auf der landstraße überholt, dann fährt man soweit LINKS wie eben möglich (BEVOR! man überholen will bzw ausschert). man fährt nicht möglichst rechts oder irgendwo mittig auf der spur!
2) ebenfalls bei dir. rückspiegelblick alleine reicht nicht, erst recht nicht, wenn ein dort fahrendes auto plötzlich nicht mehr in selbigem zu sehen ist. wo soll der sein? MUSS ja neben dir sein!
3) beim unfallgegner. WENN du die mitte nicht überquert hast (zur gegenspur), es aber gerummst hat, dann hat er nicht richtig überholt, sondern ist davon ausgegangen, dass du schön rechts bleiben wirst (marke weg-frei-machen) und ist deshalb nicht richtig auf die gegenverkehrspur ausgewichen, wodurch es dann krachen konnte. er hat sich auf dich verlassen ("fährt wohl soweit rechts, weil er/sie nicht überholen will, und macht mir platz, damit ich es einfacher habe"), was beim autofahren auch ein ziemliches no-go sein sollte. NIEMALS auf irgendwen verlassen, ausser auf die eigene fähigkeit.
was er der polizei gesagt haben wird ist ziemlich simpel :
ich fuhr auf die hindernisse zu, ein sehr langsamer laster (ja, ich weiss, in deinen augen ist es keiner, spielt aber eigentlich keine rolle), sowie die dahinter fahrende TE, welche eher rechts denn links fuhr auf unserer spur.
ich dachte, sie würde nicht überholen wollen bzw mir sogar platz machen, da normalerweise autos, die überholen im sinn haben, sich nach links zur gegenfahrbahn hin orientieren (und dies nicht erst beim überholvorgang beginnen), da man dort gute sicht hat.
also scherte ich aus, um sowohl die TE als auch den laster zu überholen, und genau in diesem moment zieht die TE rüber und es knallt.
und wer da schuld ist wird die polizei dann ziemlich schnell sehen, so leid es mir für dich tut.
nochmal : mit diskriminierung hat das nichts zu tun, insbesondere wenn er noch nen zeugen dabei hat, der das ganze bestätigt (wobei ehefrau nix bringt). wenn er dich seitlich erwischt bedeutet es, dass er schon weiter im überholvorgang gewesen ist als du selbst - geht gar nicht anders. und damit liegt der fehler dann schlussendlich bei dir, dass du weder schulterblick noch seitenspiegelblick gemacht hast, und in der summe eigentlich auch völlig falsch vorgegangen bist was das überholen angeht.
anmerken möchte ich noch : das ganze hätte ÜBELST (!) ins auge gehen können, sowohl für dich als auch den überholenden. wenn ich also nicht was ganz gravierend falsch missverstanden habe an deiner beschreibung würde ich dir raten, dein fahrverhalten zu überdenken.
spiegelarbeit (NICHT NUR RÜCKSPIEGEL) vor JEDER art des spurwechsels (und dazu gehört für mich auch auf ner landstraße von ganz rechts am rand nach ganz links zur mitte hin) ist das A und O, egal wo, und irgendwann gehts vlt nicht so glimpflich aus sondern es gibt tote.
Also, Du hattest ihn aus der Kurve hinter Dir kommen sehen, beim Schulterblick konntest Du ihn nicht mehr sehen...
In dem Moment warst Du recht langsam hinter dem Holzlaster unterwegs, der Unfallgegner lief mit viel höherer Geschwindigkeit suf Euch auf.
Erst siehst Du ihn im Rückspiegel, dann ist er plötzlich "weg" - und Du ziehst trotzdem raus?
Ich sehe da die Unfallschuld auch eher bei Dir, sorry!
der schulterblick kam, wie die TE schrieb erst, als es schon gekracht hatte und sie ihren überholvorgang sozusagen abbrach. wäre der schulterblick dort gekommen, wo er nötig gewesen wäre, hätte es gar keinen unfall gegeben.