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Moderne versus Naturvölker

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Das wurde auch schon durchgekaut, dass Einsiedler oder 'Natur'-Völker nicht zwangsläufig ökologisch leben.
Zumal die Menschheit sich ja auch der Acht-Milliarden-Grenze nähert.
Wenn ich mir vorstellen würde, wie viel Platz alleine die Polulation von Gießen oder Marburg bräuchte, würde man die Menschen im Wald verstreuen - und das sind Mittelstädte..... Was Frankfurt betrifft, mag ich mir das schon gar nicht mehr vorstellen - und global betrachtet ist FFM gar nich mal so groß. Ist Dir bewusst, welche Bevölkerung die größten Städte der Welt haben?
So viel Wald gibt's doch gar nicht!


Ist dir denn bewusst, dass die Bevölkerung nur deshalb so stark ansteigt, da wir in dieser Zivilisation leben, die mit schwarzem Blut (Öl) fließt?

Wären weiterhin nur Naturvölker und kleinere Popoluationen unterwegs, hätten wir doch dieses Problem gar nicht. Mir ist nicht bewusst, dass Naturvölker damals zB Fracking betrieben oder es riesige Fischsterben gab, Quecksilbervergiftungen etc pp.

Das ist doch wirklich deutlich, dass all diese krasseren Zerstörungen Zivilisationsprobleme sind.

Wir bereits jetzt mehrfach geschrieben bin ich nicht der Ansicht, dass man die 8 Milliarden Menschen jetzt nehmen und in die Wälder werfen sollte. 🙂
 
Das liest sich so, als ob sich die Probleme der modernen Gesellschaften lösen ließen, indem wir auf ein "einfaches Leben" umsteigen würden, verstehe ich das richtig?

Wie gesagt, meiner Ansicht nach würde das mit der großen Anzahl an Menschen, die inzwischen leben, überhaupt nicht funktionieren, und wir würden uns noch wesentlich mehr Probleme einhandeln, als wir sie jetzt schon haben.

Mir sind die Probleme keineswegs egal, aber ich sehe die Rückkehr aller Menschen zu einem Lebensstil wie "anno dazumals" keineswegs als Lösung dieser Probleme. Vielmehr denke und befürchte ich, dass es keine einfache Lösungen gibt, sondern dass es am Ende auf eine komplexe Vielfalt einzelner kleiner Strategien herauslaufen müsste.


Worin würdest du eine Lösung sehen? Also ganz grob gesagt ohne die Strategien einzeln zu erörtern....falls das möglich ist.
 
Ich finde diese Seite ganz eindrucksvoll:

https://www.live-counter.com/weltweit-getoetete-tiere/

zB ein Live Counter für weltweit getötete Tiere...
man kann auch vergleichen, wieviele Menschen pro Sek geboren und wieviele Tiere zeitgleich getötet werden.

Mir ist zB auch nicht bekannt, dass es irgendein Naturvolk gab, dass Tiere so brutal gequält, gezüchtet und kultiviert hätten, wie wir es tun.
 
Ist dir denn bewusst, dass die Bevölkerung nur deshalb so stark ansteigt, da wir in dieser Zivilisation leben, die mit schwarzem Blut (Öl) fließt?

Yes, Ma'am! 😉

Wären weiterhin nur Naturvölker und kleinere Popoluationen unterwegs, hätten wir doch dieses Problem gar nicht. Mir ist nicht bewusst, dass Naturvölker damals zB Fracking betrieben oder es riesige Fischsterben gab, Quecksilbervergiftungen etc pp.

Schon die Römer und Griechen haben massig Wald abgeholzt. Und dabei waren die nicht so bevölkerungsreich. (Das hat hier schon mal jemand erwähnt.)

Wir bereits jetzt mehrfach geschrieben bin ich nicht der Ansicht, dass man die 8 Milliarden Menschen jetzt nehmen und in die Wälder werfen sollte. 🙂

Trotzdem kommt von Dir im Wesentlichen nach wie vor diese romatische Verklärung der Subsistenzwirtschaft.
 
Es ist eben paradox: Auch wenn es in vielerlei Hinsicht so scheint, dass wir in einer der friedlichsten und sichersten Zeit leben, die es je gab, stehen auf unserem Gewissen ZIG Millarden unschuldige Lebewesen- von Tiere über Menschen ...von Pflanzen/Bäumen/Wäldern/Gewässern ganz zu schweigen....
 
Worin würdest du eine Lösung sehen?
Wie erwähnt, sehe ich keine einzelne, einfache Lösung, sondern ich denke, man muss zunächst einmal die Probleme und Schwierigkeiten getrennt auflisten und auch getrennt behandeln. Welches sind die konkreten Probleme der Gegenwart, und was könnte man machen, um eine Besserung zu erreichen? Soll die Strategie eher im Kleinen greifen, oder nationale bzw. internationale Auswirkungen haben?
 
Schwere körperliche Arbeit mag zwar dem Urzustand des Menschen zwar nahe kommen, weil man in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden nun mal meistens hart arbeiten musste, um überleben zu können. Aber gesund im engeren Sinne ist sie meistens auch nicht: wer früher hart und schwer gearbeitet hatte, hatte auch früh mit Verschleißerscheinungen zu kämpfen.

Klar gibt es inzwischen Zivilisationskrankheiten, die es früher so nicht gegeben hatte. Aber dafür gab es andere Krankheiten, die heutzutage nicht mehr so gehäuft auftreten wie früher. Es ist meiner Meinung nach nicht so, dass ein früheres, naturverbundenes Leben mit harter Arbeit zwangsläufig gesünder wäre. Es würde wohl nur auf andere Art krank machen bzw. andere Krankheiten hervorrufen.

Wie ich zu meiner Meinung komme? Meine ganze Verwandtschaft bestand aus Bauern, die zeitlebens hart gearbeitet hatten. Richtig glücklich hat ehrlich gesagt kaum einer von denen gewirkt, und die meisten sind im Lauf ihres Lebens schief und krumm geworden und haben über zahlreiche Schmerzen und Zipperlein geklagt.


Das ist schon richtig; ich habe mir damit selbst die Schulter ruiniert.

Doch solche Verschleißerscheinungen sind zwar schmerzhaft, jedoch nicht so gefährlich wie Herz-/Kreislauferkrankungen usw.

Wir müssen bei dem Thema eigentlich nicht zurück zu früher, früher aufgetretenen Krankheiten.

Sinnvoll erschiene mir, heutiges Wissen weiter zu nutzen, altes Wissen soweit möglich wieder zu aktivieren, beides zu kombinieren.

Einigen modernen Unsinn zu lassen und sich dafür nicht nur der Natur, sondern auch gesünderem Leben anzunähern.

Es werden nicht alle ihr Heil darin finden, Selbstversorger zu werden und weitgehend aus dem System aussteigen.
Aber es gäbe viele Möglichkeiten zu positiven Veränderungen. Auch und gerade in der Wirtschaft, im beruflichen Alltag.
Doch selbst wenn der Nachweis erbracht dass kaum oder keine Mehrkosten entstehen oder gar eine Produktivitätssteigerung erzielt wird durch Maßnahmen, die der Belegschaft entgegenkommen, werden keine umfänglichen Änderungen eingeleitet.

Ein paar Landwirte kenne ich, die zufrieden sind und mit niemandem tauschen möchten.
Ob jemand mit seinem Leben zufrieden sein kann, hängt viel von intrinsischen Faktoren ab.
 
und wir beide sind traumatisiert durch unser bisheriges Leben. Durften also die Auswüchse der "Zivilisation" deutlich spüren, arbeiten auch gerade sehr an uns in Form von Therapie.



Vielmehr interessiert mich sehr, was die Menschen tatsächlich dazu veranlasst, dem Gott "Fortschritt" zu huldigen, wo so viele spüren, dass es ein falscher Gott ist....

Ich persönliche glaube nicht an übergroße Ängste sondern an Mangel an Vertrauen in das Leben.... dass man selbst es schaffen könnte, auch anders zu leben....denn dieses Vertrauen wurde den meisten von uns gar nicht mitgegeben.




Ich persönliche glaube, dass viele viele viele Menschen von der Zivilisation und all den Folgen für den Charakter des Menschen (geistige Werte zählen nicht- was zählt ist das Materielle und so wird auch ein Kind bereits erzogen- das erzeugt sehr tiefe und auch gefährliche Spaltungen...) traumatisiert sind.
Diese Traumatisierung macht die Menschen schwach und entscheidungsarm. Sie denken nicht nach, weil sie stattdessen mit der Regulierung ihrer Gefühle, ihres Alltags beschäftigt sind. Sie werden immer abhängig gehalten und finden in sich nicht die Stärke, radikal andere Wege zu gehen.
Zivilisationskrankheiten sind ja sowohl körperliche als auch geistige Krankheiten.
Es ist so markaber, dass dennoch so viele Menschen die "fortschrittliche" Medizin so huldigen.... kaum jemand sieht, dass diese nichtmal die Krankheiten heilen kann, die sie (über Umweg) selbst erschafft!

Ich mache mir auch ehrlich gesagt Sorgen.


Ich würde gern mehr verstehen, warum die jetzige Entwicklung unabdingbar sein soll...viele sagen, die stattfindende Digitalisierung und Entfremdung vom Natürlichen sei ein nur logischer Schritt in der Evolution. Nur, ich fühle das nicht...
deswegen frage ich auch hier- wie verteidigt ihr diese Welt, in der wir leben und die so offensichtlich so krank und kalt ist? Wie rechtfertigt ihr das?

Negative Erlebnisse, Traumatisierung, würde ich bei einer anderen Art zu leben nicht ausschließen. Mit der "Zivilisation" hat das nicht zwingend zu tun. Schlimmes gibt es in jeder Kultur, die Art unterscheidet sich manchmal.

Gründe, weshalb Menschen dem Fortschritt huldigen, gibt es viele.
Einflüsse der Gesellschaft, der Erziehung, Scheuklappendenken, Ängste (Mangel an ...), Bequemlichkeit, Bedürfnisbefriedigung...

Was ist der Mangel an Vertrauen anderes als Angst?
Angst, es nicht zu schaffen?

Schwach, entscheidungsarm und abhängig ist der Mensch leicht führbar, nutzbar. Das zu forcieren macht slso durchaus Sinn.

Wenn ich diesen Beitrag lese, fällt mir der Dalai Lama ein. Du könntest viel aus seinen Büchern ziehen bzw. tust das vielleicht bereits.

Warum die Entwicklung ist, wie sie ist?

Macht.
Letztlich geht es immer darum.
Blackrock mal gelesen? Empfehlenswert.

Warum sollte jemand das Bedürfnis haben, diese Lebensform zu verteidigen? Etwas zu rechtfertigen?

Ich habe nicht das Bedürfnis, jeden Irrsinn zu verstehen.
Nur mein Leben für mich so zu gestalten, dass ich damit einigermaßen im Reinen sein kann.
Um andere Menschen mache ich mir da auch keine Sorgen. Die leben ihr Leben auf ihre Weise. Was nutzt es, wenn du dir Sorgen machst über Dinge, die du nicht beeinflussen kannst?
 
"Mehr Natürlichkeit kann ja auch bedeuten das man seinem Körper einfach seine Grundbedürfnisse gibt für die er in hunderttausenden von Jahren von der Evulotion designed wurde. Relativ einfache Änderungen in Ernährung und Verhalten können schon reichen um keine der für heute typischen Zivilisationskrankheiten zu bekommen. Niemand muss heute zwangsläufig an Diabetes Typ 2, KHK usw erkranken. Das sind alles hausgemachte Probleme.

Dazu gehört dann allerdings das man bereit ist Eigenverantwortung für sich zu übernehmen. Man muss sich schlau machen wie der Organismus Mensch funktioniert und was für ihn gut ist und was nicht. Das erfordert unheimlich viel Kraft, und das die nicht jeder hat kann ich zu einem gewissen Teil auch nachvollziehen.


:blume:
Ein sehr guter Beitrag.
 
Was meinst du damit? Es kann heute nicht funktionieren, da ich keine 5000 USD Dollar plus Flugticket etc besitze, um nach Paraguay auswandern zu können. Genauso wenig ist es mein Ziel, heute auszuwandern. Ergo benötige ich "keinen Weg", das hast du ganz richtig gelesen.

Ja, erkläre es mir gern. 🙂


Warum ist es nötig auszuwandern, um sein Leben zu verändern?

Bitte als interessierte Frage verstehen.
 
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