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Moderne versus Naturvölker

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Für weitere Antworten geschlossen.
Zum Thema Leitungswasser: Ist doch wirklich jetzt lächerlich, als ob das Leitungswasser überall trinkbar wäre....*lol*


Zusätzlich informier' dich gern mal, was uns alles in Leitungswasser untergemischt wird.
 
Warum lebst Du denn nicht bei Aussteigern? Auch den Tip mit Paraguay von Arktur fand ich hilfreich.
Was hält Dich denn unter uns manipulierten Menschen?
Wie gesagt, auch Russland hat noch sehr viele natürliche Ecken.
 
Auch in Zukunft wird es Menschen geben, die Städte bevorzugen, und solche, die das Land lieben.

Für Möchtegern-Aussteiger, die sicherheitshalber doch nicht zu weit weg von der Zivilisation leben möchten, hab ich kürzlich einen Geheimtipp entdeckt: die Aland-Inseln (das schwedische A mit dem Ringel drauf, das wie O gesprochen wird), eine Inselgruppe in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden, wo die Fähre kostenlos zwischen den Inseln fährt wie bei uns der Stadtbus zwischen seinen Haltestellen, und man ein einfaches Leben in Hütten führen kann und angeln bis zum Umfallen, weil die Ostsee direkt vor der Haustür liegt.
Auch politisch ist Aland ein Sonderling, mit Selbstverwaltung und vielen eigenständigen Regelungen. https://de.wikipedia.org/wiki/Åland , ist für jeden Natur-Freak vielleicht einen Urlaubstrip zum Anschauen wert.
 
Ich tue mich immer sehr schwer damit, unsere "Zivilisitation" wirklich vom Herzen aus zu akzeptieren.
So viele schreckliche Dinge passieren, weil die Menschen diesen Lebensstil wollen: der Erde gegenüber,anderen Lebewesen und Menschen gegenüber und auch uns selbst gegenüber.


Ich empfinde unser heutiges Leben als sehr ungesunde Lebensform, wider der menschlichen Natur.
Alleine das Wort "Zivilisationskrankheiten" spricht Bände.
Was sich an unseren körperlichen Reaktionen auf diese Art zu leben ablesen lässt, wirkt sich ebenso auf unsere Psyche und unser Denken aus. Und unser Handeln.

Augenöffnend war und ist für mich der Dalai Lama. Hier nur ein paar Zitate:

https://mymonk.de/dalai-lama-zitate/


Wir brauchen den Lebensraum Erde und schaden ihm täglich doch mehr, als es nötig wäre, um unser eigenes, kleines Leben zu leben. Nur 2 Stichwörter: Überproduktion, Bauruinen.

Glücklicher und gesünder lebt es sich anders.

https://www.aerztezeitung.de/medizi...naturvolk-erstaunlich-gesunden-gefaessen.html

Interessante Einblicke:

https://taz.de/Die-Welt-der-Pirah-Indianer/!5112728/?goMobile2=1565568000000


@ Meila:

Was bedeutet "wenn ihr die Wahl hättet?"
Wir haben alle die Wahl.

Ich lebe auch anders als ich möchte. Unterwerfe mich der Jagd nach Geld. Versuche zu funktionieren aus einem Gefühl der Verantwortung heraus. Es gibt Abhängigkeiten, meine Entscheidung würde sich auf das Leben anderer auswirken.
Würde ich egoistischer entscheiden, hätte ich ein schlechtes Gewissen.
Also habe ich eine Wahl getroffen.

Was gerne geleugnet wird:
Ich entscheide mich so, weil es diverse Ängste gibt, die mich so entscheiden lassen.

Ist das Gefühl der Verantwortung, wenn man das hinterfragt, nichts anderes als Angst?
Angst, anderen zu schaden?
Angst, weniger geliebt zu werden?
Angst vor Konflikten?
Usw.

Drastischer ausgedrückt:
Würde ich es genug wollen, würde ich mich dafür entscheiden. Meine Begründung (Verantwortung) ist nur eine Ausrede für meine Bequemlichkeit.

Auch du hast die Wahl, Meila. Du hast entschieden. Du könntest anders entscheiden. Was hält dich davon ab?

Man muss nicht mal weit weg.
Es gibt in Europa, in Deutschland, diverse Lebensgemeinschaften, denen man sich anschließen könnte. Wer möchte, kann selbst versuchen etwas zu die Beine zu stellen.
 
Ich bin kein Verfechter von Früher war alles besser, aber ich würde sagen, der
Fortschritt hat uns viele schöne dinge genommen, dinge die wir bereits
vergessen haben und das ist schon schade.



Keine Ahnung wie das werden soll, ich denke wir sind gar nicht so viel weiter
gekommen, ich sehe keinen Fortschritt, ich sehe nur Geld, überall zählt nur
Geld und das man möglichst viel kaufen kann.

Das ist für mich kein Fortschritt


:blume:

Als Erreichung einer höheren Stufe der Entwicklung sehe ich es auch nicht.

Vielmehr als Verirrung.


https://www.freitag.de/autoren/sebastianus/was-ist-fortschritt
 
Ich empfinde unser heutiges Leben als sehr ungesunde Lebensform, wider der menschlichen Natur.
Alleine das Wort "Zivilisationskrankheiten" spricht Bände.

Ein meiner Meinung nach sehr wichtiger Aspekt! "Zurück zu mehr Natürlichkeit" muss ja nicht heißen das man wieder in Höhlen ziehen muss. Mehr Natürlichkeit kann ja auch bedeuten das man seinem Körper einfach seine Grundbedürfnisse gibt für die er in hunderttausenden von Jahren von der Evulotion designed wurde. Relativ einfache Änderungen in Ernährung und Verhalten können schon reichen um keine der für heute typischen Zivilisationskrankheiten zu bekommen. Niemand muss heute zwangsläufig an Diabetes Typ 2, KHK usw erkranken. Das sind alles hausgemachte Probleme.

Dazu gehört dann allerdings das man bereit ist Eigenverantwortung für sich zu übernehmen. Man muss sich schlau machen wie der Organismus Mensch funktioniert und was für ihn gut ist und was nicht. Das erfordert unheimlich viel Kraft, und das die nicht jeder hat kann ich zu einem gewissen Teil auch nachvollziehen.
 
Ich selbst habe mich entschieden, und schon formuliert, was mein Ziel und Weg ist: mein Mann und ich arbeiten (in einem System das wir ablehnen) und zahlen Steuern für Dinge die wir ablehnen, um irgendwann ein Stück Land dafür kaufen zu können, wo wir uns selbst weitgehend versorgen können. Nicht jeder Mensch ist dafür geschaffen, in Gemeinschaften zu leben und eng mit ihnen zusammen zu arbeiten; und wir beide sind traumatisiert durch unser bisheriges Leben. Durften also die Auswüchse der "Zivilisation" deutlich spüren, arbeiten auch gerade sehr an uns in Form von Therapie.

Unser Weg steht fest.

Aber ich suche hier nicht nach meinem Weg, in diesem Thread.
Vielmehr interessiert mich sehr, was die Menschen tatsächlich dazu veranlasst, dem Gott "Fortschritt" zu huldigen, wo so viele spüren, dass es ein falscher Gott ist....

Ich persönliche glaube nicht an übergroße Ängste sondern an Mangel an Vertrauen in das Leben.... dass man selbst es schaffen könnte, auch anders zu leben....denn dieses Vertrauen wurde den meisten von uns gar nicht mitgegeben.

Ich wuchs zB zwar mit Tieren und riesigem Garten auf, konnte also etwas in den Bereich Landwirtschaft schnuppern, meine Vorfahren lebten 100% als Bauern in einem kleinen Dorf... aber nicht jeder ist mit Schafen und Tomaten großgeworden.
Je jünger die Menschen, desto eher ersetzte der Gameboy oder das Smartphone die Katze oder das Pferd oder das Nachbarskind.... oder das draußen rumlaufen.... sich IN DER NATUR erfahren....

Ich hatte das Glück, so aufzuwachsen...aber nicht alle. Als ich in der Großstadt Berlin lebte, hörte ich einmal ein Kind von etwa 4 Jahren ihre Mutter fragen: "Mama, warum wächst da Gras?" Es war eine Wiese, ein Platz in der Stadt, auf die das Kind zeigte. DIe Mutter sagte: "Damit es schön aussieht."
Natur als Deko. Ich bekam Bauchschmerzen!

In Berlin zu leben und selbst mitzuerleben wie gering das Natur (und damit das Selbst-Verständnis) der Menschen ist hat mich sehr schockiert. Gleichzeitig die Seite in mir gestärkt, die unbedingt nach Wegen sucht.

Ich habe es ehrlich gesagt nicht besonders eilig. Ich werde mein Ziel erreichen, aber ich möchte nicht fliehen. Denn alles, wovor man flieht, nimmt man mit.

Ich möchte quasi in höchstem Bewusstsein und mit höchster Entscheidung gehen....- nicht weil ich getrieben werde.

Dazu hilft mir eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema: Was ist eigentlich der Mensch?
Wo kommen wir hier? Wie entwickelten wir uns? Was ist genau der Unterschied zwischen Nomadentum und den Bauern? Fing das ganze Übel tatsächlich bei der Sesshaftigkeit der Bauern an? Mit Besitzdenken?
Es gibt so viele tolle Quellen zu diesen Themen...empfehlen möchte ich zB das Buch Ismael von Daniel Quinn.


Ich persönliche glaube, dass viele viele viele Menschen von der Zivilisation und all den Folgen für den Charakter des Menschen (geistige Werte zählen nicht- was zählt ist das Materielle und so wird auch ein Kind bereits erzogen- das erzeugt sehr tiefe und auch gefährliche Spaltungen...) traumatisiert sind.
Diese Traumatisierung macht die Menschen schwach und entscheidungsarm. Sie denken nicht nach, weil sie stattdessen mit der Regulierung ihrer Gefühle, ihres Alltags beschäftigt sind. Sie werden immer abhängig gehalten und finden in sich nicht die Stärke, radikal andere Wege zu gehen.
Zivilisationskrankheiten sind ja sowohl körperliche als auch geistige Krankheiten.
Es ist so markaber, dass dennoch so viele Menschen die "fortschrittliche" Medizin so huldigen.... kaum jemand sieht, dass diese nichtmal die Krankheiten heilen kann, die sie (über Umweg) selbst erschafft!

Ich mache mir auch ehrlich gesagt Sorgen. Als Mensch hat man ja dennoch auch eine emotionale Verbindung (wenn man noch einigermaßen gesund ist jedenfalls) zu seinen Mitmenschen und fühlt mit wenn diese quasi blindlings in den Abgrund zusteuern ohne Kraft und Willen, sich Alternativen zu überlegen. Die, die etwas älter sind, denken sowieso..."Bis ich sterbe, halte ich hier irgendwie noch durch und mach mein Bestes.."... aber all die jüngeren, für die diese Welt schon "normal" ist und die gar keine echte Alternative mehr im Kopf haben,.... das ist besorgniserregend.

Ich würde gern mehr verstehen, warum die jetzige Entwicklung unabdingbar sein soll...viele sagen, die stattfindende Digitalisierung und Entfremdung vom Natürlichen sei ein nur logischer Schritt in der Evolution. Nur, ich fühle das nicht...
deswegen frage ich auch hier- wie verteidigt ihr diese Welt, in der wir leben und die so offensichtlich so krank und kalt ist? Wie rechtfertigt ihr das?

Ein paar Antworten kamen bereits...vielleicht kommen noch mehr. 🙂
 
Für Möchtegern-Aussteiger, die sicherheitshalber doch nicht zu weit weg von der Zivilisation leben möchten, hab ich kürzlich einen Geheimtipp entdeckt: die Aland-Inseln (das schwedische A mit dem Ringel drauf, das wie O gesprochen wird), eine Inselgruppe in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden,
Die Åland-Inseln sind wirklich schön und total idyllisch. Aber dort ist es ja auch schon recht zivilisiert und nicht ganz so urtümlich, wie manche sich das vielleicht wünschen würden. Das von vielen abgelehnte "System" hat man dort natürlich auch, weil es ja kein staatliches Niemandsland ist.

Auch das vorgeschlagene Paraguay ist natürlich ein Staatsgebilde und somit nicht ohne "System", aber da es sehr dünn besiedelt und sehr weitläufig ist, würde man dort wahrscheinlich den Staat und andere Menschen weniger stark spüren und könnte mehr für sich bleiben.
 
Schwere harte körperliche Arbeit entspricht dem Menschen, genauso wie mit den Händen zu arbeiten, und sich sein Essen selbst zu erschaffen/zu jagen/anzubauen.
Schwere körperliche Arbeit mag zwar dem Urzustand des Menschen zwar nahe kommen, weil man in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden nun mal meistens hart arbeiten musste, um überleben zu können. Aber gesund im engeren Sinne ist sie meistens auch nicht: wer früher hart und schwer gearbeitet hatte, hatte auch früh mit Verschleißerscheinungen zu kämpfen.

Klar gibt es inzwischen Zivilisationskrankheiten, die es früher so nicht gegeben hatte. Aber dafür gab es andere Krankheiten, die heutzutage nicht mehr so gehäuft auftreten wie früher. Es ist meiner Meinung nach nicht so, dass ein früheres, naturverbundenes Leben mit harter Arbeit zwangsläufig gesünder wäre. Es würde wohl nur auf andere Art krank machen bzw. andere Krankheiten hervorrufen.

Wie ich zu meiner Meinung komme? Meine ganze Verwandtschaft bestand aus Bauern, die zeitlebens hart gearbeitet hatten. Richtig glücklich hat ehrlich gesagt kaum einer von denen gewirkt, und die meisten sind im Lauf ihres Lebens schief und krumm geworden und haben über zahlreiche Schmerzen und Zipperlein geklagt.
 
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