M
meila
Gast
Nein, das klingt nicht albern.
Wäre statt ein Stück Land zu kaufen da nicht ein Wohnmobil sinnvoll?
Kombiniert mit einer soliden Ausbildung in handwerklichen Berufen?
So könnte ein nomadisches Leben im eigenen Heim ermöglicht werden, finanziert durch Herstellung und Verkauf von Gegenständen sowie kurzzeitigen Anstellungen.
Und Tauschgeschäfte.
Dazu sollte man idealerweise positiv eingestellt und kommunikativ sein, neugierig auf andere Menschen, dann scheint so ein Leben gut zu funktionieren.
Hallo Weltkind, nein wir mögen keine Autos. Dies als "zuhause" zu deklarieren klingt fürchterlich.
Nomadisch wäre eine Mischung aus zu Fuß oder per Fahrrad möglich kombiniert mit dem teilweisen Benutzen von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Besitzen will ich so ein Teil aber nicht....
Und ich möchte auch nicht dauerhaft nomadisch leben. Für ein paar Monate war ich jeweils schon nur per Backpack unterwegs aber das reicht dann auch.
Du fragtest warum man auswandern muss um etwas zu verändern. Und gibst den Hinweis, man kann genauso gut in Industrienationen mit gutem Vorbild leben.
Kann man. Mit sehr vielen Abstrichen. Diese muss man mit seinem Gewissen vereinbaren wollen und können.
Ich kann es nicht wirklich und fühle mich schlecht, dass ich Steuern zahle und Geld und Energie in ein System bringe, das so lebensfeindlich wirkt. Ich las kürzlich, man schimpft so gern auf die Politiker, wofür die die Steuergelder absetzen und wir wollten das ja alle überhaupt nicht, die ganzen Kriegssupporte usw... aber zahlen brav weiter Steuern🙄 Jeder, der in so einem Land wohnen bleibt, macht sich mitschuldig. Allein das verpflichtende Zahlen von Steuern ist eine Schweinerei. Die aber landläufig akzeptiert wird.
Und auf eines möchte ich hier gern hinweisen. Wir alle, die die Bedingungen akzeptieren (und das tun wir wenn wir legal hier leben) machen uns mitschuldig.
Und daraufhin zielt mein Thread ab...nach der Frage wie wir das rechtfertigen...
Ich empfinde den Menschen in der Zivilisation zwar auch als Opfer, aber auch gleichwohl als Täter. Mich selbst inklusive.
Dein Kommentar, man könne an den globalen Problemen sowieso nichts ändern, halte ich für traurig. Genau dieses Denken macht alles Weitere erst möglich. Das Abfinden mit den Umständen. WIR sind es, die die globale Situation mitverursachen. Nicht andersherum! Das System wird DURCH UNS mächtig. Nicht andersherum. Und jedes Mal wenn wir das System benutzen und in es einzahlen, was wir alle in großem Stil tun, vergrößern wir es und auch die negativen Effekte, die es auf uns hat und in großem Stil noch haben wird.
Ich glaube es nicht, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Die Geschichte widerspricht dem. Der Mensch war immer in Bewegung, hat sich ständig neu erfunden und angepasst. zB gab es immer Völkerwanderungen, Entwicklung neuer Kulturen etc pp. Und wir glauben, wir haben es "geschafft"? Und dürfen uns nun mit dem selbstkreiierten falschen Stempel "Gewohnheitstier" zurücklehnen? 🙁
Vielmehr glaube ich, dass alle diese Schlagwörter "Gewohnheitstier, zb"- dafür benutzt werden ein bestimmtes Menschenbild zu kreiieren, sodass der Mensch freiwillig in seinem Käfig bleibt. Und es klappt. Jedenfalls noch!
Ich bin froh, dass es mehr Menschen gibt, die hinter all das schauen. Ich bin da ja zum Glück nicht alleine....
Persönlich denke ich, der "moderne" Mensch ist zu kaputt, um es noch selbst hinzukriegen. Aber da der Mensch glücklicherweise nicht über den Dingen steht, werden es andere Kräfte für ihn richten.