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Moderne versus Naturvölker

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Nein, das klingt nicht albern.

Wäre statt ein Stück Land zu kaufen da nicht ein Wohnmobil sinnvoll?
Kombiniert mit einer soliden Ausbildung in handwerklichen Berufen?

So könnte ein nomadisches Leben im eigenen Heim ermöglicht werden, finanziert durch Herstellung und Verkauf von Gegenständen sowie kurzzeitigen Anstellungen.
Und Tauschgeschäfte.

Dazu sollte man idealerweise positiv eingestellt und kommunikativ sein, neugierig auf andere Menschen, dann scheint so ein Leben gut zu funktionieren.


Hallo Weltkind, nein wir mögen keine Autos. Dies als "zuhause" zu deklarieren klingt fürchterlich.
Nomadisch wäre eine Mischung aus zu Fuß oder per Fahrrad möglich kombiniert mit dem teilweisen Benutzen von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Besitzen will ich so ein Teil aber nicht....

Und ich möchte auch nicht dauerhaft nomadisch leben. Für ein paar Monate war ich jeweils schon nur per Backpack unterwegs aber das reicht dann auch.

Du fragtest warum man auswandern muss um etwas zu verändern. Und gibst den Hinweis, man kann genauso gut in Industrienationen mit gutem Vorbild leben.

Kann man. Mit sehr vielen Abstrichen. Diese muss man mit seinem Gewissen vereinbaren wollen und können.
Ich kann es nicht wirklich und fühle mich schlecht, dass ich Steuern zahle und Geld und Energie in ein System bringe, das so lebensfeindlich wirkt. Ich las kürzlich, man schimpft so gern auf die Politiker, wofür die die Steuergelder absetzen und wir wollten das ja alle überhaupt nicht, die ganzen Kriegssupporte usw... aber zahlen brav weiter Steuern🙄 Jeder, der in so einem Land wohnen bleibt, macht sich mitschuldig. Allein das verpflichtende Zahlen von Steuern ist eine Schweinerei. Die aber landläufig akzeptiert wird.

Und auf eines möchte ich hier gern hinweisen. Wir alle, die die Bedingungen akzeptieren (und das tun wir wenn wir legal hier leben) machen uns mitschuldig.
Und daraufhin zielt mein Thread ab...nach der Frage wie wir das rechtfertigen...

Ich empfinde den Menschen in der Zivilisation zwar auch als Opfer, aber auch gleichwohl als Täter. Mich selbst inklusive.

Dein Kommentar, man könne an den globalen Problemen sowieso nichts ändern, halte ich für traurig. Genau dieses Denken macht alles Weitere erst möglich. Das Abfinden mit den Umständen. WIR sind es, die die globale Situation mitverursachen. Nicht andersherum! Das System wird DURCH UNS mächtig. Nicht andersherum. Und jedes Mal wenn wir das System benutzen und in es einzahlen, was wir alle in großem Stil tun, vergrößern wir es und auch die negativen Effekte, die es auf uns hat und in großem Stil noch haben wird.


Ich glaube es nicht, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Die Geschichte widerspricht dem. Der Mensch war immer in Bewegung, hat sich ständig neu erfunden und angepasst. zB gab es immer Völkerwanderungen, Entwicklung neuer Kulturen etc pp. Und wir glauben, wir haben es "geschafft"? Und dürfen uns nun mit dem selbstkreiierten falschen Stempel "Gewohnheitstier" zurücklehnen? 🙁

Vielmehr glaube ich, dass alle diese Schlagwörter "Gewohnheitstier, zb"- dafür benutzt werden ein bestimmtes Menschenbild zu kreiieren, sodass der Mensch freiwillig in seinem Käfig bleibt. Und es klappt. Jedenfalls noch!

Ich bin froh, dass es mehr Menschen gibt, die hinter all das schauen. Ich bin da ja zum Glück nicht alleine....


Persönlich denke ich, der "moderne" Mensch ist zu kaputt, um es noch selbst hinzukriegen. Aber da der Mensch glücklicherweise nicht über den Dingen steht, werden es andere Kräfte für ihn richten.
 
Warum die Entwicklung ist, wie sie ist?

Macht.
Letztlich geht es immer darum.
Blackrock mal gelesen? Empfehlenswert.

Warum sollte jemand das Bedürfnis haben, diese Lebensform zu verteidigen? Etwas zu rechtfertigen?

Ich habe nicht das Bedürfnis, jeden Irrsinn zu verstehen.
Nur mein Leben für mich so zu gestalten, dass ich damit einigermaßen im Reinen sein kann.
Um andere Menschen mache ich mir da auch keine Sorgen. Die leben ihr Leben auf ihre Weise. Was nutzt es, wenn du dir Sorgen machst über Dinge, die du nicht beeinflussen kannst?


Genau so denken ja viele, deswegen ist die Industrie der Selbsthilfebücher und Glücksmanagement ja so groß.

Der Mensch hat die Verbindung verloren, und das ist das wirklich Tragische. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass er mit dem Nachbarn in einer Welt zusammen lebt... und auch mit dem Menschen, der am anderen Ende gerade Frackking betreibt. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass das was Menschen 20000 km entfernt einander grausames antun, in SEINEM Namen, etwas mit ihm zu tun hat, ihn sogar direkt betrifft.

Das wirklich Verrückte ist, dass wir auf einem einzigen Planeten zusammenleben. Und wir alle die Bewohner dieses Planeten sind.
Und doch denken wir, wenn wir Ländergrenzen erschaffen, dass wir mit dem was außerhalb der Grenze geschieht, nichts zu tun haben?

Wie ist das möglich?😱

Und die Grenze wird schmaler...es sind nicht mehr nur Ländergrenzen. Es ist die persönliche Grenze des Individuums, das sich bereits verkauft hat. Es sagt: Es geht mich nichts an, was um mich passiert.
Nur was in mir passiert, geht mich was an.

Das ist der fatale Fehler, der Irrtum. Und eine Folge jahrtausender langer Entwicklung.

Diese Entwicklung ist eine rückläufige, und den Preis zahlen alle.
 
Genau so denken ja viele, deswegen ist die Industrie der Selbsthilfebücher und Glücksmanagement ja so groß.

Der Mensch hat die Verbindung verloren, und das ist das wirklich Tragische. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass er mit dem Nachbarn in einer Welt zusammen lebt... und auch mit dem Menschen, der am anderen Ende gerade Frackking betreibt. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass das was Menschen 20000 km entfernt einander grausames antun, in SEINEM Namen, etwas mit ihm zu tun hat, ihn sogar direkt betrifft.

Das wirklich Verrückte ist, dass wir auf einem einzigen Planeten zusammenleben. Und wir alle die Bewohner dieses Planeten sind.
Und doch denken wir, wenn wir Ländergrenzen erschaffen, dass wir mit dem was außerhalb der Grenze geschieht, nichts zu tun haben?

Wie ist das möglich?😱

Und die Grenze wird schmaler...es sind nicht mehr nur Ländergrenzen. Es ist die persönliche Grenze des Individuums, das sich bereits verkauft hat. Es sagt: Es geht mich nichts an, was um mich passiert.
Nur was in mir passiert, geht mich was an.

Das ist der fatale Fehler, der Irrtum. Und eine Folge jahrtausender langer Entwicklung.

Diese Entwicklung ist eine rückläufige, und den Preis zahlen alle.

Die meisten Länder (siehe Ländergrenzen) sind heute flächenmäßig verdammt groß, und wir wissen heute, dank moderner Kommunikationsmittel, wie es dort und sogar am anderen Ende der Welt aussieht, wie die Menschen dort leben, wie es ihnen im Vergleich mit uns geht und können in jeder Hinsicht Vergleiche ziehen. Uns als "Gemeinschaft" fühlen, obwohl wir vielleicht noch nie in anderen Ländern waren (nicht jeder von uns reist) und vielleicht auch nie in andere Länder kommen.

Aber die Menschheit hatte das lange Zeit nicht.
Die meisten Menschen vor 500 oder 2000 Jahren kamen kaum jemals über ihr eigenes Dorf hinaus, vielleicht noch zur nächsten Stadt, wo die Märkte waren, aber damit hatte es sich.
Oft herrschten schon unter einzelnen Nachbardörfern alte Erbfeindschaften, und was irgendwo tausend Kilometer entfernt oder in fernen Ländern passierte, erfuhr man entweder gar nicht, oder man nahm es als exotische Erzählungen hin, wenn ein Händler oder Pilger davon erzählte, aber es tangierte einen privat nicht.

Egal ob in einem fernen Land ein Erdbeben tausende von Menschen tötete oder ein Krieg oder eine Epidemie - man gruselte sich dezent, aber man fühlte sich nicht gemein. Diese fremden Menschen hätten genausogut auf dem Mars leben können und dreibeinige Ungeheuer sein können.

Und das gleiche hätte für Umweltschäden gegolten, wenn man sich damals um sowas überhaupt schon geschert hätte. Urwaldabholzung in fremden Ländern, warum hätte man das anprangern sollen, wenn man sich doch in harter Arbeit selber mühsam ein neues Feld aus dem Wald herausroden mußte, damit der Grundherr dann mehr Steuern kassieren konnte?

In Kurzfassung, heute fühlen wir uns mit fremden Menschen in anderen Ländern um ein vielfaches enger verbunden als jemals zuvor. Nicht weniger, sondern mehr! Einfach weil wir überhaupt von ihnen wissen, per moderner Medien sogar in Echtzeit von ihnen erfahren können.

Aber sobald die etwas tun was uns widerstrebt, wie Fracking oder Urwälder vernichten, weil denen nämlich auch der eigenen Geldbeutel und der eigene Magen vorgehen, dann wird plötzlich behauptet, man "hätte das Gefühl verloren".

Aber seien wir ehrlich: Die Urwälder werden auf jeden Fall vernichtet. Wenn nicht für Soja für Europa, dann für Soja und andere Landnutzung für eigene Zwecke.
Die Leute dort wollen nämlich auch leben, Geld verdienen, und natürlich, Familien haben, sich vermehren, das kostet Geld, und die Kinder wollen auch all das wieder, Geld und Land für sich und Familien, sich vermehren. Bis irgendwann überhaupt kein Urwald mehr da ist, den man noch roden könnte. Und ganz ohne europäische Ansprüche! Nur über die der Menschen dort im Land. Dauert vielleicht ein wenig länger, ohne spontane Großrodungen für Großplantagen, aber das Endergebnis ist das gleiche, auch Kleinvieh macht große Misthaufen, wenn es sich unbegrenzt vermehrt.
 
Zum Thema Leitungswasser: Ist doch wirklich jetzt lächerlich, als ob das Leitungswasser überall trinkbar wäre....*lol*


Zusätzlich informier' dich gern mal, was uns alles in Leitungswasser untergemischt wird.

Keine Ahnung wo Du lebst, in USA vielleicht, wo Trinkwasser aus Haftungsgründen grundsätzlich totgechlort wird, aber in Deutschland, vor allem im Westen, gibt es einige Gemeinden, die stolz sind auf ihre Trinkwasserqualität, besser als manches, was für teuer Geld in Flaschen als "Tafelwasser" verkauft wird.

Städte wie München und Nürnberg müssen meistens nicht mal chloren, so gut ist das Wasser, da sind die auch stolz drauf, und sie tun auch einiges dafür, zum Beispiel gibt es in den Wassereinzugbereichen (wo die Quellen liegen) strenge Auflagen für Bauern, die dort nicht düngen (wegen Nitratbelastung) oder andere Chemikalien (Spritzmittel) ausbringen dürfen, oder es sind totale Landschaftsschutzgebiete ohne bäuerliche oder industrielle Nutzung.

Was da nach Deiner Meinung dem Wasser "untergemischt" werden soll ... keine Ahnung. VT? 😕
 
Das ist schon richtig; ich habe mir damit selbst die Schulter ruiniert.

Doch solche Verschleißerscheinungen sind zwar schmerzhaft, jedoch nicht so gefährlich wie Herz-/Kreislauferkrankungen usw.

Wir müssen bei dem Thema eigentlich nicht zurück zu früher, früher aufgetretenen Krankheiten.

Auch moderne Bauern kriegen Zivilisationskrankheiten, denn ein Bauer lebt üblicherweise von dem, was er anbaut, und harte körperliche Arbeit fordert gehaltvolles, deftiges Essen, das den Magen auch füllt, also eher Schweinebraten mit Kloß und süße Mehlspeisen als irgendeine vegane Körner- und Salatpickerei. 🙄

Und außer dem Verschleiß leiden Bauern auch noch an etlichem anderen, häufig vertreten ist die Staublunge, weil man sowohl bei der Feldarbeit als auch beim Heuen und beim Umgang mit Großtieren ständig Staub einatmet. Wer mal bei einer Getreideernte dabei war weiß, wie stark das staubt, und ein hinterhältiger kratziger Staub obendrein, nach dem man sich gründlichst waschen muß, weil das Zeug überall unter die Kleider geht.
Selbst ohne Rauchen ist die Lungenkapazität bei alten Bauern daher meist nicht die beste.

Und nicht vergessen darf man das Infektionsrisiko über Tierkrankheiten. Heute ist das dank Impfungen, Hygienevorschriften, überwiegender Stallhaltung und zahlreicher weiterer Maßnahmen in Sachen Tiergesundheit nicht mehr so dramatisch, aber früher als es das alles noch nicht gab, waren Krankheiten vom Schweinebandwurm und Rindertuberkulose über Rinderpocken, diverse Schafkrankheiten bis hin zu echten Killern wie Milzbrand (Tierkrankheit!) und Tollwut (immer wieder über Kontakte mit Wildtieren auf Weiden und bei der Jagd eingeschleppt) ein ständiger Faktor in der Landwirtschaft.
 
Diese muss man mit seinem Gewissen vereinbaren wollen und können.
Ich kann es nicht wirklich und fühle mich schlecht, dass ich Steuern zahle und Geld und Energie in ein System bringe, das so lebensfeindlich wirkt. Ich las kürzlich, man schimpft so gern auf die Politiker, wofür die die Steuergelder absetzen und wir wollten das ja alle überhaupt nicht, die ganzen Kriegssupporte usw... aber zahlen brav weiter Steuern🙄 Jeder, der in so einem Land wohnen bleibt, macht sich mitschuldig. Allein das verpflichtende Zahlen von Steuern ist eine Schweinerei. Die aber landläufig akzeptiert wird.

Und auf eines möchte ich hier gern hinweisen. Wir alle, die die Bedingungen akzeptieren (und das tun wir wenn wir legal hier leben) machen uns mitschuldig.
Und daraufhin zielt mein Thread ab...nach der Frage wie wir das rechtfertigen...

Ich empfinde den Menschen in der Zivilisation zwar auch als Opfer, aber auch gleichwohl als Täter. Mich selbst inklusive.

Dein Kommentar, man könne an den globalen Problemen sowieso nichts ändern, halte ich für traurig. Genau dieses Denken macht alles Weitere erst möglich. Das Abfinden mit den Umständen. WIR sind es, die die globale Situation mitverursachen. Nicht andersherum! Das System wird DURCH UNS mächtig. Nicht andersherum. Und jedes Mal wenn wir das System benutzen und in es einzahlen, was wir alle in großem Stil tun, vergrößern wir es und auch die negativen Effekte, die es auf uns hat und in großem Stil noch haben wird.


Ich glaube es nicht, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist.


Persönlich denke ich, der "moderne" Mensch ist zu kaputt, um es noch selbst hinzukriegen. Aber da der Mensch glücklicherweise nicht über den Dingen steht, werden es andere Kräfte für ihn richten.


Ich sehe darin kein Abfinden mit den Umständen, sondern die Anerkennung der Realität. Handeln kann ich in dem mir möglichen Rahmen, weiter reicht es nicht. Und damit muss ich klarkommen. Zerfleische ich mich deshalb, ist auch niemandem geholfen.

Es genügt, sich das im kleinen Rahmen anzusehen, sei es an Schulen, in Unternehmen. Du kannst gegen etwas protestieren, es werden sich Leute finden, die deine Meinung teilen. Machst du ernst und forderst sie auf mitzuziehen, werden die meisten plötzlich ganz still und sind weg - wenn nicht gar alle. Um etwas durchzusetzen, umzusetzen, braucht es etwas mehr.

Wer glaubt, was geschafft zu haben?

Der Mensch, ein Gewohnheitstier - das hat wenig mit persönlichem Glauben zu tun, vielmehr damit, wie unser Gehirn funktioniert. Gehirnforscher, Psychologen, Studien geben Auskunft darüber, wenn man sich interessiert. Ein spannendes Thema! Die Geschichte ist dazu kein Widerspruch.

Steuern, wenn auch teils weniger, werden auch in anderen Ländern fällig. Weniger gut ist dann z. B* auch die Krankenversorgung. Da wird dann, um den Standard anzuheben, eine private Krankenversicherung fällig.
Oder man kann es sich leisten und im Bedarfsfall privat zahlen.

Bleiben wir bei Paraguay (ich kann nicht garantieren, dass meine Infos aktuell und absolut richtig sind). Die wirtschaftliche Lage war schon besser, ebenso das Wirtschaftswachstum. Trotzdem ist die Entwicklung gut. Ein Angestelltenverhältnis wäre nicht erstrebenswert, eine Arbeitslosenversicherung gibt es nicht. Bleibt Selbständigkeit und wieder private Vorsorge für Zeiten, in denen es nicht gut läuft. Das bisherige Steuersystem scheint im Umbruch, was Erhöhungen zur Folge haben dürfte. Trotzdem bleibt das Land zumindest vorerst noch attraktiv.

Bleiben noch ein paar Dinge zur Beachtung: deutsches Handwerk ist gefragt, ein riesiger Pluspunkt. Mobilität wäre speziell in ländlichen Gegenden nötig. Die Infrastruktur ist nicht vergleichbar mit unserer, große Autos (geländetauglich) empfehlenswert. Pistas nach Starkregen auch mal tagelang nicht befahrbar. Die Landessprache sollte man gut genug beherrschen, mit der Mentalität sollte man sich vertraut machen, anpassungsfähig sollte man in gewisser Weise sein, wenn man sich in einer anderen Kultur etwas aufbauen möchte. Internetgeschwindigkeit ok, im Verhältnis teuer.

Bei Grundstückskäufen kommen Mehrfachverkäufe vor,* Drogenkartelle sorgen auch auf dem Land dafür, dass die Sicherheitslage Aufmerksamkeit erfordert.
Korruption, Kriminalitätslage, Gewaltbereitschaft: relativ hoch. Täter häufig bewaffnet, keine Gegenwehr. Nächtliche Fahrten/Spaziergänge ohne Begleitung auf dem Land besser meiden. Fenstergitter, Alarmanlagen empfehlenswert.
In der Regel freundliche, hilfsbereite Menschen.

Ich weiß nicht, ob es so viel besser ist, so ein System zu unterstützen. Da muss aber jeder seine eigene, für ihn stimmige Antwort finden.

Hohe Luftfeuchtigkeit und auch mal 45 Grad muss man abkönnen. Klimaanlage in Wohnräumen unabdingbar. Da Nächte im Winter gefühlt sehr kalt sein können, ist eine Heizfunktion ratsam. Dengue-Fieber.

Erst schreibst du, du findest traurig, das ich schreibe, die globalen Probleme nicht beeinflussen zu können, dann schreibst du selbst in deinem letzten Absatz im Grunde nichts anderes. Du gehst sogar noch weiter, denkst, der "moderne" Mensch sei zu kaputt es hinzukriegen. Eigenartig.
Auf mich wirkt es, als würdest du gerne ein wenig provozieren wollen. 😉
 
Ich glaube, das wird nicht als nötig gesehen, sondern es war eine Reaktion auf meinen Vorschlag bzw. meine Idee, dass man sich abseits des dichtbesiedelten Europas vielleicht in anderen Regionen besser aufgehoben fühlen könnte. Und da war mir eben Südamerika als eine Region mit vielen dünnbesiedelten Gegenden eingefallen. Es ist also nicht nötig, sondern es ist eine von mehreren Ideen.
Aber jeder, der in diese noch dünnbesiedelten Gegenden geht, nimmt die Zerstörung bereits mit, denn um dort autark leben zu können, muß man auch erst mal Felder roden, sprich die einheimischen Pflanzen und Tiere ausrotten, um die mitgenommenen Pflanzenarten anbauen zu können. Von einheimischen Gewächsen kann man nämlich in der Regel nicht leben, die wenigen genießbaren Sorten bringen nicht genug Ertrag, da nicht hochgezüchtet, andere sind komplett für den Menschen ungenießbar. Hier in Deutschland kann auch niemand von Gras leben, weil der Mensch nicht ans Verdauen von Gras angepaßt ist.
 
Genau so denken ja viele, deswegen ist die Industrie der Selbsthilfebücher und Glücksmanagement ja so groß.

Der Mensch hat die Verbindung verloren, und das ist das wirklich Tragische. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass er mit dem Nachbarn in einer Welt zusammen lebt... und auch mit dem Menschen, der am anderen Ende gerade Frackking betreibt. Er hat das Gefühl dafür verloren, dass das was Menschen 20000 km entfernt einander grausames antun, in SEINEM Namen, etwas mit ihm zu tun hat, ihn sogar direkt betrifft.

Das wirklich Verrückte ist, dass wir auf einem einzigen Planeten zusammenleben. Und wir alle die Bewohner dieses Planeten sind.
Und doch denken wir, wenn wir Ländergrenzen erschaffen, dass wir mit dem was außerhalb der Grenze geschieht, nichts zu tun haben?

Wie ist das möglich?😱

Und die Grenze wird schmaler...es sind nicht mehr nur Ländergrenzen. Es ist die persönliche Grenze des Individuums, das sich bereits verkauft hat. Es sagt: Es geht mich nichts an, was um mich passiert.
Nur was in mir passiert, geht mich was an.

Das ist der fatale Fehler, der Irrtum. Und eine Folge jahrtausender langer Entwicklung.

Diese Entwicklung ist eine rückläufige, und den Preis zahlen alle.


Und wie gedenkst DU zu ändern, zu beeinflussen, was andere tun, egal ob 0,2 km oder 20000 km entfernt?

Du kannst dich in einem beschränkten Rahmen ändern, dein Denken, dein Handeln. Aber du kannst andere Menschen nicht ändern.

Solche Texte schreiben ist einfach, Meila. Träumen auch. Doch was kannst du TUN?

Was wirst du aktiv tun?
Wann?
 
Die meisten Länder (siehe Ländergrenzen) sind heute flächenmäßig verdammt groß, und wir wissen heute, dank moderner Kommunikationsmittel, wie es dort und sogar am anderen Ende der Welt aussieht, wie die Menschen dort leben, wie es ihnen im Vergleich mit uns geht und können in jeder Hinsicht Vergleiche ziehen. Uns als "Gemeinschaft" fühlen, obwohl wir vielleicht noch nie in anderen Ländern waren (nicht jeder von uns reist) und vielleicht auch nie in andere Länder kommen.

Aber die Menschheit hatte das lange Zeit nicht.
Die meisten Menschen vor 500 oder 2000 Jahren kamen kaum jemals über ihr eigenes Dorf hinaus, vielleicht noch zur nächsten Stadt, wo die Märkte waren, aber damit hatte es sich.
Oft herrschten schon unter einzelnen Nachbardörfern alte Erbfeindschaften, und was irgendwo tausend Kilometer entfernt oder in fernen Ländern passierte, erfuhr man entweder gar nicht, oder man nahm es als exotische Erzählungen hin, wenn ein Händler oder Pilger davon erzählte, aber es tangierte einen privat nicht.

Egal ob in einem fernen Land ein Erdbeben tausende von Menschen tötete oder ein Krieg oder eine Epidemie - man gruselte sich dezent, aber man fühlte sich nicht gemein. Diese fremden Menschen hätten genausogut auf dem Mars leben können und dreibeinige Ungeheuer sein können.

Und das gleiche hätte für Umweltschäden gegolten, wenn man sich damals um sowas überhaupt schon geschert hätte. Urwaldabholzung in fremden Ländern, warum hätte man das anprangern sollen, wenn man sich doch in harter Arbeit selber mühsam ein neues Feld aus dem Wald herausroden mußte, damit der Grundherr dann mehr Steuern kassieren konnte?

In Kurzfassung, heute fühlen wir uns mit fremden Menschen in anderen Ländern um ein vielfaches enger verbunden als jemals zuvor. Nicht weniger, sondern mehr! Einfach weil wir überhaupt von ihnen wissen, per moderner Medien sogar in Echtzeit von ihnen erfahren können.

Aber sobald die etwas tun was uns widerstrebt, wie Fracking oder Urwälder vernichten, weil denen nämlich auch der eigenen Geldbeutel und der eigene Magen vorgehen, dann wird plötzlich behauptet, man "hätte das Gefühl verloren".

Aber seien wir ehrlich: Die Urwälder werden auf jeden Fall vernichtet. Wenn nicht für Soja für Europa, dann für Soja und andere Landnutzung für eigene Zwecke.
Die Leute dort wollen nämlich auch leben, Geld verdienen, und natürlich, Familien haben, sich vermehren, das kostet Geld, und die Kinder wollen auch all das wieder, Geld und Land für sich und Familien, sich vermehren. Bis irgendwann überhaupt kein Urwald mehr da ist, den man noch roden könnte. Und ganz ohne europäische Ansprüche! Nur über die der Menschen dort im Land. Dauert vielleicht ein wenig länger, ohne spontane Großrodungen für Großplantagen, aber das Endergebnis ist das gleiche, auch Kleinvieh macht große Misthaufen, wenn es sich unbegrenzt vermehrt.


:blume:


Und damals wie heute:
käme es hart auf hart, wäre so gut wie allen ihr Nachbar egal. Jeder würde sich um seinen eigenen Ars.. kümmern.
 
Ist dir denn bewusst, dass die Bevölkerung nur deshalb so stark ansteigt, da wir in dieser Zivilisation leben, die mit schwarzem Blut (Öl) fließt?

Wären weiterhin nur Naturvölker und kleinere Popoluationen unterwegs, hätten wir doch dieses Problem gar nicht. Mir ist nicht bewusst, dass Naturvölker damals zB Fracking betrieben oder es riesige Fischsterben gab, Quecksilbervergiftungen etc pp.

Das ist doch wirklich deutlich, dass all diese krasseren Zerstörungen Zivilisationsprobleme sind.

Wir bereits jetzt mehrfach geschrieben bin ich nicht der Ansicht, dass man die 8 Milliarden Menschen jetzt nehmen und in die Wälder werfen sollte. 🙂

Unsere Bevölkerung wächst schon seit Jahrzehnten nicht mehr, und die anderer Industrienationen auch nicht, wenn man die Zuwanderung aus anderen Ländern mit weiterhin wachsender Bevölkerung, Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge streicht.
Es sind die armen Länder, wo sich viele Menschen Energie (Öl, Strom) gar nicht leisten können da zu arm, wo die Bevölkerungen explodieren. Weil da nämlich logischerweise auch für Verhütung kein Geld da ist, und meistens auch keine sozialen Absicherungen für Alter und Krankheit außer großen Kinderscharen existieren.
Nicht die "echte" Hoch-Zivilisation macht die Probleme - die kann sich Umweltschutz, Bevölkerungsregulierung, Rentenversicherungen etc. nämlich leisten - sondern die Entwicklungsländer. Die zwischen früherer, "mittelalterlicher" Armut in jeder Hinsicht, und dem Sprung in die Hoch-Zivilisation stehen.
 
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