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Moderne versus Naturvölker

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Die Åland-Inseln sind wirklich schön und total idyllisch. Aber dort ist es ja auch schon recht zivilisiert und nicht ganz so urtümlich, wie manche sich das vielleicht wünschen würden. Das von vielen abgelehnte "System" hat man dort natürlich auch, weil es ja kein staatliches Niemandsland ist.

Auch das vorgeschlagene Paraguay ist natürlich ein Staatsgebilde und somit nicht ohne "System", aber da es sehr dünn besiedelt und sehr weitläufig ist, würde man dort wahrscheinlich den Staat und andere Menschen weniger stark spüren und könnte mehr für sich bleiben.

Nach den letzten Beiträgen hier geht es wohl nicht darum, der TE heute schon einen Weg zu zeigen, wo es schon funktionieren würde.

Eher sollen wir Ihr erklären warum wir uns in dem System wohlfühlen und Sie nicht. Wobei wir ja alle manipuliert sind.


Also der Geisterfahrer fragt nun den Autofahrer, der in die richtige Richtung fährt, warum er das tut. Spannend!
 
(...) wie verteidigt ihr diese Welt, in der wir leben und die so offensichtlich so krank und kalt ist? Wie rechtfertigt ihr das?

Damals in der Mittelstufe haben wir im Unterricht den Film 'Herr der Fliegen gesehen, der mich tief beeindruckt hat:
Eine Gruppe Schüler wird wegen eines drohenden Atomkrieges in die Südsee evakuiert. Da das Flugzeug abschmiert, überleben nur (die) Kinder. Obwohl ohne Erwachsene, bilden sich sehr schnell Gruppendynamiken heraus - gute wie schlechte. Konflikte schwellen auf, und am Ende haben mindestens ein oder zwei Kinder ihr Leben verloren.

Wer in Osthessen, auf Aland, in Russland oder Paraguay - wo auch immer - eine Aussteigerkomune gründet oder einer beitritt, muss sich bewusst sein, dass die Menschen ihre inneren Abgründe überall hin mitnehmen.....

Und dann kann man eigentlich auch vor Ort bleiben - ohne zu resignieren, wohlgemerkt. Man kann ja auch vor der eigenen Haustür etwas tun.
 
Damals in der Mittelstufe haben wir im Unterricht den Film 'Herr der Fliegen gesehen, der mich tief beeindruckt hat:
Eine Gruppe Schüler wird wegen eines drohenden Atomkrieges in die Südsee evakuiert. Da das Flugzeug abschmiert, überleben nur (die) Kinder. Obwohl ohne Erwachsene, bilden sich sehr schnell Gruppendynamiken heraus - gute wie schlechte. Konflikte schwellen auf, und am Ende haben mindestens ein oder zwei Kinder ihr Leben verloren.

Wer in Osthessen, auf Aland, in Russland oder Paraguay - wo auch immer - eine Aussteigerkomune gründet oder einer beitritt, muss sich bewusst sein, dass die Menschen ihre inneren Abgründe überall hin mitnehmen.....

Und dann kann man eigentlich auch vor Ort bleiben - ohne zu resignieren, wohlgemerkt. Man kann ja auch vor der eigenen Haustür etwas tun.


Ja, die Abgründe nimmt man mit....man sollte deshalb ja auch nicht vor dem "Bösen" fliehen...sondern aus dem Bewusstsein heraus, was für einen Selbst die richtige Lebensweise ist...welches politische System man unterstützen möchte, welche Nahrung man sich zuführen möchte- geistiger und materieller Art usw.
 
Die Åland-Inseln sind wirklich schön und total idyllisch. Aber dort ist es ja auch schon recht zivilisiert und nicht ganz so urtümlich, wie manche sich das vielleicht wünschen würden. Das von vielen abgelehnte "System" hat man dort natürlich auch, weil es ja kein staatliches Niemandsland ist.

Auch das vorgeschlagene Paraguay ist natürlich ein Staatsgebilde und somit nicht ohne "System", aber da es sehr dünn besiedelt und sehr weitläufig ist, würde man dort wahrscheinlich den Staat und andere Menschen weniger stark spüren und könnte mehr für sich bleiben.


Ich habe recheriert, dass es auf den Aland Inseln massenhaft Tourismus gibt. So etwas kenne ich schon. In meinen wunderschön urtümlich gelegenen Ort kamen auch Touristen bis an unsere Zäune. Nein danke!

Paraguay ziehen wir tatsächlich in Erwägung. Wie gesagt- es geht nicht um einen Ort, den ich suche.
 
Nach den letzten Beiträgen hier geht es wohl nicht darum, der TE heute schon einen Weg zu zeigen, wo es schon funktionieren würde.

Eher sollen wir Ihr erklären warum wir uns in dem System wohlfühlen und Sie nicht. Wobei wir ja alle manipuliert sind.


Also der Geisterfahrer fragt nun den Autofahrer, der in die richtige Richtung fährt, warum er das tut. Spannend!


Was meinst du damit? Es kann heute nicht funktionieren, da ich keine 5000 USD Dollar plus Flugticket etc besitze, um nach Paraguay auswandern zu können. Genauso wenig ist es mein Ziel, heute auszuwandern. Ergo benötige ich "keinen Weg", das hast du ganz richtig gelesen.

Ja, erkläre es mir gern. 🙂
 
Schwere körperliche Arbeit mag zwar dem Urzustand des Menschen zwar nahe kommen, weil man in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden nun mal meistens hart arbeiten musste, um überleben zu können. Aber gesund im engeren Sinne ist sie meistens auch nicht: wer früher hart und schwer gearbeitet hatte, hatte auch früh mit Verschleißerscheinungen zu kämpfen.

Klar gibt es inzwischen Zivilisationskrankheiten, die es früher so nicht gegeben hatte. Aber dafür gab es andere Krankheiten, die heutzutage nicht mehr so gehäuft auftreten wie früher. Es ist meiner Meinung nach nicht so, dass ein früheres, naturverbundenes Leben mit harter Arbeit zwangsläufig gesünder wäre. Es würde wohl nur auf andere Art krank machen bzw. andere Krankheiten hervorrufen.

Wie ich zu meiner Meinung komme? Meine ganze Verwandtschaft bestand aus Bauern, die zeitlebens hart gearbeitet hatten. Richtig glücklich hat ehrlich gesagt kaum einer von denen gewirkt, und die meisten sind im Lauf ihres Lebens schief und krumm geworden und haben über zahlreiche Schmerzen und Zipperlein geklagt.


Und was ist nun deine persönliche Schlussfolgerung zum Thema "Leben in der Zivilisation"?
 
Wer in Osthessen, auf Aland, in Russland oder Paraguay - wo auch immer - eine Aussteigerkomune gründet oder einer beitritt, muss sich bewusst sein, dass die Menschen ihre inneren Abgründe überall hin mitnehmen.....
Soweit ich es verstanden habe, würde der Threadersteller am liebsten weitgehend autark leben, also nicht in einer kommunalen Struktur, sondern weitgehend allein. Dort würden solche menschlichen Abgründe, die sich innerhalb von Gruppen bilden können, zunächst keine Rolle spielen.

Abgesehen davon halte ich die möglichen problematischen Entwicklungen in solchen Kleingruppen eher für einen Grund, dann doch lieber in einem Staat wie dem unsrigen leben zu wollen, denn hier sind wir vom (von einigen abgelehnten) "System" vor zu viel Willkür durch einzelne Personen oder Untergruppen besser geschützt, nämlich durch Gesetze. Die menschlichen Abgründe können hier etwas besser im Zaum gehalten werden (meiner Ansicht nach).
 
Und was ist nun deine persönliche Schlussfolgerung zum Thema "Leben in der Zivilisation"?
Dass ich persönlich eben besser in einer Zivilisation mit moderner Gesetzgebung, Gesellschaftsstruktur und moderner Medizin aufgehoben bin. Das kann ja zum Glück jeder halten, wie es ihm gut tut.
 
Soweit ich es verstanden habe, würde der Threadersteller am liebsten weitgehend autark leben, also nicht in einer kommunalen Struktur, sondern weitgehend allein. Dort würden solche menschlichen Abgründe, die sich innerhalb von Gruppen bilden können, zunächst keine Rolle spielen.

Abgesehen davon halte ich die möglichen problematischen Entwicklungen in solchen Kleingruppen eher für einen Grund, dann doch lieber ein einem Staat wie dem unsrigen leben zu wollen, denn hier sind wir vom (von einigen abgelehnten) "System" vor zu viel Willkür durch einzelne Personen oder Untergruppen besser geschützt, nämlich durch Gesetze. Die menschlichen Abgründe können hier etwas besser im Zaum gehalten werden (meiner Ansicht nach).


Ganz persönlich empfinde ich sogar alle Varianten als für mich/uns unpassend; meinem Mann geht es ebenso.

Wir empfinden uns als Mischform. Wir fühlen uns nomadisch, aber dennoch wollen wir gern die Möglichkeit haben, bei Bedarf länger an einem Ort zu sein und uns dann auch autark um unsere Verpflegung kümmern zu können. Wir leben vegan/Vegetarisch, d.h. Jagen kommt als Nomaden für uns nicht in Betracht.

Ein Land zu kaufen, zB sagen wir in Paraguay, könnte theoretisch eine Option sein. Dies dort zu bewirtschaften. Allerdings wissen wir beide ehrlicherweise nicht, ob wir so für den Rest unseres Lebens leben wollen und können, da wir beide gerne immer neue Dinge dazu lernen, und dies auch zT nomadisches Leben erfordert bzw viel Reisen, eine gewisse Unabhängigkeit.... ideal wäre es, sein Haus und seinen Garten im Rucksack dabei zu haben. Das klingt jetzt natürlich albern.... ist aber das, was ideal wäre.... keinesfalls möchten wir aber gezwungen sein, lebenslang ein politisches und gesellschaftliches System zu unterstützen, das wir tief in uns ablehnen..... sind es aber dennoch, sofern wir an der Legalitätsgrenze bleiben wollen.
Auch in Paraguay gibt es viele Bedingungen die nicht toll sind. Die Menschen arbeiten für einen Hungerslohn, es ist vergleichbar mit Sklavenzuständen und zwar noch wesentlich schlimmer als bei uns.

Sobald man "für Geld" arbeitet, was man nunmal tun muss, will man legal bleiben, d.h. relativ (!!!!) sicher sein, wird es schräg.

Es gibt heutzutage auch allerlei Tauschgesellschaften, sogar nicht unweit von uns, wo Geld nur noch ganz ganz gering verwendet wird...jedoch ist es da eben nicht möglich, autark zu sein sondern man lebt eng aufeinander angewiesen. Aus persönlicher Präferenz heraus möchten wir das nicht.
 
Sehr interessant dazu: die Bücher von Jared Diamond. Demnach waren Naturvölker ständig in kriegerische Konflikte und Rachespiralen mit Nachbarvölkern verstrickt, was erst durch eine Zentralmacht (Anfänge von Staatlichkeit) gestoppt wurde.

Ansonsten: keine Bücher, kein Internet, kein Feminismus, keine Wissenschaft, kein Penicillin, keine hohe Lebenserwartung. Dafür: Leben in der Gemeinschaft, in der Natur. Muss jeder für sich entscheiden. Wer in die Richtung gehen will, findet auch heute noch Aussteiger-Orte und -Gemeinschaften. Muss ja nicht die Extremversion mit Jagen und Sammeln sein, das findet man heute wohl kaum noch, außer bei den Sentinelesen, aber die wollen keinen Kontakt zu Außenstehenden / Zivilisierten. Es reicht ja die Permakultur am A**** der Welt.
 
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