Soweit ich es verstanden habe, würde der Threadersteller am liebsten weitgehend autark leben, also nicht in einer kommunalen Struktur, sondern weitgehend allein. Dort würden solche menschlichen Abgründe, die sich innerhalb von Gruppen bilden können, zunächst keine Rolle spielen.
Abgesehen davon halte ich die möglichen problematischen Entwicklungen in solchen Kleingruppen eher für einen Grund, dann doch lieber ein einem Staat wie dem unsrigen leben zu wollen, denn hier sind wir vom (von einigen abgelehnten) "System" vor zu viel Willkür durch einzelne Personen oder Untergruppen besser geschützt, nämlich durch Gesetze. Die menschlichen Abgründe können hier etwas besser im Zaum gehalten werden (meiner Ansicht nach).
Ganz persönlich empfinde ich sogar alle Varianten als für mich/uns unpassend; meinem Mann geht es ebenso.
Wir empfinden uns als Mischform. Wir fühlen uns nomadisch, aber dennoch wollen wir gern die Möglichkeit haben, bei Bedarf länger an einem Ort zu sein und uns dann auch autark um unsere Verpflegung kümmern zu können. Wir leben vegan/Vegetarisch, d.h. Jagen kommt als Nomaden für uns nicht in Betracht.
Ein Land zu kaufen, zB sagen wir in Paraguay, könnte theoretisch eine Option sein. Dies dort zu bewirtschaften. Allerdings wissen wir beide ehrlicherweise nicht, ob wir so für den Rest unseres Lebens leben wollen und können, da wir beide gerne immer neue Dinge dazu lernen, und dies auch zT nomadisches Leben erfordert bzw viel Reisen, eine gewisse Unabhängigkeit.... ideal wäre es, sein Haus und seinen Garten im Rucksack dabei zu haben. Das klingt jetzt natürlich albern.... ist aber das, was ideal wäre.... keinesfalls möchten wir aber gezwungen sein, lebenslang ein politisches und gesellschaftliches System zu unterstützen, das wir tief in uns ablehnen..... sind es aber dennoch, sofern wir an der Legalitätsgrenze bleiben wollen.
Auch in Paraguay gibt es viele Bedingungen die nicht toll sind. Die Menschen arbeiten für einen Hungerslohn, es ist vergleichbar mit Sklavenzuständen und zwar noch wesentlich schlimmer als bei uns.
Sobald man "für Geld" arbeitet, was man nunmal tun muss, will man legal bleiben, d.h. relativ (!!!!) sicher sein, wird es schräg.
Es gibt heutzutage auch allerlei Tauschgesellschaften, sogar nicht unweit von uns, wo Geld nur noch ganz ganz gering verwendet wird...jedoch ist es da eben nicht möglich, autark zu sein sondern man lebt eng aufeinander angewiesen. Aus persönlicher Präferenz heraus möchten wir das nicht.