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Verliebt in meine lehrerin

Ja, man kann schon sagen, dass meine anfänglich schwärmerische Verliebtheit für meine Lehrerin für mich den Anfang meines inneren Coming Out bedeutete. Denn auch ich bin grundsätzlich lesbisch. Natürlich gab es die Anzeichen schon deutlich früher, aber meine Mutter wollte sie nicht wahrnehmen, ich auch nicht. Ich bin diesbezüglich mit etwas konservativerem Denken konfrontiert worden, das erschwerte das Ganze vielleicht ein wenig.
Mittlerweile bin ich geoutet und die halbe Schule weiß davon – dabei sind wir eine zieeeemlich große Schule. 😀
Es dürfte aber tatsächlich auch viele Heteros geben, bei denen die Lehrerin dann eine Ausnahme darstellt. Dass man in manchen Foren gleich in Schubladen gesteckt wird (Vorbildfunktion, Komplexe, Pubertät), ist wirklich ziemlich ätzend. Sicher gibt es einige Fälle, in denen das zutrifft, aber doch längst nicht immer ...
 
Es dürfte aber tatsächlich auch viele Heteros geben, bei denen die Lehrerin dann eine Ausnahme darstellt. Dass man in manchen Foren gleich in Schubladen gesteckt wird (Vorbildfunktion, Komplexe, Pubertät), ist wirklich ziemlich ätzend. Sicher gibt es einige Fälle, in denen das zutrifft, aber doch längst nicht immer ...

Ich glaube, dass so eine homosexuelle Verliebtheit zumindest sicher eines bedeutet: eine grundsätzliche "Bereitschaft" odder Neigung, sich AUCH ins eigene Geschlecht zu verlieben...
Die haben sicher viele und es dann auch noch zu spüren, als solches zu identifizieren und sich dann auch einzugestehen ist ja noch einmal eine Nummer mehr.
 
hallo ich finde es mutig von dir dass du dir deine gefühle so offen eingestehst ich will dir nicht deine illusionen rauben aber ich hatte mal etwas mit meiner englischlehrerin und die war 24 jahre älter auch wenn man sich noch so anstrengt so eine beziehung funktioniert nicht wir haben es zwei jahre ausgehalten jetzt sind wir die besten freunde der welt es ist zu schwierig du darfst es niemandem sagen ihr müsst euch immer verstecken wie erklärst du deinem vater dass du deine lehrerin zu deinem geburtstag einlädst ihr könnt wheinachten wahrscheinlich nicht zusammen feirn und es wird euch über kurz oder lang zermürben die interessen sind zu unterschiedlich auch wenn man das am anfang nicht wahrhaben will versuche dichnicht an sie zu klammern sondren löse dich lieber von ihr so lange es noch einigermaßen geht in dieser beschissen konservativen welt hat man schon als frau liebende frau scheißkarten aber wenn du dann noch eine frau liebst die deine mutter sein könnte und noch deine lehrerin ist
dafür sind wir zu früh geboren
ich wünsche dir ganz viel kraft dass du das überstehst
grüße von anne

Liebe Anne,

deine Geschichte hat mich echt beeindruckt. Die meisten Menschen heutzutage wollen nur Liebe, die schnell und einfach ist, so wie Fast-Food-Essen und sind nicht bereit dafür wirklich was zu riskieren. Du hast echt versucht, für deine Liebe Berge zu versetzen. Respekt!!!
Bist du eigentlich noch hier auf dem Forum aktiv?
 
Hey🙂
Ich bin auch verliebt in meine Lehrerin(zum 2. Mal) und kann echt nur den Kopf schütteln bei Sachen wie "Vorblidfunktion" oder ähnlichen Sachen... in der 6. Klasse haben wir eine Referendarin gekriegt, in Kunst, und sie hat mich von Anfang an so intensiv angeschaut und ich hatte immer das Gefühl, aufpassen zu müssen, dass ich sie nicht persönlich beleidige. Ich habe mich auch rausgehalten, wenn die anderen mit ihr über ihren Unterricht gesprochen haben. Mit ihr war es so... vertraut. Sie hat mit mir nach der Stunde gesprochen und dann ging für mich die Welt unter: meine ABF und ich spielten "Stifteschnipsen" und ich traf meine Lehrerin mit dem Stift am Kopf. Sie war enttäuscht von mir und war dann am letzten Mal krank. Und dann war sie ganz plötzlich weg - sie hatte die Schule gewechselt. Ich trauerte vor mich hin und dann umarmte mich meine Lateinlehrerin, die ich schon seit einem Jahr hatte. Seit dem hängt mein Herz dermaßen an ihr. Allerdings ist Frau ... nicht so, wie meine Kunstlehrerin. Sie ist eher so wie ich, aber sie sucht keinerlei Nähe zu den Schülern und behauptet, sie wären ihr gleichgültig... das alles macht mich furchtbar traurig... kann mir jemand helfen?
Eure Gelli
 
Hall Gelli,

ich denke, wenn diese Lehrerin ihre Schüler wirklich dermaßen auf Distanz hält und nicht an ihnen als Individuen interessiert ist, dann ist es wohl besser, du versuchst, etwas emotionalen Abstand von ihr zu gewinnen und dich auf anderes zu konzentrieren.

Natürlich könntest du auch einmal versuchen, mit ihr ins Gespräch zu kommen, vielleicht wirst du ja positiv überrascht und sie ist doch nicht so abweisend, wie du befürchtest.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass LehrerInnen, was Grenzen und das Interesse am Privatleben ihrer Schüler betrifft, extremst unterschiedlich sein können. Mit manchen Lehrern sind sehr lockere Gespräche möglich, andere wahren stets Distanz...
 
Ich kann nur jedem und jeder hier in diesem elend langen Thread (wieder) raten, unterlasst jegliche Interaktion bezüglich eurer Gefühlswelt mit dem Lehrer oder der Lehrerin! Es bringt nix. Redet mit euren Eltern, Freunden, Psychologen oder anderen Vertrauenspersonen. Aber lasst die Lehrer in Ruhe. Was genau soll das bringen? ... also jetzt ganz realistisch, denkt darüber mal nach.

Schminkt euch irgendwelche Zukunftspläne und -fantasien ab - das sind Luftschlösser. Was ihr durchmacht ist sicher nicht einfach, aber das sind nur Schwärmereien, die mit der Zeit vergehen und über die ihr in wirklich sehr wenigen Monaten (oder bei konsequenter Selbstreflexion in paar Wochen) mit einem Augenzwinkern schmunzeln werdet. Glaubt das bitte.

Versucht das auszusitzen, beschäftigt euch mit anderen Dingen und konzentriert euch auf den Stoff und auf das Wissen, das euch vermittelt wird. Dazu sind die Lehrer da.

Jeder Lehrer hat auch ein Privatleben mit Familie, Freunden, Partner oder Kindern. Habt das im Hinterkopf.

Alles Gute
 
Zum vorigen Beitrag: Meiner Meinung nach sollte jeder selbst entscheiden, ober seiner Lehrerin von den Gefühlen erzählt oder nicht. Manchmal hat man im Umkreis sonst niemanden, den man sich anvertrauen kann, oder vielleicht hält man es einfach nicht mehr aus, diese Gefühle für sich zu behalten und der betreffenden Person nichts davon zu erzählen. So ein Geständnis ist natürlich eine äußerst schwierige Angelegenheit, weil danach fast jede Lehrerin wohl erstmal auf Distanz geht. Den meisten geht es bei einem Geständnis jedenfalls nicht darum, dann von der Lehrerin ebenfalls ein Geständnis zu kriegen. Ich glaube, die meisten sind realistisch genug zu wissen, dass ihre Lehrerin die Gefühle nicht erwidert. Natürlich gibt es viele, die ihr Geständnis hinterher bereuen, aber ebenso gibt es manche, die sich danach von einer Last befreit fühlen.

Was das Thema "Schwärmereien" betrifft: Ja, manchmal ist das Verliebtsein in eine unerreichbare Person nur eine Schwärmerei, die wenige Wochen anhält. Manchmal sind da aber auch tiefere und hartnäckigere Gefühle, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass es mir aufgrund dieser Gefühle nicht möglich ist, mein Leben zu leben und meinen Weg zu gehen - man kann Gefühle nicht erzwingen und wenn man verliebt ist, dann ist man eben verliebt, auch wenn das Gegenüber dies nicht erwidert - letztlich kommt es doch vor allem darauf an, wie man mit den Gefühlen umgeht.

Egal ob man in eine Lehrkraft oder jemand anderen verliebt ist: Wichtig ist meiner Ansicht nach vor allem, sich nicht so sehr auf diese Person zu konzentrieren, dass man darüber hinaus sein restliches Leben vernachlässigt.
 
Ich glaube, die meisten sind realistisch genug zu wissen, dass ihre Lehrerin die Gefühle nicht erwidert. Natürlich gibt es viele, die ihr Geständnis hinterher bereuen, aber ebenso gibt es manche, die sich danach von einer Last befreit fühlen.

Und genau DAS ist einfach nur egoistisch. Da wird son "Geständnis" vor dem Lehrer ausgekippt und der muss das jetzt irgendwie handhaben, nur damit es dem Schüler besser geht. Es gibt andere Möglichkeiten, sowas zu verarbeiten.

Es wird auf jeden Fall das Verhältnis mit dem Lehrer belasten, entweder vom Lehrer ausgehend, oder von der geständigen Person (denke das wird eher wahrscheinlich sein). Allerdings glaube ich nicht, dass der Lehrer irgendwie ausrasten wird oder so - die Lehrerinnen, die ich in meiner Familie und im Bekanntenkreis habe sind recht locker drauf. Die haben allerdings schon genug um die Ohren. Wenn ich hier so die Dinge lese, tun sie mir echt leid, dass sie sich mit sowas auch noch auseinandersetzen müssen.

Letztlich machen die Schüler sowieso, was sie wollen. Ich kann halt nur nochmals raten, diesen Leidensdruck anders abzubauen, damit das Verhältnis zur Lehrkraft auf einer normalen Ebene bleibt und nicht durch sonen Kram beeinflußt wird.

Nicht's für ungut 🙂
 
Hallo,

nicht, dass ich ein Geständnis gut fände, aber ein/e Lehrer/in merkt in der Regel schon, wie seine/ ihre Schüler/innen zu ihm stehen. Ich bin selbst Lehrerin und merke es immer, wenn sich Schüler/innen verknallen, was übrigens gar nicht so selten vorkommt.

Die haben allerdings schon genug um die Ohren. Wenn ich hier so die Dinge lese, tun sie mir echt leid, dass sie sich mit sowas auch noch auseinandersetzen müssen.

Ja, Lehrer/innen haben genug um die Ohren, aber das Thema "Schwermereien" der Schüler/innen ist zu wichtig, als dass es ein/e Lehrer/in ausklammern könnte. Es ist eben eine Beziehung zwischen Schüler/innen und Leher/innen. Das ist doch nur natürlich, dass innerhalb eines zwischenmenschlichem Verhältnises so etwas vorkommen kann. Und Gefühle prägen und gestalten jede Beziehung mit.
Ok, wenn ein/e Lehrer/in besonders unattraktiv ist, passiert ihm/r so etwas seltener. Jedoch glaube ich, dass es so etwas schon immer gab und wohl immer geben wird.
Es geht mehr darum, damit Umgang zu finden. Ich glaube ich, dass beide Parteien sowohl Schüler/inne als auch Lehrer/innen damit überfordert sind und das Thema darum ein Tabu ist. Das Thema wurde in meiner gesamten Ausbildung, die insgesamt fast zehn Jahre dauert, nie, an irgendeiner Stelle angesprochen.

Desweiteren sehe ich das Problem an der mangelnden Autorität der heutigen Lehrer/innen. Bitte nicht falsch verstehen. ich finde Offenheit wichtig und meine nicht, dass der Unterricht wie früher von Angst seitens der Schüler/innen geprägt sein sollte. Aber die Lehrer/innen heute stahlen meistens keine natürliche Autorität aus, so dass die Schüler/innen wissen, dass ein/e Lehrer/inn keine/n beste/n Freund/inn oder gar Partner/in ersetzen kann. Das haben ich in meinem Studium unter dem Stichwort "Juventisierung" kurz behandelt. Lehrer/innen unterscheiden sich heute kaum noch in ihrem (Freizeit-)verhalten, Lebensstil und oft auch Aussehen kaum noch von Schüler/innen. Das ist problematisch. Schüler/innen fühlen sich Lehrer/innen in der Entwicklung gleich gestellt, was sie natürlich nicht sind. Das führt häufig zu diesem Anspruch, Lehrer sollten/ könnten ihre Gefühle erwidern.

Ich denke, an Schulen fehlt ein Vermittler, der die Lehrkräfte im Umgang mit derartigen Dingen schulen kann und auch für Schüler/innen ein Ansprechpartner ist.
 
Ich denke, an Schulen fehlt ein Vermittler, der die Lehrkräfte im Umgang mit derartigen Dingen schulen kann und auch für Schüler/innen ein Ansprechpartner ist.

Meines Wissens gibt es genau für diese Dinge einen "Vertrauenslehrer" - "Lehrer des Vertrauens" (oder wie das sich nennt). Die Stelle wurde extra geschaffen, um die Lehrer zu entlasten. Heutzutage ist der Lehrer ja sowas wie eine Allzwegwaffe, was die Schüler anbelangt. Was sie leisten geht weit über das hinaus, für das sie ausgebildet wurden.

Zwar ging neben der Lehre schon immer ein Stück weit die Erziehung einher, jedoch gerät die Erziehung bzw das Ausbügeln von erzieherischen Defiziten im Elternhaus immer mehr zur Hauptaufgabe, bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel im Laufe der Zeit. Das kommt auch bissl drauf an, was das für eine Schule ist, wie sich die Klasse zusammensetz usw.

Die Lehrer müssen vor dem ganzen Drumherum besser geschützt werden, sonst verschleißen sie viel zu schnell und können den Job nicht lange machen. Priorität sollte die Bildung haben und nicht die Erziehung, die Seelsorge, therapeutische Maßnahmen oder Kummerkasten jeglicher Art. Das ist insgesamt zu viel und kann nicht von einer Person allein geleistet werden! Die Zahl der Aus- und Umsteiger in den Lehrerreihen nimmt immer weiter zu ... warum ist das wohl so?

Ich persönlich denke, die Lehrer sollten mehr Respekts-/ Autoritätsperson, als Kumpel sein - dann passiert das auch nicht so oft mit den Schwärmereien. Früher war das ja mal so, aber dieser ganze Antiautoritäts-Kram hat die Lehrkräfte verweichlicht - das ist zumindest meine Ansicht dazu.

Also schont die Lehrer lieber und lernt fleißiger 😉
 
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