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Verliebt in meine lehrerin

Irgendwie deprimieren mich eure Geschichten teilweise ein bisschen. Ich glaube, ihr hättet mehr aus den Chancen gemacht, die ich so hatte. Die erste Lehrerin, in die ich verliebt war, war halt so der Typ, der Berufliches und Privates stärker trennt und auch ziemlich zurückhaltend war, aber als sie z.B. mal auf Kur war, hat sie uns voller Begeisterung erzählt, dass ihre Klasse sogar eine Karte geschickt hat.

Als ich aus der Schule draußen war, bin ich ihr ja praktisch mal fast in die Arme gelaufen und sie war ziemlich interessiert daran zu erfahren, was ich jetzt so mache. War auf keinen Fall nur so höflichkeitshalber gefragt. Ich hab ihr ne relativ knappe Antwort gegeben und fertig. Sie hat sich damit zufrieden gegeben und ich war, weil ich so überrascht war sie zu sehen, nicht mehr imstande mehr zu sagen.

Eine gute Freundin von mir hatte sie damals am Bahnhof mal gesehen zusammen mit einer anderen Freundin und hat sich wirklich kurz mit ihr unterhalten. Na ja, ich war wohl einfach zu verknallt, um normal mit ihr zu reden. Und eine andere damalige Freundin von mir hat sie jeden Morgen gesehen auf dem Weg zur Schule und hat sich auch noch dauernd mit ihr unterhalten. Ich glaub irgendwie hätte ich Kontakt zu ihr herstellen können, wenn ich mal ein bisschen die Initiative ergriffen hätte. Ist halt schwierig Kontakt aufzubauen, wenn beide eher schüchtern sind.

Vor n paar Monaten hab ich mal geguckt, ob sie noch da wohnt, wo sie damals gewohnt hatte.
Sie wohnt nur 20 min. von meinem Wohnort entfernt. Da sie ziemlich zentral wohnt und ich da eh was zu erledigen hatte, war das kein großer Act. Aber ich war so aufgeregt wie lange nicht. Sie hätte da ja grad aus der Tür kommen können. Ich weiß nicht, irgendwie hat es mich voll beruhigt zu wissen, dass sie noch da wohnt, wo sie früher gewohnt hatte, auch wenn ich zu ihr eh keinen Kontakt aufnehmen werde. Irgendwie würde ich ihr es gerne manchmal sagen, wie wahnsinnig toll ich sie damals fand. Sollt ich sie mal zufällig treffen, mach ich das vielleicht wirklich. Allerdings ists halt schon über zehn Jahre her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es erstaunt mich irgendwie voll zu hören, dass Lehrerinnen die Schulleitung informieren, wenn eine Schülerin ihr gesteht verliebt zu sein. Irgendwie find ich das übertreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ninja: ich denke, das wr bei mir nicht das problem, dass sie meine Gefühle für eine vorübergehende Schwärmerei gehalten hat, es war eher das Problem, dass sie die Gefühle schon irgendwie sehr ernst genommen hat und sie ihr glaube ich angst gemacht haben.

ja aus der perspektive des betreffenden schülers finde ich es auch schrecklich, wenn die schulleitung informiert würde, aber aus der sicht des lehrers kann ich es absolut verstehen. ich meine die lehrer müssen sich doch auch irgendwie absichern, es geht um ihren job und wenn man ihnen was anhängen würde, wäre ihr job gefährdet. ich denke diese lehrer wollen nur auf nummer sicher gehen.
 
@ Earthling: Das ist natürlich das Optimale, wenn man sich richtig auf Augenhöhe begegnen kann !

Kennt ihr das auch, dass ihr in ihrem Unterricht schon etwas abgenervt seid, wenn eure Banknachbarin einen Stift ausleihen will oder sonst irgendwas Belangloses fragt/sagt und ihr dadurch von ihrem Unterricht abgelenkt seid? War bei mir damals jedenfalls so. Eigentlich war ich auch schon genervt, wenn sich in der Pause direkt vor ihrer Stunde jemand mit mir unterhalten wollte, weil ich da ja nochmal die Hausaufgabe durchgehen musste.

Verbringt ihr denn ganz normal Zeit mit euren Freunden so wie ihr es gemacht habt bevor sie eure Lehrerin wurde oder habt ihr einfach nicht mehr ganz so viel Zeit, weil ihr jetzt doch ziemlich viel Zeit für ihr Fach investiert? Ich hab mich damals so irre in die Vorbereitung für ihren Unterricht reingehängt. Klingt vielleicht bisschen übertrieben, aber ich hätte bald schon mit ihr zusammen die Stunde halten können.

Also, genervt war ich eigentlich eher selten von meinen Banknachbarn, schließlich handelte es sich bei denen eigentlich immer um gute Freunde von mir. Die wussten auch von meinen Gefühlen und fanden es z.B. okay, dass ich mich zwischendurch gerne mal mit meiner ehemaligen Lehrerin unterhalten habe (z.B. vor/nach der Stunde). Genervt war ich eigentlich nie von meinen Freunden, auch nicht in der Stunde.

Freundschaften vernachlässigt oder meine Hobbys nicht mehr ausgeübt habe ich nicht, trotz meiner Verliebtheit. Natürlich habe ich mir für Hausaufgaben im Gegenstand dieser besonderen Lehrerin ganz besonders reingehängt und versucht, sie zu "beeindrucken". Aber da ich in ihrem Fach sowieso immer schon gut war, war das nicht gerade ein Riesenaufwand für mich. Über Lob von ihr habe ich mich klarerweise immer riesig gefreut.
 
@Lauraaaa: Ich finde, es würde absolut reichen, eine Vertrauenslehrerin miteinzubeziehen. Wirklich Angst haben müsste sie doch erst, wenn du sie stalken würdest. Es hat für Sie doch null Konsequenzen, wenn eine Schülerin ihr ihre Verliebtheit gesteht.

@ Earthling: Ich hatte sie damals in einer Sprache. Da gibt es immer irgendwas zu tun. Sie hat mich ja über den Unterricht hinaus auch immer noch voll inspiriert, sodass ich zu einem Thema z. B. mehr gelesen hab, wovon sie besonders begeistert erzählt hatte. Mit Freunden hätte ich nie über sie geredet. Ich mein, die haben sich da gerade so richtig für Jungs interessiert und ich fange dann an von ihr zu schwärmen. Hätte ich mich nicht getraut. War ja für mich selbst auch komisch, dass ich gerade eine Frau so toll fand. Ich hab eigentlich auch später nicht von ihr geredet. Ich hab damals sehr viel über sie geschrieben. Und irgendwann hab ich dann dieses Forum hier entdeckt, aber da hatte ich sie schon einige Zeit nicht mehr als Lehrerin.

Was mir gerade so einfällt, hier wollen ja voll viele bei ihrer Abschlussfeier z.B. fragen, ob sie mit euch in Kontakt bleiben will. Das hatte ich zwar nicht vor, auf die Idee bin ich irgendwie gar nicht gekommen. Aber ich wollte mich bedanken für ihr ganzes Engagement halt und so, und halt sagen wie sehr ich sie gemocht hab. Das Problem war dann nur, dass sie da gar nicht mehr da war, sondern auf Kur war. Das hatte ich halt leider erst sehr kurzfristig erfahren und so konnte ich mich überhaupt nicht mehr bedanken. Was allerdings jetzt nicht so schlimm für mich war, da ich es einige Zeit vorher noch geschafft hatte, rauszukriegen, wo sie wohnt. Da dachte ich, ich werde ihr schon nochmal über den Weg laufen, sie wohnt ja wie gesagt eh sehr zentral, und dann werd ich schon nochmal mit ihr reden können. Aber so richtig geklappt hat das ja leider trotzdem nicht. Dabei bin ich mal ne zeitlang extra immer so gelaufen, dass ich sie hatte "zufällig treffen" können.
 
@Lauraaaa: Ich finde, es würde absolut reichen, eine Vertrauenslehrerin miteinzubeziehen. Wirklich Angst haben müsste sie doch erst, wenn du sie stalken würdest. Es hat für Sie doch null Konsequenzen, wenn eine Schülerin ihr ihre Verliebtheit gesteht.

@ Earthling: Ich hatte sie damals in einer Sprache. Da gibt es immer irgendwas zu tun. Sie hat mich ja über den Unterricht hinaus auch immer noch voll inspiriert, sodass ich zu einem Thema z. B. mehr gelesen hab, wovon sie besonders begeistert erzählt hatte. Mit Freunden hätte ich nie über sie geredet. Ich mein, die haben sich da gerade so richtig für Jungs interessiert und ich fange dann an von ihr zu schwärmen. Hätte ich mich nicht getraut. War ja für mich selbst auch komisch, dass ich gerade eine Frau so toll fand. Ich hab eigentlich auch später nicht von ihr geredet. Ich hab damals sehr viel über sie geschrieben. Und irgendwann hab ich dann dieses Forum hier entdeckt, aber da hatte ich sie schon einige Zeit nicht mehr als Lehrerin.

Ich sehe das so wie Lauraaaa. Lehrerinnen, die erfahren, dass sich eine Schülerin in sie verliebt hat, werden in den meisten Fällen wohl erstmal ziemlich ratlos sein und nicht so recht wissen, wie sie sich verhalten sollen - gerade junge Lehrerinnen, die noch nicht so viel Erfahrung haben und deren Arbeitsplatz vielleicht noch nicht so gesichert ist wie der anderer Kollegen. Diese Lehrerinnen werden Angst haben, sich falsch zu verhalten oder das Gefühl haben, mit dieser Situation alleine nicht zurechtzukommen.

Natürlich wäre es eine sehr gute Option, einfach nur einen Vertrauenslehrer oder z.B. den Schulpsychologen hinzuzuziehen. Einige Lehrerinnen werden sich aber trotzdem auch an die Schulleitung wenden, damit man ihnen kein inkorrektes Verhalten vorwerfen kann. Man darf nicht vergessen, Gerüchte können sich sehr schnell verbreiten, und wenn dann bereits alle tuscheln und die Schulleitung es erst von anderen erfährt, kann dies äußerst negative Konsequenzen für eine Lehrerin haben. In den meisten Fällen wird eine Lehrerin wohl nicht einschätzen können, wie "offen" eine Schülerin mit ihrer Verliebtheit umgeht und ob vielleicht schon andere Schüler bzw. Kollegen angefangen haben zu tuscheln und zu tratschen.



Ich denke, ich habe meinen Freunden deshalb von meinen Gefühlen erzählt , weil ich sie schon länger kannte und immer sehr offen mit meiner Sexualität umgegangen bin. Allerdings finde ich es irgendwie dennoch am schönsten, sich mit Leuten austauschen zu können, die Ähnliches erlebt haben, so wie hier im Forum.
 
Mich würde mal interessieren, bei wie vielen hier das nur so ne einmalige Sache ist mit der Verliebtheit in eine Lehrerin, sie eigentlich sonst nur auf Jungs/ Männer stehen und bei wie vielen das fast schon der Anfang eines inneren Coming Outs ist. Mich nervt das immer etwas, wenn Leute in anderen Foren zu dieser Verliebtheit schreiben, das sei in der Pubertät ganz normal so, eigentlich würde man sie ja nur als Vorbild sehen, sei halt eine Phase, wie sie - ähm so ziemlich alle mal erleben. Ich glaube nämlich, dass man sich schon sehr früh zu Frauen hingezogen fühlen und das auch schon als erste Anzeichen einer bisexuellen/ leiblichen Orientierung deuten kann.

@Earthling: Das erleichtert viel, wenn man mit den Freunden so offen reden kann.

Ist echt schon bewundernswert wie manche nach so einem Geständnis wieder halbwegs normal mit ihrer Lehrerin umgehen können.
 
Ich glaube nämlich, dass man sich schon sehr früh zu Frauen hingezogen fühlen und das auch schon als erste Anzeichen einer bisexuellen/ leiblichen Orientierung deuten kann.

Das glaube ich auch.
Und ich glaube auch, dass sie eben nicht viele oder gar alle Mädchen in ihre Lehrerinnen verlieben. Natürlich kann das ein ersten Anzeichen sein.
 
Klar kann man schon recht früh wissen, dass man lesbisch ist. Ich bin da wohl das beste Beispiel 😉 Meine Mutter hatte schon, als ich acht Jahre alt war, den Eindruck, dass ich später mal auf Frauen stehen werde. Und siehe da - sie hat recht behalten! Eigentlich wusste ich schon im Alter von etw 12, 13 Jahren ganz sicher, dass ich nicht so bin wie die anderen Mädels in meiner Klasse, die Jungs süß fanden. Es war also keine große Überraschung für mich, als ich mich dann später in eine Lehrerin verliebt habe - ich wusste ja schon, dass ich lesbisch bin.

Natürlich gibt es aber auch Fälle, in denen ein Mädchen, das eigentlich nur auf Jungs steht, sich in eine Lehrerin verliebt.
 

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