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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Gut. Du hast mich überzeugt. Unter Kirchenmitgliedern gibt es auch Atheisten. 🙂

Ja, das dürfte ohnehin klar sein, dass Mitgliedschaft zu einer bestimmten Organisation nicht zwangsläufig heißen muss, dass man auch emotional dahinter steht. Häufig ergeben sich Mitgliedschaften aufgrund familiärer Bezüge, oder wie bei den Kirchen, meistens von Geburt an.

Ein Austritt aus der Kirche war bis vor einigen Jahrzehnten sowieso gesellschaftlich inakzeptabel (zumindest in meiner Heimat).
 
Meine Eltern gehören bzw. haben auch in diese Kategorie gehört. Mein Vater war lebenslang Kirchenmitglied, aber eigentlich völlig ungläubig und völlig kirchenfern. Warum er trotzdem Kirchenmitglied war? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, vermutlich weil er eben von Geburt an dabei war und aus Konformitätsgründen nie ausgetreten ist.

Bei meinen Eltern ist das nicht anders. Es war einfach normal, nicht aus der Kirche aus zu treten.
Wäre dies umgekehrt, man müsste von Geburt an aktiv werden und speziell in die Kirche eintreten, würde ganz schnell zum Vorschein kommen wie klaffend diese Lücke ist und wie viele nicht Gläubige existieren.

Heute bleiben evtl. auch einige in der Kirche weil sie als Institution viele helfende, soziale Projekte führen. Und auch das setzt keinen Glauben an Gott voraus.
 
@PC: genauso ist es. Deshalb bin ich schon lange dafür, daß eine rechtlich gültige (Personalausweis, Steuerabzug) Religionszugehörigkeit erst ab Volljährigkeit gültig werden sollte. Mit voller Entscheidungsfreiheit des Betroffenen. Nicht mit der eingeschränkten, wo man zwar ab 14 schon "religionsmündig" ist, aber dummerweise in vielen anderen Bereichen noch von den Entscheidungen der Eltern abhängig.
.. mich hätte meine Mutter wahrscheinlich hochkant rausgeworfen, wenn ich mit 14 aus der Kirche ausgetreten wäre ...
 
Wäre dies umgekehrt, man müsste von Geburt an aktiv werden und speziell in die Kirche eintreten, würde ganz schnell zum Vorschein kommen wie klaffend diese Lücke ist und wie viele nicht Gläubige existieren.

Am klarsten würde es vermutlich werden, wenn die Aufnahme in eine Kirche erst nach einem bestimmten Lebensalter und einer Art (vergleichendem) Religionsunterricht stattfinden würde. Wenn man Bescheid weiß, was Glauben bedeutet, und welche Formen von Religion es gibt, kann man sich dann einer Glaubensgemeinschaft anschließen oder auch nicht.
 
Nirgendwo auf der Welt werden Atheisten statistisch konkret erfasst! Ich habe im Gegensatz zu dir weder bei Christen noch bei Atheisten Zahlen genannt, weil ich selbstverständlich genauso wenig wissen kann wie du, wieviele verfolgte Atheisten zu den verfolgten Christen dazugerechnet werden!
So und zum Schluss noch ein leicht umgewandeltes Zitat von dir:

Solange du dich nicht mit der Verfolgung von Atheisten beschäftigst, kannst du auch nichts wissen!


OK, auch Du hast mich überzeugt, dies in dem Punkt, dass auch Atheisten in muslimischen Ländern zu den Verfolgten zu zählen sind.
 
Warum soll meine Antwort auf mikenulls Beitrag ein Fehlschluß sein? Mikenull führte an, dass die Verfolgung Beweis der Schlechtigkeit der Verfolgten sei. Hätte er geschrieben "angebliche Schlechtigkeit" oder "aus Sicht anderer Religionen und Quasi-Religionen" dann hättest Du Recht. So aber nicht.

Nein, es war Beweis der Schlechtigkeit der Religion der Verfolger. Nicht der Verfolgten, zu denen eben nicht nur Gläubige von Konkurrenzreligionen gehören, sondern auch Atheisten.
Da aber auch verfolgte Religionen irgendwann mal selber Verfolger gewesen sein können, nehmen sich die Schlechten hier wie da gegenseitig nix weg. 🙄
 
Dass man Kindern schon ohne Mitspracherecht eine Religion aufdrückt stört mich eh schon immer. Bin froh, dass mir das erspart blieb, im Gegensatz zum Rest meiner Familie. Aber ich bin ja eh das uneheliche Unfallkind. 🙄
Ich fände es besser, wenn man das alles neutral belässt, bis ein Mensch das für sich selbst entscheiden kann.
 
Dass man Kindern schon ohne Mitspracherecht eine Religion aufdrückt stört mich eh schon immer. Bin froh, dass mir das erspart blieb, im Gegensatz zum Rest meiner Familie.

Ich bin natürlich auch kurz nach der Geburt katholisch getauft worden. Und das ausgerechnet mit einem völlig unreligiösen Taufpaten (meinem Großvater). Während meiner Jugend war es nicht zur Diskussion gestanden auszutreten. Als junger Erwachsener bin ich dann einfach ausgetreten, ohne meinen Eltern was zu erzählen.
 
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