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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Und das eigentliche Argument pro christliche Erziehung ist und bleibt, dass ein Mensch sich nur für oder gegen etwas entscheiden kann, das er kennt.

Wäre das aber nicht eher ein Argument für eine religionsneutrale Erziehung mit einem Religionsunterricht, der die verschiedenen Religionen und nichtreligiösen Weltanschauungen gleichwertig erklärt? Ich denke, dass man sich dann am besten für oder gegen was entscheiden kann, wenn man die Alternativen kennenlernt.

Meistens läuft es doch in religiös orientierten Gesellschaften eher so ab, dass man in eine Religion hineingeboren und so sozialisiert wird, dass man das Gefühl bekommt, es gäbe gar keine sinnvolle Alternative.
 
Mir hat da nichts gefehlt. Kirchen kann man auch so besichtigen, ebenso Krippenspiele, wenn man will. Bisher wurde an keiner Kirchentür nach einem Taufschein gefragt. Und glauben darf man auch, ohne Mitgliedschaft im Verein.
Ich musste in einem Jahr mal mit in die Kirche an Heiligabend. Fand ich furchtbar und todlangweilig als Kind. War aber so ein "einmal und nie wieder"-Ding
 
Bei einem "neutralen" Unterricht gäbe es immer das Problem, an welche Inhalte der Religionen man sich halten soll - an das was die Religionen selber behaupten, oder an das was uns eine kritische Analyse sowohl dieser Behauptungen als auch der tatsächlichen Hintergründe sagen würde? Mit letzterem täten sich Religionen wie Buddhismus und Shinto wegen ihrer Einfachheit und Klarheit leicht, Christentum und Islam aber sehr schwer. Judentum erfordert sowieso ein mehrjähriges Studium, zu zeitraubend für ein simples Schulfach.
 
Wäre das aber nicht eher ein Argument für eine religionsneutrale Erziehung mit einem Religionsunterricht, der die verschiedenen Religionen und nichtreligiösen Weltanschauungen gleichwertig erklärt? Ich denke, dass man sich dann am besten für oder gegen was entscheiden kann, wenn man die Alternativen kennenlernt.
Das ist für Kinder doch alles viel zuviel Kuddelmuddel.

Wir leben in Deutschland, also christlich.

Wobei für mich da natürlich dazugehört, den Kindern beizubringen, dass es auch andere Glaubensformen gibt, und alles ok ist, wichtig ist, dass man niemandem etwas Böses tut.


Pegida ist ja wohl auch die beste Reklame für Menschen, die von einem christlichen Abendland reden und keine Ahnung was das überhaupt ist, haben.
 
Bei einem "neutralen" Unterricht gäbe es immer das Problem, an welche Inhalte der Religionen man sich halten soll - an das was die Religionen selber behaupten, oder an das was uns eine kritische Analyse sowohl dieser Behauptungen als auch der tatsächlichen Hintergründe sagen würde?

Naja, ich hatte mal an der Hochschule ein Seminar über den Islam besucht, und die Inhalte des Seminars waren recht neutral gehalten. Es ging um die Geschichte des Islam und was darüber bekannt ist, über die verschiedenen Strömungen und wie sie vermutlich entstanden sind, sowie die Ausbreitungsgeschichte vom arabischen Raum in Richtung Türkei, Nordafrika und Spanien bis hin nach Indonesien. Wir haben einige Suren des Koran gelesen und daraus typische Denkmuster der Religion abgeleitet, etc. Und das ganz ohne missionierenden Hintergrund (die Dozentin war ja selbst gar keine Muslima).

So ähnlich könnte ich mir vergleichenden Religionsunterricht vorstellen, wenn man eben nach und nach die wichtigsten Religionen so besprechen würde.
 
Das ist für Kinder doch alles viel zuviel Kuddelmuddel.

Hm, ich weiß nicht, ob man die Kinder da nicht unterschätzt. Das, was ich im Sinn habe, wäre ja ein wenig vergleichbar mit Geschichtsunterricht, der den Kindern auch zuzumuten ist, ohne dass sie verwirrt werden.

Aber du hast recht, ich sollte mich mit solchen kulturvergleichenden Vorschlägen zurückhalten, da kommt man momentan recht rasch in den Verdacht, kulturfremden Denkweisen Vorschub leisten zu wollen.
 
Das ist für Kinder doch alles viel zuviel Kuddelmuddel.
Wir leben in Deutschland, also christlich.

Da steigen Dir alle Eltern die ungläubig sind oder einer fremden Religion angehören, und die machen inzwischen vielerorts die Hälfte und mehr aus, aufs Dach.
Eben um Kuddelmuddel zu vermeiden, wird stattdessen immer häufiger das allgemeingültige Fach Ethik angeboten. Denn von Ethik glauben ja alle Religionen zu sprechen.
Aufklärung speziell übers Christentum gehört dann eher in den Geschichtsunterricht oder Gesellschaftskunde.
 
Ich muß nicht erst drogensüchtig gewesen sein um mich gegen Drogen zu entscheiden. Reicht völlig wenn man aus anderen Quellen genug darüber weiß um zu erkennen daß Drogen Scheiße sind.
Selbiges mit Religionen. Ich muß nicht erst Muslim gewesen sein um zu wissen, daß ich mit dieser Religion niemals warm würde.

Zustimmung.
Aber selbst bei Drogen ist zu sagen, dass es die jeweilige Droge und die Menge ist, die in einer Lebenssituation entscheidet, ob sie hilfreich ist oder schädlich.

Es ist in meinen Augen zu kurz gedacht, Religionen pauschal mit Drogen zu vergleichen. Auch wenn ich Dir dahingehend Recht gebe, dass in den Religionen Ansichten und Glaubensvorstellungen enthalten sind, die n.m.M. abzulehnen sind, so beschäftigen sich Religionen doch auch mit den aus meiner Sicht wichtigen Fragen: Gibt es Gott und wie finde ich Ihn? Was ist der Sinn des menschlichen Lebens - meines Lebens? Was kommt nach dem Tode?

Und auch, wenn Du für Dich die Dir bekannten Antworten als falsch ablehnst, so bedeutet das nicht, dass es neben den vielen falschen Antworten nicht auch eine richtige Antwort und den Glauben bejahende Antwort gibt. Wie heißt es so schön? Wer suchet, der findet.🙂
 
Wie schon mal gesagt hatte ich weder Religion noch Ethik und ich habe nicht das Gefühl da viel verpasst zu haben. Wenn es nach mir gegangen wäre hätte der ganze Schultag sowieso aus Kunstunterricht bestehen dürfen. Der Rest war eher was, wo man halt durch muss. 😀
 
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