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Seht Ihr Selbstmord als Flucht ?

Ist Selbstmord eine Flucht ?

  • Ja

    Teilnahmen: 16 34,8%
  • Nein

    Teilnahmen: 30 65,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    46
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
es ist für mich:
unfähigkeit, ignoranz, unmenschlichkeit, unsensibilität anderer "Menschen"

,

die solchen menschen diese👎
flucht, ausweg, irrweg, gehen lassen.
 
Aber was urteilen wir eigentlich über Menschen und deren Gründe keinen Ausweg mehr zu sehen? Wäre es nicht besser stattdessen zu überlegen wie man konkret helfen, für jemanden da sein und wieder Hoffnung geben kann?
Genau das meine ich ja auch. Aber den meisten Menschen ist das viel zu unbequem und anstrengend. Das könnte ja die friediche Behaglichkeit ihrer Bilderbuchfamilie und/oder -partnerschaft stören. Sie fragen sich nur: "Was habe ich davon?" Denen ist es scheißegal, ob ein depressiver, vereinsamter oder verzweifelter Mensch wieder Hoffnung schöpft oder nicht. Sie wollen nur "Fun" und sich mit in jeder Hinsicht erfolgreichen "Freunden" bzw. (in gehobenen Kreisen) "Gästen" 🙄 schmücken, die bei ihnen bzw. bei denen sie ein- und aus gehen. Sie erwachen erst dann, wenn es ihnen selber oder einem ihrer engsten Angehörigen dreckig geht, sprich: wenn das Leid sie unmittelbar und persönlich heimgesucht hat.

Die populärwissenschaftliche Lebenshilfeliteratur und Artikel in Frauenzeitschriften, in denen einem dazu geraten wird, sich aus psychohygienischen Gründen nur mit "positiven", "erfolgreichen" Menschen zu umgeben, möglichst auch noch solchen mit "charismatischer" 🙄 Ausstrahlung, lassen keinen Raum mehr für das, was man vor Jahrzehnten auch in der westlichen Welt noch unter Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft verstanden haben mag. Solche Werte stehen nicht mehr hoch im Kurs, sie werden nur noch kalt belächelt. Dagegen immunisiert man sich am besten. In Ländern, in denen der Wohlstand geringer ist und die Menschen mehr aufeinander angewiesen sind, mag das noch anders sein.

Natürlich ist auch das andere Extrem falsch, das darin besteht, sich bis zur eigenen Erschöpfung für andere Menschen aufzuopfern oder sich derart von ihnen vereinnahmen und ausnutzen zu lassen, dass kein Raum mehr für die eigenen Bedürfnisse bleibt. Aber viele Menschen wehren mit solchen Befürchtungen gleich die selbstverständlichsten Formen mitmenschlicher Anteilnahme ab.

Sich ein- oder zweimal im Monat mit einem in der Nähe wohnenden depressiven Menschen zu treffen und mit ihm mit dem Hund spazieren zu gehen, sodass er mal auf andere Gedanken kommt und etwas hat, worauf er sich freuen kann (wie in dem Beispielsfall von Nicclas), ist keine Aufopferung.

Sich auch als etwas entferntere Verwandte (z.B. Cousine) wenigstens alle sechs Wochen mal telefonisch bei jemandem zu melden, von dem man weiß, dass er - noch dazu unverschuldet - in einer schwierigen Lebenssituation steckt, damit ziemlich alleingelassen wird und dennoch alles Mögliche unternimmt, um die missliche Lage zu bewältigen, ist noch keine Zumutung. Auch dann nicht, wenn das Telefonat eine gute halbe Stunde dauert und nicht nur heitere Themen oder Erfolgsgeschichten zur Sprache kommen.

Sich mit einer alleinstehenden langjährigen Schulfreundin, maximal 30 km entfernt wohnend und an der Aufrechterhaltung des Kontakts durchaus interessiert, zweimal im Jahr nach Feierabend zu verabreden, wenn man sogar im selben Ort arbeitet, oder wenigstens in diesen Zeitabständen anzurufen, sollte auch bei hoher beruflicher Beanspruchung drin sein. Gerade dann, wenn bei diesen Treffen oder Telefonaten beileibe nicht nur Probleme gewälzt werden. Statt dessen: Nachrichten (meist per Email) bestenfalls zu Weihnachten und zum Geburtstag. Treffen? Vielleicht alle zwei Jahre mal. Für "vorzeigbarere" Bekannte nimmt man sich dagegen Zeit, auch wenn diese über 500 km entfernt wohnen, und erscheint auch zu jedem Klassentreffen trotz immerhin einstündiger Anreise mit dem Auto; denn daraus könnte sich ja eine vielversprechende Kontaktpflege zu Professor(inn)en oder ehemaligen Mitschülern mit Doktor- und/oder Adelstiteln entwickeln...

Solche Fälle, teils auf persönlichen Erfahrungen beruhend, meine ich. So etwas muss nicht sein, da könnte man mit wenig Aufwand und überschaubarem persönlichem Einsatz deutlich mehr Herz zeigen. Ich bin sicher, der eine oder andere Selbstmord hätte durch kleine Gesten mitmenschlicher Anteilnahme und Unterstützung verhindert werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich möchte da gerne noch dazu schreiben.

ich habe eine ärztin. die ist wirklich engagiert. ich habe eine ergotherapeutin die kommt vier stunden die woche. eine sozialpädagokin, auch vier stunden die woche. ich habe eine notfallthera. da bekomme ich in ein oder zwei tagen einen termin. wenn es sehr schlimm ist. ich kann da auch jederzeit hingehen. die schicken mich nicht weg. ich bin angeschlossen an den sozialpsychiatrischen dienst. ich habe kontakt zum psychologen beim gesundheitsamt. ich bekomme unterstützung bei behörden und finanzen. ich habe einen ex-thera. der lässt mich nicht im stich. mein partner ist für mich da. ich habe euch hier.

und ich fühle mich so allein. so einsam. ich weiß, es ist nicht so. oft kann ich die hilfe gar nicht annehmen. weil da so viel panik ist vor diesen dingen. und so viel scham.

und wenn die dinge passieren. ich bin dann immer allein.

wenn es mir schon so geht. wie geht es dann all den leuten die sich diese unterstützung nicht mehr organisieren können? oder auch die sie nicht finden. ich kann es oft gar nicht fassen woher ich dieses wahnsinnige glück habe. all diese hilfe.

heute kämpfe ich den ganzen tag schon damit. das email fach aufmachen. eine seite ausdrucken.

wer versteht denn so was der das nicht wirklich selbst kennt?

Ich danke Dir für diesen ehrlichen Post, Nicclas. Nehmen wir zum Vergleich mal mich: ich bin auch alleinstehend, aber einsam? Nicht die Spur. Und das nicht so, weil ich ein extrovertierter Mensch mit riesigem Freundeskreis wäre (das Gegenteil ist der Fall, ich dränge mich anderen ungern auf, weil ich Angst habe lästig zu fallen, was bei mir leicht passiert). Aber ich bin "me, myself and I", wie es im Englischen so schön heißt, und damit bin ich schon mal zu Dritt. 😀 Ich bin berufstätig, habe außerdem so ungefähr tausend Hobbys, die mich glücklich machen (wenn ich nur mehr Zeit dafür hätte, aber das täglich Brot will erst mal verdient sein, denn auf Staatskosten zu leben, wenn ich doch voll arbeitsfähig bin, da täte ich mich wirklich schämen), und was so ständig in meinem Kopf vorgeht (als Informationsjunkie, Zeitungen, Bücher, Internet...), also da kann ich schlechterdings gar nicht einsam sein, meine Tage sind vollgepackt, ich könnte locker noch drei weitere Leben füllen. Mit anderen Worten und in Kurzfassung, Selbstmord wäre bei mir nie drin, weil ich schlicht Angst hätte, all die guten Dinge im Leben zu verpassen, und gute Dinge gibt es für mich immer wieder. Kleine Dinge, muß nichts großes sein, beispielsweise die neusten Kinofilme, auf die ich mich freue, Star Wars demnächst, Drachenzähmen leicht gemacht 3 wurde bereits angekündigt, und ich warte immer noch darauf, daß Peter Jackson endlich die Romane von Naomi Novik verfilmt (guck nicht oft fern, aber ein ausgewählter Kinofilm hin und wieder muß sein - man gönnt sich ja sonst nix 😛). Mein Hauptbedauern ist, mangels Zeit nicht kreativer sein zu können, aber irgendwann kommt auch die Rente, und dann lege ich wirklich los, denn wer rastet der rostet. 🙂 Klar ist in meinem Leben nicht alles Sonnenschein, manchmal gibt es wirklich Zeiten, wo ich das Gefühl habe, die ganze Welt hätte es böserweise auf mich abgesehen, aber dann sage ich jedesmal, leckt mich da wo ich am schönsten bin, und mache wozu ich Lust habe. Als Alleinstehender muß man da zum Glück nicht allzuviel Rücksicht nehmen, solange man Prioritäten setzt, was wichtig fürs Leben ist und was nicht. Panik, Angst? Äh, wovor denn? Was kommt das kommt, ich habe es noch nie eingesehen, mich schon vorab wegen etwas irre zu machen, was vielleicht kommen könnte oder auch nicht. Panik kenne ich nur kurzfristige, wenn die Kacke wirklich mal akut im Ventilator ist.

So, Nicclas, und jetzt vergleiche mal mein Leben mit Deinem. Du bist unglücklich, ich bin es meistens nicht, und das ganz ohne irgendeine "Unterstützung" von außen. Wäre es Dir möglich, Dir die eine oder andere Scheibe von meinem Leben abzuschneiden und mehr Glück im Leben zu finden - und zwar ganz allein und von Dir aus, so wie ich auch?
 
Ist ja fein Daoga, dass du von selbst dein Leben so gewuppt bekommst, ohne dass dir was fehlt - aber davon auszugehen, als könnte man deshalb ganz easy mehr Lebensfreude erlangen und seine Probleme überwinden, halte ich schlichtweg für nicht in Ordnung.

Ich weiß nicht, was du alles im Leben durchmachen musstest und was dich gezeichnet hat - aber hier sind Menschen, die haben entsetzliche Dinge erlebt. Das kann man auch nicht ohne fachliche Unterstützung überwinden. Und das ist weder schwach, noch zeugt es davon, dass man sein Leben weniger gut geschaukelt bekommt, als du.

Genauso wie du Leuten, die ernsthaft unter Phobien leiden, abzusprechen scheinst, dass sie wirklich Probleme haben und das nicht tun, weil sie Aufmerksamkeit und Mitleid wollen.

Aber du schlägst ja auch als "Therapie" vor, ihnen eine runterzuhauen und sie auszulachen, um sie daran zu erinnern, wie unpassend sie sich verhalten.

Das Wort "Phobie" wird oft viel zu schnell und voreilig verwendet. Hat aber nichts damit zu tun, dass man Spinnen eklig findet. Hast du schon mal live mitbekommen, wie es ist, wenn ein Phobiker mit seiner Angst konfrontiert wird? Das ist alles andere, als erbaulich.

Und ich denke, dass wenn Phobiker die Wahl hätten, komplett ohne ihre Phobie leben zu können oder eben so, wie es jetzt ist, sie mit Kusshand dankend diesen Wunsch umsetzen würden. Das hat nichts damit zu tun, dass Betroffene Aufmerksamkeit oder Mitleid wollen.

Ob Phobiker nun Therapien in Anspruch nehmen oder nicht und dass sie somit in ihrer Angst stecken bleiben, darüber kann man sich streiten, ob da ein Teil selbstverschuldet ist oder nicht - aber keiner wünscht sich so einen Zustand, um Aufmerksamkeit und Mitleid auf sich zu ziehen.
 
Genau das meine ich ja auch. Aber den meisten Menschen ist das viel zu unbequem und anstrengend. Das könnte ja die friediche Behaglichkeit ihrer Bilderbuchfamilie und/oder -partnerschaft stören. Sie fragen sich nur: "Was habe ich davon?" Denen ist es scheißegal, ob ein depressiver, vereinsamter oder verzweifelter Mensch wieder Hoffnung schöpft oder nicht. Sie wollen nur "Fun" und sich mit in jeder Hinsicht erfolgreichen "Freunden" bzw. (in gehobenen Kreisen) "Gästen" 🙄 schmücken, die bei ihnen bzw. bei denen sie ein- und aus gehen. Sie erwachen erst dann, wenn es ihnen selber oder einem ihrer engsten Angehörigen dreckig geht, sprich: wenn das Leid sie unmittelbar und persönlich heimgesucht hat.

Die populärwissenschaftliche Lebenshilfeliteratur und Artikel in Frauenzeitschriften, in denen einem dazu geraten wird, sich aus psychohygienischen Gründen nur mit "positiven", "erfolgreichen" Menschen zu umgeben, möglichst auch noch solchen mit "charismatischer" 🙄 Ausstrahlung, lassen keinen Raum mehr für das, was man vor Jahrzehnten auch in der westlichen Welt noch unter Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft verstanden haben mag. Solche Werte stehen nicht mehr hoch im Kurs, sie werden nur noch kalt belächelt. Dagegen immunisiert man sich am besten. In Ländern, in denen der Wohlstand geringer ist und die Menschen mehr aufeinander angewiesen sind, mag das noch anders sein.
Wer sich nur mit "erfolgreichen Freunden" schmückt, ist insgesamt ein oberflächlicher Mensch und verdient, was er mit diesen "erfolgreichen Freunden" kriegt - nämlich fallengelassen zu werden wie eine heiße Kastanie, sobald es bei ihm selbst nicht mehr rund läuft, Freunde in der Not gehen bekanntlich ein Dutzend auf ein Lot.

Das wahre Problem, daß sich Leute gar nicht erst auf Hilfesuchende einlassen, besteht darin, daß viele Hilfesuchende, insbesondere die mit psychischen Problemen, oft extrem "anhänglich" sind, sich an einem festkrallen oder festsaugen wie ein Parasit, meinen, daß man Tag und Nacht für sie da sein müßte, da selber ja oft dauerhaft krankgeschrieben, keine freiwillige Beschäftigung irgendeiner Art und dazu oft uneinsichtig, daß andere nicht genauso leben und deshalb zu jeder Zeit erreichbar sein müßten, um persönlich oder per Telefon stundenlang mit irgendwelchen (realen oder eingebildeten) Problemen vollgelabert zu werden.
Als normaler, berufstätiger und mit dem eigenen Privatleben beschäftigter Mensch ist man nun mal kein (dafür bezahlter!) Psychotherapeut, der ständig Gewehr bei Fuß steht, wenn der Patient um 3 Uhr morgens ein Händchenhalten braucht.
Oder mit anderen Worten, Hilfesucher und Hilfegeber müssen schon miteinander kompatibel sein, damit der eine den anderen nicht überfordert, denn diese potentielle Überforderung ist es, die die meisten Menschen von vorneherein zurückschrecken läßt.
Und hier ist imho zuerst einmal Ehrlichkeit von Seiten des Hilfesuchers gefragt, denn wenn er von vorneherein sagen kann "ich bin "pflegeleicht", will nur hin und wieder ein freundliches Wort, eine kleine Unterhaltung, einen Spaziergang, dafür bin ich dankbar, und wenn du mal keine Zeit hast, dann sag es mir, dann warte ich auf die nächste Gelegenheit, macht mir nichts aus", dann hat der Hilfesucher gleich viel größere Chancen, tatsächlich jemanden zu finden, der darauf eingehen will.
 
Genauso wie du Leuten, die ernsthaft unter Phobien leiden, abzusprechen scheinst, dass sie wirklich Probleme haben und das nicht tun, weil sie Aufmerksamkeit und Mitleid wollen.

Aber du schlägst ja auch als "Therapie" vor, ihnen eine runterzuhauen und sie auszulachen, um sie daran zu erinnern, wie unpassend sie sich verhalten.

Das Wort "Phobie" wird oft viel zu schnell und voreilig verwendet. Hat aber nichts damit zu tun, dass man Spinnen eklig findet. Hast du schon mal live mitbekommen, wie es ist, wenn ein Phobiker mit seiner Angst konfrontiert wird? Das ist alles andere, als erbaulich.

Und ich denke, dass wenn Phobiker die Wahl hätten, komplett ohne ihre Phobie leben zu können oder eben so, wie es jetzt ist, sie mit Kusshand dankend diesen Wunsch umsetzen würden. Das hat nichts damit zu tun, dass Betroffene Aufmerksamkeit oder Mitleid wollen.

Ob Phobiker nun Therapien in Anspruch nehmen oder nicht und dass sie somit in ihrer Angst stecken bleiben, darüber kann man sich streiten, ob da ein Teil selbstverschuldet ist oder nicht - aber keiner wünscht sich so einen Zustand, um Aufmerksamkeit und Mitleid auf sich zu ziehen.
Eine Phobie ist eine krankhaft übertriebene Angst- und Ekelreaktion auf etwas, was diese Reaktion in keiner Weise rechtfertigt. Die Spinnenphobie ist so gut als Beispiel wie jede andere auch. Spinnenphobie ist wie jede andere Phobie schlicht überflüssig, schließlich sind Spinnen keine lebensbedrohliche Gefahr, auf die man gar nicht anders als mit Panik reagieren müßte. Hier in D. nicht (deutsche Spinnen sind zwar manchmal groß aber giftmäßig ein Witz) und nicht mal in Australien oder Brasilien, wo es wirklich lebensgefährlich giftige Exemplare gibt. Deutsche Spinnen, egal wie groß, fange ich mit bloßer Hand, in Australien täte ich ein Glas oder anderes Fanggerät benutzen, damit sie mich nicht beißen kann - aber Panik wegen einer Spinne? Witz laß nach, du bist umzingelt... aber bevor Du mich wegen meiner "rabiaten Methoden" weiterprügelst, auch manche Psychiater benutzen bei Phobie-Patienten zuweilen die direkte Konfrontationsmethode, wo man den Phobiker (in kontrollierter Umgebung) kurzerhand dem Objekt seiner Phobie aussetzt und es ihm überläßt, wie er sich damit arrangiert, ob das nun eine gutmütige, geliehene Vogelspinne ist, ein Therapiehund bei Hundephobie oder irgendwas anderes.

Sich von Phobien befreien, das geht, jederzeit. Kann man im Alleingang machen oder mit professioneller Hilfe, bis man einem Objekt nur noch jenes Maß an Aufmerksamkeit oder Reaktion zukommen läßt, das ihm tatsächlich zusteht. Nur wollen manche Leute wirklich nicht, habe ich den Eindruck. Spinnen- oder Kleintier (Mäuse-)phobie ist bei Frauen zum Beispiel ein probates Mittel, sich als besonders "weiblich" zu geben (die klassische kreischende Tussi auf dem Tisch, die dem Mann die Gelegenheit gibt, sich bei der Spinnen- oder Mäusejagd als "Held" zu "beweisen"), und wenn ein kleines Mädchen sich "traut", ganz unschuldig mit einer Spinne zu spielen (Spinnenphobie wird anerzogen, ist nicht angeboren!), dann sorgt oft die Mutter, Schwester, Freundin oder eine sonstige Weibsperson dafür, daß auch dieses Mädchen bald "geschlechtsgemäß" beim Anblick einer Spinne loskreischen wird.

Mit anderen Worten und in Kurzfassung, hinter Phobien steckt üblicherweise etwas ganz anderes, was psychologisch aufzuarbeiten wäre. Sobald man dieses Ursprungsproblem zu fassen bekommt, ist die Beseitigung der Phobie selber das geringste Problem.
 
Mit anderen Worten und in Kurzfassung, hinter Phobien steckt üblicherweise etwas ganz anderes, was psychologisch aufzuarbeiten wäre. Sobald man dieses Ursprungsproblem zu fassen bekommt, ist die Beseitigung der Phobie selber das geringste Problem.

Ganz genau. Es steckt keine Absicht dahinter, Mitleid oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit dieser Aussage implizierst du, dass man sich bewusst für eine Phobie entscheidet, weil man besagte Aufmerkamskeit und Mitleid haben will.

Ich "prügele" auch nicht auf dich ein. Ich hinterfrage nur deine Beiträge. Eine seltsame Aussage für jemanden, der selbst als Therapieform vorschlägt, andere zu Ohrfeigen und auszulachen.

Jemanden mit seinen Phobien direkt zu konfrontieren (diese Art der Therapie ist übrigens total umstritten und wird von vielen Therapeuten sehr kritisch und negativ gesehen) ist meilenweit von dem entfernt, was du vorschlägst. Oder willst du jemanden bloßzustellen und einzuschüchtern damit vergleichen, dass man ihn mit besagter Phobie konfrontiert?

Du scheinst auch dazu zu neigen, sehr viel von dir auszugehen - du findest es einen "Witz", Angst vor Spinnen zu haben, weil du es nicht hast. Du findest, man kann ganz easy ohne Unterstützung sein Leben in den Griff bekommen, weil du es anscheinend kannst. Und weil du weißt, wie der Hase läuft, ist es auch ganz einfach, seine Phobien loszubekommen, von denen du sowieso weißt, dass primär dahinter steht, als "besonders weiblich" gelten zu wollen oder "Aufmerksamkeit und Mitleid zu bekommen".
 
Dann beantworte mir eine ganz einfache Frage, Findefuchs: WARUM hat jemand krankhafte Angst vor Spinnen? Krankhaft, wohlgemerkt, nicht die "normale" Abneigung vor allem was krabbelt generell. Gib mir eine simple, einfache aber einleuchtende Antwort.
 
Und wenns nun einfach nicht mehr weiter geht..... Wenn da nicht mehr diese Lichtlein ist, von dem alle sprechen.....
Dann - Gott, was ist dann?? Darf man dann endlich gehen?
 
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