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Seht Ihr Selbstmord als Flucht ?

Ist Selbstmord eine Flucht ?

  • Ja

    Teilnahmen: 16 34,8%
  • Nein

    Teilnahmen: 30 65,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    46
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ganz genau. Es steckt keine Absicht dahinter, Mitleid oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit dieser Aussage implizierst du, dass man sich bewusst für eine Phobie entscheidet, weil man besagte Aufmerkamskeit und Mitleid haben will.
Wußtest Du, daß in früheren Zeiten von "Damen" der gehobenen Gesellschaft "erwartet" wurde, daß sie bei "unziemlicher Entblößung" von Männern - dazu gehörte z. B. jede unbekleidete Männerbrust, sofern die nicht dem eigenen Ehemann gehörte - sofort in Ohnmacht zu fallen hatten? Eine solche Reaktion - beim Anblick von jedem halbnackten Mann sofort umzukippen - würde man heute locker unter "Phobie" einreihen, wenn man nichts über die Hintergründe weiß. Damals war das eine sozial konditionierte Reaktion, ein "Muß" quasi für jede Frau, die zu den Oberen Zehntausend gehören wollte. Bei "erfahrenen" Ladys war die Reaktion natürlich ein Fake und nur der Show wegen, aber bei den unerfahrenen jungen Dingern echt - weil sie darauf von klein auf gedrillt wurden. Genauso wie das von mir genannte kleine Mädchen, dem eingedrillt wird, beim Anblick einer Spinne sofort Panik zu bekommen, weil sie sonst (in den Augen der weiblichen "Vorbilder") keinen "Helden" abbekommen könnte. Phobien kann man sowohl von außen aufgedrückt bekommen als auch ganz allein selbst entwickeln, oft ist es ein Mix aus beidem.
 
@Trampelzwerg: Und auch Du bist herzlich eingeladen, mir eine kurze, simple Antwort auf die Frage zu geben, warum jemand eine Spinnenphobie hat. Oder eine andere Phobie. Vielleicht kennst Du ja einen Betroffenen?
 
Und Du bist die Klaustrophobie wieder losgeworden, wenn ich das richtig lese? Dann erzähl mal, wodurch wurde sie ausgelöst, und wie bist Du sie wieder losgeworden?
 
Aha. Nein, ich lache nicht, ich verspotte Dich nicht. Ich versuche mich hier schlauer zu machen, und von wem kann man mehr lernen als von jemandem, der die Erfahrung selbst gemacht hat? Es war also eine akute Erfahrung von Todesangst, gemischt mit Hilflosigkeit, die zur Angst vor den Umständen (der engen Röhre, in der Du gefangen warst - für die anschließend als Synonym alle engen Räume standen) und damit zu der Phobie führte.

Und wie muß ich mir diese kognitive Verhaltenstherapie vorstellen? Wie lief das ab?
 
Ja es ist eine Flucht, definitiv. Weil man sich den Anforderungen des Lebens nicht gewachsen fühlt. Kenne eine die hat Schulden und versucht sich schon das dritte mal das Leben zu nehmen, auch wegen der finanziellen Situation, aber auch wegen Psyche usw. Also dreimal Suizid versucht, aber noch nicht einmal beim Schuldenberater gewesen. Das ist Aufgeben, Verantwortung abschieben, es sich einfach machen in einer Zeit in der garnichts einfach ist. Vorwerfen kann man es diesen Leuten nicht, aber eine Flucht ist es definitiv. Das würde jeder Therapeut auch sagen.
 
@zazou: Schuldenberatung ist genauso wie Zahnarzt - da hilft nur ein "Augen zu und durch", indem man sich klar macht, daß auch der Schuldenberater oder Zahnarzt einem den Kopf nicht abreißen wird. Wehtun wird es garantiert, aber das überlebt man. Das erste Mal ist immer das schlimmste, und die Angst vorher ist meist das Schlimmste von allem, hinterher fühlt man sich, als sei einem ein gewaltiger Stein von der Seele gepurzelt. -- Wenn Deine Bekannte sich zum Zahnarzt traut, sollte die Schuldenberatung eigentlich ein Klacks sein, denn der bohrt "nur" im Geldbeutel. --
 
Dann beantworte mir eine ganz einfache Frage, Findefuchs: WARUM hat jemand krankhafte Angst vor Spinnen? Krankhaft, wohlgemerkt, nicht die "normale" Abneigung vor allem was krabbelt generell. Gib mir eine simple, einfache aber einleuchtende Antwort.

Es gibt nicht DIE eine Antwort, warum jemand Phobien hat. Weil da so verdammt viele Gründe mit reinspielen können. Der eine hat eine Phobie, weil er ein traumatische Erlebnis hatte und nun auf die Phobie dieses Trauma überträgt. Der andere hat eine Phobie, weil die Prägung in der Kindheit durch die Erziehung und die Eltern besagte Phobie ausgelöst haben.

Man sagt, dass häufig die eigentliche Angst vor Nähe, traumatische Erlebnisse mit der Mutter oder Missbrauch eine Spinnenphobie oder allgemeine Phobie vor Insekten auslöst.

Aber garantiert nicht, weil Betroffene sich denken "Oh, ich will Aufmerksamkeit und Mitleid." oder "Oh, ich will unbedingt weiblicher wirken und als Frau mehr wahrgenommen werden!"

Bevor ich mir die Finger wund tippe, lies dir einfach diese Links durch, die erklären das gut:

https://www.angst-panik-hilfe.de/spezifische-phobien.html

https://www.angst-panik-hilfe.de/soziale-angst-phobie-ursachen.html
 
Man sagt, dass häufig die eigentliche Angst vor Nähe, traumatische Erlebnisse mit der Mutter oder Missbrauch eine Spinnenphobie oder allgemeine Phobie vor Insekten auslöst.
Also reagieren Kinder oft schon mit einem Trauma, wenn die Mutter auf irgendetwas überreagiert, sonst käme die (völlig sinnlose) Spinnenphobie nicht so häufig vor. Hundephobie entsteht, wenn man gebissen (oder einmal zu oft gebissen) wird, klar. Frag ich mich, warum entwickeln manche Menschen eine Phobie, wo andere das gleiche Erlebnis mühelos wegstecken? Ich bin sowohl von Spinnen als auch Hunden gebissen worden und hab trotzdem nie eine Phobie entwickelt. (Die Köter - zwei Stück - waren als bissig bekannt und ihre Halter ließen sie trotzdem frei herumlaufen, und die betreffenden Spinnen - ebenfalls zwei Stück, verteilt über viele Jahre - hab ich jedesmal erst nach dem Biß bemerkt, weil ich ihnen beim Putzen ganz aus Versehen zu nahe kam, sie haben sich nur verteidigt, was ich ihnen nicht vorwerfen kann. Wenn man eine Spinne mit Absicht händelt, "liest" man ihr Verhalten vorher und schätzt ab, wie sie reagieren wird, dann ist man sicher vor einem Biß.)
 
Daoga, keine Phobie auf dieser Welt ist "sinnlos".

Eine Phobie sagt uns, dass wir einmal sehr verletzt wurden, dass man unsere Grenzen heftig übergangen hat, oder dass wir etwas aus unserer Lebensgeschichte verdrängen, was wir uns näher ansehen sollten.

Man hat auch nicht nur Angst vor Spinnen oder Hunden, weil man mal von welchen gebissen wurde. Man hat auch Angst vor ihnen, weil die eigenen Eltern vielleicht sehr dominant und kontrollierend waren und man sich als Kind ohnmächtig gefühlt hat. Man hat vielleicht Angst vor ihnen, weil man von einem unbeherrschten und wütenden Partner missbraucht wurde. Man hat vielleicht Angst vor ihnen, weil man einen schweren Autounfall hatte und in dem Moment ein Hund über die Straße gelaufen ist oder eine Spinne auf dem Lenkrad saß.

Man hat vielleicht einen Waschzwang oder Reinigungszwang und eine Phobie vor Bakterien und Dreck, weil der geliebte Opa einfach so gestorben ist, der einem so viel bedeutet hat und mit dem man über alles reden konnte.

Man hat vielleicht Angst vor Katzen, weil sie einen an die Mutter erinnern, die so unberechenbar war und die einen gequält hat.

Man hat vielleicht plötzlich Angst vor Krankenhäusern und Spritzen, weil der Vater selbst Arzt war, der die Familie verlassen hat, was einen als Kind so verstört hat, dass man sich selbst als Erwachsener nicht davon erholt hat.

Es gibt so viele Gründe und Möglichkeiten.

Manche Menschen haben eine Phobie und andere nicht, weil jeder anders ist und dem entsprechend anders mit schlimmen und traumatischen Erfahrungen fertig wird und diese anders sieht und wahrnimmt. Oder der eine setzt sich mit diesen negativ prägenden Erfahrungen und Traumata mehr außeinander, geht vielleicht in Therapie und der andere verdrängt sie und dann dann wird manchmal eine Phobie draus.

Das sieht man doch schon im Alltag: was für den einen ganz schlimm ist, ist für den anderen weniger schlimm. Aber deswegen ist es keine Lapalie und auch nicht lächerlich, wenn der andere es als schlimm empfindet.

Wenn man eine Phobie vor Insekten hat, ist das kein Witz. Man hat als Betroffener oft Todesängste. Und diese Todesangst ist ernst. Und nur, weil man selbst Insekten nicht so wahrnimmt, ist diese Todesangst nicht weniger schlimm oder weniger wichtig.

Man darf anderen ihre Gefühle nicht absprechen und diese auch nicht herunterspielen, nur weil man das anders wahrnimmt oder empfindet.
 
Und doch sind es irrationale, überschießende, mithin unnatürliche Gefühle, die den Betroffenen selbst am allermeisten belasten. Genauso wie beispielsweise religiöser Fanatismus.
 
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