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Sinnkrise

Zitat Nordrheiner:

Das gilt zunächst für Menschen, die davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt und ein Leben nach dem Tode nicht möglich ist. Diese Menschen "müssen" soviel Spass und Schönes erleben, wie es nur möglich ist. Sterben sie, so kann es durchaus sein, dass so eine letzte Aussage kommt, wie: "Schade, ich war noch nicht auf Hawaii"
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Nein, das ist nun ganz gewiß nicht so. Atheismus ist der Bewqeis wie man auch ohne Gotter leben kann. Inzwischen dürften über ein Drittel der Bundesbürger "ungläubig" sein und sich im Leben nicht von "Gläubigen" unterscheiden. Und der Glaube wird weiter abnehmen, weil es logisch ist. Daran ändern auch selbsternannte Pharisäer nichts.
 

Hallo mikenull,

schau mal hier: Sinnkrise. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Lieber Nordrheiner,

wird dir eigentlich einmal bewusst, dass Du ständig polarisierst. Du polarisierst zudem nicht nur im Dialog zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden, sondern auch im innerchristlichen Dialog, in dem Du immer wieder munter festzustellen meinst, wer sich da Christ nennen könne und wer nicht.
Das ist ärgerlich, zumal Du auch theologisch Dinge munter durcheinander wirfst, Fakten zueinander in Verbindung setzt, die so gar nicht zueinander gehören.
Ich habe bereits früher einmal darauf hingewiesen, dass wir es auf den ersten Seiten der Bibel mit zwei Schöpfungsgeschichten zu tun haben, zwei sehr unterschiedlichen, die des Jahwisten nämlich und die priesterschriftliche. Gleichwohl stehen sie nebeneinander, obwohl zwischen ihren Entstehungsdaten ein paar hundert Jahre dazwischen liegen.
In beiden spielt, wie sollte es anders sein, Gott eine Rolle. Zur Sinnfrage lesen wir da Erstaunliches: "Seid fruchtbar und mehret euch!" Und weiter: "Sie waren beide nackt und schämten sich nicht."
Das Moralisieren, die Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist, das wirst Du wissen, nicht von Anbeginn grundgelegt, sondern es ist paradoxerweise die Folge ihres Genusses vom Baum der Erkenntnis. "Ihr werdet wissen, was gut und böse ist."
So lange der Mensch ähnlich unbefangen leben konnte, wie es Tiere heute noch tun, gab es für ihn diese Entscheidung nicht. Er lebte gewissermaßen in kindlicher Unschuld, und da hatte eine moralingetränkte, gar über die Errettung entscheidende Einstellung überhaupt keinen Platz. Die Ehe als Institution, so wie wir sie heute kennen, entstand sehr viel später.
Der Sinn des Lebens, und all das, mit dem wir Neuzeit-Menschen diese Frage belasten und beschweren, hatte da überhaupt keinen Platz. Er lebte und tat, was diesem Leben diente, bestellte und bebaute seinen Garten und sorgte für das Weiterbestehen seines Geschlechts.
Erst in dem Moment, in dem er die Frage stellte "Sollte Gott wirklich gesagt haben?" und ergo nach der Frucht der Erkenntnis griff, katapultierte er sich aus dem Paradies. Da verliert er seine kindliche Unschuld. Übrigens ein Vorgang, der sich in der Bildung des Gewissens bei jungen Menschen ähnlich und im Zeitraffer-Tempo wiederholt.
Vieles, was da in biblische Texte hineininterpretiert wird, ihnen auslegend beigefügt wird, ist interessengesteuert, etwa die Rolle von Mann und Frau.
Selbst Jesus, auf den Du immer wieder Bezug nimmst, predigte das "Sorge nicht, lebe!" Und ich bitte dich, wenn denn das "Evangelium" die frohe Botschaft ist, von der wir als Christen immer wieder reden, dann muss diese auch erkennbar sein und die Menschen zu einem Leben in Freiheit und Erfüllung befähigen.
Ich bin wahrlich kein Anhänger des Papsttums und ich sehe für die Instanz des Papstes keinen biblischen Beleg, aber einen Vorteil hat es. Da redet einer für alle. In vielen anderen Kirchen und religiösen Gemeinschaften gibt es "kleine Päpste", die genau wissen, was Kinder zu tun haben, Frauen und auch Männer. In der Regel jedoch begründen sie eine höchsteigene Dominanz und ihre eigene Machtstellung. Und das ist mindestens genauso unbiblisch, soll doch der Mensch nicht über den Menschen herrschen.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier geht es ja letztendlich um jemanden, der einen Sinn im Leben sucht. Diesem ( Ungläubigen ) Menschen einreden zu wollen, daß er wenn er nur an einen Gott glaube, einen Sinn im Leben finden würde ist ziemlich dreist. Und gleichzeitig noch mit Strafen oder Unheil am Ende des Lebens zu drohen ist widerlich.
 
Zu Wandel: "Pornos z.B. machen deinem Lebenswillen den garaus."

Warum? Heißt das Sex nur zur Fortpflanzung oder wie ist das zu verstehen?

Das ist so zu verstehen dass Pornos dein Oberstübchen so umstellen, dass du keine Lust mehr hast irgendetwas zu tun. Guck dir dazu am besten auch die hochaktuelle Wissenschaft an, damit du nicht das Gefühl hast ich fantasiere da vor mich hin.
Your Brain On Porn | Evolution has not prepared your brain for today's Internet porn

Ja, ursprünglich dient Sex nur der Fortpflanzung. Aber bedingt durch die komplizierter werdenden Lebensumstände des modernen Menschen nimmt der sexuelle Trieb mittlerweile grosse Umwege. Warum z.B. lechzen alle Menschen nach Freiheit? Weil Freiheit bedeutet, dass wir aus einer Reihe von Geschlechtspartnern auswählen können. Und seitdem Geld fast gleichzusetzen ist mit Freiheit gieren alle nach Geld. Du siehst wie in dieser Kette immer mehr Glieder eingefügt werden. Und mit jedem Glied schwächt sich der urtümliche sexuelle Trieb mehr ab.

Das Problem mit Pornos ist halt, dass dein sexueller Trieb gestillt wird. Deine Motivation, rauszugehen und einen Job zu suchen, der dir Geld bringt, ist gleich null. Schlussendlich genügt der Aufruf einer einschlägigen Website völlig, um deinen Trieb auf einem sehr viel direkteren Weg zu stillen. Der Umweg über Geld bleibt dir erspart.

Nordrheiner meinte:
Also wenn ich Dich richtig verstehe, siehst Du nur in Fortpflanzung den Sinn für (Dein) Leben. Das beschränkt den Sinn des menschlichen Lebens, ja, degradiert das menschliche Leben auf das Niveau von Tieren und Pflanzen.
Nein, nicht in der Fortpflanzung sondern im Trieb zur Fortpflanzung. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Der sexuelle Trieb lässt uns den Sinn in der Welt erkennen, ohne ihn mit einem rationalen Konzept zuerst einzuführen. Wenn du willst kannst du auch von Liebe sprechen. Mein Sinn im Leben ist es dann, in die Welt verliebt zu sein.
 
Zitat Nordrheiner:

Das gilt zunächst für Menschen, die davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt und ein Leben nach dem Tode nicht möglich ist. Diese Menschen "müssen" soviel Spass und Schönes erleben, wie es nur möglich ist. Sterben sie, so kann es durchaus sein, dass so eine letzte Aussage kommt, wie: "Schade, ich war noch nicht auf Hawaii"
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Nein, das ist nun ganz gewiß nicht so. Atheismus ist der Bewqeis wie man auch ohne Gotter leben kann. Inzwischen dürften über ein Drittel der Bundesbürger "ungläubig" sein und sich im Leben nicht von "Gläubigen" unterscheiden. Und der Glaube wird weiter abnehmen, weil es logisch ist. Daran ändern auch selbsternannte Pharisäer nichts.

Ja, sicher beweisen Atheisten, dass und wie man auch ohne Gott leben kann. Klammern wir doch einfach mal aus, dass es den allmächtigen Gott gibt. Was ist dann?

Dann erkennt jeder Mensch, dass das Unrecht auch in der extremsten Form triumphieren darf.

Dann muß man seinen Sinn des Lebens finden.
Und findet man ihn nicht, dann bleibt es bei einem sinnlosen Leben.
Und auf die Warum-Frage, z.B. in einer Leidenssituation, gibt es keine Antwort.
 
Hier geht es ja letztendlich um jemanden, der einen Sinn im Leben sucht. Diesem ( Ungläubigen ) Menschen einreden zu wollen, daß er wenn er nur an einen Gott glaube, einen Sinn im Leben finden würde ist ziemlich dreist.
warum soll es dreist sein, seine eigene Überzeugung, seine eigene Meinung zu äussern?
Bist Du dreist?


Und gleichzeitig noch mit Strafen oder Unheil am Ende des Lebens zu drohen ist widerlich.

Ich drohe nicht mit Strafen oder mit Unheil am Ende des Lebens, denn ich bewirke und beeinflusse sie nicht.
Nach meiner Überzeugung muß man auch nicht auf das Ende des Lebens warten, um für eigene Gottlosigkeit bestraft zu werden. Die Strafen für gott-loses Leben sehe ich schon mitten im Leben beginnend. Aus meiner Sicht hat das Gehirn eine natürliche Sensibilität. Wir füttern das Gehirn mit guten sowie mit schlechten Gedanken, für die wir uns entschieden haben. Und damit geben wir dem Gehirn vor, für was es sensibel oder unsensible agieren und reagieren soll.
Mir fällt dazu das Beispiel eines Lügners ein, der immer und überall dort lügt, wo er meint, einen Vorteil für sich zu erkennen. Er desensibilisiert sein Gehirn für Wahrheit. Diese Desensibilisierung geht unter Umständen soweit, dass er Wahrheit von Lüge kaum noch unterscheiden kann, selbst wenn er es möchte.

Wenn es stimmt, was im NT steht "die Wahrheit wird euch frei machen", dann stimmt sicher auch, dass an Lüge gewöhnte Menschen höchst unfrei sind. Wer könnte sie noch befreien? Diese Gefangenschaft empfinde ich bereits als Strafe.
 
Lieber Nordrheiner,

wird dir eigentlich einmal bewusst, dass Du ständig polarisierst. Du polarisierst zudem nicht nur im Dialog zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden, sondern auch im innerchristlichen Dialog, in dem Du immer wieder munter festzustellen meinst, wer sich da Christ nennen könne und wer nicht.
Die Bezeichnung "Christ" unterliegt keiner gesetzlich festgelegten Definition. Also kann jeder für sich zu einer Definition kommen, die ggf. konträr zu der Definition anderer Menschen steht. Auch darüber kann man diskutieren bzw. sich austauschen und sollte es auch.

Das ist ärgerlich, zumal Du auch theologisch Dinge munter durcheinander wirfst, Fakten zueinander in Verbindung setzt, die so gar nicht zueinander gehören.
Mir fehlt es da für das Nachvollziehen Deiner Ansicht an einem Beispiel, wo ich "Fakten zueinander in Verbindung setze, die so nicht zu einander gehören." Bei dem nachfolgenden Text von Dir sehe ich jetzt nicht, inwieweit wir da unterschiedlicher Meinung sind. Oder als Frage formuliert: Siehst Du da Unterschiede zwischen Deinem und meinem Verständnis?

Ich habe bereits früher einmal darauf hingewiesen, dass wir es auf den ersten Seiten der Bibel mit zwei Schöpfungsgeschichten zu tun haben, zwei sehr unterschiedlichen, die des Jahwisten nämlich und die priesterschriftliche. Gleichwohl stehen sie nebeneinander, obwohl zwischen ihren Entstehungsdaten ein paar hundert Jahre dazwischen liegen.
In beiden spielt, wie sollte es anders sein, Gott eine Rolle. Zur Sinnfrage lesen wir da Erstaunliches: "Seid fruchtbar und mehret euch!" Und weiter: "Sie waren beide nackt und schämten sich nicht."

Das Moralisieren, die Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist, das wirst Du wissen, nicht von Anbeginn grundgelegt, sondern es ist paradoxerweise die Folge ihres Genusses vom Baum der Erkenntnis. "Ihr werdet wissen, was gut und böse ist."
So lange der Mensch ähnlich unbefangen leben konnte, wie es Tiere heute noch tun, gab es für ihn diese Entscheidung nicht. Er lebte gewissermaßen in kindlicher Unschuld, und da hatte eine moralingetränkte, gar über die Errettung entscheidende Einstellung überhaupt keinen Platz. Die Ehe als Institution, so wie wir sie heute kennen, entstand sehr viel später.
Der Sinn des Lebens, und all das, mit dem wir Neuzeit-Menschen diese Frage belasten und beschweren, hatte da überhaupt keinen Platz. Er lebte und tat, was diesem Leben diente, bestellte und bebaute seinen Garten und sorgte für das Weiterbestehen seines Geschlechts.
Erst in dem Moment, in dem er die Frage stellte "Sollte Gott wirklich gesagt haben?" und ergo nach der Frucht der Erkenntnis griff, katapultierte er sich aus dem Paradies. Da verliert er seine kindliche Unschuld. Übrigens ein Vorgang, der sich in der Bildung des Gewissens bei jungen Menschen ähnlich und im Zeitraffer-Tempo wiederholt.
Vieles, was da in biblische Texte hineininterpretiert wird, ihnen auslegend beigefügt wird, ist interessengesteuert, etwa die Rolle von Mann und Frau.
Selbst Jesus, auf den Du immer wieder Bezug nimmst, predigte das "Sorge nicht, lebe!" Und ich bitte dich, wenn denn das "Evangelium" die frohe Botschaft ist, von der wir als Christen immer wieder reden, dann muss diese auch erkennbar sein und die Menschen zu einem Leben in Freiheit und Erfüllung befähigen.
Ich bin wahrlich kein Anhänger des Papsttums und ich sehe für die Instanz des Papstes keinen biblischen Beleg, aber einen Vorteil hat es. Da redet einer für alle. In vielen anderen Kirchen und religiösen Gemeinschaften gibt es "kleine Päpste", die genau wissen, was Kinder zu tun haben, Frauen und auch Männer. In der Regel jedoch begründen sie eine höchsteigene Dominanz und ihre eigene Machtstellung. Und das ist mindestens genauso unbiblisch, soll doch der Mensch nicht über den Menschen herrschen.

Burbacher

Bei dem oft unterschiedlich verstandenen Begriff Christ wird deutlich, dass viele Menschen mit diesem Begriff "arbeiten", ohne das gleiche Verständnis zu haben. Stell' Dir nur mal vor, einer der Inquisitoren des Mittelalters nähme an so einem Gespräch teil. Würdest Du ihm mitteilen können, Du wärest ebenso Christ wie er und umgekehrt?
Polarisation ist in manchen Fällen durch aus hilfreich, finde ich.

Polarisation sehe ich da als eine Möglichkeit, diese Unterschiede herauszustellen, um sich dadurch besser zu verstehen. Es ist mir wichtig zu verstehen, was der andere Mensch meint, z.B. wenn er sagt "ich bin Christ".

Ich stimme Dir zu, wenn Du sagst, dass die frohe Botschaft (das Evangelium) als solche erkennbar sein muß. Aber auch hier ist nach meiner Meinung herauszuarbeiten, worin diese frohe Botschaft besteht oder bestehen soll. Auch dieser Begriff ist in der heutigen Zeit unklar, da es durchaus ganz verschiedene Ansichten gibt, worin das Frohe denn bestehen soll.

LG, Nordrheiner
 
ZU Wandel: "Das Problem mit Pornos ist halt, dass dein sexueller Trieb gestillt wird. Deine Motivation, rauszugehen und einen Job zu suchen, der dir Geld bringt, ist gleich null. Schlussendlich genügt der Aufruf einer einschlägigen Website völlig, um deinen Trieb auf einem sehr viel direkteren Weg zu stillen. Der Umweg über Geld bleibt dir erspart."

Das verstehe ich nicht so ganz. Lese ich das richtig, dass dank Pornos ich kein Geld für Sex ausgeben muss oder wie? Bequemer geht es doch gar nicht.

Warum sollte man überhaupt einen Job suchen. Arbeiten ist sicher nicht die Natur des Menschen. Ich habe auch noch nie ein Tier arbeiten sehen. Es geht doch eigentlich für den Menschen nur ums Überleben und ums Fortpflanzen. Das heißt genug Nahrung und Sex.
 
Puuuhhhh... ich dachte hier hat jemand ein Problem. SEINE persönliche Sinnkriese. Die Sinnfrage über das Leben allgemein, wurde nicht gestellt.

Seitenweise wird über Gott usw. philosophiert. Sorry.... macht doch einen eigenen Thread auf. Auf den kann man ja dann verweisen. Das macht Sinn. Nicht?

@ TE:

bringt Dich das weiter? Ich mein, Du gehst hier fast völlig unter.
 
Lieber Abendtau,

meine christliche Perspektive habe ich hier nicht ohne vorherige Frage um Zustimmung dargelegt.
Insofern geht Deine Aufforderung, einen eigenen thread zu eröffnen, am Willen des Gastes vorbei
Jedoch ist die Frage erlaubt, inwieweit der Gast es für wünschenswert hält, wenn Dritte meine Ansicht
diskutieren möchten.

LG, Nordrheiner
 

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