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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Du wirst deinen Grund haben, so zu denken bzw. zu fühlen. Ich selbst verstehe nicht viel von Rache, denke aber, dass sich Vieles auch ganz ohne Rächer rächt. Meine größte Rache bzw. Wut war, als ich als relaltiv kleiner Junge, auf dem Boden hockend, beharrlich mit meinen Fäusten auf den harten Boden schlug. Eine kleine Ewigkeit und es tat gut. Weiß gar nicht mehr, warum. Mittlerweile bin ich davon weggekommen und verwende meine Zeit (wahrscheinlich) besser.

Ich kann es mir auch nicht erklären. Aber ich würde mich danach besser fühlen. Diese Vorstellung alleine finde ich so toll.
 
A

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Re: Ist Einsamkeit ein Problem?
Ich kann es mir auch nicht erklären. Aber ich würde mich danach besser fühlen. Diese Vorstellung alleine finde ich so toll.

Wohlgemerkt, zwischen meinen Fäusten und dem harten Boden war noch ein Teppich. Aber weh getan hat es trotzdem. Ich denke, dass der Mensch das manchmal braucht bzw. bewusst ansteuert - also ein "Auspowern", die Herausforderung, das Heraustreten aus der "Komfortzone". Kann ein kurzer Sprint sein, bis man komplett aus der Puste ist, so dass man keinen Schritt mehr gehen und nicht mal mehr "papp" sagen kann. Vielleicht das Lösen einer Denkaufgabe oder allgemein das Lernen von Dingen, die man noch gar nicht kennt/kann.

Das kann mehrere positive Aspekte haben:

1) Man erkennt besser seine (aktuellen) Grenzen

2) Man wird verständiger/fähiger/fitter

3) Einsamkeit ist gerade meilenweit entfernt

(Dazu muss ich noch sagen, ohne jetzt stinken zu wollen, dass ich aus meiner Sicht schon eine Menge Herausforderungen hatte. Viele habe ich mir selbst ausgesucht, nicht immer hatte ich eine Wahl. Im Großen und Ganzen bin ich aus meiner Sicht weder einsam, noch unsozial geworden. Hätte ich mich an einigen Weggabelungen jedoch anders entschieden, würde es heute vielleicht ganz anders aussehen. Weiß es nicht.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, Tsunami,

irgendwie driften wir von dem von Kareena geschilderten Problem weg. Wie kann Kareena ihr Problem lösen?

Mit wütenden Boxhieben auf den Teppich wird es nicht gelingen. Dadurch baut sich höchsten überschüssige Energie ab, die an anderer Stelle sinnvoller einzusetzen wäre, oder?

LG, Nordrheiner
 
Hallo, Tsunami,

irgendwie driften wir von dem von Kareena geschilderten Problem weg. Wie kann Kareena ihr Problem lösen?

Mit wütenden Boxhieben auf den Teppich wird es nicht gelingen. Dadurch baut sich höchsten überschüssige Energie ab, die an anderer Stelle sinnvoller einzusetzen wäre, oder?

LG, Nordrheiner

Ich bin mir nicht sicher, ob es in diesem Faden darum geht, "das Problem von Kareena zu lösen". Bin allerdings auch nicht derjenige, der darüber entscheidet und überdies und allgemein sehr "schmerzbefreit".

Meine allgemeine Sicht zu zu lösenden Problemen, ob nun technischer, gesellschaftlicher, menschlicher oder individueller Art, ist, dass die Problemlösung sehr einfach ist, wenn man das Problem erst einmal identifiziert hat.

Lösungsfindung ohne Problemfindung ist schwierig bis unmöglich.

---

Du scheinst mehr zu wissen als ich. Bist du doch schon auf Lösungsfindung.

Was aber ist nochmal das Problem?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem heißt Einsamkeit, insofern gehört die ganze Geschichte zu diesem Faden. Die Ursache scheint ihren Ursprung im Mutter-Kind-Verhältnis zu haben. Die Lösung des Problems wird durch Ängste (vor der Mutter und ihren Sanktionen) behindert.

Kareena’s Situation lässt sich wie folgt in Kurzfassung beschreiben:
Kareena ist einsam. Sie ist nur an Leid und Schicksalsschlägen interessiert, nicht an Menschen.
Und sie kann keiner Person die Schuld an ihrem Verhalten geben. (Beitrag 202) Insofern widerspricht sie sich.
Sie sieht schwarz oder weiss: Ein Leben als Eremit führen oder der Gesellschaft etwas vorspielen. (Beitrag 190)

Dann stellt sich heraus, dass sie sich von ihrer Mutter gehindert fühlt, sich Hilfe z.B. bei einem Psychologen zu holen. (Beitrag 213)
Sie hat manchmal keine Kraft zur Veränderung (Beitrag 226) und stellt sich auf den Standpunkt: Man ist wie man ist (Beitrag 228). Und dann stellt sich heraus, dass sie wütend ist (also doch noch manchmal Kraft hat). Aber sie nutzt ihre Kraft nicht, um sich gegen die Mutter zu wehren und sich Hilfe zu holen. In ihrem Vater hat sie keine Hilfe (Beitrag 215).

Also ihre Kraft (Wut) zu nutzen, um sich Hilfe zu holen, erfolgt nicht.

Es stellt sich hier die Frage: Wie könnte es sinnvoll für Kareena weitergehen? Die Wut durch Boxhiebe am Teppich auszulassen, erscheint mir nicht lösungsorientiert zu sein.

Kareena, Du solltest ergänzen, wenn ich einen wichtigen Punkt nicht aufgeführt habe oder mich in einem Punkt irre.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Nordrheiner, ich denke, du hast es recht gut getroffen. Meine Analyse deiner Analyse dann morgen, oder irgendwann später.

Gute Nacht.
 
Hey Nordrheiner,
ich finde es gerade sehr spannend. Du sprichst von "künstlicher" Angst und ich von Angst als positives Gefühl, etwas was eher als Freund zu sehen ist als etwas, was einfach nur weg soll. Sicher ist Angst etwas, was als Dauerzustand echt sich nicht toll anfühlt und schwer zu verstehen ist dieses als positives Gefühl einzustufen. Widerstrebt sicher einige. Doch mit einem Freund, mit etwas, was ich nicht ablehne, kann ich besser umgehen, Habe mehr Ruhe, um nachzufühlen, nachzudenken, was will sie mir eigentlich sagen, wovor will sie mich warnen. Wenn sie aber Feind ist, will ich sie nur noch weg haben, kann nicht nachfühlen, kann nicht mehr nachdenken, kann gar nicht erkennen, ist es nun eine Warnung, wo ich irgendwie handeln muss und wenn wie.
Ein Beispiel, wenn jemand nachts aufwacht, weil der Atem blockiert ist, dann kommt auch die Angst. ich werde sterben. Doch wenn wenn diese Angst, dazu kommt und auch weg soll genau wie das nicht atmen können weg soll kann ich nicht mehr klar denken. Ist diese Angst begründet, werde ich gleich ersticken, was ist jetzt zu tun. Diese Person erlebt dies jede Nacht mehrfach, sie weiß sie wird nicht sterben, die Angst, ist die nun "künstlich" ist sie überflüssig? Ist es sinnvoll, nicht mehr auf diese Angst zu reagieren?
Sinnvoll ist in diesem Fall nur Ruhe bewahren, nicht aber diese Angst als überflüssig, als künstlich einzustufen. Denn sie sorgt dafür, nachzuschauen, ist es ernst, wird ein Arzt gebraucht oder kann sich darauf verlassen werden, dass es wieder einfach vorbei geht.
Weiteres Beispiel, jemand geht immer wieder einsame Strecken alleine, meist ohne Angst und ohne irgendwelche Bedenken. Aus irgendeinem Grund aber ist es dann eine zeit lang anders. Ist es eine Angst, die künstlich ist? Oder ist es vielleicht doch sinnvoll? Gibt es vielleicht doch einen Grund, warum sie berechtigt ist und es sollte eher überprüft werden, ob ihr nachgegangen werden sollte, um zu erkennen, was ihr Beruhigung bringen kann. Nicht abtrainieren, sondern lernen mit Ängsten, egal wo sie herkommen umzugehen. Ihr die Wichtigkeit geben, die sie hat oder einst hatte.

Genauso verfahre ich mit dem Gefühl von Einsamkeit. Das Gefühl als Freund zu sehen, der mir etwas mitteilen will.
Gefühle, egal welcher Art, mit ihnen zu leben, mit ihnen umzugehen ist eine Bereicherung. Mag sein, dass mir jetzt so manche Person an den Hals springen möchte. Doch Gefühle bereichern das Leben. Nichts mehr wahrnehmen, nichts mehr an Gefühlen zuordnen können, da fehlt etwas. Das Leben aber hat nicht nur Freude und Sonnenschein zu bieten. Es ist wie das Wetter, mal ist es schöner, manchmal ist es kaum zu ertragen. Doch leben kann nur wer, auch Freundschaft mit seinen Gefühlen schließt. Wer darauf vertraut, dass die Gefühle genauso einen Wandel vollziehen. wie alles. Das Wetter, das Wasser, die Tageszeiten. Wenn Gefühle keine Angst mehr machen, sie begrüßt werden, willkommen geheißen, dann ziehen sie sehr oft viel schneller, als wenn sie verdrängt werden sollen, sie ungewollt sind, weil sie haben ihren Sinn. auch sie zeigen uns etwas, etwas was uns fehlen könnte, etwas was uns gut tut. Sie sind da, um uns zu unterstützen das Leben zu meistern.

Ich weiß, wenn dies Menschen lesen, die gerade irgendwo festhängen, die gerade nicht wissen wo oben oder unten ist. Die in ihrem Fühlen festhängen, die einsam sind, die werden es verfluchen was ich da schreibe. Ich weiß die Menschen, die sich nichts mehr wünschen lieber jetzt als gleich etwas anderes wahrzunehmen, als z.B. Einsamkeit, als Angst, wo sie vielleicht selbst grad nicht wissen was es eigentlich ist, werden sich fragen, wie kann ein Mensch nur so was schreiben Angst und Einsamkeit als Freund zu begrüßen. Doch seit ich mit den Gefühlen so umgehe, sie da sein dürfen und ich mir die Zeit nehme ihnen eher mal nachzufühlen zu schauen wo es herkommt, ob es aus dem Hier und Jetzt oder etwas von Einst ist. Wenn es von Heute ist, frage, was wird gebraucht, oft ist schon dies eine große Erleichterung, eine Lösung zu suchen, statt es nur weghaben zu wollen.
Was ich, weil wenn Einsamkeitsgefühle präsent sind, auch das Gefühl auf keinen Fall mit anderen Menschen sein zu wollen hilft, ist dann in ein Cafe zu gehen und mir das im Cafe gemütlich zu machen. Dann bin ich unter Menschen und doch auch allein, oft aber ist es auch einfach gut in die Natur zu gehen oder auch nur feststellen, ja du bist allein. Manchmal auch zu betrauern immer allein gewesen zu sein, verlassen, im Stich gelassen ....
Aber meist langt inzwischen es zu bemerken. Doch Einsamkeit ist nicht gleich Einsamkeit und jedes dieser Gefühle braucht seine eigene Lösung, je nachdem, was als Quelle ausgemacht werden kann. Ein paar habe ich jetzt hier aufgezählt, längst nicht alle.


Hallo, Mittendurch,

wie passt Dein positiver Beitrag - siehe oben - zu Deinem Beitrag in einem anderen Faden? Dort las ich von Dir:

"so gehts mir leider auch oft, ich habe auch endogene Depressionen. Das aufraffen und wieder von vorn beginnen ist so anstrengend, ich frage mich dann oft wofür das ganze überhaupt noch gut sein soll.

Es ist wie in einem Hamsterrad, es geht nicht wirklich vorwärts."

LG, Nordrheiner
 
Das Problem heißt Einsamkeit, insofern gehört die ganze Geschichte zu diesem Faden. Die Ursache scheint ihren Ursprung im Mutter-Kind-Verhältnis zu haben. Die Lösung des Problems wird durch Ängste (vor der Mutter und ihren Sanktionen) behindert.

Kareena’s Situation lässt sich wie folgt in Kurzfassung beschreiben:
Kareena ist einsam. Sie ist nur an Leid und Schicksalsschlägen interessiert, nicht an Menschen.
Und sie kann keiner Person die Schuld an ihrem Verhalten geben. (Beitrag 202) Insofern widerspricht sie sich.
Sie sieht schwarz oder weiss: Ein Leben als Eremit führen oder der Gesellschaft etwas vorspielen. (Beitrag 190)

Dann stellt sich heraus, dass sie sich von ihrer Mutter gehindert fühlt, sich Hilfe z.B. bei einem Psychologen zu holen. (Beitrag 213)
Sie hat manchmal keine Kraft zur Veränderung (Beitrag 226) und stellt sich auf den Standpunkt: Man ist wie man ist (Beitrag 228). Und dann stellt sich heraus, dass sie wütend ist (also doch noch manchmal Kraft hat). Aber sie nutzt ihre Kraft nicht, um sich gegen die Mutter zu wehren und sich Hilfe zu holen. In ihrem Vater hat sie keine Hilfe (Beitrag 215).

Also ihre Kraft (Wut) zu nutzen, um sich Hilfe zu holen, erfolgt nicht.

Es stellt sich hier die Frage: Wie könnte es sinnvoll für Kareena weitergehen? Die Wut durch Boxhiebe am Teppich auszulassen, erscheint mir nicht lösungsorientiert zu sein.

Kareena, Du solltest ergänzen, wenn ich einen wichtigen Punkt nicht aufgeführt habe oder mich in einem Punkt irre.

LG, Nordrheiner

Doch ich gebe mein Umfeld die Schuld sei es Erzieher, einige Lehrer und einige Mitmenschen.
 
Hallo, Mittendurch,

wie passt Dein positiver Beitrag - siehe oben - zu Deinem Beitrag in einem anderen Faden? Dort las ich von Dir:

"so gehts mir leider auch oft, ich habe auch endogene Depressionen. Das aufraffen und wieder von vorn beginnen ist so anstrengend, ich frage mich dann oft wofür das ganze überhaupt noch gut sein soll.

Es ist wie in einem Hamsterrad, es geht nicht wirklich vorwärts."

LG, Nordrheiner

Kannst du mir bitte schreiben, wo dies von mir geschrieben .... ?
 
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