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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Natürlich nicht. Um einen Abstand herzustellen, müßten die niedrigsten Löhne dramatisch erhöht werden. Arbeit müßte sich ja lohnen. Für einen Hunni mehr als das Grundeinkommen, rennt ja niemand 40 Stunden zum Toiletten putzen.

Ja , deshalb muss man die Leute ja unter Androhung des Entzugs von Leistungen dazu zwingen, bei gleichem Abstand zu Hartz4 den Job anzunehmen.

Oder ist es mittlerweile so, dass man einen Job ablehnen darf, weil er nur X-Euro über Hartz4 liegt ? Macht das Jobcenter das mit ?
 
Aber wie sollen die Arbeitgeber denn höhere Löhne zahlen, wenn sie keine Gewinne mehr erwirtschaften, weil die Arbeiter alle gemütlich mit dem BGE vor der Flimmerkiste sitzen und den lieben Herrgott einen guten Mann sein lassen? 😕

Alles eine Frage der Relationen. Nehmen wir mal an, wir würden das Gewinnwachstum von Unternehmen seit - sagen wir mal der Wiedervereinigung - auf das Wachstum des nominalen BIP festsetzen. Da gibt es viele Unternehmen, die deutlich über dieser Grenze lägen. ( Wir machen sogar noch ne Ausnahmeregelung für Neugründungen, weil in den ersten Jahren nach den Anfangsverlusten die Gewinn sehr schnell wachsen ).

Wenn die Unternehmen diese überschießenden Gewinne an den Staat als Steuer abführten, könnte man so vieles finanzieren .....

Es heißt ja nicht umsonst Wirtschaftskreislauf. Was der eine sich nimmt, bekommt der andere weggenommen bei gleichem Kuchen. Und in den letzten 30 Jahren wurde der Kuchen von unten noch oben umverteilt. Ein steuerfinanziertes BGE würde diese Entwicklung wieder umkehren.
 
Zitat hilfe-schlumpf:

Ja , deshalb muss man die Leute ja unter Androhung des Entzugs von Leistungen dazu zwingen, bei gleichem Abstand zu Hartz4 den Job anzunehmen.

Oder ist es mittlerweile so, dass man einen Job ablehnen darf, weil er nur X-Euro über Hartz4 liegt ? Macht das Jobcenter das mit ?
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Mir ist nicht klar, was Du damit sagen willst.
Es geht ja um das Wort "bedingungslos". Das bedeutet das man gar keinen Job annehmen muß. Wenn ich also die Wahl zwischen z.B. 1200 Euro bedingungsloses Geld habe ODER für 1300 Euro Toiletten zu reinigen - was mache ich?
Wie hoch muß dieser Abstand sein, der mich zum arbeiten bringt? Allein die Aussicht mir im "Arbeitsfall" ein Auto leisten zu können, trifft da gar nicht zu und zudem würden die Leute mitsamt dem bedingunglosen Einkommen in zusätzliche Schwarzarbeit flüchten. Und es gäbe genug Arbeitgeber die diese Möglichkeit anbieten würden. Denn ein Schwarzarbeiter ist auf jeden Fall preiswerter als ein Angestellter.
Am besten bedingunglsoes Grundeinkommen auf 1500 Euro, damit alle auch am Leben teilnehmen können - und den gesetzlichen Mindestlohn auf 3000 Euro. Dann macht es allen Spaß. Und jeder hat ein Auto.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein BGE wäre für mich arbeitendem und leistendem Bürger akzeptabel, wenn es in erster Linie in Form von Sachleistungen zu haben wäre. Ein Geringverdiener kann sich üblicherweise keine Eigentumswohnung leisten, weshalb in D. die meisten Niedrigverdiener vergleichsweise viel von ihrem Lohn für Miete abdrücken müssen. Hier könnte das BGE greifen in der Gestalt, daß jedem Bürger ein garantierter Mindestwohnraum von, sagen wir, 10 qm + Naßzelle vom Staat, d. h. von der jeweiligen Gemeinde/Stadt im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung gestellt werden. Bei Ehegatten wären es 20 qm, mit jedem Kind kämen nochmals 10 qm dazu, und wer mehr oder was besseres will als sozialen Wohnungsbau mit einfachster Ausstattung muß halt arbeiten und selber verdienen. Wohnung gehört mit zum wichtigsten für den Menschen, weil kaum jemand unter der Brücke schlafen möchte, und ist zugleich für Geringverdiener der Hauptfresser des Arbeitslohns. Wenn also ein für jeden Bürger allgemeingültiger Ansatz, dann zuerst hier.
 
Unser nettes System krankt an allen Ecken und jetzt noch ein BGE. Die Quittung dürften (mal wieder) unsere Nachkommen bezahlen.


Das Tafelsilber wird verkauft, Sozialsysteme werden unterlaufen bzw. immer mehr abgebaut. Schließlich muß man sparen, koste es was es wolle. :daumen:
Man rechnet uns eine schwarze NULL zusammen, um ein gutes Gefühl bei der nächsten Neuverschuldung zuhaben. Aber die Schuldenuhr, die tickt und tick lustig weiter. das kann man ja ausblenden. Ist doch nur eine Uhr.:daumen:😎
Arbeitslosenzahlen werden schön gerechnet. Die Zweiklassenmedizin möchte man nicht wahr haben. Der Mindestlohn war ein politscher Kraftakt und letztlich ein Witz. Arbeit muß sich lohnen, DASS bleibt ein traum. Usw. usw. usf.....

Sorry, ich habe keine Lust nochmals ungewollt an einem Großflächenexperiment teilzunehmen. Der BGE Gedanke ist gut, aber wir sind einfach noch nicht soweit. Wir sind ja nichteinmal in der Lage mit dem Mindestlohn Altersvorsorge bzw. Altersarmut zu verhindern. WAS soll das werden? Ein hemmungsloses Grundeinkommen, koste es was es wolle?

Was passiert denn, wenn das BGE nicht mehr finanziert werden kann, einfach nur weil mal wieder eine größer Wirtschaftskrise herrscht? Anarchie? Oder geht man dann nur noch ehrenamtlich arbeiten, oder wie? Genau DAS wäre doch jetzt schon dem Kapital am liebsten. Der Staat kann ja aufstocken. :daumen: Derweile bringt das Kapital seine Steuer ausser Landes. Ob legal oder illigal - scheißegal.

Polemik hin oder her, ich könnte noch endlos weiter machen. Diese Zustände gibt es nun mal. Das System krankt schon lange. Ach ja, die Renten sind sicher. Hieß es. Und? Die Renter schuften heute schon bis sie umfallen. Nicht?

Einfach den Mindestlohn Bedingungslos verdoppeln. DAS wäre ein Anfang. Alles andere angleichen. Den Lobbyismus raus aus der Politik. Firmen die ihr Firma oder eine Zweigstelle auf deutschen Boden haben, haben hier ihr Steuer zu entrichten. Fertig. Bedinguingslos/Kompromislos!
Fraktion Korruption darf sich gerne mit der Kanalreinigung beschäftighen. Via Handarbeit, versteht sich.😀


Wann das allein geschaft ist, denke ich noch mal drüber nach. 😛
 
Unser nettes System krankt an allen Ecken und jetzt noch ein BGE. Die Quittung dürften (mal wieder) unsere Nachkommen bezahlen.
Das Tafelsilber wird verkauft, Sozialsysteme werden unterlaufen bzw. immer mehr abgebaut. Schließlich muß man sparen, koste es was es wolle. :daumen:
Man rechnet uns eine schwarze NULL zusammen, um ein gutes Gefühl bei der nächsten Neuverschuldung zuhaben. Aber die Schuldenuhr, die tickt und tick lustig weiter. das kann man ja ausblenden. Ist doch nur eine Uhr.:daumen:😎
Arbeitslosenzahlen werden schön gerechnet. Die Zweiklassenmedizin möchte man nicht wahr haben. Der Mindestlohn war ein politscher Kraftakt und letztlich ein Witz. Arbeit muß sich lohnen, DASS bleibt ein traum. Usw. usw. usf.....
Sorry, ich habe keine Lust nochmals ungewollt an einem Großflächenexperiment teilzunehmen. Der BGE Gedanke ist gut, aber wir sind einfach noch nicht soweit. Wir sind ja nichteinmal in der Lage mit dem Mindestlohn Altersvorsorge bzw. Altersarmut zu verhindern. WAS soll das werden? Ein hemmungsloses Grundeinkommen, koste es was es wolle?
Was passiert denn, wenn das BGE nicht mehr finanziert werden kann, einfach nur weil mal wieder eine größer Wirtschaftskrise herrscht? Anarchie? Oder geht man dann nur noch ehrenamtlich arbeiten, oder wie? Genau DAS wäre doch jetzt schon dem Kapital am liebsten. Der Staat kann ja aufstocken. :daumen: Derweile bringt das Kapital seine Steuer ausser Landes. Ob legal oder illigal - scheißegal.

Polemik hin oder her, ich könnte noch endlos weiter machen. Diese Zustände gibt es nun mal. Das System krankt schon lange. Ach ja, die Renten sind sicher. Hieß es. Und? Die Renter schuften heute schon bis sie umfallen. Nicht?

Einfach den Mindestlohn Bedingungslos verdoppeln. DAS wäre ein Anfang. Alles andere angleichen. Den Lobbyismus raus aus der Politik. Firmen die ihr Firma oder eine Zweigstelle auf deutschen Boden haben, haben hier ihr Steuer zu entrichten. Fertig. Bedinguingslos/Kompromislos!
Fraktion Korruption darf sich gerne mit der Kanalreinigung beschäftighen. Via Handarbeit, versteht sich.😀
Wann das allein geschaft ist, denke ich noch mal drüber nach. 😛
Höherer Mindestlohn treibt nur wieder die Firmen ins Ausland, das ist also keine Lösung. Was Du hier als "kranken" bezeichnest, ist in manchen Teilen (Bildungssektor) gerechtfertigt, in anderen Teilen jedoch ist es das Jammern über den Verlust der Zustände in der "guten alten Zeit", als noch vieles ging, was heute angesichts von Staatsverschuldung und (notwendiger!) Staatsverschlankung nicht mehr zu haben ist, während zugleich das (ungerechtfertigte) Anspruchsdenken in der Bevölkerung ständig wächst. Siehe z. B. (heutiges) Renteneintrittsalter im Vergleich mit (heutiger) Lebenserwartung - im Vergleich beispielsweise mit den 50er Jahren, als die Rentner wirklich meistens bis zum Umfallen schufteten wegen damals noch niedrigerer Lebenserwartung - danach begann dann die Phase der "großzügigen" Frühverrentungen, die inzwischen wieder längst nicht mehr haltbar weil nicht mehr finanzierbar ist.

Nein, wer ein realistisches und zugleich finanzierbares BGE haben will, muß dort ansetzen, wo die Bedürfnisse aller Menschen gleichermaßen liegen, das wären zuerst die Bereiche Wohnung, Nahrung, Kleidung und dann, erst danach, da schon nicht mehr einheitlich, der Bereich medizinische Versorgung. Mindestwohnraum (10 m²), dazu Mindestnahrung - Gemeinschaftsküchen - und Kleidung - Kleiderkammern - und dazu medizinische Mindestversorgung nach Bedarf, da ja nicht jeder Mensch gleich gesund oder krank ist. Das entspräche ungefähr einem vernünftigen und sozial verträglichen BGE, das jedem einleuchten dürfte, und jeder, der mehr oder besseres als Mindestversorgung haben wollte, müßte sich selbst um Arbeit und Verdienst bemühen. BGE als Geldleistung, die dann ggf. prompt in Alkohol oder Tabak oder einen Luxusurlaub umgesetzt wird statt in lebensnotwendigere Dinge, ist aus meiner Sicht abzulehnen, da hier dann wirklich zu viel Mißbrauchsgefahr bestünde.
 
Höherer Mindestlohn treibt nur wieder die Firmen ins Ausland, das ist also keine Lösung.
Das hat man bei Mindestlohn auch gesagt. Und?😀

Wir lebend heute zu Lasten der nächsten Generation. Was passiert denn wenn das BGE nicht mehr finanziert werden kann? Dieses Szenario ist unkalkulierbar. Zu viele unbekannt Größen. Wir wissen nicht was in 50 Jahren sein wird. Wir leben heute auf Pump. Nur weil es momentan relativ gut läuft, heißt das noch lange nicht das es so bleiben wird.
Ich bin garantiert kein Schwarzmaler, aber diese Frage möchte ich schon beantwortet bekommen. Ist das so falsch?
 
Mike wenn das BGE brutto auf mein jeweiliges Einkommen geschlagen wird, dann bekomme ich als Klofrau doch nicht 1300 incl. BGE statt 1200.- ohne einen Handschlag sondern mein Gehalt von sagen wir mal 1200 brutto plus 1200 brutto BGE.


Und von einem BGE in Form von Sachleistungen halte ich garnichts. Das grenzt ja an Entmündigung. Wenn ich mich totsaufen will geht das keinen was an. Dafür bekomme ich es ja kürzer als die, die nur Müsli essen, wegen jedem Scheiß zum Arzt rennen und dadurch möglichst 100 werden.

Bei Kindern sehe ich das anders. Da muss natürlich darauf geachtet werden, dass so manche Eltern nicht nur Alk und Zigs und PCspiele kaufen bevor die KInder nicht ordentlich rumlaufen und genug zum essen haben. Wenn da ein Kind noch irgendeinen Mangel hätte wäre ich sofort dafür, den Eltern kein Geld mehr auszuzahlen sondern Sachleistungen.
 
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