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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Doch! Denn es besteht keine Notwendigkeit zu arbeiten. Ich kriege ja BGE. Mehr will ich gar nicht. Den Rest mach ich nebenbei, wenn ich echt mal `ne Sonderausgabe hab`.
Ich geh`doch dann nicht mehr in die Fabrik oder zum Müllsortiern!

Wie erklärst du dir denn dann die unzähligen (etwa 4,5 Milliarden) ehrenamtlichen Stunden, die gerade im sozialen Bereich nicht immer angenehme Seiten beinhalten, wenn doch Menschen so faul wären?
Es ist völlig egal, ob ich ein positives Menschenbild (Menschen wollen etwas tun) oder ein negatives Menschenbild (Menschen sind gierig/geben sich nicht mit dem Existenzminimum zufrieden) habe, ich sehe da kein Szenario, indem kaum noch jemand arbeiten würde. Die Grundeinkommensexperimente in Dauphin und Namibia weisen ebenfalls in eine völlig andere Richtung.
 
Wo da jetzt ein Argument deinerseits sein soll, abgesehen davon mit Begriffen wie "Sozialromantik" eine fiktive Überlegenheit deiner Position zu suggerieren, erschließt sich mir nicht. Aber in Ordnung, belassen wirs dabei. 😉
 
Irgendwo die Mitte wäre wahrscheinlich richtig. Ich meine, Hartz IV mit seinen ganzen Schikanen und Ängsten die es auslöst, wurden ja auch nicht ausschließlich zum Spaß eingeführt. Wenn man alleine schon liest, wie viele gerne ihre Termine verschwitzen...

Und die goldene Mitte würde ich deshalb meinen, weil viele ihren Knochenjob definitiv nicht mehr ausüben würden, sondern mit BGE plus halbtagsstelle oder Aushilfsjob würde bei sehr vielen großen Anklang finden.

Ich meine, es werden ja wohl kaum mehr Leute geben, die dann arbeiten weil sie sich sagen "jetzt erst recht". 😉
Und Deutschland wird auch nicht wettbewerbsfähiger wenn in allen Bereichen die Löhne steigen. Ich würde da eher große Probleme in der Wirtschaft sehen, auf langfristiger Basis.

Viele Firmen müssten dann in sehr vielen Bereichen die zusätzlichen Kosten auf den Endverbraucher umwälzen. Also genau das, was wir alle gerne akzeptieren möchten. 😉

Vorhin wieder ein Fahrer von Hermes gesehen. Ein Paket herausgefallen, einfach genommen und wieder reingefeuert. Ja, das sind die motivierten Leute die sicherlich morgen dann auch noch zum Mindestlohn ausliefern würden. Der Bekommt dann 7 euro mehr die Stunde, aber der Empfänger möchte nicht, dass sich der Paketpreis verdreifacht.
Oder die Oma die in der Apotheke für 7,90 Medikamente bestellt, die Lieferung dann aber 30 euro kostet. Ach, das würde was geben. ^^

Dann könnten die Leute mit BGE gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen weil das BGE aufgrund der gestiegenen Kosten, einen Wert weit unter dem jetzigen Hartz IV hätte.
 
Ist die Frage, ob unsere derzeitige Wettbewerbsfähigkeit, bzw. der, auf den niedrigen Löhnen basierende Exportüberschuss selbst für uns so vorteilhaft ist, zerstören oder zumindest behindern wir doch damit unter anderem die Binnenwirtschaften von Ländern, mit denen wir uns gemeinsam in der EU befinden, was langfristig noch teurer werden könnte. 😉

Höhere Löhne und auch ein BGE würden vielleicht den Export verringern, dafür gleichzeitig die Binnenwirtschaft stärken. 😉

Das Jahr 2016 scheint zumindest interessant zu werden mit der schweizer Volksabstimmung und den Experimenten in Finnland und auch einigen niederländischen Städten. Vielleicht wissen wir 2017 ja dann schon etwas mehr über Folgen und Auswirkungen.
 
Das ist doch ein Zirkelschluss! Wenn die Löhne hoch genug sind, sitzen die Arbeiter doch auch nicht vor der Flimmerkiste. 😉

Ja doch...!
Irgendwer muss doch die törichten Vorurteile stützen... 🙂

Sorry, ich schlage mir vor Lachen gerade auf die Schenkel, wie sich hier reihenweise Leute selbst outen, die sich damit quasi selbst bezichtigen wollen, dass sie dann nicht mehr arbeiten wollen, sobald sie auf Grundbedarf sitzen...
Oder unterstellen sie es nur anderen? 😕

Auf erstere, so meine ich, könnte, sollte man verzichten, damit Arbeitswillige sich nicht gegenseitig unterbieten müssten, um die weniger werdenden Arbeitsplätze zu streiten.

Wobei ich meine, dass es unter dem BGE durchaus mehr Arbeitsplätze und Selbstständigkeit geben würde.
Aber da das bestritten wird von denen, die ja die Arbeit einstellen wollen... taugen diese wenigstens als Steuerzahler und Konsumenten. Ist ja auch wichtig...
 
@ rhenus

Ja, weil ja auch jeder plötzlich die ultimative Idee zur Selbständigkeit entwickelt. Aber man macht das ja dann nicht um Gewinn zu generieren, sondern für den Spaß, oder? ^^
Dann fallen mir natürlich auch 20 Stück ein...


Das ist doch ein Zirkelschluss! Wenn die Löhne hoch genug sind, sitzen die Arbeiter doch auch nicht vor der Flimmerkiste. 😉

Welche Löhne sind das denn die dann steigen? Und ziehst du sämtliche Dienstleistungen im Niedriglohnsektor erstmal auch ab, weil hier keine wesentlich höheren Löhne gezahlt werden können? Stellenwegfall ohne Ende. Dann bleiben die öffentlichen Toiletten am Bahnhof dann eben bis in alle Ewigkeiten geschlossen. Die Leute können ja auch zu Hause auf den Topf. Oder in den McDonalds! 🙂

Einerseits behauptet ihr beiden, es gäbe keine wesentliche Anzahl an Leuten die dann nicht mehr arbeiten möchten - aber im zweiten Satz erklärt ihr dann, die Löhne würden steigen. Gepaart mit der Tatsache das Tätigkeiten wegfallen, stünden dem Arbeitsmarkt ja dann noch bedeutend mehr Leute zur Verfügung als bislang. Und wenn mehr Leute Arbeit suchen, die dann aber umgekehrt weniger vorhanden ist, steigen die Löhne?

Das wären aber merkwürdige, volkswirtschaftliche Zusammenhänge!
 
Irgendwie scheint das ja auch der Knackpunkt des Ganzen zu sein: Der Abstand zwischen BGE und Mindestlohn wäre zu gering.
Wenn der Staat nun den Mindestlohn wegen diesem Abstand anheben würde - tja, dann passiert das was wir seit Jahren sehen. Entweder machen die Unternehmen dicht, oder die Arbeit wird ins Ausland verlagert. ( Krabben pulen ) Freilich kann man nicht alles ins Ausland schicken - vielleicht müßte der Staat dann als Toiletten-Reiniger staatliche Beamte einsetzen, damit es überhaupt jemand macht. Oder gleich die Bundeswehr oder die Arbeistagentur-Mitarbeiter, die niemand mehr braucht.
 
Ich fände es richtig, wenn manche Jobs keiner mehr machen würde. Beispiel Zimmermädchen. Da wird der Mindestlohn nur auf dem Papier gezahlt, in Wirklichkeit verdienen die Frauen keine 4 Euro die Stunde manchmal für einen Knochenjob.

Bloß, solche Jobs, auch Klofrau.., macht doch sowieso schon lange kein Deutscher mehr.


Und wenn ich das richtig verstanden habe, bekommen nur die Deutschen das BGE. Die vielen ausländischen Bürger hier nicht.

Führt das nicht zu einer 2Klassengesellschaft. Die Ausländer wieder die Armen hier, die auch noch unsere Drecksarbeit machen dürfen.

Und dann wir Deutschen mit unserem schönen BGE.

Darf man heute überhaupt noch so deutsch denken?
 
Schon richtig, aber siehe Marktwirtschaft.....
Wenn der Staat die Mindestlöhne stark anheben würde, und zwar weil er einen bestimmten Abstand zum BGE haben müßte ( damit jemand Anreize hat um überhaupt zu arbeiten ) dann passiert auch das, was wir kennen: Das Unternehmen erhöht seine Preise. Bei erhöhten Preise kommen weniger Kunden, es werden Leute entlassen.
 
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